NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1511 vom 16.11.2018

16.11.2018
Niederösterreichs Skigebiete schonen die Geldbörsen der Gäste

Niederösterreichs Skigebiete sind besonders preisgünstig. Das geht aus einer aktuellen Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervor. Die Konsumentenschützer haben die Angebote und Liftpreise von mehr als 100 Skigebieten in Österreich erhoben und miteinander verglichen.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der VKI-Studie entnimmt, können Skifahrer ihre Schwünge besonders günstig an den Königsberg-Liften bei Hollenstein/Ybbs im Mostviertel ziehen. Nur 26 Euro kostet in diesem niederösterreichischen Skigebiet eine Erwachsenen-Tageskarte. Dem Gast werden hier 14 Pistenkilometer, ein Funparkareal, Buckel- und Carvingpiste sowie abseits der Abfahrten eine Langlaufloipe und ein Eislaufplatz geboten. Zum Vergleich: In Kitzbühel, dem teuersten Skigebiet Österreichs, muss ein Erwachsener für die Tageskarte 57 Euro bezahlen.

Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm. Für das Tagesticket sind am Schneeberg 27 Euro, auf der Forsteralm 29,50 Euro zu bezahlen.

Mit Preisen zwischen 30 und 40 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte punkten unter den vom VKI getesteten Skigebieten in Niederösterreich weiters der Unterberg bei Pernitz (32 Euro) und der Zauberberg Semmering (35 Euro). In Annaberg und auf der Gemeindealpe Mitterbach bezahlen Gäste für einen Tages-Skiausflug jeweils 35,50 Euro, in Mönichkirchen-Mariensee 36,50 Euro sowie auf dem Hochkar und am Ötscher jeweils 38,50 Euro. (mm)

http://www.konsument.at

http://www.niederoesterreich.at



16.11.2018
Niederösterreichs Konditoren können über Nachwuchsmangel nicht klagen

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen können die niederösterreichischen Konditoren über einen Lehrlingsmangel nicht klagen. Derzeit werden nämlich in 71 aktiven Betrieben 170 Lehrlinge ausgebildet. Thomas Hagmann, Konditoren-Innungsmeister und Wirtschaftskammer-Obmann im Bezirk Krems, führt dies vor allem auf das positive Image des Berufes zurück. „Als Konditor erzeugt man etwas“, meint er, „was den Menschen Freude macht. Man kann kreativ sein und arbeitet mit den besten Zutaten. Darüber hinaus sind die Berufsmöglichkeiten im Tourismus, ob national oder international, fast unerschöpflich. Beim derzeitigen Fachkräftemangel in ganz Österreich sowieso und in der ganzen Welt sind unsere Konditoren ebenfalls sehr gefragt.“

Laut Hagmann lässt die Lehre derzeit einen allgemeinen Aufwärtstrend erkennen. „Und das ist gut so“, stellt er fest. „Die Lehrberufe werden nämlich zunehmend als Asset gesehen und sind endlich wieder im Kommen. Fakt ist nämlich, Menschen, die eine Lehre absolviert haben, können in allen Berufen reüssieren, denn Lehre ist keine Einbahnstraße.“ Mit ihr könne man die Matura genauso machen, wie ein Hochschulstudium abschließen. Zielstrebigkeit, Geduld sowie Ausdauer seien Eigenschaften, die man sich neben den fachlichen Fähigkeiten in einem Lehrberuf ebenso aneignen könne.

Arbeit gäbe es in der Branche zu Genüge, was gerade jetzt zur Vorweihnachtszeit wieder ersichtlich wird, wo in den Backstuben der heimischen Konditoren Hochsaison herrscht. „Das Weihnachtsgeschäft läuft bereits an“, verrät Thomas Hagmann dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Produkte, wie Schokolade, Kekse und Lebkuchen, werden ja bereits im Advent verzehrt und nicht erst zu den Feiertagen. Jede Region und jede Konditorei hat ihre eigenen Spezialitäten.“

Allgemein merken die zurzeit 273 aktiven Konditorbetriebe in Niederösterreich zunehmend den Trend zur Regionalität und Nachhaltigkeit. „Neueste medizinische Erkenntnisse bestätigen die Wichtigkeit von handgemachten Produkten aus frischen Zutaten aus der Region ohne Geschmacksverstärker und chemische Konservierungsmittel“, berichtet der Innungsmeister. „Eigenschaften, die man nur im Lebensmittelgewerbe findet. Regional aus Niederösterreich und handgemacht sind die Trends – egal ob es sich um Lebkuchen, Bäckerei, Mehlspeisen oder Schokoladen handelt.“ (dsh)

http://wko.at/noe/lebensmittelgewerbe



16.11.2018
WeltmarktfĂĽhrer Maplan fĂĽhlt sich in Kottingbrunn wohl

Seit 2016 erzeugt das Maschinenbau-Unternehmen Maplan mit rund 200 Beschäftigten im CCK Wirtschaftspark Kottingbrunn Spritzgießmaschinen zur Fertigung von Gummiformartikeln und gilt in diesem High-Tech-Segment als Weltmarktführer. In einem Interview mit dem „Industriemagazin“ streut Maplan-Geschäftsführer Wolfgang Meyer diesem Produktionsstandort, der mit sehr guter infrastruktureller Ausstattung besticht, Rosen. „Unser altes Werk in Ternitz hätten wir nie auf das Niveau eines so modernen Betriebes gebracht wie hier“, meint er.

Seit mehr als zwei Jahren kann das Unternehmen nun in Kottingbrunn ohne räumliche Einschränkung produzieren, denn an der alten Produktionsstätte in Ternitz war man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die bis zu 500 Spritzgieß-Anlagen, die Maplan pro Jahr im CCK Wirtschaftspark erzeugt, gehen zu 99 Prozent in den Export. Kunden des global agierenden Maschinenbauers sind in erster Linie die Produzenten von Autoteilen, die der Kfz-Industrie zuliefern.

Alle Maschinen entwickelt, konstruiert und fertigt Maplan selbst. Neben dem Hauptwerk in Kottingbrunn betreibt das Industrieunternehmen weitere Produktionsstandorte in der Slowakei und in China sowie Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Russland und in den USA. Im Vorjahr hat die Firma Maplan, die seit 2012 im Eigentum der Familie Soulier steht, mit 45 Millionen Euro einen Rekordumsatz erwirtschaftet. (mm)

http://www.maplan.at



16.11.2018
Ă–sterreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Gesunken ist die Menge an Elektrizität, die Österreich in den ersten acht Monaten 2018 aus Tschechien importiert hat. Exakt 6.472 Gigawattstunden (GWh) Strom sind heuer zwischen Anfang Jänner und Ende August über die Hochspannungsleitungen vom nördlichen Nachbarn in das heimische Netz geflossen. Das ist ein Rückgang um 10,3 Prozent, denn im Vergleichszeitraum 2017 sind es 7.215 GWh gewesen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst aus Daten des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E).

Aus der Zwischenbilanz von ENTSO-E geht auch hervor, dass es in die Gegenrichtung nur einen mageren Stromfluss gibt. In den ersten acht Monaten 2018 hat Ă–sterreich lediglich 108 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es 47 GWh. (mm)

www.entsoe.eu/data/statistics/Pages/power_flows.aspx



16.11.2018
In Niederösterreich wird Wirtschaften mit Franchising immer beliebter

Unternehmen, die bei ihrer Geschäftstätigkeit auf die Vertriebsform des Franchising setzen, bleiben auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weithin erfolgreich. Pro Jahr wächst die Franchise-Wirtschaft in Österreich um durchschnittlich sieben Prozent. 2016 gab es laut Österreichischem Franchise-Verband (ÖFV) 440 verschiedene Systeme mit 10.400 Betriebsstandorten und einem kumulierten Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro. In Österreich besteht ein Franchise-System aus durchschnittlich 18 Franchisenehmern an 25 Standorten. Jedes System beschäftigt im Schnitt rund 240 Mitarbeiter.

Wie der ÖFV dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, liegt Franchising auch im flächenmäßig größten Bundesland erkennbar im Trend. Bekannte Unternehmen, die bei ihrer Distributionspolitik dem Franchising vertrauen, sind mittlerweile in fast allen niederösterreichischen Regionen anzutreffen: Im Wiener Umland z.B. die Fast-Food-Restaurantkette McDonald´s mit der Zentrale in Brunn/Gebirge, die Elektrohandels-Genossenschaft Euronics Austria („Red Zac“) oder die „Shape-Line“-Fitnessstudios, die beide in Biedermannsdorf beheimatet sind.

Im Waldviertel ist die Sonnentor Kräuterhandels GmbH aus Sprögnitz bei Zwettl zu nennen; im Mostviertel die Immobilienmakler-Gruppe RE/MAX mit Österreich-Zentrale in Amstetten. Im Industrieviertel schlägt sich die Modekette Park Lane aus Oberwaltersdorf mittels Franchising erfolgreich, im Weinviertel das auf die Sanierung von Gebäudeschäden spezialisierte Firmennetzwerk Soluto mit Sitz in Tresdorf.

Franchisenehmer sind unternehmerisch selbständig tätig. Sie profitieren in einer Verbundkette mit dem Franchisegeber von dessen Marktangebot mit einem einheitlichen Marktauftritt sowie von seiner organisatorischen und fachlichen Unterstützung. In seinem Grundcharakter ist Franchising in erster Linie auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zugeschnitten. (mm)

http://www.franchise.at



16.11.2018
Das Fotografengewerbe hat MĂĽhe, im Strukturwandel festen Boden zu gewinnen

„Über viele Jahre hat es im Bezirk Baden rund 40 bis 50 Fotografen gegeben. Dann kam im Jahr 2014 die Liberalisierung, und heute sind rund 300 Fotografen allein in meiner Region gemeldet“, teilt Christian Schörg, Fotografen-Innungsmeister-Stellvertreter in der NÖ Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Das bedeutet, dass es nur mehr über den Preis geht. Früher ging es darum, wie beispielsweise eine Hochzeit fotografisch zu gestalten ist. Heute bekomme ich eine Anfrage per Mail, was eine Hochzeit kostet. Da ich eine solche Frage ohne Zusatzinformation nicht beantworten kann – schließlich können es 400 Euro bei einer standesamtlichen Hochzeit sein, aber auch 5.000 Euro, und das schreibe ich auch so zurück –, höre und sehe ich in der Regel nichts mehr, weil sicher ein Kollege bereits ohne Rückfrage 300 Euro zurückgeschrieben hat.“

In Österreich gibt es derzeit 8.000 Fotografen gegenüber 2.300 bis 2.800 davor. In Niederösterreich sind es jetzt rund 1.500 Fotografen gegenüber etwa 300 vor der Liberalisierung. Viele dieser neu angemeldeten Fotografen betreiben dieses Gewerbe nur im Nebenerwerb. „Das bedeutet,“ sagt Schörg, „sie können ihre Leistung günstiger anbieten, weil sie in der Regel nur Einpersonenunternehmer sind, während ich Mitarbeiter habe, die fix mit einem Gehalt angestellt sind. Darüber hinaus fallen diese Kollegen vielfach unter die Kleinunternehmerregelung ohne Umsatzsteuer – was für mich als hauptberuflichen Unternehmer mit mehreren Standorten auch nicht gilt“, so der Innungsmeister-Stellvertreter. Jedenfalls sieht er darin eine massive Benachteiligung der hauptberuflichen Fotografen.

Was Christian Schörg insbesondere bemängelt, ist der Umstand, dass der Großteil der neu angemeldeten Fotografen Fotos herstellt, ohne eine Ausbildung zu haben. „Nur 200 der in ganz Österreich tätigen 8.000 Fotografen haben eine Zertifzierung – den Qualified Austrian Photographer, und 100 davon einen Meistertitel“, berichtet er. Die Liberalisierung der Fotobranche habe die Meisterprüfung als bis dahin gültige höchste Ausbildungsstufe obsolet gemacht. Allerdings gäbe es nach wie vor viele Kunden aus der Industrie, die ISO-zertifizierte Industriefotografie zu schätzen wissen. Zudem hätten sich viele hauptberufliche Fotografen oft bedarfsgerecht spezialisiert, was entsprechende Anfragen und Aufträge zur Folge hat. Dazu zählen beispielsweise Imagekampagnen, Luftbilder oder die Schulfotografie.

Nicht erfreulich ist der Stand der Lehrlingsausbildung. Gab es in Niederösterreich heuer vor dem Sommer sieben Lehrlinge, sind es noch vor wenigen Jahren über 100 gewesen. Dass das Interesse an einer hauptberuflichen Ausbildung in dieser Branche nur gering ist, verwundert den langjährigen Fotografen allerdings nicht. „Nur rund 600 der 8.000 Fotografen in Österreich können davon auch wirklich leben“, resümiert Schörg. (jm)

http://wko.at/noe/fotografen



16.11.2018
buntmetall amstetten Ges.m.b.H. wird zu Wieland Austria Ges.m.b.H

Die buntmetall amstetten Gesm.b.H. mit Standorten in Amstetten und Enzesfeld, die bereits seit dem Jahr 1999 Teil der Wieland Gruppe ist, wird ab 1. Dezember 2018 zur Wieland Austria Ges.m.b.H. Grund der Neufirmierung ist nach Angaben des Unternehmens, dass sich Wieland weltweit mit einem neuen Erscheinungsbild positioniert und deshalb mit seinen 65 Standorten auf allen Kontinenten und seinen 7.000 Mitarbeitern geeint unter dem Namen Wieland agiert. „Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres setzt Wieland, der global führende Spezialist für Kupfer und Kupferlegierungen, nun auf das Konzept einer starken globalen Dachmarke, deren Wert auf alle Bereiche und Gesellschaften der Wieland Gruppe ausstrahlt“, so das Unternehmen gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Rund 800 Mitarbeiter sind an den beiden österreichischen Standorten Amstetten und Enzesfeld beschäftigt. Die Produktionswerke werden unter dem neuen Namen unverändert qualitativ hochwertige Halbzeuge und Fertigteile aus Kupfer und Kupferlegierungen für den internationalen Markt produzieren. Zurzeit sind es an die 35.000 Jahrestonnen, die in Amstetten und Enzesfeld erzeugt werden. (dsh)

http://www.buntmetall.at

http://www.wieland.com



16.11.2018
Korneuburger AMS-Projekte fĂĽr Langzeitarbeitslose laufen weiter

Im Bezirk Korneuburg gibt es zwei Beispiele erfolgreicher Arbeitsmarktservice-(AMS)-Projekte für Langzeitarbeitslose. Dabei handelt es sich um das seit 30 Jahren bestehende Forstprojekt in Stockerau und um die zehn Jahre jüngere „Alte Schmiede“ in Korneuburg. Wegen der laufenden Diskussionen über bevorstehende Sparmaßnahmen bangen die Betroffenen um den Weiterbestand dieser Projekte. Wie aber AMS-Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, ist deren Fortbestand gesichert. Die geplanten Sparmaßnahmen treffen hauptsächlich die Aufenthaltsdauer der Arbeitsuchenden.

Statt bisher einem Jahr dauert die Beschäftigungszeit jetzt durchschnittlich knapp fünf Monate. So fanden zum Beispiel bis 2015 nur 18 Arbeitswillige in einem Projekt Aufnahme, 2017 sind es bereits 36 gewesen. „Der Druck auf einen Arbeitsplatz wird immer stärker“, so Nowak. „Wir hoffen jedoch, trotz weniger Geld und mehr Personen die Qualität mit mehr persönlichem Einsatz halten zu können.“

Im Forstprojekt arbeiten derzeit fünf Führungskräfte und 14 Transitarbeiter mit verkürzter Verweildauer. Im Durchschnitt dauert die Arbeitszeit 4,5 Monate, nach Bedarf eines Langzeitarbeitslosen manchmal auch länger. Die Aufträge kommen großteils von Forstbetrieben und Gemeinden aus der Region. Für heuer gab es dafür vom AMS ein Budget von 500.000 Euro, im nächsten Jahr werden es nur noch 430.000 Euro sein.

Das Projekt „Alte Schmiede“ wird vom AMS und der Stadtgemeinde Korneuburg finanziert und gefördert. Die Aufträge der Gemeinde, meist Bau-, Garten- oder Büroarbeiten, erledigen fünf Schlüsselkräfte und 13 Transitarbeiter. Das heurige Budget in der Höhe von 635.000 Euro wird nach Aussage des Geschäftsstellenleiters auf rund 600.000 Euro reduziert.

Projektträger der „Alten Schmiede“ ist bisher die Stadt Korneuburg gewesen. Diese Aufgabe wird künftig einem eigenständigen Verein übertragen. Finanziert wird der neue Verein jedoch weiterhin von AMS und der Stadtgemeinde. Für Manfred Nowak ist die Umwidmung nur „eine rechtliche Änderung für mehr Eigenständigkeit, sonst bleibt alles wie es war.“ (km)

http://www.ams.at/noe



16.11.2018
Leichtbeton aus Oberwaltersdorf erobert den skandinavischen Markt

Einen noch stärkeren Einstieg in den skandinavischen Markt bereitet die Burkhard Schuller Baustoffservice GmbH in Oberwaltersdorf, Bezirk Baden, mit ihrem Leicht- und Kreativbeton vor. Wie Geschäftsführer Burkhard Schuller dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, soll in Dänemark in Zusammenarbeit mit der Firma Marlon Tørmørtel A/S eine Produktion implementiert werden, die jährlich 500 Tonnen Leichtbetonmischungen erzeugt.

„Mit dieser patentierten Leichtbetonmischung bin ich weltweit der einzige Anbieter. Den Schritt nach Dänemark machen wir, um auf dem Kreativmarkt in Deutschland und Skandinavien mit einem jährlichen Umsatz von zwei Milliarden Euro besser präsent zu sein. In diesen Ländern ist man nämlich sehr bastelwütig und das Arbeiten mit Beton sehr modern“, erklärt Schuller. In absehbarer Zeit will er auch eine Produktion in der Schweiz auf die Beine stellen.

Produziert wird ausschließlich mit Partnerfirmen. Schuller selbst konzentriert sich auf Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. In Österreich arbeitet er mit Partnern aus Oberösterreich und Salzburg zusammen. Dort werden jährlich etwa 500 Tonnen Leichtbetonmischungen und 250 Tonnen Agrarprodukte, Bodenaktivatoren mit Zeolith und Lavagestein, erzeugt.

Leichtbetone sind Betone, die im Kubikmeter weniger als 2,5 Tonnen wiegen. Die Betone aus Oberwaltersdorf bringen nur 700 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage, was sie schwimmfähig macht. Leichtbeton eignet sich hervorragend für Bänke, Möbel, Blumenvasen sowie Schwimmstege. Außerdem ideal geeignet ist er für jede Bastelanwendung.

Derzeit bleiben 45 Prozent der Produktion in Österreich. In Dellach in Kärnten werden aus diesem Leichtbeton Raumelemente mit Bauteilaktivierung erzeugt - mit Kühlung im Sommer und Heizung im Winter. Laut Schuller ist dafür seine Mischung mit Lavagestein am besten geeignet. Stolz ist der Unternehmer auf den Ehrenpreis seiner Firma beim Energy Globe Award Niederösterreich 2018 und auf die Nominierung zum German Innovation Award 2019.

Für 2018 peilt man einen Umsatz von etwa 150.000 Euro an, der sich im nächsten Jahr auf 300.000 Euro verdoppeln soll. Derzeit noch Einpersonenunternehmer plant Schuller, im nächsten Jahr die ersten Mitarbeiter aufzunehmen. Exportiert wird nach Dänemark, Deutschland, Schweiz, Italien und Tschechien. (hm)

http://www.baustoffservice.at



16.11.2018
Unternehmer aus Haag bietet Wohnen in Holz mit neuen Ideen

Die Realisierung des Wohnens mit und in Holz hat der Einpersonenunternehmer (EPU) Matthias Stiefelbauer mit seiner Firma „hoiz:werk“ in Haag, Bezirk Amstetten, zum Beruf gemacht. Seine Kunden bekommen von ihm sowohl Neubauten und Umbauten, als auch Innenausstattungen aus einer Hand, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Sein Schwerpunkt sind Wohnküchen.

„Ich bin gelernter Tischler, habe den Ingenieur in Holztechnik gemacht und ein Kolleg für Design und Produktentwicklung besucht. Somit kann ich wirklich von der Idee, dem Entwurf, der Planung und der Ausführung alles abdecken, um Wohnträume aus einem Guss zu schaffen“, betont Stiefelbauer. Er stehe für „Gesamtkonzepte, wo man sich wohl fühlt.“

Obwohl bei „hoiz:werk“ der Schwerpunkt auf dem Material Holz liegt, ist der Unternehmer auch für andere Materialen offen, wenn der Kunde das wünscht. Im Werkstoff Holz freilich sieht er einen, der ein besonders angenehmes Wohnklima schafft. Auf Wunsch können sowohl Häuser neu in Holz errichtet, als auch bestehende Häuser oder Wohnungen damit umgestaltet und ausgestattet werden. Komplett allein macht Stiefelbauer Ideenfindung, Planung und Design. Bei der Ausführung arbeitet er meist mit Partnerfirmen zusammen. Verwendet werden hauptsächlich heimische Hölzer.

Die Kunden von „hoiz:werk“ sind zu 90 Prozent Privatpersonen aus dem Burgenland, aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Ein Entwurf ist ab 300 Euro möglich. (hm)

http://www.hoizwerk.com



16.11.2018
Galerie Maringer in St. Pölten setzt auf Zuzügler und Kulturhauptstadt

Die seit mehr als 40 Jahren in St. Pölten aktive Galerie Maringer erhofft sich eine Geschäftsbelebung sowohl von den „Zuzüglern“ in Niederösterreichs Landeshauptstadt, als auch von den neuen Impulsen um die Bewerbung St. Pöltens als europäische Kulturhauptstadt 2024. „Leicht ist das alles nicht“, erklärt Galerist Karl-Heinz Maringer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Verlagerung des Kunst-Bereichs aus dem NÖ Landesmuseum im Regierungsviertel von St. Pölten nach Krems habe sich nachteilig ausgewirkt. „Es könnte eine viel lebendigere Kunstszene hier in St. Pölten geben“, ist er überzeugt.

Die Galerie kämpft nach wie vor um Kunden gegen die Konkurrenz in Wien. Menschen, die sich für Kunst interessieren seien auch entsprechend mobil. Die jüngere Generation in der Stadt habe vielfach andere Interessen. Zudem sei es sehr schwierig, junge Kunst zu vermitteln. „In dieser niedrigeren Preisklasse kann man keine Galerie erhalten“, erklärt Maringer.

Daher verfolgt er schon seit Jahren eine Strategie des „trading up“, der Verbesserung des Leistungsangebotes. Derzeit hängen etwa Werke von Hermann Nitsch, Adolf Frohner oder auch Otto Muehl in Maringers Schauräumen – unter dem Motto „Phänomen Wiener Aktionismus“. „Zum Glück habe ich langjährige Kontakte zu vielen arrivierten Künstlern bzw. deren Familien“, so Maringer. Das ermögliche es ihm, parallel etablierte Künstler und jüngere zu präsentieren. „Man braucht immer auch Gefälliges als Lockmittel“, betont der Galerist, denn es bestehe nach wie vor eine gewisse Schwellenangst vor dem Eintritt in eine Galerie.

Dabei habe er festgestellt, dass Kulturtouristen, die nach St. Pölten kommen, weniger Schwellenangst hätten als die heimische Bevölkerung. Das ist mit ein Grund, weshalb Maringer das Projekt Kulturhauptstadt 2024 für besonders interessant hält. „Wenn wir dadurch zusätzlich rund 50.000 kulturaffine Besucher erwarten dürfen, ist das natürlich ein wichtiger Impuls.“

Zwar stecke der Kunstmarkt international derzeit in einer sehr intensiven Aufbruchsphase, „aber das spielt sich alles auf einem völlig anderen Preisniveau ab und ist mit der Situation bei uns nicht vergleichbar“, so Maringer. Ähnliches gelte für den gesamten Kunstmarkt in Niederösterreich, also mit den Galerieszenen in Krems, Wiener Neustadt oder Mödling. Auch von dort würden potenzielle Kunden mit Top-Ausstellungen nach Wien gelockt. Außerdem sei in Wien das Kunstverständnis insgesamt weiter verbreitet.

Dass St. Pölten durch rege Wohnbau-Aktivitäten derzeit sehr viele „Zuzügler“ anlockt, sieht Galerist Maringer durchaus positiv. Allerdings werde es aus Datenschutz-Gründen immer schwieriger, diese Leute auch zu erreichen und sie anzusprechen. „Wir suchen da noch nach der passenden Marketing-Strategie“, verrät der Kulturmanager.

Kunst als Geldanlage vielleicht? Das hält er für „problematisch, weil erst einmal die Händlerspanne übersprungen werden muss.“ Das funktioniere in der Regel nur bei klassischen Namen - „wir hatten auch schon Ausstellungen mit Werken von Picasso oder Keith Haring. Meistens ist es aber umgekehrt: Wenn die Aktien Geld bringen, ist auch das Geld vorhanden, Kunstobjekte zu erwerben.“

Als aktuellen Trend in der Kunstwelt macht Maringer aus, „dass rein Abstraktes eher etwas zurückgeht – zugunsten von angedeuteten figürlichen Elementen.“ Zu sehen übrigens in der nächsten Ausstellung der Galerie Maringer, die der deutschen Malerin und Architektin Claudia Geil gewidmet ist. In Vorbereitung sind auch eine Ausstellung mit Grafiken von Karl Goldammer und ab Mitte Jänner 2019 – aus Anlass seines 10. Todestages – eine Retrospektive mit Werken von Alfred Hrdlicka. (rz)

http://www.galerie-maringer.at



16.11.2018
Mostviertler Kosmetikerin produziert als einzige Naturdeos im Papierstick

Im März 2016 hatte sich die Naturkosmetik-Herstellerin Daniela Kirchweger aus Aschbach-Markt im Bezirk Amstetten selbständig gemacht. Mittlerweile sind die Produkte der 33jährigen dreifachen Mutter, die in Glastiegeln, recyclebaren Dosen oder Zellglas verpackt sind, nicht nur über den eigenen Onlineshop erhältlich, sondern auch in mehreren Geschäften der Region sowie seit kurzem auch in einem Shop im bayerischen Rosenheim. Nun hat die innovative Mostviertlerin auch noch eine vegane Deocreme in Stickform entwickelt, deren Verpackung zu 100 Prozent aus Papier besteht.

„Das ist eigentlich nicht üblich“, verrät Daniela Kirchweger dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Es gibt zwar schon viele Verkäufer von Natrondeos, die diese allerdings meist in Tiegeln anbieten. Um sich von der Masse abzuheben, habe ich mich auf die lange Suche nach einem Lieferanten begeben und diesen auch gefunden – nämlich einen Lieferanten aus Deutschland, dessen Verpackung meinen Qualitätskriterien voll und ganz entspricht. Die Verpackung besteht zu 100 Prozent aus Papier und ist komplett recycelbar. Mit dieser Verpackung bin ich die einzige heimische Herstellerin, die in Österreich solche Naturdeos im Papierstick anbietet – und darauf bin ich auch stolz.“

Der Deostick wanderte übrigens laut Kirchweger seit September bereits 500 Mal über den Ladentisch. Die Rohstoffe für dieses Produkt sind Bio Sheabutter für den pflegenden Teil, Bio Kokosöl, das antimikrobiell wirkt, und Natron, das lästige Gerüche neutralisiert, jedoch das Schwitzen nicht verhindert. „Ich verwende daher Maisstärke“, sagt Kirchweger, „damit die Achseln trocken bleiben, sowie naturkosmetikkonforme Wirkstoffe, die den Geruch unterbinden. Die Duftstoffe kommen von naturreinen ätherischen Ölen, die nicht nur für ein duftendes Erlebnis sorgen, sondern sich auch auf die Psyche positiv auswirken.“ Den Stick gibt es zurzeit in den Duftrichtungen Limette, Monoi de Tiare – einem Mazerat der Frangipani Blume – sowie in Lavendel. Weitere Duftrichtungen sollen demnächst folgen.

Wer glaubt, die gewinnende Naturkosmetik-Herstellerin ruht sich fortan auf ihren Lorbeeren aus, irrt. Sie baut ihr Sortiment, das neben Shampoo-Seife, Haarbalsam, Duschbutter und Duschbarren aus Gesichtscreme, Bodylotion und veganen Seifen besteht, bereits demnächst weiter aus. So viel verrät sie schon jetzt: „Es kommt eine reichhaltige Bodylotion für trockene Haut sowie ein fettfreies Feuchtigkeitsserum. Außerdem ist eine komplette Pflegeserie für eine bestimmte Zielgruppe in Entwicklung, an der ich mit einer Kollegin zurzeit arbeite. Diese neue Produktlinie wird teils in Glastiegeln, teils in Papierverpackungen bereits im Lauf des kommenden Jahres erhältlich sein.“ (dsh)

http://www.naturkosmetik-dk.at