NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1520 vom 18.01.2019

18.01.2019
Innovationen sind weiterhin der blau-gelbe Wirtschaftsmotor

Bei der 31. Verleihung des NÖ Innovationspreises, dem Karl-Ritter-von-Ghega-Preis, in der Burg Perchtoldsdorf rückten Petra Bohuslav, Technologielandesrätin, und Sonja Zwazl, Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer, die hervorragende Wirtschaftskraft ins Licht, die niederösterreichische Betriebe aus ihrer starken Innovationskraft schöpfen und damit nachhaltig den Wirtschaftsmotor ankurbeln.

„Innovation ist eine Investition in die Zukunft, sie sorgt für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Steigerung der Lebensqualität“, so Bohuslav. Zwazl sieht in der niederösterreichischen Innovationskraft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, auch im Export. Wichtig sei auch, dass sich besonders innovative Betriebe vernetzen und gegenseitig befruchten können.“ Der NÖ Innovationspreis wird von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich, vergeben.

Aus 90 Einreichungen, von denen 35 in die Endauswahl kamen, ging der Karl-Ritter-von-Ghega-Preis an In-Vision Digital Imaging Optics GmbH aus Guntramsdorf für eine optimierte Aushärtung von Kunststoff durch Licht beim 3D-Druck.

Gewinner der Kategorie Beste Innovation aus Forschungseinrichtungen war die Donau-Universität Krems mit einem mobilen Sensor für elektrische Feldstärke, den man z.B. in Drohnen zur Kollisionsvermeidung mit Stromleitungen einsetzen kann. Die beste Innovation aus großen und mittelständischen Unternehmen lieferte die Asma GmbH aus Weitra mit einer neuartigen Walzenbeschichtung zur Herstellung von Aufträgen mit UV-härtenden Lacken bei strukturierten Möbel- und Fußbodenoberflächen.

Bei den Innovationen aus Kleinbetrieben hatte die SY-LAB Geräte GmbH aus Neupurkersdorf die Nase vorne. Sie stellte ein neuartiges Schnellverfahren zur Rohmilchuntersuchung vor. Der Sonderpreis Wirtschaft 4.0 ging an AVI Systems GmbH in Krems für eine intelligente Rundumsicht mit künstlicher Intelligenz in Zügen und Bussen im öffentlichen Verkehr. Ein Publikumspreis ging an die Cepak GmbH aus Weitra für eine innovative Motorsägenhalterung. (hm)

http://www.innovationspreis-noe.at

http://www.tip-noe.at

http://www.infinoe.at



18.01.2019
Flächenverbrauch im Marchfeld provoziert Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer

Weil der Flächenverbrauch im bisherigen Umfang nicht länger tolerierbar ist und dafür eine Lösung gefunden werden muss, sind im Bezirk Gänserndorf die Wirtschaftskammer (WKNÖ) und die Landwirtschaftskammer übereingekommen, eine Aktionsgemeinschaft zu bilden, die auch Kooperationsveranstaltungen plant. Dies teilte Obmann Andreas Hager beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer mit. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für „intelligente Wege für leer stehende Gebäude“ aus.

Wirtschaftlich sei 2018 eine höchst erfolgreiches Jahr gewesen, sagte Hager. Mit ihrer Aktivität und ihren Veranstaltungen schaffe die Wirtschaftskammer für die Unternehmen einen Mehrwert. Als Beispiele nannte er die Berufsinformationsveranstaltungen sowie die Lange Nacht der Wirtschaft. Dank sagte er den Wirtschaftskammer-Funktionären für ihr ehrenamtliches Engagement sowie Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav für ihre „Unterstützung und Bodenhaftung“. Den letzten Mitgliederstand gab er mit 7.942 bekannt.

In ihrer Dankrede sprach Landesrätin Bohuslav von einer „beeindruckenden Leistungsschau der Bezirksstelle“, die einen entscheidenden Anteil daran habe, dass die Landesausstellung 2022 im Bezirk Gänserndorf stattfindet. An der Spitze der erfolgreich in Angriff genommenen Reformmaßnahmen nennt sie die Entbürokratisierung, wie etwa der Betriebsanlagengenehmigungen, die Digitalisierung, wo der Mensch im Mittelpunkt stehe, sowie „die größte Lehrlingsausbildung, die es bisher gegeben hat.“

„Es ist großartig, wie er im Bezirk agiert“, sagte Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl mit einer rhetorisch tiefen Verbeugung vor Bezirksstellen-Obmann Andreas Hager. Sie unterstrich, dass zu erfolgreichen Unternehmen nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Mitarbeiter gehören. „Im Gegensatz zu Oberösterreich funktioniert die Sozialpartnerschaft bei uns“, betonte sie. Das beruhe auf dem Bekenntnis zum Miteinander und auf gegenseitiger Wertschätzung. Angesichts der wachsenden Verunsicherung in Europa legt sie ein klares Bekenntnis zur Europäischen Union ab.

Mit Lob bedankt Zwazl Niederösterreichs Lehrlinge. Bei Wettbewerben im Ausland würden sie ausgezeichnete Ergebnisse erzielen, und viele würden eingeladen, dort zu bleiben. „Sie sind die besten Botschafter unserer Unternehmen.“

Mitglieder

Laut Bezirksstatistik vom Jänner 2019 gab es im Bezirk Gänserndorf am 30.09.2018 7.249 Kammermitglieder (5.550 aktive und 1.699 ruhende). Zum Jahresende 2018 drei Monate später sind es 7.942 gewesen. Die mit Abstand größte Gruppe bilden schon seit Jahren die Einpersonenunternehmen (EPU), 2017 mit 67,1 Prozent der aktiven Mitglieder.

Da ein Kammermitglied in mehr als einer Sparte tätig sein kann, standen zum Stichtag 30.09.2018 den 7.249 Kammermitgliedern 8.653 Spartenmitglieder gegenüber. Die drei größten Gruppen sind Gewerbe und Handwerk mit 4.125 Spartenmitgliedern (47,7 %), der Handel 2.351 (27,2 %) sowie Information und Consulting 1.080 (12,5 %). Dem folgen die Sparten Tourismus und Freizeitwirtschaft 668 (7,7 %), Transport und Verkehr 374 (4,3 %), Industrie 76 (4,8 ‰) sowie Bank und Versicherung 13 (1,5 ‰) (mü)

http://wko.at/noe/gaenserndorf



18.01.2019
Gutes Nordamerika-Geschäft poliert Bilanz der Ternitzer SBO auf

Dank der anhaltend guten Verkaufszahlen in den USA und Kanada bleibt der Ternitzer Ölfeld-Ausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) weiter im Aufwind. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem vorläufigen Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 entnimmt, ist der Konzernumsatz gegenüber 2017 um 30 Prozent auf 420 Millionen Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich von 25,6 auf 70 Millionen Euro nahezu verdreifacht. Auch die Auftragseingänge sind von 342 Millionen auf 480 Millionen Euro in die Höhe geschnellt.

SBO ist Weltmarktführer in der Produktion von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie und erzeugt neben Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie auch Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge. Hauptkunden des Ternitzer High-Tech-Unternehmens sind große Öl-Servicegesellschaften, wie z.B. Schlumberger, Halliburton oder Baker Hughes. Weltweit beschäftigt SBO derzeit 1.640 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 370 in Ternitz. (mm)

http://www.sbo.at



18.01.2019
Waldviertler Großhändler Kastner erzielt neuen Umsatzrekord

Weiter auf Erfolgskurs segelt das Waldviertler Großhandelsunternehmen Kastner. So wie schon in den vergangenen Jahren konnte die im Lebensmittelhandel und im Gastrodienst tätige Firmengruppe mit Sitz in Zwettl auch 2018 einen Umsatzzuwachs um 3,4 Prozent auf knapp mehr als 225 Millionen Euro erwirtschaften. „Das ist ein neues Rekordergebnis“, gibt Geschäftsführer Christoph Kastner bekannt. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 13 Nationen, darunter 40 Lehrlinge.

„In der laufenden Periode 2019 wollen wir einen Umsatz von 250 Millionen Euro erreichen“, kündigt Christoph Kastner an. Diesen Erlössprung möglich machen soll nicht nur organisches Wachstum, sondern auch die mit Jahresbeginn erfolgte Übernahme des Gastronomiegroßhändlers GEKO mit Standort am Großgrünmarkt in Wien-Inzersdorf. Rund 18 Millionen Euro wird GEKO zum Kastner-Umsatz beisteuern. Die Firmengruppe zählt jetzt 33.000 Abhol- und 9.500 Zustellkunden.

Kastner beliefert 160 Einzelhandelskaufleute und 650 Beschäftigte der Kette „Nah&Frisch“ in Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark mit Gütern des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus betreibt das seit 1828 bestehende Traditionsunternehmen Großhandelsstandorte in Zwettl und im südburgenländischen Jennersdorf sowie fünf weitere Abholmärkte in Amstetten, Krems, Eisenstadt sowie zwei in Wien. Außerdem versorgt Kastner über die Tochtergesellschaft BIOGAST 1.800 Kunden, darunter Naturkostfachhändler und Gastronomen, mit einem Sortiment von 14.000 Artikeln und steuert mit seiner Online-Partnerfirma myproduct.at ein Shopnetzwerk im Internet mit 8.000 Artikeln von mehr als 500 ausschließlich österreichischen Produzenten. (mm)

http://www.kastner.at



18.01.2019
61 Prozent der Unternehmen in der Region St. Pölten sind Einzelkämpfer

Die Wirtschaft in der Stadt und im Bezirk St. Pölten ist im Vorjahr neuerlich gewachsen. Mit 832 Unternehmensneugründungen und zuletzt 11.466 aktiven Unternehmen in der Region wurde ein neuer Rekord erzielt. Diese Zahlen gab Bezirksstellenobmann Norbert Fidler beim traditionellen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle im WIFI in St. Pölten bekannt. Mit einem Anteil von 61 % an Ein-Personen-Unternehmen wird auch hier der Strukturwandel in der Wirtschaft deutlich sichtbar. 52 % der Mitglieder sind Männer, 48 % Frauen.

Bei den Sparten geben Gewerbe & Handwerk (43,3 % der Mitgliedsbetriebe), Handel (26,5 %) sowie Information & Consulting (16 %) den Ton an. 568 Betriebe haben 2.421 Lehrlinge ausgebildet, die Bezirksstelle der Kammer hat insgesamt rund 4.800 beratende Gespräche geführt. Das alles vor dem Hintergrund eines Wirtschaftswachstums von 3 % - „hier lagen wir in Niederösterreich deutlich über dem Österreich-Schnitt von 2,7 %“, so Fidler.

Das werde freilich nicht auf Dauer so bleiben, „die Hochkonjunktur flacht sich 2019 ab“, so Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank, die wieder als Sponsor des Neujahrsempfangs fungierte. Seine Bank bleibe aber auf Expansionskurs, betonte der Gast aus Oberösterreich. Die Oberbank werde heuer neun neue Filialen eröffnen, den Großteil davon im Großraum Wien.

Während Fidler einerseits auf das wachsende Facharbeiter-Problem verwies, konnte er andererseits über die hohe berufliche Qualifikation des heimischen Nachwuchses berichten. Bei den „Euro-Skills“ 2018 in Ungarn habe Österreich mit 21 Medaillen die Nationen-Wertung gewonnen. Sieben Medaillen erzielten Niederösterreichs junge Facharbeiter, wovon zwei Silbermedaillen-Gewinner aus dem Bezirk St. Pölten kamen: Bodenleger Benjamin Schindelars aus Rabenstein/Pielach und Manuel Fahrnecker von der Landmaschinen GmbH Pamberger in Obritzberg.

Im Ausblick auf 2019 hob Fidler vor allem das Thema Digitalisierung als Herausforderung hervor, erwähnte aber auch schon die Bewerbung St. Pöltens als Europäische Kulturhauptstadt 2024. „Das wäre ein Impuls für die gesamte Region, weit über die Stadtgrenzen hinaus.“

NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl verwies einmal mehr auf die gut funktionierende Sozialpartnerschaft in Niederösterreich. „Es gibt beispielsweise eine gemeinsame Initiative rund ums Thema Fachkräfte. Der Dialog auf Augenhöhe ist uns sehr wichtig“, so Zwazl: „Bei uns fliegen keine Steine und es müssen auch keine Wasserwerfer eingesetzt werden.“

Für 2019 deponierte sie neuerlich die Forderung nach Bürokratieabbau. Bei der neuen Datenschutzverordnung komme nunmehr erstmals das Prinzip „Beraten statt Strafen“ zur Anwendung. Und im Steuerrecht forderte Zwazl eine deutliche Erhöhung der Obergrenze für „geringwertige Wirtschaftsgüter“ auf 1.500 Euro. Diese liegt seit vielen Jahren bei 400 Euro. „Da kann man nicht einmal mehr ein besseres Handy sofort als Betriebsausgabe abschreiben“, kritisierte Zwazl. (rz)

http://wko.at/noe/stpoelten



18.01.2019
NÖ Beherbergungsbetriebe stocken ihre Kapazität um 1.000 Betten auf

Derzeit stehen Gästen, die in den 3.200 gewerblichen und privaten Beherbergungsbetrieben in Niederösterreich übernachten wollen, 70.300 Betten zur Verfügung. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um rund 1.000 Betten oder 1,4 Prozent, wie aus der aktuellen Tourismus-Bestandserhebung der Statistik Austria von November 2017 bis Oktober 2018 hervorgeht. In der Sommersaison 2018 hat der Anstieg der Bettenkapazität 2,2 Prozent, in der Wintersaison 2017/2018 0,5 Prozent ausgemacht. (mm)

http://www.statistik.at

http://www.niederoesterreich.at



18.01.2019
„2.600 Betriebe mit 20.500 Mitarbeitern sorgen für den Wohlstand in unserer Region“

Die Neujahrsempfänge der Wirtschaftskammer sind zu einer Tradition geworden, nämlich zum Jahreswechsel als ein Ort, an dem man in der Rückschau als Erfahrungsgewinn Bilanz zieht und in der Vorausschau offenlegt, was man vorhat oder besser machen will. Diesen Trend bestätigte auch diesmal wieder der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Korneuburg-Stockerau im Stadtsaal der Bezirkshauptstadt mit den Hauptreferaten des Bezirksstellenobmanns Peter Hopfeld und der Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Ein Schwerpunkt der Wirtschaftskammer-Funktionäre in diesem Jahr ist die Vorbereitung der Wirtschaftskammerwahlen 2020 mit einer speziellen Informationsoffensive“, teilte Bezirksstellenobmann Peter Hopfeld mit. Im persönlichen Kontakt mit den Betrieben wollen sie erkunden, wo es nach deren Meinung einen Verbesserungsbedarf gibt. In derselben Richtung ist auch das Weinviertler Business Forum unterwegs, das sich zum Ziel gesetzt hat, wirtschaftsrelevante Anliegen der Unternehmen aus der Region zu erörtern und das Wissen der Teilnehmer zu vernetzen.

Lob und Anerkennung spricht Hopfeld der Bundesregierung für deren Beschluss aus, die Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben neu zu organisieren. Ab dem Jahr 2020 werden die Prüforgane der Finanzämter und Gebietskrankenkassen für die Lohnverrechnung in einer selbständigen Prüforganisation, dem Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge (PLAB), im Finanzministerium zusammengefasst.

Einen Fortschritt sieht Peter Hopfeld auch im Bereich der Arbeitsinspektoren, Finanzämter und Sozialversicherung mit dem neuen Stilwandel Beraten statt Strafen. Und obwohl viele Anliegen der Kammermitglieder quer durch alle Berufe die gleichen sind, bewirkt doch die Vielfalt der in der Wirtschaftskammer vertretenen Branchen auch unterschiedliche Vorstellungen, was letztlich einen Interessenausgleich erfordert. „Diesen vorzubereiten und partnerschaftlich abzuschließen, zählt in der Wirtschaftskammer zu unseren wichtigsten Aufgaben“, erklärt Hopfeld. Und wo viele Punkte, wie etwa die Digitalisierung, die gleichen sind, bietet die Wirtschaftskammer ihren Mitgliedern Vorträge und Seminare an.

„2.600 arbeitgebende Betriebe mit 20.500 Mitarbeitern sorgen für den Wohlstand in unserer Region“, betont der Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Korneuburg-Stockerau. Um die Mobilität in der Region zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Nachbarstädten Korneuburg und Klosterneuburg zu fördern, verlangt er einmal mehr die beide Seiten verbindende Donaubrücke. Drei Pläne dafür seien bereits fix und fertig, teilte Hopfeld mit.

Auch in der Donauschifffahrt würde er sich Bewegung wünschen. „Die Anlegestelle in Korneuburg müsste viel stärker genutzt werden“, erklärte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Damit würde man zum Beispiel auch die Besucherfrequenz der Fossilienwelt und der Burg Kreuzenstein erhöhen können.

Attraktive Bildungsmeile

Als besonders erfolgreiche Investition in die Zukunft hat sich die Bildungsmeile entwickelt, die heuer zum 7. Mal veranstaltet wird - eine Werbung in eigener Sache. Die teilnehmenden Unternehmen öffnen sich im Herbst der Schuljugend und den Eltern, die sich an Ort und Stelle aus eigener Anschauung sowie aus Gesprächen mit den einladenden Firmenvertretern selber ein Bild von dem vorgestellten Beruf machen können.

http://wko.at/service/noe/bezirksstellen/k-bildungsmeile-2018.html

http://wko.at/service/noe/bezirksstellen/Teilnehmende-Firmen-mit-Rahmen_Bildungsmeile-2018.pdf

Sonja Zwazl

Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl nahm den Neujahrsempfang zum Anlass, ein klares Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft abzulegen. Als zentrale Arbeitsschwerpunkte im heurigen Jahr nannte sie die Themen Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und Bekämpfung des Fachkräftemangels. Der Schlüssel für die gut funktionierende Sozialpartnerschaft in Niederösterreich liege in der gegenseitigen Wertschätzung auch bei kontroversen Anliegen, betonte sie. „Die Ereignisse rund um uns in der Welt führen uns täglich vor Augen, wie froh wir sein sollten, einen solchen einzigartigen Konfliktlösungsmechanismus zu haben.“

Mitglieder

Die wirtschaftliche Dynamik im Bezirk Korneuburg schlägt sich auch in mehr Mitgliedern der Wirtschaftskammer nieder. Laut Bezirksstatistik vom Jänner 2019 waren es am 30.09.2018 7.783 Kammermitglieder (6.163 aktive und 1.620 ruhende). Zum Jahresende 2018 drei Monate später sind daraus mehr als 8.000 geworden. Gegenüber dem Jahr 2017 mit 7.394 Mitgliedern ist das ein Zuwachs um acht Prozent. Die mit Abstand größte Gruppe bilden schon seit Jahren die Einpersonenunternehmen (EPU), 2017 mit 61,1 Prozent der aktiven Mitglieder.

Da ein Kammermitglied in mehr als einer Sparte tätig sein kann, standen zum Stichtag 30.09.2018 den 7.783 Kammermitgliedern 9.395 Spartenmitglieder gegenüber. Die drei größten Gruppen sind Gewerbe und Handwerk mit 3.868 Spartenmitgliedern (41,2 %), der Handel 2.565 (27,3 %) sowie Information und Consulting 1.623 (17,3 %). Dem folgen die Sparten Tourismus und Freizeitwirtschaft 800 (8,5 %), Transport und Verkehr 447 (4,8 %), Industrie 76 (8,4 ‰) sowie Bank und Versicherung 16 (1,7 ‰) (mü)

http://wko.at/noe/korneuburg

http://www.weinviertelbusinessforum.at



18.01.2019
Regionenforum Österreich – neue Perspektiven am Land

Wie soll auf die zunehmende Ungleichheit regionaler Lebensbedingungen reagiert werden? Was benötigen ländliche Gebiete für eine positive Entwicklung? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Regionenforum Österreich.

Diese Initiative wurde von den SPÖ Bäuerinnen und Bauern ins Leben gerufen, die mit ihrem neuen Veranstaltungsformat quer durch Österreich touren: „Wir laden die ländliche Bevölkerung ein, mit uns und ExpertInnen Lösungsvorschläge für aktuelle und künftige Herausforderungen zu entwickeln", so Josef Etzenberger, Ökonomierat und Bundesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Im ersten Halbjahr 2019 werden Regionenforen gezielt in peripheren Regionen abgehalten, die häufiger unter Abwanderung und Geburtendefiziten leiden. Ein Trend, der auch in den kommenden Jahrzehnten anhalten wird: Laut Prognosen wird Österreich zwar stetig wachsen, allerdings fast nur in urbanen Räumen und deren Umland.

Entscheidend ist somit die Frage, wie dennoch gleichwertige Lebensverhältnisse in Land und Stadt sichergestellt werden können. Das erfordert einen flächendeckenden Zugang zu Leistungen der Daseinsvorsorge. Das reicht von Krankenhäusern und öffentlichem Verkehr bis zu Bildungseinrichtungen.

Auf allgemeine Patentrezepte wird beim Regionenforum verzichtet – stattdessen will Josef Etzenberger tragfähige Lösungen mit den Betroffenen vor Ort erarbeiten: „Ländliche Gebiete unterscheiden sich strukturell und räumlich stark voneinander, weshalb man auch maßgeschneiderte Ideen braucht.“ (mü)

http://www.regionenforum-oesterreich.at



18.01.2019
25 Jahre NÖ Wirtshauskultur: Von der „Gulaschkobra“ zur Erfolgsstory

Aus der sogenannten „Gulaschkobra“ – einer Qualitätsoffensive, die Betriebsübergaben im Gastgewerbe erleichtern sollte – ist im Jahr 1994 auf Initiative des damaligen NÖ Wirtschaftslandesrates Ernest Gabmann die Aktion „NÖ Wirtshauskultur“ ins Leben gerufen worden. Dieser Zusammenschluss von gutbürgerlichen Restaurants und Wirtshäusern bemüht sich, den Gästen regionsspezifische, traditionelle Küche in gemütlicher Atmosphäre zu bieten.

Zählte die NÖ Wirtshauskultur zu Beginn lediglich rund 100 Mitgliedsbetriebe im ganzen Land, sind es heute rund 220. In 200 niederösterreichischen Ortschaften grüßt mittlerweile ein „Wirtshauskultur“-Schild. Künftig sollen auch jene 94 Gastronomiebetriebe, die zurzeit unter dem Namen „tut gut“-Wirte saisonale, regionale und biologische Kulinarik servieren, zur Wirtshauskultur hinzustoßen. 41 von ihnen hat man schon ins Boot geholt.

2019 - 25 Jahre nach Gründung der „NÖ Wirtshauskultur“ - fällt eine Bilanz über das bisher Erreichte sehr positiv aus. „Diese Vereinigung ist das Flaggschiff der heimischen Gastronomie“, stellt Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav fest. Es gebe eine Sehnsucht der Gäste nach Authentizität, Gemütlichkeit, Regionalität und Qualität, was von den Wirtshauskultur-Mitgliedsbetrieben „gelebt“ werde.

Damit die NÖ Wirtshauskultur auch in Zukunft fit bleibt, greift das Land Niederösterreich den Mitgliedsbetrieben heuer helfend unter die Arme. Um die Gastronomen bei betriebsnotwendigen Investitionen in Küche, Gaststube oder Zimmer zu unterstützen, richtet die Wirtschaftsabteilung des Landes die neue Förderschiene „Gastgeber 2019“ ein. 600.000 Euro stehen dafür heuer insgesamt zur Verfügung. Pro Wirt beträgt die Förderung bis zu 6.000 Euro. Die Antragseinreichung ist zwischen 1. März und 31. Mai über das Wirtschaftsförderungs-Portal Niederösterreich möglich. (mm)

http://www.wirtshauskultur.at



18.01.2019
Frächter mit geringer Erhöhung der Geschwindigkeit unzufrieden

Seit mehr als zehn Jahren fordert Franz Penner, Spartenobmann für Transport und Verkehr in der NÖ Wirtschaftskammer, die 60-km/h Nachtbegrenzung für Lkw abzuschaffen. Laut Pressemeldungen hat Verkehrsminister Hofer kürzlich die Abschaffung der 60er-Geschwindigkeitsbegrenzung auf Schnellstraßen und Autobahnen angekündigt. „Leider hat sich das Verkehrsministerium mit der gemeldetetn Erhöhung von 60 km/h auf 70 km/h für eine für die Verkehrswirtschaft nur bedingt sinnvolle Variante entschieden“, erklärt Franz Penner dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Lang gehegter Wunsch der Lkw-Vertreter sei, die Straßenverkehrsordnung so zu ändern, dass Schwerfahrzeuge nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht 80 km/h schnell fahren dürfen. „Nur dort, wo es der Bevölkerung unzumutbar ist, soll die Geschwindigkeit auf 60 km/h gesenkt werden. Jede andere Variante führt nur zu einem unlogischen und teuren Schilderwald“, meint der Transportexperte.

Hintergrund für die Einführung der nächtlichen 60km/h-Beschränkung ist 1995 die Ausnahme lärmarmer Lastwagen vom allgemeinen Lkw-Nachtfahrverbot gewesen. Mittlerweile sind nach Aussage Penners alle modernen Nutzfahrzeuge lärmarm. „Damit ist der ursprüngliche Sinn des 60ers eigentlich hinfällig geworden“, sagt er. Außerdem sei die Lkw-Motorentechnologie inzwischen auf die Geschwindigkeit von 80 km/h optimal so ausgelegt, dass der Schadstoffausstoß am geringsten ausfällt, was auch das Umweltbundesamt bestätigt habe.

Die Vertreter der Wirtschaftskammer, für Niederösterreich Spartenobmann Penner und für den Bund Bundesparten-Obmann Alexander Klacska, wollen ihre Anliegen und Bedenken demnächst im Verkehrsministerium vorbringen. (km)

http://wko.at/noe/verkehr

http://www.penner.at