NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1521 vom 25.01.2019

25.01.2019
Boomender Flughafen Schwechat ruft nach zweitem Autobahn-Anschluss

Schon vor mehr als zehn Jahren hatten Regionalpolitiker, unter ihnen der damalige Schwechater Bürgermeister Hannes Fazekas, den Bau einer zweiten Autobahnab- und -auffahrt von der A4 auf das Gelände des Flughafens angeregt. Angesichts des wachsenden Wirtschaftsverkehrs zu den vielen Unternehmen, die sich in jüngster Zeit in der „Airport-City“ ansiedeln, kommt nun wieder Leben in diesen alten Vorschlag. „Zurzeit führen wir Gespräche mit der ASFiNAG, wie man das Projekt umsetzen könnte“, teilt Flughafen-Vorstand Günther Ofner dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Geht es nach den Vorstellungen des Airport-Managers sollte die neue Anschlussstelle an die Ostautobahn westlich des Flughafens - von Wien kommend rund einen Kilometer vor der bestehenden Abfahrt - errichtet werden. „Damit könnten die Fahrzeuge, die zum Betriebsgelände wollen, dieses auf kürzerem Weg und schneller erreichen. Und viele Lkw müssten nicht den Umweg über die Hauptabfahrt nehmen, wo sie jetzt mit dem Pkw-Verkehr zu den Terminals zusammentreffen“, meint Ofner.

Bis es den zweiten Flughafen-Zubringer gibt und damit eine Entflechtung der Verkehrsströme erreicht ist, werden freilich noch viele Jets auf dem Vienna International Airport starten und landen. „Der Bau einer neuen Autobahn-Anschlussstelle muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen, das braucht Zeit“, informiert Ofner. Zur Weiterentwicklung des Flughafens Schwechat als Wirtschaftsstandort habe das Projekt jedenfalls hohe Priorität.

Denn die Region boomt: Im Sog der mehr als 27 Millionen Passagiere sowie der 295.000 Tonnen Luftfracht, die der Flughafen 2018 abgefertigt hat, entstehen bei den Firmen in der „Airport City“ laufend neue Arbeitsplätze. „In Kürze werden wir 25.000 Beschäftigte am Standort erreicht haben - möglicherweise schon heuer. Allerspätestens aber mit der Eröffnung des neuen Office Parks im Mai 2020 werden wir diese Schallmauer durchbrechen“, kündigt Ofner an. (mm)

http://www.viennaairport.com



25.01.2019
Niederösterreichs Tourismus erzielt neuen Nächtigungsrekord

Mit 7,41 Millionen Nächtigungen haben die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe im Vorjahr einen neuen Rekordwert geschrieben. Die Übernachtungen sind um 233.000 oder 3,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 gestiegen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vorläufigen Tourismusbilanz 2018, die die Statistik Austria für Österreich und alle Bundesländer erstellt hat.

Sowohl bei den inländischen, als auch bei den ausländischen Gästen hat es Nächtigungszuwächse gegeben. Während die Übernachtungen von Inländern in Niederösterreich um 71.000 oder 1,5 Prozent auf 4,80 Millionen gestiegen sind, wurde bei den Ausländer-Nächtigungen sogar ein Plus um 161.000 oder 6,6 Prozent auf fast 2,61 Millionen registriert. Der mit Abstand wichtigste ausländische Herkunftsmarkt für den NÖ Tourismus ist Deutschland. (mm)

http://www.statistik.at

http://www.niederoesterreich.at



25.01.2019
HTL bewähren sich als Ausbildungsschmiede für Innovationen

Ein Schulterschluss zwischen der Schuljugend der Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) sowie der Metalltechnischen und Chemischen Industrie Niederösterreichs soll als Schlüssel dienen, den jungen Menschen einen attraktiven Berufsweg zu öffnen und der Industrie den dringend benötigten Nachwuchs qualifizierter Fachkräfte zuzuführen. Dem dient der am HTL-Standort Hollabrunn vorgestellte Wettbewerb „proHTL NÖ“, zu dem die 14 HTL in Niederösterreich und die Chemie HTL in Wien eingeladen sind. Dem Sieger winken 75.000 Euro Preisgeld. Einreichschluss ist der 31. März.

Als zentrales Anliegen von „proHTL NÖ“ nennen die beiden Industrie-Obmänner in der NÖ Wirtschaftskammer Veit Schmid-Schmidsfelden und Helmut Schwarzl den Unterricht in der Entwicklung von Projekten und Netzwerken mit Innovationen als wichtigster Zielvorgabe.

„Innovation ist das, was wir für die Weiterentwicklung unserer Wirtschaft dringend brauchen“, sagte der Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer Dieter Lutz. Das sei jedenfalls die Meinung von 89 Prozent der Unternehmer, während 59 Prozent als ernstes Problem den Mangel an gut ausgebildetem Personal sehen. Da die HTL diese Anliegen voranbringe, werde die NÖ Wirtschaftskammer diese Bestrebungen weiter unterstützen.

„Wir brauchen noch mehr junge Menschen, die sich für diese Arbeit interessieren und davon begeistert sind. Und wir brauchen insbesondere die Frauen, wofür wir noch Wege finden müssen, um auch sie zu begeistern“, betonte Helmut Schwarzl. Da die Schule einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Interesses an Naturwissenschaften und Technik leisten könne, sei es das Lehrpersonal, das für die Gestaltung eines begeisternden Unterrichts die entscheidende Rolle spiele. „Mit unserer Förderinitiative schaffen wir Spielraum für spezielle Projekte, die auch in die Praxis umgesetzt werden.“

Niederösterreichs Bildungsdirektor Johann Heuras hebt die besondere Bedeutung hervor, die der Vernetzung von Schulen und Schularten zukomme. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch garantiere die bestmögliche Vorbereitung auf das kommende Berufsleben. „Ich bin stolz auf das, was mit den Leistungen im Wettbewerb Clever mobil 2017 des Landes Niederösterreich umgesetzt wurde. Man spürte die Begeisterung der Schüler, aber auch der Lehrer“, stellte er fest. (mü)

http://www.prohtl.at



25.01.2019
AKNĂ– dehnt Konsumentenberatung auf neue Anforderungen aus

Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) baut ihre Konsumentenberatung weiter aus - insbesondere die Wohnrechtsberatung und auch in Sachen Pflege. Rund um das Thema Wohnen wird eine Hotline eingerichtet. Außerdem wird es „Sprechtage vor Ort geben, vor allem in Ballungsgebieten, wo die Preise fürs Wohnen besonders hoch sind“, so AKNÖ-Präsident Markus Wieser und AKNÖ-Direktorin Bettina Heise. Ab dem 1. Februar wird man solche Beratungstermine auch online buchen können. Vor Ort werden die Beratungen in Wiener Neustadt, St. Pölten, Mödling, Baden und Amstetten angeboten. Neu im Service der AKNÖ ist die Vertretung vor Gericht in strittigen Fragen der Pflegegeld-Einstufung, erklärt Bettina Heise.

Im Vorjahr hat die AKNÖ-Konsumentenberatung, für die derzeit 37 Mitarbeiter im Einsatz sind, „mehr als 1,13 Millionen Euro für Niederösterreicher zurückgeholt“, erklärt Präsident Wieser. Rund 43.000 Personen sind beraten bzw. unterstützt worden. Mit 7.682 die meisten Fälle betrafen das Wohnrecht, gefolgt von Bauen/Sanieren (7.069), Banken (5.873), Telekom und Internet (4.945), Versicherung (4.047), Reisen (3.540) und Kfz (2.891). Bei den Reisen hat es im Sommer 2018 einen deutlichen Ausreißer nach oben gegeben. „Wegen zahlreicher Verspätungen im Flugverkehr haben viele Konsumenten ihr Ziel nur mit Verspätung oder auf erheblichen Umwegen erreichen können“, merkte der AK-Präsident an.

Ein wachsender „Markt“ ist den Konsumentenberatern auch aus der Cyber-Kriminalität entstanden. „Da haben wir unsere Zusammenarbeit mit der Polizei bereits intensiviert“, so AK-Konsumentenschützer Herwig Rezek. Es gelte, die Konsumenten durch Information und Aufklärung pro-aktiv zu schützen, „zumal die Methoden der Internet-Kriminalität immer raffinierter werden.“

Weil die Mieten zuletzt im Schnitt doppelt so hoch gestiegen sind wie die Inflationsrate, sieht die Arbeiterkammer hier in erster Linie einen Handlungsbedarf des Gesetzgebers. „Der Betriebskostenkatalog muss entrümpelt werden“, fordert Wieser. Außerdem will die AK erreichen, dass künftig die Maklergebühr nicht mehr an die Mieter weiter verrechnet werden darf. „Wer eine Leistung bestellt - sei es der Vermieter oder Verkäufer -, soll sie auch bezahlen“, so Wieser. Und mit der Zweckbindung der Wohnbauförderung - eine weitere Forderung der AK - soll wieder mehr leistbarer Wohnraum geschaffen werden.

Wie schon WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer in St. Pölten unterstreicht auch AK-Präsident Markus Wieser die funktionierende Sozialpartnerschaft in Niederösterreich. Mittlerweile hätten AKNÖ und WKNÖ gemeinsam eine Reihe von Schlichtungsstellen errichtet. „Dort sind im Vorjahr an die 150 Fälle gemeinsam begutachtet und partnerschaftlich gelöst worden“, berichtet Wieser. Zu den bereits bestehenden Schlichtungsstellen für Rauchfangkehrer, Installateure, Kfz und Immobilienmakler ist vor kurzem auch eine Schlichtungsstelle für Probleme rund um das Thema 24-Stunden-Betreuung installiert worden. AK-Direktorin Heise: „Bei der Pflege und Betreuung ist es den Betroffenen und ihren Angehörigen besonders wichtig, dass es zu einer raschen und unbürokratischen Lösung kommt.“ (rz)

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25.01.2019
Bezirk Mödling bleibt für das Finanzamt eine ergiebige Geldquelle

Das Steueraufkommen in den Bezirken Mödling und Baden ist im Jahr 2018 um 6,04 Prozent auf 1,525 Milliarden Euro gestiegen. „Dieses neuerliche Rekordhoch spiegelt auch die Wirtschaftskraft und Prosperität des Bezirkes Mödling wider“, erklärte Obmann Martin Fürndraht beim traditionellen Neujahrsempfang der Bezirksstelle Mödling der Wirtschaftskammer. Die Nähe zu Wien und die sehr gute Infrastruktur in der Region führt er als Grund an, dass sich die Zahl der aktiven Kammermitglieder auf 10.123 erhöhte und dass im Bezirk Mödling jeder zehnte niederösterreichische Betrieb seinen Standort hat. Im letzten Jahr gab es im Bezirk Mödling 639 Neugründungen und 850 Standortverlegungen. Die stärksten Branchen sind weiterhin Gewerbe & Handwerk mit 4.861 aktiven Mitgliedern, gefolgt vom Handel mit 3.087 und von Information & Consulting mit 2.480.

Sehr gut angenommen sind die Aktionen für Einpersonenunternehmen (EPU) worden. 5.983 an der Zahl bilden sie 59,1 Prozent aller Kammermitglieder im Bezirk Mödling. Für sie sind heuer wieder drei bis vier Frühstückstreffen geplant, die jeweils in einem anderen Betrieb stattfinden und sich mit EPU-relevanten Themen beschäftigen werden. Fürndraht hält es für wichtig, dieser Unternehmensform speziell unter die Arme zu greifen.

Um die Jugend schon in der Volksschule mit dem Unternehmertum bekannt zu machen, nimmt die Wirtschaftskammer heuer „Volksschule goes HAK“ zusätzlich zur bereits bestehenden „Junior Basic“ ins Programm. In einer Junior Basic Company können 12- bis 15-jährige Jugendliche der 7. bis 9. Schulstufe unter Aufsicht von entsprechend geschultem Lehrpersonal eine Firma gründen, erste Erfahrungen in der Unternehmenswelt sammeln und sich grundlegende Wirtschaftskenntnisse und Kompetenzen aneignen. Heuer nehmen im Bezirk Mödling sieben Schulen daran teil, im nächsten Jahr sollen es bereits elf sein. Auch die Lehrlingsbilanz mit 1.028 jungen Menschen, die in 333 Lehrbetrieben eine duale Ausbildung erhalten, kann sich sehen lassen. (hm)

http://wko.at/noe/moedling



25.01.2019
Wilde Wunder Card meldet beeindruckendes Wachstumswunder

Mehr als zehn Jahre ist es her, nämlich seit 2008, dass die Gäste im alpinen Mostviertel in der Zeit vom 1. Mai bis 26. Oktober in den Genuss der „Wilden Wunder Card“ kommen. Diese erhält kostenlos, wer in dieser Zeit bei einem der 74 Partnerbetriebe urlaubt. Die Card ist eine Gratis-Eintrittskarte für Liftfahrten, Genuss- und Abenteuerprogramme rund um Ötscher, Hochkar, Gemeindealpe und Mariazeller Land.

„Im vergangenen Jahr sind alle Rekorde gebrochen worden“, teilt Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Im Vergleich zum Jahr 2017 haben wir 2018 um 1.558 Karten mehr ausgegeben, mit der Folge von 7.820 mehr Nutzungen bei den Ausflugszielen und 2.968 mehr Nächtigungen. Insgesamt hatten wir 26.846 Kartenausgaben, 51.558 Nutzungen und 58.378 Nächtigungen.“

Mittlerweile sind daraus 74 Beherbergungsbetriebe sowie 55 Ausflugsziele geworden, die bei der Wilden Wunder Card mitmachen. „Heuer kommen wieder sieben neue Partner dazu“, verrät Andreas Purt. Bei den Beherbergern das Haus am Sonnenweg in Lackenhof, JoSchi Appartements in Göstling, die Schlosstaverne Lunz in Lunz am See, Ferienwohnung Michaela in Lackenhof, die Ferienwohnungen von Sabine und Peter Reisenbichler in St. Anton an der Jeßnitz, die Ferienwohnungen „meinHimmelschlüssel“ in St. Sebastian/Mariazell sowie bei den Ausflugszielen das Abenteuerland Pielachtal in Hofstetten.

Obwohl es davon keine genaue statistische Auswertung gibt, meint man beim Mostviertel Tourismus, dass es vor allem Familien, ältere Pärchen in der Vor- und Nachsaison sowie Kleingruppen und auch immer mehr Schulklassen sind, die die Vorteile der Wilden Wunder Card nutzen. Der beste Monat sei der August.

Mit 5.056 die meisten Nutzungen bei den Ausflugszielen entfielen im Jahr 2018 auf die Berg- und Talfahrt Bürgeralpe in Mariazell. Es folgten die Bergbahn Gemeindealpe in Mitterbach (5.033), der Naturpark Ötscher-Tormäuer (4.959), die Hochkar Bergbahnen (4.551) und die Erlebniswelt Mendlingtal in Göstling (4.282).

Die Beherbergungsbetriebe wurden nach der Höhe ihrer Kartenausgaben gereiht: JUFA Annaberg Bergerlebnis Resort (4.409), JUFA Hochkar Sport Resort (2.982), Schutzhaus Vorderötscher (2.281), Sporthotel am Ötscher (2.281) sowie das Hotel Waldesruh in Göstling (1.501).

Von der Saison 2019 erwartet sich Andreas Purt „eine weiter steigende Akzeptanz der Karten bei den Gästen und damit eine weitere Steigerung der ausgegebenen Cards und auch der Nutzungen, vor allem dann, wenn das Wetter wieder so toll wird wie in der letzten Saison.“ (dsh)

http://www.mostviertel.at

http://www.wildewunder.at



25.01.2019
Waldviertler Großhändler Kiennast knackt 90-Millionen-Umsatzschwelle

Das Waldviertler Großhandelsunternehmen Kiennast mit Sitz in Gars/Kamp hat 2018 erstmals in seiner Firmengeschichte einen Jahresumsatz von mehr als 90 Millionen Euro erzielt. Mit den im Vorjahr erwirtschafteten 91,8 Millionen Euro liegt man um vier Prozent über den Umsatzzahlen von 2017. Wachstumstreiber war vor allem der Lebensmitteleinzelhandel. In diesem Geschäftsfeld sind die Erlöse signifikant um 15,5 Prozent auf 40,8 Millionen Euro gestiegen.

Kiennast beliefert österreichweit rund 2.000 Gastronomiebetriebe, darunter Gasthöfe, Restaurants, Hotels, Großküchen und Caterer. Weiters stehen auf der Kundenliste des Garser Großhandelsunternehmens 140 Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte, wovon 65 zur Kette Nah&Frisch gehören, Lagerhaus-Filialen und selbständige Kaufleute sowie 250 Betreiber von Tankstellen-Shops und 27 Kioske in Justizanstalten. Im Großhandel beschäftigt Kiennast 260 Mitarbeiter, im eigenen Kaufhaus in Gars/Kamp weitere 40. (mm)

http://www.kiennast.at



25.01.2019
GroĂźbatteriespeicher der EVN im Marchfeld meistert Belastungstests

Ende 2017 hat Niederösterreichs Landesenergieversorger EVN auf dem Gemeindegebiet von Prottes im Bezirk Gänserndorf einen Großbatteriespeicher in Betrieb genommen. Diese Anlage, in der 14.000 Lithium-Ionen-Zellen mit einer Leistung von 2,5 Megawatt eingebaut sind, dient zu Versuchszwecken, um zu testen, wie man Öko-Strom, den die EVN aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen gewinnt, über einen längeren Zeitraum speichern kann. „Wir haben im letzten Jahr viele Experimente durchgeführt und sind durchaus zufrieden“, zitiert die Finanzzeitung Börsen-Kurier EVN-Vorstand Franz Mittermayer vor Aktionären bei der Hauptversammlung des Unternehmens.

So könne der Batteriespeicher Schwankungen im Netz ausgleichen, die u.a. bei den Photovoltaikanlagen durch Erzeugungsspitzen zur Mittagszeit entstehen oder aber auch durch Nachfragespitzen tagsüber früh oder abends. Darüber hinaus habe man einen Stromausfall des nahen EVN-Windparks Prottes simuliert. Den anschließend notwendigen „Schwarzstart“ des Netzes habe die Batterie ohne Probleme bewältigen können, informierte Mittermayer. (mm)

http://www.evn.at



25.01.2019
Heimische FuĂźpfleger, Kosmetiker und Masseure suchen qualifiziertes Personal

„Auch für uns wird es immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden“, berichtet die Landesinnungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure in der NÖ Wirtschaftskammer, Christine Schreiner, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Neben dem Preisdumping, vor allem in den Grenzgebieten, sind es die hohen Lohnnebenkosten, die unserer Branche das Leben schwer machen. Mehr Fairness sowie eine Senkung der Lohnnebenkosten wären wichtig, denn Unternehmen sollen sich Mitarbeiter und die Lehrlingsausbildung auch leisten können.“

Von der Bundesregierung erwartet die Innungsmeisterin, dass Klein- und Mittelbetriebe unterstützt und entlastet werden. „Bundeskanzler Kurz spricht davon, dass sich Arbeit lohnen muss. Das kann nur funktionieren und der Gesellschaft dienen, wenn Dienstgeber und Dienstnehmer zufrieden sind. Jeder soll und muss von seiner Arbeit leben können.“

Von den derzeit 3.644 Mitgliedern der Landesinnung sind 83,4 Prozent Ein-Personen-Unternehmen. Der Rest – 605 Betriebe – beschäftigt 1.243 Mitarbeiter und bildet rund 110 Lehrlinge aus. (dsh)

http://wko.at.noe/fkm



25.01.2019
Niederösterreichs Top-Wirt kocht am Fuß des Wechsels auf

Der Gasthof „Grüner Baum“ in Kirchberg am Wechsel ist Niederösterreichs Top-Wirt des Jahres 2019. Das von Magdalena und Christian Donhauser geführte Restaurant konnte die Fachjury mit seinem gelungenen Mix aus angenehmem Ambiente, kreativem Speisen- und Getränkeangebot sowie mit perfektem Service überzeugen. Die Auszeichnung zum NÖ Top-Wirt basiert auf umfangreichen, unabhängigen und anonymen Tests.

Veranstaltet wird die Wahl zum NÖ Top-Wirt, die heuer wieder im Auditorium des Schlosses Grafenegg stattgefunden hat, vom Verein NÖ Wirtshauskultur. Dieser zeichnet stets auch noch zwei weitere Gastronomieunternehmen mit den Titeln „Einsteiger des Jahres“ und „Aufsteiger des Jahres“ aus. „Einsteiger des Jahres 2019“ wurde der Gasthof „Kaminstube“ der Familie Petra und Werner Zlabinger aus Schwarzenau im Waldviertel, „Aufsteiger des Jahres 2019“ der von Maria Bachler und Stefan Hofer geführte „Bachlerhof“ in Kematen/Ybbs im Bezirk Amstetten.

Die 1994 gegründete NÖ Wirtshauskultur ist ein Zusammenschluss von gutbürgerlichen Restaurants und Wirtshäusern, die bemüht sind, den Gästen regionsspezifische und traditionelle Küche in gemütlicher Atmosphäre zu servieren. Mit rund 220 Mitgliedsbetrieben in 200 Ortschaften ist die NÖ Wirtshauskultur die größte Initiative, die es in dieser Art in Österreich gibt. (mm)

http://www.wirtshauskultur.at

http://www.niederoesterreich.at



25.01.2019
Klosterneuburger HTH Vier kauft Bodenmarkierer Simark in Klein-Neusiedl

Das Sicherheits- und Bodenmarkierungsunternehmen Simark GmbH & Co KG mit Sitz in Klein-Neusiedl im Bezirk Bruck/Leitha hat einen neuen Eigentümer. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst in Erfahrung gebracht hat, gehört Simark nunmehr zu 100 Prozent der HTH Vier GmbH in Klosterneuburg. Hinter dieser Gesellschaft stehen die Investmentfirmen HAP Industrie Invest GmbH des Beteiligungsmanagers Harald Parapatits aus Klosterneuburg sowie die Wiener Capital 24 Beteiligungs- und Management GmbH.

Im Zuge dieses Geschäfts erworben hat die HTH Vier GmbH neben Simark auch das Vorarlberger Straßenmarkier- und Malereiunternehmen R. u. H. Bartenbach GmbH aus Bürs sowie die Auer & Koessler Bodenmarkierungen GmbH in Wien. Verkäufer aller drei Betriebe, die zusammen rund 80 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von 8,5 Millionen Euro erwirtschaften, ist der Unternehmer Rene Bartenbach aus Bludenz.

Auf Anfrage bestätigt Bartenbach den Verkauf der drei Unternehmen an die genannten neuen Eigentümer. Es sei ihm um eine langfristige Nachfolgelösung gegangen, denn er selbst habe keine Nachfolger. „Die Unternehmen laufen sehr gut und der Zeitpunkt zum Verkauf war deshalb günstig. Niemand weiß, was in fünf oder zehn Jahren ist“, erklärt Bartenbach.

Die neuen Eigentümer hätten ihn bezüglich eines möglichen Verkaufes angesprochen, nachdem sie eine andere Firma aus dieser Branche gekauft hätten. Er bleibe allerdings in den kommenden Jahren nach wie vor operativ tätiger Geschäftsführer der drei genannten Unternehmen, sagt Bartenbach. So sollen auch deren Firmennamen, die Firmensitze sowie die Ansprech- und Führungspersonen unverändert bleiben. (gübi/mm)

http://www.simark.cc

http://www.hap-invest.at



25.01.2019
Badener Unternehmen sorgt fĂĽr bessere Konfliktkultur

Auf das nachhaltige Auflösen von Konflikten in Firmen und Organisationen hat sich das Start-up-Unternehmen KonKom Ges.b.R von Stefan Götz und Tobias Habeck in Baden spezialisiert. „Konflikte sollte man sehr ernst nehmen, denn sie kosten dem Unternehmen nicht nur Produktivität, sondern auch Geld“, betont Götz im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Um passende Lösungen erarbeiten zu können, ist es wichtig, Konflikte transparent zu machen. Weil wir aber in Österreich keine entsprechende Konfliktkultur haben, schwelen diese Konflikte unter der Oberfläche weiter und fügen den Firmen Schaden zu“, erklärt Habeck. Studien, darunter auch von der Wirtschaftskammer Österreich, hätten ergeben, dass Konflikte 25 Prozent der Arbeitsleistung und 35 Prozent der Personalkosten ausmachen können.

Zur Auflösung von Konflikten, die Einzelpersonen und auch ganze Teams betreffen können, setzt sich ein Mediator mit den Konfliktparteien zusammen und sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommen und sich zum Konflikt äußern kann. Dabei wird eine Lösung von den Kontrahenten heraus erarbeitet. Denn alles andere kann nicht nachhaltig sein. Als zweiter Schritt kommt auch eine Änderung der Unternehmenskultur in Frage, die einen niederschwelligen Zugang zum Ansprechen von Problemen schafft.

„Viele Menschen haben Angst, auch um ihren Arbeitsplatz, wenn sie Konflikte thematisieren. Hier muss man von Firmenseite sehr hellhörig sein und danach trachten, Konflikte schnell zu bereinigen und nicht zu lange wegzusehen“, so Götz. Man werde Konflikte nie verhindern können, sie seien menschlich, aber man könne sie schnell und nachhaltig auflösen und so Produktivität steigern und Kosten senken. Für konfliktminimierend hält Götz auch klare Regelungen, z. B. für die Übergabe von Halbfertigerzeugnissen oder Informationen zwischen unterschiedlichen Teams, denn hier komme es besonders oft zu Missverständnissen, die Konflikte auslösen können.

Zu den Kunden von KonKom zählen u.a. das Österreichische Rote Kreuz Niederösterreich, Fond soziales Wien, KAGes, Pöttinger, MPH, RHP und die Caritas. Eine Stunde Coaching kostet 250 Euro. Die Sitzungen werden in Zweistundeneinheiten abgehalten, und meist nach vier bis fünf Sitzungen werden nachhaltige Lösungen gefunden. Neben Götz und Habeck verstärken noch sieben Unternehmenspartner das Team. Neben dem Standort Baden gibt es noch eine Niederlassung in Wien. (hm)

http://www.konkom.at