NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1522 vom 1.02.2019

1.02.2019
Immer mehr Betriebe in Niederösterreich werken mit Frauen-Power

Für Personen, die ihre eigene Firma gründen und selbst Chef sein wollen, ist das Bundesland Niederösterreich ein sehr guter Boden. Im Vorjahr wurden zwischen Enns und Leitha wieder fast 7.900 Unternehmen geschaffen. „Selbstständigkeit und Unternehmertum liegen in Niederösterreich weiter voll im Trend“, resümieren NÖ Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl und Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Die drei gefragtesten Sparten, in denen die frischgebackenen Selbständigen tätig sein wollen, sind Gewerbe und Handwerk, der Handel sowie Information und Consulting. Das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer liegt bei 41 Jahren. Ohne die selbständigen Personenbetreuer sinkt es auf rund 37 Jahre.

Noch eine weitere Kennzahl sticht ins Auge: 2018 entfielen in Niederösterreich schon 46 Prozent aller Unternehmensgründungen - ohne Personenbetreuer - auf Frauen. Zählt man die selbständigen Pflegekräfte hinzu, sind sogar mehr als 62 Prozent aller Firmengründungen im Land weiblich. (mm)

http://wko.at/noe



1.02.2019
Ski-WM in Schweden fährt auch auf Produkte aus Niederösterreich ab

Vom 5. bis 17. Februar findet im traditionsreichen schwedischen Wintersportzentrum Åre die 45. Alpine Ski-Weltmeisterschaft statt. Bei den Wettkämpfen und bei der Ausstattung des sportlichen Großereignisses mischen auch einige Unternehmen aus Niederösterreich mit. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich dazu zwei Beispiele näher angesehen.

Die Skistars Matthias Mayer, Aksel Lund Svindal, Beat Feuz und Alexis Pinturault bei den Herren sowie Bernadette Schild, Lindsey Vonn und Lara Gut-Behrami bei den Damen werden bei der Ski-WM in Tyrolia-Skibindungen nach der Goldmedaille jagen. Das Schwechater Tochterunternehmen Tyrolia des internationalen Sportartikelherstellers HTM (Head-Tyrolia-Mares) ist der weltgrößte Erzeuger von Skibindungen. Nach eigenen Angaben hält Tyrolia einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent.

Mit 350 Beschäftigten produziert Tyrolia in Schwechat sowie an einem zweiten Standort im tschechischen Valtice jedes Jahr rund 1,1 Millionen Bindungsgarnituren. 90 Prozent der Wintersportartikel werden in 32 Länder weltweit exportiert. Im Geschäftsjahr 2017 hat Tyrolia damit einen Umsatz von fast 44 Millionen Euro erwirtschaftet.

Bei der Ski-WM 2003 in St. Moritz in der Schweiz hatten die Besucher erstmals die Gelegenheit bekommen, die besten Rieslinge und Grünen Veltliner aus dem Weinbaugebiet Kamptal im Rahmen eines sportlichen Großereignisses zu verkosten. Diese werbewirksame Aktion im Rahmen Olympischer Spiele und Ski-Weltmeisterschaften ist „Teil eines Marketingkonzepts, mit dem wir das Weinbaugebiet Kamptal, seine Winzer und die Stadt Langenlois mit ihrem touristischen Angebot in der Öffentlichkeit bekannt machen wollen“, teilt Wolfgang Schwarz, Geschäftsführer der Kamptal-Gebietsvinothek Ursin Haus, mit.

Ausgeschenkt werden die Qualitätstropfen im „TirolBerg“ – während der Zeit der Bewerbe ein Ort der Begegnung österreichischer Sportler, Funktionäre, Politiker, Wirtschafts- und Medienvertreter. „Wir liefern rund 1.500 Flaschen dorthin“, gibt Schwarz bekannt. In Åre werde man nicht nur 800 preisgekrönte Weißweine, sondern auch 700 der besten „Roten“ aus der Region zur Verkostung und als Speisenbegleiter präsentieren. (mm)

http://www.tyrolia.com

http://www.kamptal.at

http://www.are2019.com



1.02.2019
Zitronengelbe Vignette 2019 stammt aus dem Mostviertel

Ab 1. Februar müssen alle Pkw und Motorräder, die auf den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs sind, zur Fahrerlaubnis entweder mit einer Digitalen Vignette versehen sein oder ein zitronengelbes Pickerl aus dem Mostviertel tragen: Denn die aktuellen Mautkleber für 2019 erzeugt - wie auch schon in den vergangenen Jahren - die Firma Forster Verkehrs- und Werbetechnik GmbH aus Waidhofen/Ybbs. Im Vorjahr hat der Verkauf von 27 Millionen Stück Vignetten in Digitaler und Klebeform rund 500 Millionen Euro in die Kassen der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFiNAG) gespült.

Von der von Forster mitproduzierten kirschroten Jahresvignette 2018 sind mehr als vier Millionen Stück abgesetzt worden, teilt die ASFiNAG dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Darüber hinaus produziert das Industrieunternehmen die Kleber auch mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Monaten bzw. zehn Tagen. Die Autobahnpickerln sind an 6.000 Vertriebsstellen im In- und Ausland erhältlich. (mm)

http://www.forster.at

http://www.asfinag.at



1.02.2019
Die Zahl der aufgeflogenen „Blüten“ in Niederösterreich steigt

Im Vorjahr sind in Niederösterreich 1.532 gefälschte Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen worden. Das ist ein Anstieg um 147 „Blüten“ oder 10,6 Prozent gegenüber 2017, als 1.385 Falsifikate im Land registriert worden waren. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der aktuellen Falschgeldstatistik 2018 der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Wie die OeNB mitteilt, sind im Vorjahr in Österreich 11.696 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt worden. Das waren um 1.806 Stück oder 18,3 Prozent mehr als 2017. Fast jede zweite „Blüte“ (45,9 Prozent) ist in Wien aufgetaucht. So wie in den Jahren zuvor war auch 2018 die am häufigsten nachgemachte Banknote der 50-Euro-Schein der ersten Druckserie. Rund drei Viertel aller Imitationen sind auf den „Falschen Fuffziger“ entfallen. (mm)

http://www.oenb.at



1.02.2019
Prefa erweitert die Produktion mit neuem Standort in St. Pölten

„2018 ist eines der besten Jahre in der Wirtschaftsgeschichte der Stadt gewesen – wenn nicht das beste überhaupt“, zog St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler Bilanz beim Neujahrsempfang für die Wirtschaft im Rathaus. Ebenso optimistisch blickt er in die Zukunft. Denn es geht gleich Schlag auf Schlag weiter.

So etwa plant die Prefa Aluminiumprodukte GmbH – bekannt für Alu-Dächer und Alu-Fassadenplatten – eine Betriebserweiterung im Süden von St. Pölten. Weil die Ausbaumöglichkeiten am Hauptstandort in Marktl im Bezirk Lilienfeld beschränkt sind, hat Prefa zu Jahresbeginn 2019 im Industriegebiet NOE Central von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH rund 80.000 m2 erworben. Bereits im Lauf des Jahres 2020 soll dort mit der Produktion begonnen werden. „Wir werden den Standort in Marktl natürlich nicht aufgeben“, so Prefa-Eigentümer Cornelius Grupp, „sondern unsere Produktion mit den neuen Möglichkeiten in St. Pölten erweitern“.

Von den 230.000 m2 der ÖBB-Liegenschaft im Süden der Stadt St. Pölten – mit Gleisanschluss und kurzen Wegen zur A1 und zur S33 – stehen jetzt „nur mehr rund 96.000 m2 zur Verfügung“, teilte ÖBB-Immobilienmanager Johannes Karner mit. Er ist zuversichtlich, dass auch diese Flächen rasch neue Nutzer finden werden. Die ÖBB-Flächen seien eine ideale Ergänzung zu den kleinteiligeren Flächen, die vom Wirtschaftsservice der Stadt ecopoint vermarktet werden.

Auch dort kann man beachtliche Erfolge vorweisen. 515 neue Arbeitsplätze konnten mithilfe der ecopoint-Aktivitäten geschaffen werden, weitere 465 wurden langfristig gesichert. „Es ist uns gelungen, die letzten Grundstücke in den Gewerbegebieten NOE Central und in Harland zu verwerten“, erklärte ecopoint-Chef Christoph Schwarz. In den letzten sechs Jahren sind 17 Hektar an Unternehmen verkauft worden.

Das abgelaufene Jahr habe gezeigt, „dass die Rahmenbedingungen, die wir geschaffen haben, von der Wirtschaft gut angenommen werden. Unsere Investitionen haben sich ausgezahlt“, erklärte Bürgermeister Stadler unter Bezugnahme auf eine Reihe neuer Ansiedlungen und Betriebserweiterungen in der Stadt. 50 neue Arbeitsplätze hat die neue Außenstelle des Bundesamtes für Asylwesen nach St. Pölten gebracht. Der Baukonzern STRABAG plant den Neubau eines Bürogebäudes im Gewerbegebiet NOE Central-West. Weil dort auch STRABAG-Tochterfirmen einziehen werden, wird die Hälfte von 200 Arbeitsplätzen neu sein.

Schon seit der ersten Jahreshälfte 2018 hat sich die Verpackungsfirma Deufol Austria in einem Gebäude am Voith Betriebsareal angesiedelt. Den bisher 20 neuen Arbeitsplätzen sollen weitere folgen. Im neuen „Haus 56“ der Salzer Gruppe, einem nachhaltigen Büroobjekt mit 1200 m2 Fläche, ist neben Siemens NÖ und Siemens Healthcare auch die Glasfaserinfrastrukturgesellschaft mit 15 neuen Arbeitsplätzen eingezogen. Und im Zuge einer Erweiterung der Handelsfirma Classic Reloaded für US-Fahrzeuge und Oldtimer im Gewerbegebiet Harland entstehen insgesamt 34 neue Jobs.

„Die Grundstücke für Betriebsansiedlungen gehen uns nicht aus“, betont Stadler. St. Pölten verfüge über fast 200 ha Fläche, die für Unternehmen vorgesehen sind. Besonders stark werde in die Erschließung von Gewerbeflächen auf dem Areal der ehemaligen Kopal-Kaserne nahe der Autobahn A1 investiert. Erste Interessenten haben sich schon gemeldet.

Zusätzlichen Schub erwartet man sich in der Stadt durch die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024. Nach einem erfolgreichen Hearing ist St. Pölten auf der Shortlist gelandet. Die finale Entscheidung wird im November fallen. „Wir sind dort als starkes Team – gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner – aufgetreten“, betonen die St. Pöltner und rechnen sich nun sehr gute Chancen aus. Aber auch für den Fall, dass St. Pölten den Zuschlag der EU-Kommission nicht bekommt, „werden wir die Kernprojekte der Bewerbung trotzdem umsetzen“, so Stadler, „sodass St. Pölten in jedem Fall einen kräftigen Turbo zündet“. (rz)

http://www.st-poelten.gv.at



1.02.2019
Hotellerie sucht dringend nach geeigneten Fachkräften

Die Fachgruppe Hotellerie in der NÖ Wirtschaftskammer besteht derzeit aus 1.401 aktiven Mitgliedern. Das sind Hotels, Gasthöfe mit Beherbergung ab neun Betten, Frühstückspensionen und Ferienwohnungen. Davon sind 389 Betriebe als 1- bis 5-Sterne-Betriebe klassifiziert. Insgesamt beschäftigt die Branche zurzeit rund 10.600 Mitarbeiter. Davon sind an die 1.000 Lehrlinge in Gastronomie- und Hotelleriebetrieben in Ausbildung, was eine Steigerung gegenüber den Vorjahren bedeutet.

„Wie viele andere Branchen würden auch wir uns mehr Bewerbungen wünschen. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen ist immerhin inzwischen eine Trendwende schon erkennbar“, berichtet Doris Reinisch, Obfrau der Fachgruppe der Hotellerie in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Dennoch stelle der Fachkräfte- bzw. Mitarbeitermangel derzeit noch immer die größte Herausforderung dar.

„Das hohe Dienstleistungsniveau ist eben nur mit ausreichend Fachpersonal darstellbar. Die Betriebe betreiben sehr viel Aufwand, um ihre offenen Stellen besetzen zu können“, so die Fachgruppenobfrau. „Offenbar braucht es mehr Anreize, ins Erwerbsleben einzusteigen oder wieder einzusteigen. Maßnahmen, um mehr Netto- vom Bruttolohn zu schaffen, wären wohl hilfreich. Auch eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen bei Arbeitsuchenden ist zu überlegen“, meint sie.

Eine weitere Herausforderung für die heimische Hotellerie sei die Preisdurchsetzung. Über die Jahre hinweg hätten sich die Preise in der Beherbergung unterdurchschnittlich entwickelt, die Kosten für Mitarbeiter, Waren oder Bauleistungen hingegen überdurchschnittlich. „Pro verfügbarem Zimmer die Erträge zu erhöhen, ist daher ein vordringliches Ziel vieler Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Doris Reinisch. „Unsere Forderungen an die Bundesregierung sind daher eine Verkürzung der Absetzung für Abnutzung bei Gebäuden auf 25 Jahre bzw. bei Bädern und Einrichtungen auf 15 Jahre, eine Anhebung der Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro sowie Erleichterungen bei Betriebsübergaben. Damit könnte man viele unserer täglichen Nöte lindern.“

Erfreulich für die Branche im vergangenen Jahr war die sehr positive Entwicklung der Nächtigungszahlen in Niederösterreich. „Man spürt, dass der Urlaub im Land für viele wieder attraktiver wird“, meint Reinisch. „Auch der Geschäftstourismus profitiert von der guten Konjunktur. Doch wie erwähnt, spiegeln sich die Nächtigungen leider nicht 1:1 in den Betriebsergebnissen wider. Hier haben die meisten Unternehmen einen Aufholbedarf.“

Was 2019 betrifft, rechnet die Fachgruppenobfrau mit einer grundsätzlich ähnlichen Entwicklung wie im Vorjahr. „Gründe für eine massive Veränderung sehe ich nicht. Natürlich muss man abwarten, ob bzw. wie sich die politischen Krisen, wie etwa der Brexit, auf die wirtschaftliche Lage unseres Landes auswirken. Der Tourismus lebt ja, wie wir alle wissen, auch stark von der Stimmung.“ (dsh)

http://www.hotelnoe.at



1.02.2019
Logistikpark in Enzersdorf an der Fischa wächst rasant

Der Logistikpark „Industrial Campus Vienna East“, den der Immobilienentwickler DLH Real Estate Austria GmbH in Enzersdorf an der Fischa im Bezirk Bruck/Leitha betreibt, wächst rasant. Wie die Österreichische Verkehrszeitung (ÖVZ) berichtet, sollen auf dem Gelände bis heuer im Herbst neue Hallen mit einer Gesamtfläche von knapp 40.000 m2 errichtet werden. Erst vor kurzem hat die Post Systemlogistik GmbH in dem Gewerbeareal zwei 13.500 m2 große Hallen sowie 300 m2 Büroflächen angemietet.

Bis Ende 2019 könnte das Angebot im „Industrial Campus Vienna East“ auf Objekte mit zusammen rund 70.000 m2 Fläche wachsen, kündigt Christian Vogt, Österreich-Manager der DLH Real Estate Austria GmbH, an. Das wäre deutlich mehr als eine Verdoppelung des derzeit bestehenden Angebots. Man stehe gerade in der Endplanung für den Bau von drei weiteren Hallen mit 17.000 Quadratmetern Fläche und führe darüber hinaus Gespräche mit einem Unternehmen, das an der Realisierung von weiteren 21.000 m2 Logistikimmobilien interessiert ist, gibt Vogt bekannt. Außerdem sei kürzlich auch noch eine Anfrage für ein neues Projekt mit einem Volumen von 27.000 m2 Gesamtfläche eingegangen.

Das „Industrial Campus Vienna East“ ist laut Christian Vogt Österreichs modernster Logistikpark. Der Standort in Enzersdorf an der Fischa profitiert von der unmittelbaren Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat und liegt nur 30 Minuten vom Wiener Stadtzentrum entfernt. Auch das Post-Logistikzentrum in Inzersdorf und das neue Paketzentrum in Hagenbrunn, das Mitte 2019 in Betrieb geht, sind von hier in 60 Minuten erreichbar. Zudem ergibt sich durch die Lage östlich der Bundeshauptstadt eine ideale Anbindung an die Nachbarländer Slowakei, Tschechien und Ungarn. (mm)

http://www.dlh-realestate.com



1.02.2019
Niederösterreichs Haus der Digitalisierung ist bereits online

Mit dem „virtuellen Haus der Digitalisierung“ ist nach dem Implementieren von digitalen Knotenpunkten in den Technopolen eine interaktive Plattform online gegangen, die neben Informationen zum Thema Digitalisierung auch die Möglichkeit bietet, Firmen und Personen zu vernetzen. Der dritte Schritt soll ein physisches Haus der Digitalisierung in Tulln sein, dessen Eröffnung für 2022 geplant ist.

„Mit unserer Digitalisierungsoffensive möchten wir den Menschen ermöglichen, sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen. Diese Plattform soll einen einfachen Zugang zum Thema bieten und unterschiedliche Fragen abdecken sowie Informationen und Begriffserklärungen geben“, betont NÖ Technologielandesrätin Petra Bohuslav bei der Pressekonferenz zum Onlinegang, die sie als „Housewarmingparty“ für dieses Angebot bezeichnete.

Für die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer, Sonja Zwazl, ist es wichtig zu betonen, dass wir mitten in der Digitalisierung stecken und diese alle Firmen, ob groß oder klein, betrifft: „Digitalisierung ist eine Tatsache und keine Frage von ‚Ja’ oder ‚Nein’. Alle Branchen sind davon betroffen und wir wollen mit diesem Angebot unseren Firmen optimal zur Seite stehen.“

Beide, Zwazl und Bohuslav, sehen die Digitalisierung aber auch als große Chance für die Unternehmen, Prozesse zu optimieren und Innovationen zu machen. Weiters schaffe die Digitalisierung zusätzliche Arbeitsplätze.

Umgesetzt wird das „Haus der Digitalisierung“ von ecoplus, die bereits mit 220 registrierten Nutzern und 115 angemeldeten Unternehmen zum Start dieser Plattform ein großes Interesse und entsprechende Akzeptanz ortet. (hm)

http://www.virtuell-haus.at



1.02.2019
Wirtschaftskammer Amstetten meldet Zuwachs an Betrieben und Lehrlingen

Im Bezirk Amstetten sind zurzeit 9.114 Betriebe angesiedelt. Das sind um knapp 8,7 Prozent mehr als im Jahr 2017. Wie Andreas Geierlehner, Bezirksgeschäftsstellenleiter der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, hat damit der Zuwachs von Kammermitgliedern deutlich an Fahrt gewonnen. „In den letzten Jahren lag der durchschnittliche Zuwachs bei drei Prozent“ sagt er.

2018 sind im Bezirk Amstetten 597 Betriebe neu gegründet worden. Unverändert liegen die Gründungen schwerpunktmäßig im Dienstleistungsbereich, und die überwiegende Zahl der Gründer startet als Einpersonenunternehmer (EPU). „Bereits 63,4 Prozent unserer Mitglieder sind EPU“, so Geierlehner.

Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der Lehrbetriebe ist weiterhin rückläufig, hat sich aber nun eingebremst. Gegenüber 506 Lehrbetrieben im Jahr 2017 haben im Jahr 2018 502 Betriebe Lehrlinge ausgebildet. Erfreulich ist allerdings, dass sich die Anzahl der Lehrlinge erhöht hat. Wurden 2017 1.703 Lehrlinge ausgebildet, sind es 2018 1.723 gewesen. Damit könne auch im Bezirk Amstetten eine positive Trendumkehr der Lehrlingsausbildung registriert werden.

„Der Wirtschaftsmotor lief im Bezirk zudem ausgezeichnet und die Stimmung bei den heimischen Unternehmern war durch die gute Umsatzentwicklung sehr positiv“, betont Geierlehner. „Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der leergefegte Arbeitsmarkt bereits als Damoklesschwert über dem regionalen Wirtschaftsstandort schwebt. Ende 2018 und mit Beginn 2019 zeichnet sich aber eine leichte Abflachung in der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend bis zur Jahresmitte fortsetzen wird.“

Im vergangenen Jahr galt der Arbeitsschwerpunkt der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Amstetten der Digitalisierung und der Vernetzung der regionalen Wirtschaft. Dazu kommen heuer die Aus- und Weiterbildung. Geierlehner: „Vor allem das Thema Digitalisierung ist ein starker Treiber in der Region. Gerade in den Städten Waidhofen an der Ybbs und Amstetten entwickeln sich innovative Start-up Zentren, die aus städteplanerischen Überlegungen entwachsen sind und die ein Potential entwickeln, das für die Wirtschaft sowie die gesamte Region zukunftsweisend sein kann.“

Kurz vor dem Jahresende ist es außerdem zu einem Wechsel in der Funktion des Bezirksstellenobmannes gekommen. Gottfried Pilz, der auch Obmann der Fachgruppe der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten in der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) ist, folgte Reinhard Mösl nach. In seiner neuen Funktion möchte Pilz zusätzlich den Fokus auf Vernetzung im Bezirk legen und Sprachrohr der regionalen Wirtschaft sein. „Ich lade daher alle Unternehmer ein, in ihrer Wirtschaftskammer mitzuarbeiten“, so der Neo-Obmann gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Gerade die Erfahrung der Unternehmer aus ihrem betrieblichen Alltag ist die beste Expertise, wenn es darum geht zu erfahren, wo die Druckstellen der Wirtschaft sind.“ (dsh)

http://wko.at/noe/amstetten



1.02.2019
Mit Langlaufschi, Huskys und Alpakas durch das Waldviertel

„Das Waldviertel ist aufgrund seiner Lage grundsätzlich ein schneesicheres Gebiet und bietet viele Möglichkeiten im Wintersport“, sagt Alexander Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus. „Heuer besteht eine besonders hohe Nachfrage. Und auch wenn Nächtigungszahlen im Detail noch nicht vorliegen, gehe ich von einem deutlichen Plus für diesen Winter aus“, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Denn wir haben eine Zunahme der schnee- bzw. wintersportspezifischen Anfragen um rund 20 bis 30 Prozent gegenüber dem letzten Jahr.“ Dabei handelt es sich um Anfragen, die via Telefon, Mail, Fax oder Online-Formular einlangen. Entsprechende Rückmeldungen liegen auch von einzelnen Schi- und Langlaufgebieten im Waldviertel vor.

Vor allem Langläufer kommen ins Waldviertel. So befindet sich die größte Flutlichtanlage des Landes in Bärnkopf. Dazu kommen noch die Aktivwelt Freiwelt, Gutenbrunn, Martinsberg, Gföhl oder Ottenschlag – alle zusammen haben sie mehrere 100 Kilometer gespurte Loipen. Und auch Schigebiete, wie der Jauerling oder Karlstift, liegen im Waldviertel.

Auch besondere Höhepunkte kann man hier entdecken. „An verschiedenen Orten im Waldviertel bieten wir Husky-Hundeschlittenfahren an, nämlich am Huskyhof in Alt-Nagelberg und an der Huskyranch in Friedersbach. Das wird zunehmend nachgefragt“, berichtet Schwarzinger.

Auch das Thema Winterwandern mit Alpakas findet mehr und mehr Anhänger und entspricht vor allem dem, was das Waldviertel in Sachen Wintersport auszeichnet. „Wir sind ein Urlaubsgebiet für Familien mit Kindern“, hebt Schwarzinger hervor. Diese gehen, wenn sie mit Tieren wandern wollen, zur Crooked Creek Ranch nach Waldhausen mit neun Alpakas oder zum Sonnseitnhof nach Großpertholz, wo auch ganze Schulklassen Alpakarunden machen. Am Alpakahof Hahn werden Runden gedreht, die auch für Kinderwagen oder Pensionisten geeignet sind.

Offenbar ist das Waldviertel attraktiver geworden. „Nicht nur in den konkreten touristischen Angeboten hat eine Professionalisierung eingesetzt“, meint der Tourismus-Geschäftsführer. „Auch in der Infrastruktur werden wir den Wünschen unserer Gäste gerecht. Lange Zeit wollten Urlauber mangels ausgebauter Straßen nicht zu uns kommen. Das ist heute kein Thema mehr.“ (jm)

http://www.waldviertel.at

http://www.alpakahof-hahn.at

http://www.sonnseitnhof.at

http://alpakas-waldviertel.at

http://huskyhof-waldviertel.at

http://www.huskyranch.at



1.02.2019
303 Millionen fließen in Bau und Sanierung der Straßen in Niederösterreich

303 Millionen Euro sollen 2019 in die Sanierung und den Ausbau des Straßennetzes in Niederösterreich investiert werden. „Mit 13.600 km ist dieses Straßennetz länger als das der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark und Burgenland zusammen und erfordert deshalb einen großen planerischen und finanziellen Aufwand“, stellt Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko fest. Bestandteil dieses Netzes sind 4.530 Brücken, rund 400 Kreisverkehre und 1.000 Ampeln. „Nach der Katastrophe in Genua wird die Überprüfung der Brücken ein besonderer Schwerpunkt sein“, erklärt Straßenbaudirektor Josef Decker.

Für das Bauprogramm kommen heuer 113 Millionen Euro vom Land und 190 Millionen Euro von der ASFiNAG, die für das hochrangige Straßennetz zuständig ist. Das Land Niederösterreich investiert vor allem in Umfahrungen, das Niveau-Freimachen von Eisenbahnkreuzungen, Tunnel und Brückensanierungen, aber auch in den Ausbau des Radwegenetzes und von Park&Ride-Anlagen. Insgesamt geht es um rund 3.800 Arbeitsplätze für 640 Projekte.

Bauprojekte sind die Umfahrungen von Wieselburg, Asparn-Kronau, Gänserndorf Süd, Raasdorf, Allentsgschwendt und Drasenhofen, dieses gemeinsam mit der ASFiNAG. Allein Wieselburg, das größte Projekt, erfordert 17 Brücken. Mit der Eröffnung rechnet Straßenbaudirektor Decker im Herbst 2020. Die mehr als 8 km lange Umfahrung wird bei einer Breite von 12,5 Metern dreispurig ausgeführt. „Die Umfahrung“, sagt Schleritzko, „wird in Wieselburg eine Verkehrsentlastung um rund 50 Prozent bringen und wesentlich zur besseren Erschließung des Erlauftals für die Wirtschaft und den Tourismus beitragen.“

In Planung sind Umfahrungen für Wr. Neustadt-Ost, Großglobnitz-Kleinpoppen (Zwettl), Harmannsdorf-Rückersdorf (KO), Königstetten (TU), Groß-Enzersdorf (GF), Hohenwarth (HL), Zwölfaxing oder Schwechat-Kledering (beide BL). Spezielles Augenmerk will Schleritzko auf jene Gemeinden legen, die rund um den Flughafen vom zunehmenden Verkehr belastet sind.

Für das Industrieviertel ist der 3-spurige Ausbau der A 4 zwischen Fischamend und Bruck/Leitha das wichtigste Projekt. Dazu kommt das Niveaufreimachen von Eisenbahnkreuzungen in Mödling, Ternitz und Götzendorf/Leitha. Und Bruck/Leitha wird eine neue Autobahnmeisterei erhalten.

Im Mostviertel beispielsweise wird die Brücke über die Ybbs bei Lackenhof saniert. Schleritzko: „Wir werden die Donaubrücke Melk instand setzen und auch in Radwege investieren, etwa in Aschbach oder Wolfsbach im Bezirk Amstetten.“

Im NÖ Zentralraum ist die Sanierung mehrerer Ortsdurchfahrten im Raum Tulln vorgesehen. In St. Pölten wird die Eisenbahnüberführung an der B 20 fertiggestellt.

Die wichtigsten Projekte im Waldviertel betreffen den Abschnitt Gneixendorf-Stratzing an der B 37 – hier wird eine Spur zugelegt, den 4-spurigen Ausbau der B 41 zwischen Schrems und Hoheneich sowie die Sanierung des Tunnels Dürnstein an der B 3, der 60 Jahre nach seiner Eröffnung auf den neuesten technischen Stand gebracht wird.

Im Weinviertel wird der Bau der Spange Guntersdorf vorangetrieben und am Ausbau der S 3 zwischen Hollabrunn und Guntersdorf gearbeitet. In Stockerau werden an der B 3 eine neue EisenbahnunterfĂĽhrung sowie ein neuer Kreisverkehr errichtet.

Mit der Einreichung der „Europaspange“ für das nördliche Niederösterreich beim Verkehrsministerium hat Niederösterreich sein Interesse am Vorantreiben dieses Projekts dokumentiert. „Geprüft wird allerdings ergebnisoffen“, so Schleritzko. (rz)

http://www.noe.gv.at



1.02.2019
Landesausstellung soll Wiener Neustadt neuen Wirtschaftsschub bringen

Mit 722 Neugründungen zeigen der Bezirk und die Stadt Wiener Neustadt, dass die Region weiterhin prosperiert und ein guter Wirtschaftsstandort ist. Die heurige Landesausstellung „Welt in Bewegung“ in Wiener Neustadt sei eine große Chance, dass die Region nachhaltig gestärkt wird, erklärte der Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, Erich Panzenböck, im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfanges der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Bereits im Vorfeld habe die Landesausstellung viele Investitionen ausgelöst. Als Beispiele nennt Panzenböck den Neubau des Stadions, die Revitalisierung der Kasematten, ein neues Erlebnis-Freibad für Familien sowie die FH-City Campus und die Bibliothek in der ehemaligen Karmeliterkirche. Darüber hinaus weist er darauf hin, dass die Stadt Wiener Neustadt diese Investitionen auch 2019 fortsetzen wird - mit der Ostumfahrung und der Unterführung der B54 sowie dem Umbau und der Öffnung der Militärakademie, der ältesten der Welt. Das Potential der Landesausstellung lassen nicht zuletzt schon jetzt vor der Eröffnung am 29. März die Anmeldungen von 600 Gruppen mit rund 17.000 Besuchern erkennen.

Auch die Kennzahlen der Wirtschaftskammer belegen die Prosperität der Region Wiener Neustadt wieder deutlich. Derzeit sind 8.806 Kammermitglieder an 9.796 Standorten aktiv. In 377 Lehrbetrieben werden 1.099 junge Menschen ausgebildet. (hm)

http://wko.at/noe/wr.neustadt

http://www.noe-landesausstellung.at/de/elemente-startseite/welt-in-bewegung