NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1529 vom 22.03.2019

22.03.2019
Flughafen Schwechat will Bahn Wien-Airport-Bratislava ausgebaut sehen

Die Errichtung einer durchgehenden und leistungsfähigen Bahnverbindung zwischen Wien, dem Flughafen Schwechat und der slowakischen Hauptstadt Bratislava regt Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, an. Denn während in den Jahren von 2000 bis 2017 der Anteil des Autoverkehrs aus Wien zum Airport von 40 auf 25 Prozent zurückgegangen ist und heute mehr Personen denn je die Schiene benutzen, hat im selben Zeitraum der Kfz-Verkehr aus der Slowakei zum Flughafen Schwechat um zehn Prozent zugenommen.

„Ein Direktzug aus Bratislava zum Flughafen und weiter nach Wien wäre ab seinem ersten Betriebstag voll“, sagte Ofner bei einem von der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV) veranstalteten Expertenforum zum Thema „Wachsende Airport City – Verkehrsinfrastruktur in der Ostregion“. Und er fügte hinzu: „Wäre ich ein Privater, würde ich diese Bahn sofort bauen!“

Bei der vorhandenen Bahninfrastruktur ortet der Flughafen-Vorstand erheblichen Verbesserungsbedarf: „Der City-Airport-Train CAT hat in neun Jahren von 1,2 Millionen auf 1,65 Millionen Passagiere zugelegt, mehr ist aber aus Kapazitätsgründen nicht machbar.“ Die auf derselben eingleisigen Strecke rollende Flughafen-Schnellbahn S7 wiederum „ist zu bestimmten Betriebszeiten so voll, dass die Leute oft nicht einsteigen können.“

Die Idee, die Pressburger Bahn zu ertüchtigen und über ihre derzeitige Endstation Wolfsthal bis nach Bratislava zu führen, ist nicht neu. Schon 2008 hatten die beiden Landesorganisationen der Industriellenvereinigung von Niederösterreich und Wien eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, wonach sich die Verlängerung der S7 bis in das Zentrum der slowakischen Hauptstadt unter Einbindung privater Investoren gewinnbringend finanzieren ließe. Berücksichtigt wurden dabei vor allem Planungs- und Errichtungskosten, Fremd- bzw. öffentliches Kapital sowie eventuelle Projektrisiken.

„Für uns hat die Sache leider einen entscheidenden Haken“, erklärte Werner Baltram, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur AG. „Entgegen anderslautenden Ankündigungen gibt es nämlich bis heute kein Verbindungsgleis vom Bahnhof Bratislava-Petrzalka zum Hauptbahnhof, der auf der anderen Donauseite liegt. Da haben die Slowaken ihre Hausaufgaben nicht gemacht.“ (mm)

http://www.gsv.co.at

http://www.viennaairport.com

https://infrastruktur.oebb.at



22.03.2019
Semperit baut Werk Wimpassing aus und gibt Arbeitsplatzgarantie

Rund 40 Millionen Euro wird der Kautschuk- und Kunststoffproduzent Semperit AG Holding heuer in den Ausbau seiner 14 Produktionsstandorte – davon acht in Europa und sechs in Asien – investieren. Nach Wimpassing im Schwarzatale, wo das Industrieunternehmen Operationshandschuhe und Gummimischungen erzeugt sowie sein Forschungs- und Entwicklungszentrum betreibt, „werden etwa fünf Millionen Euro fließen“, teilt Semperit-Vorstandsvorsitzender Martin Füllenbach dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Während sich der Gummikonzern zurzeit in einer tiefgreifenden Umbauphase befinde, „haben wir in Wimpassing keine großen Restrukturierungsprojekte auf der Agenda“, versichert Füllenbach. 760 der insgesamt knapp 6.800 Semperit-Beschäftigten arbeiten in Wimpassing. Ein Abbau von Jobs sei nicht geplant.

Semperit erzeugt in seinen Werken eine breite Palette an Produkten: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Elemente für den Eisenbahnoberbau. „Wir haben die Talsohle durchschritten. Drei von vier Industriesegmenten sind profitabel“, sagt der Konzernchef. Lediglich die Medizinsparte Sempermed schreibe noch rote Zahlen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Semperit AG Holding einen Konzernumsatz von 878,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das war ein leichtes Plus um 0,5 Prozent gegenüber 2017. Für die Zukunft zeigt sich Füllenbach optimistisch: „Die Marke Semperit ist seit 195 Jahren präsent. Das ist in weiten Teilen der Welt ein Verkaufsargument.“

2024 wird Semperit ein besonderes Jubiläum feiern. Vor 200 Jahren hat der Wiener Schneidermeister Johann Nepomuk Reithoffer sein erstes Unternehmen zur Herstellung von kautschukbeschichteten Stoffen gegründet. Damit war die Basis für die erste Gummiwaren-Manufaktur der Welt gelegt, aus der in der Folge die Firma Semperit hervorgegangen ist. (mm)

http://www.semperitgroup.com



22.03.2019
Auf dem Donauradweg rollen schon 770.000 Drahtesel im Jahr

Obwohl er schon 35 Jahre alt ist, erfreut sich der Donauradweg nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Wie eine an 17 automatischen Messstellen entlang der Strecke vorgenommene Zählung ergeben hat, sind im Vorjahr 770.000 Radfahrer auf dem meistbefahrenen Abschnitt des Donauradwegs zwischen Passau und Wien unterwegs gewesen – um 15 Prozent mehr als 2017. Diese Zahlen hat die „ARGE Donau Österreich“ - ein touristischer Zusammenschluss der drei Donau-Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Wien – erhoben.

Interessante Ergebnisse liefert eine aus der Radverkehrszählung vorgenommene Detailauswertung, die dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegt. Demnach waren 2018 auf dem Donauradweg 456.000 touristische Radfahrer unterwegs. 256.000 Personen waren Tagestouristen, die zumeist Rundkurse fahren. Weitere 314.000 gelten als Alltagsradfahrer, die den Donauradweg zum Sport, zum Pendeln in die Arbeit oder für Einkaufsfahrten nutzen. 134.000 machen Kurzurlaube mit zwei bis drei Nächtigungen. Und 66.000 befahren die gesamte Strecke von Passau nach Wien oder umgekehrt.

Beliebte Tagesetappen sind z.B. Passau-Linz oder Wachau-Wien. Die höchste Benutzerfrequenz des Donauradwegs hat der niederösterreichische Abschnitt. Drei Viertel des gesamten Verkehrsvolumens auf dem Donauradweg finden in Niederösterreich statt.

Für die Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe sowie die vielen Ausflugsziele, die an dem beliebten Strampelpfad liegen, sind die Radfahrer zu einem wichtigen Umsatzbringer geworden. Wie die „ARGE Donau Österreich“ in einer Gästebefragung erhoben hat, machen bei mehrtätigen Radtouren und bei den Passau-Wien-Fahrern die durchschnittlichen Tagesausgaben pro Kopf rund 57 Euro aus. Die Kurzurlauber leisten sich Pro-Kopf-Ausgaben von 73 Euro und die Tagesgäste von rund 28 Euro. (mm)

http://www.donauradweg.at

http://www.donau.com



22.03.2019
Der „riz up GENIUS“-Preis würdigt wieder die genialsten Ideen

Noch bis 4. April können Personen, die an innovativen Problemlösungen arbeiten, ihre Vorschläge zu Papier bringen und beim „riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis“ einreichen. Diese Auszeichnung der besten Geistesblitze findet heuer bereits zum 19. Mal im Rahmen der Gründerinitiative des Landes Niederösterreich statt. Ohne jede Themenbeschränkung sind dabei Ideen aus sämtlichen Wissenschaftszweigen zugelassen, egal ob Einzelprojekte oder Teamarbeiten.

Der „riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis“ würdigt herausragende Leistungen in den vier Kategorien „Geniale Forschung und Entwicklung“, „Geniale Start-Ups“, „Geniale UnternehmerInnen“ sowie „Genial digital“. Die besten Ideen werden in einer großen Abschlussveranstaltung am 28. Mai 2019 in Wiener Neustadt vorgestellt und prämiert. Die Sieger erhalten Geldpreise im Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro.

Organisiert wird der „riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis“ vom riz up - der Gründer-Agentur des Landes Niederösterreich - mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Niederösterreich, des Landes Niederösterreich, der Industriellenvereinigung Niederösterreich, der Raiffeisen Bankengruppe NÖ-Wien, der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus, der Flughafen Wien AG, der Wiener Städtischen Versicherung, der EVN, Novomatic sowie dem RIZ-Förderverein NÖ-Süd. Als Projektpartner mit dabei ist das accent Gründerservice. (mm)

http://www.riz-up.at/genius/ideenpreis



22.03.2019
Autofahrer bekommen MotorradfĂĽhrerschein in wenigen Stunden

Die Hälfte der Zweiradhändler wird aufgrund der geringen Verdienstspannen verschwinden, lautete kürzlich eine Aussage des Bundesgremiums in der Wirtschaftskammer. Alfred Czaker, langjähriger Branchensprecher Zweirad in Niederösterreich, sieht das nicht so dramatisch: „Ja, das stimmt. Einige werden ihren Betrieb aufgeben müssen. Aber noch genügend bleiben bestehen, vor allem bei uns in Niederösterreich.“

Damit die Händler ihre Betriebe weiterführen können, sucht derzeit die Zweiradbranche nach neuen Lösungen. „Wie in der Autobranche schon lange üblich, möchten wir uns auch in der Zweiradbranche zu Händlerverbänden zusammenschließen - zunächst österreichweit und darauf auch europaweit. Nur so können wir auch bessere Margen erzielen“, so Czaker. In Deutschland sei es bereits gelungen, einen entsprechenden Zweiradverband zu gründen und mit den Herstellern bessere Margen zu erzielen.

Darüber hinaus will man das Vertriebssystem in der Branche optimieren. An Lösungen wird laut Czaker noch gearbeitet. Für den Bundesverband hat dessen Sprecher, Ferdinand O. Fischer, davon gesprochen, dass die zum Verkauf stehenden Motorräder weiterhin im Eigentum des Herstellers bleiben sollen.

Der Markt zeigt, dass die Nachfrage nach Motorrädern intakt ist. Laut Statistik Austria steigt die Zahl der Zulassungen kontinuierlich. Im Jahr 2018 sind in Niederösterreich mehr als 105.000 Motorräder auf den Straßen unterwegs gewesen.

„Insbesondere ältere Menschen möchten sich mit einem Motorrad einen Jugendtraum erfüllen“, sagt Alfred Czaker. „Wir arbeiten daher eng mit dem ÖAMTC und den Fahrschulen zusammen, damit die Fahrer auch sicher unterwegs sind. Schließlich ist es möglich, wenn man den Autoführerschein hat, man in wenigen Stunden auch den Motorradführerschein machen kann“, erklärt der Branchensprecher. (jm)

http://www.czaker.at



22.03.2019
SB-Oilfield bringt den 3D-Druck nach Ternitz

Der Ölfeld-Ausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) implementiert am Standort Ternitz einen eigenen 3D-Drucker für Spezialstähle. Wie SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann anlässlich der Bilanzpräsentation dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekannt gab, will man damit zusätzliche Möglichkeiten in der Fertigung gewinnen. Für die Verarbeitung der Spezialstähle, Titanstahl und Chrom-Nickel-Legierungen, sorgen in Ternitz 369 hochqualifizierte Mitarbeiter. Am Standort Houston, USA, wird die neue Anwendung bereits vollzogen.

Als erfreulich hebt Grohmann hervor, dass die Nachfrage nach SBO-Produkten angezogen hat und man heuer wieder mit vollen Auftragsbüchern starten konnte. „Wir sind in einer zyklischen Branche tätig und froh, dass die Krisenjahre vorbei sind, die Kurzarbeit beendet ist und wir wieder voll produzieren können“, sagt er. „Sinnvoll ist es jedenfalls gewesen, keine F&E Projekte zurückzustellen, sondern daran weiter zu arbeiten, so dass wir jetzt darauf zurückgreifen können.“

Dass man ständig junge Menschen zu Facharbeitern ausbilde und damit dem Facharbeitermangel begegne, mache sich bezahlt. Derzeit sind 30 Lehrlinge im Betrieb, darunter auch Mädchen, mit denen der SBO-Chef besonders zufrieden ist. Er möchte weiterhin Mädchen Mut machen, sich für einen technischen Beruf oder ein Handwerk zu entscheiden, weil das Berufe mit besonders viel Potential seien.

SBO ist Weltmarktführer in der Produktion von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie mit dem Schwerpunkt amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnik. Darüber hinaus sind auch Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge im Programm. Hauptkunden des Ternitzer High-Tech-Unternehmens sind große Öl-Servicegesellschaften, wie z.B. Schlumberger, Halliburton, Baker Hughes oder Weatherford International.

Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch in den Kennzahlen des Geschäftsjahres 2018 wider. Der Umsatz erhöhte sich um fast 30 Prozent auf 420,2 Millionen Euro, die Auftragseingänge lagen bei 482 Millionen Euro, das EBIT betrug 70,7 Millionen Euro. Weltweit beschäftigte SBO im letzten Jahr 1.646 Personen, 369 davon in Ternitz. (hm)

http://www.sbo.at



22.03.2019
WAV „Waldviertel“ bindet Jugend mit Super-Wohnbauförderung ans Land

„Unsere Aktion ,Junges Wohnen´ entwickelt sich immer mehr zum Renner im geförderten Wohnbau“, berichtet Manfred Damberger, Vorstandsdirektor der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ (WAV), dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Derzeit sind 80 bis 90 Jugend-Wohnungen im Bau. Ihr Standort ist nicht nur in den Städten, sondern auch am Land in fast allen NÖ Bezirken.

Die neuen ca. 60 Quadratmeter großen Wohnungen werden an junge Leute zu geförderter Miete vergeben. „Inklusive Betriebskosten und Umsatz beträgt die Miete, je nach Familienstand, zwischen vier und sieben Euro pro Quadratmeter“, teilt Damberger mit. Mit diesem Angebot unterstützen die Gemeinden in Zusammenarbeit mit der WAV und dem Land junge Menschen bei der Wahl ihrer ersten eigenen Wohnung in Niederösterreich.

Schwerpunkt der 1953 gegründeten Genossenschaft als gemeinnützige Organisation ist es, für Mieter und Eigentümer geförderten Wohnraum zu organisieren. Die wichtigsten Partner sind das Land NÖ, die Gemeinden, Planer und Bauausführende. „Wir spezialisieren uns immer mehr auf den Reihen- oder Doppelhausbau als Antwort auf den flächenraubenden Einfamilienhausbau“, erklärt Damberger.

Derzeit baut die WAV im Wald-, Wein- und Mostviertel 518 Wohnungen. In ihrer Verwaltung befinden sich insgesamt 4.500 Wohnungen. Mit 81 Beschäftigten erwirtschaftet die Siedlungsgenossenschaft jährlich steigende Umsätze zwischen 35 und 40 Millionen Euro.

Als Zukunftsziele nennt Manfred Damberger nachhaltiges Bauen, ressourcenschonenden Umgang mit Grund, Boden und Baumaterialien sowie die weitere Bauverdichtung im urbanen Umfeld. „Dazu gehört auch eine Lösung der richtigen Wohnversorgung für ältere Personen“, sagt er. (km)

http://www.waldviertel-wohnen.at



22.03.2019
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich spielt auch wirtschaftliche Erfolgstöne

Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich – einer der bekanntesten Botschafter Niederösterreichs in der nationalen und internationalen Musikszene – schlägt auch aus wirtschaftlicher Sicht Erfolgstöne an: In der abgelaufenen Saison 2017/2018 haben 84.210 Gäste die Konzerte an den drei Hauptspielstätten im Inland – Festspielhaus St. Pölten, Grafenegg und Musikverein Wien – besucht. Das sind um rund 1.500 oder 1,8 Prozent mehr als in der Vorsaison 2016/2017. Ein besonders guter Boden für die Tonkünstler war der Wiener Musikverein, wo der Gesamtkartenabsatz aus Abonnements, Großkunden und Einzelkarten um 2.800 Tickets oder 7,2 Prozent gesteigert werden konnte.

„Das Tonkünstler-Orchester ist der Leistungsträger des Kunst- und Kulturlandes Niederösterreich“, betont Paul Gessl, Konzerngeschäftsführer der NÖ Kulturwirtschaft, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Es ist Österreichs einziges Landesorchester, das in das Wiener Musikleben voll integriert ist. Neben der Konzerttätigkeit im Inland ist es ein vorrangiges Ziel dieser hoch qualifizierten Musikergruppe, die Bemühungen des Landes Niederösterreich um den Ausbau und die Pflege der Beziehungen zu den Nachbarländern zu unterstützen. So haben die Tonkünstler erst vor kurzem ein viel umjubeltes Konzert vor 2.100 Besuchern in der Elbphilharmonie Hamburg gespielt.

In der Saison 2019/2020 wird das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 112 Konzerte im In- und Ausland zur Aufführung bringen. Das Tonkünstler-Orchester – es ist seit 1945 Symphonieorchester des Bundeslandes Niederösterreich – besteht fast zur Hälfte aus Frauen. Der Altersdurchschnitt der 100 Musikerinnen und Musiker liegt bei knapp 42 Jahren.

Das heurige Gesamtbudget des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich beläuft sich auf mehr als 15,2 Millionen Euro. Das Land Niederösterreich steuert 12,5 Millionen Euro bei, der Bund 130.000 Euro. Knapp 1,3 Millionen Euro erwirtschaftet das Orchester aus Honorarerlösen, etwa eine Million Euro mit dem Kartenverkauf. Rund 300.000 Euro kommen aus Sponsoring und sonstigen Einnahmen. (mm)

http://www.tonkuenstler.at



22.03.2019
Der Visual Flashback holt die analoge Fotografie zurĂĽck

Mit einer neuen Idee im Geschäftsfeld der analogen Fotografie, dem „Visual Flashback“, lässt der Berufsfotograf und Einpersonenunternehmer Rudolf Schmied in Kleinneusiedl, Bezirk Bruck an der Leitha, aufhorchen: Er belichtet die Deckel von hölzernen Weinkisten mit Wunschbildern in Schwarzweiß. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekannt gibt, seien diese Weinkisten als Geschenkidee sehr beliebt und werden gut angenommen.

„Oft werden für diese Deckel alte Erinnerungsbilder verwendet, mit denen man auch Emotionen transportieren kann, was ein doppeltes Geschenk ergibt“, erklärt Schmied. Mit diesem Angebot wolle er sich von den anderen Kollegen abheben und zeigen, was denn das alte Fotografenhandwerk so alles könne. Die Deckel der Weinkisten werden mit einer von ihm speziell hergestellten Emulsion bearbeitet und anschließend in der eigenen Dunkelkammer als analoges Schwarzweißbild belichtet. Danach wird noch die Oberfläche bearbeitet und versiegelt.

Da es sich um Auftragsarbeiten handelt, stellen die Kunden das jeweilige Bild zur Verfügung. Auf Wunsch können dafür aber auch spezielle Aufnahmen gemacht werden. Eine Visual Flashback Weinkiste mit eigenem Bild ist um 59 Euro erhältlich. Eine Erweiterung von Visual Flashback ist bereits in Arbeit. Da kommt Leinwand als Trägermaterial zum Einsatz, das letztlich als Wanddekoration in der Größe bis zu einem Meter mal 1,5 Meter dient. Zielgruppe dieses Angebotes sind Hotels, Gastronomie, Firmen und Ordinationen.

Darüber hinaus bietet der Berufsfotograf auch noch Fotokurse für analoge Fotografie in Schwarzweiß an. „Bei den 20- bis 30-jährigen“, sagt er„ist derzeit ein Trend zurück zur analogen Fotografie mit Negativ und begrenzter Bildkapazität des jeweiligen Films erkennbar. Diese jungen Menschen sind mit der Digitalfotografie aufgewachsen und interessieren sich sehr für das alte Handwerk mit Film, dem Entwickeln und Belichten sowie den vielfältigen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben“. Eine Freude gelte insbesondere der Überraschung, wie die Bilder geworden seien,“ denn bei der analogen Fotografie gibt es keine Vorschau.“ (hm)

http://www.visualflashback.com

http://www.rudolfschmied.at

http://www.rudolfografie.at



22.03.2019
Firma aus Euratsfeld liefert Sicherheitstechnik nach Nowosibirsk und China

Gemeinsam mit europäischen Partnern - zum überwiegenden Teil aus Deutschland - liefert die 2008 gegründete Firma EAS Elektroanlagen-Sicherheitstechnik GmbH aus Euratsfeld im Bezirk Amstetten Technologie auch nach Sibirien und China. Ganze Produktionsgebäude für die Pharmaindustrie sind 2017 nach Wuhan und heuer Anfang März nach Guangzhou geliefert worden. Die Gebäude wurden in Modulbauweise in Deutschland vorgefertigt, nach China verschifft und dort endmontiert.

„Die sicherheitstechnischen Einrichtungen kommen von uns, werden im Werk im deutschen Neresheim soweit wie möglich montiert, in China komplettiert, programmiert und in Betrieb genommen“, teilt EAS-Geschäftsführer Martin Krenn dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Dass es auch anders geht entgegen dem, was mittlerweile Regel ist, nämlich dass viele Produkte ausschließlich aus Asien kommen, können wir mit unserer Zusammenarbeit beweisen“, sagt er. Begonnen hat die Kontinent übergreifenden Zusammenarbeit im Jahr 2011 mit einem Projekt in Nowosibirsk, wo die Firma EAS die Sicherheitstechnik für ein Krankenhaus mit einer Nutzfläche von rund 18.000 m2 und 100 Betten geliefert hatte.

Das Mostviertler Unternehmen, dessen Leistungsspektrum von Elektroinstallationen über die Montage von Photovoltaik- und Windkraftanlagen bis zur Kommunikationstechnik sowie Sicherheitstechnik reicht, erwirtschaftetet mit seinen derzeit 37 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von vier Millionen Euro. Zu weiteren Referenzprojekten von EAS zählen etwa das Abfalllogistikzentrum Pfaffenau der MA48 in Wien Simmering, das TZT Technologiezentrum Tulln sowie das Epsilon Office in St. Pölten.

Schon von Anfang an hat EAS großen Wert auf die innerbetriebliche Lehrlingsausbildung gelegt. „Mittlerweile haben wir 15 Lehrlinge ausgebildet, zehn davon sind jetzt in unserer Firma als Facharbeiter tätig. Zurzeit haben wir einen Lehrling im dritten Lehrjahr, und suchen auch heuer wieder Lehrlinge für den Beruf des Elektroinstallationstechnikers“, so Martin Krenn. „Ich bin nämlich überzeugt davon, dass es für Unternehmen wichtig und essenziell ist, ihre Mitarbeiter für die Zukunft selber auszubilden. Wir haben damit nur die besten Erfahrungen gemacht.“ (dsh)

http://www.eas.co.at



22.03.2019
Brunner Unternehmerin hat neuartige Tasche fĂĽr Krempel patentieren lassen

Mit der Krempeltasche hat die Einpersonenunternehmerin Julia Gajdosik von „Juliabag“ in Brunn am Gebirge, Bezirk Mödling, eine patentierte Leder-Taschenneuheit auf den Markt gebracht. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst beschreibt sie Namen und Funktion so: „Die Krempeltasche kann kleiner oder größer gemacht werden und passt sich so dem Inhalt der Tasche an, der bekanntlich auch als Krempel bezeichnet wird.“

Gajdosik hat die Krempeltasche speziell dafür geschaffen, dass man sie bedarfsgerecht stufenlos verkleinern oder vergrößern kann. In der größten Einstellung passen sogar A4-Unterlagen hinein oder ein Laptop. Sollte man unterwegs daraufkommen, dass man mehr Stauraum in der Tasche braucht, kann diese schnell und leicht mit wenigen Handgriffen vergrößert werden.

Die patentierte Krempeltasche hat die Unternehmerin selber entworfen und auch die Prototypen selbst gefertigt. Produziert wird die Tasche aus Rinds- und Kalbsleder, das aus Italien kommt, in einer Manufaktur in Laibach, Slowenien. Sie kostet 192 Euro. Alle Krempeltaschen sind Einzelstücke in unterschiedlicher Farbzusammenstellung, Sonderanfertigungen sind möglich.

Neben der Krempeltasche hat „Juliabag“ auch noch die „Flashbag“, die „Bigbag“, die „Juliabag“ und die „Romeobag“ im Angebot. Alle sind Ledertaschen, die derzeit in der Boutique „Ewollution“ in Mödling erhältlich sind. Gajdosik ist noch auf der Suche nach weiteren Verkaufsstellen sowie Lizenznehmern für die Krempeltasche. (hm)

http://www.juliabag.at



22.03.2019
Kremstal-Winzer räumen renommierten deutschen Weinpreis ab

Seit 2001 findet in Deutschland der Weinwettbewerb „MUNDUS VINI“ statt, der sich im Laufe der Jahre zu einer der renommiertesten internationalen Veranstaltungen auf dem Verkostungssektor entwickelt hat. Bei dem jüngsten Länderwettstreit, dem „24. Großen Weinpreis MUNDUS VINI“, haben im Februar im Rahmen einer sechstägigen Konkurrenz 260 Weinexperten aus 50 Staaten rund 7.200 Weine aus 156 Weinbaugebieten der Welt verdeckt verkostet und bewertet. Am 17. März wurden auf der Weinfachmesse „ProWein“ in Düsseldorf die Sieger geehrt.

Dabei hat das Weinbaugebiet Kremstal hervorragend abgeschnitten, stellt es doch die Gewinner in allen drei Österreich-Kategorien: Die Auszeichnung „Best Producer Austria“ ging mit sechs Gold- und acht Silbermedaillen - an der Spitze das Flaggschiff „Grüner Veltliner Kremser Kogl 2018“ - an das Weingut Müller aus Krustetten. Die Kategorie „Bester Weißwein Österreich“ konnte das Weingut Forstreiter aus Krems-Hollenburg mit dem „Grüner Veltliner Ried Schiefer 2017“ für sich entscheiden. Und die Kategorie „Bester Rotwein Österreich“ wurde von den Winzer Krems mit „Zweigelt Cremisa 2015“ gewonnen.

„Das ist ein voller Erfolg für unser Weinbaugebiet bei einer der wichtigsten internationalen Weinverkostungen“, kommentiert Leopold Müller, Obmann des regionalen Weinkomitees Kremstal, das erfreuliche Ergebnis. 2018 wurden im Kremstal knapp 160.000 Hektoliter Wein produziert. Das war ein Mengenanstieg um ein Viertel gegenüber 2017. (mm)

http://www.kremstal-wein.at

http://www.mundusvini.de