NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1530 vom 29.03.2019

29.03.2019
Forscher der Elite-Universität MIT kooperieren mit NÖ Unternehmen

Anlässlich der Europakonferenz des Massachusetts Institute of Technology (MIT) 2019 in Wien haben Niederösterreichs Wirtschaftsagentur ecoplus, die Niederösterreichische Industriellenvereinigung (IV-NÖ) und die NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) die aus dem Ausland angereisten Spitzenforscher zu einem „Niederösterreich Abend“ eingeladen. Thema waren die Kooperationsmöglichkeiten zwischen niederösterreichischen Unternehmen und den Forschungsexperten des MIT. Für Industrie-Präsident Thomas Salzer ein Anlass, dass sich heimische Unternehmer mit möglichen Forschungspartnern oder neuen Mitarbeitern direkt austauschen können. „So können wir sozusagen alle an einen Tisch bringen“, sagte er.

Auch für Christian Moser, Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer, war dieser Abend neben den bereits bestehenden Technopolen in Niederösterreich eine Gelegenheit, den heimischen Unternehmen zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten in der Spitzenforschung aufzuzeigen. „Gerade in Zeiten des digitalen Wandels benötigen unsere Unternehmen hochqualifizierte Fachkräfte, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können. Hier entsprechend qualifizierte Personen für unser Land zu interessieren, ist ein wichtiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft“, so Moser gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Neben der Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, habe jedenfalls diese Veranstaltung, bereits die zweite nach 2017, den Forschungs- und Innovationsstandort Niederösterreich wieder einmal ins internationale Licht gerückt. (hm)

http://www.ecoplus.at

http://www.wknoe.at

https://niederoesterreich.iv.at



29.03.2019
Niederösterreich-CARD ist „Sesam-öffne-dich“ zu 322 Attraktionen

„Die Niederösterreich-CARD ist die beliebteste Ausflugskarte in Österreich und damit ein einzigartiges Erfolgsmodell.“ So beschreibt Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav die neue Niederösterreich-CARD, die mit 1. April in ihre bereits 14. Saison gegangen ist. Mit 322 Attraktionen, davon 17 neuen, soll das beliebte Kundenbindungsinstrument heuer noch mehr Besucher an lohnende Destinationen zwischen Enns und Leitha heranführen. Von der NÖ-CARD 2018/19, mit der der Inhaber Ausflugsziele in allen Landesvierteln sowie in den Nachbarbundesländern bei freiem Eintritt besuchen kann, wurden im Vorjahr 155.660 Stück abgesetzt. Zwei Drittel der Käufer – 65 Prozent – sind Stammkunden.

Neu im Programm der NÖ-CARD 2019/20, die schon vor ihrem Start fast 38.000 mal verkauft worden ist, finden sich u.a. die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 „Welt in Bewegung!“ in Wiener Neustadt, die NÖ Landesgalerie in Krems, eine Donauschifffahrt mit der „MS Stadt Wien“ in Tulln, die Modellbahnwelt Schiltern, Schloss Jedenspeigen, das MAK Wien – Museum für Angewandte Kunst sowie ein Gratis-Eintritt zu einem Heimspiel der niederösterreichischen Fußballvereine SKN St. Pölten und FC Flyeralarm Admira.

Wie im Vorjahr kann man die NÖ-CARD auch heuer digital bekommen. Sie kann als App auf das Smartphone geladen werden, was dem Inhaber nützliche Zusatzfunktionen eröffnet. „So hat man die NÖ-CARD am Handy immer mit dabei“, erklärt Bohuslav.

Vertrieben wird die Karte auch heuer wieder von der Raiffeisen-Gruppe Niederösterreich-Wien, die als Mitgesellschafter 26 Prozent der Anteile an der NÖ-CARD GmbH hält. „Die NÖ-CARD ist ein wichtiger Eckpfeiler für den Tourismus in Niederösterreich“, sagt Reinhard Karl, Kommerzkundenvorstand der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Das Unternehmen unterstützt Tourismus- und Gastronomiebetriebe in Niederösterreich mit einem Kreditvolumen von 910 Millionen Euro und fördert als Sponsor ausgewählte Destinationen, wie das Stift Göttweig, das MostBirnHaus in Ardagger oder die Schallaburg.

Erneut als Partner mit an Bord ist auch der Landesenergieversorger EVN. Dessen private Strom- und Gaskunden konnten im Vorjahr beim Kauf der NÖ-CARD wieder ihre gesammelten Bonuspunkte einlösen und so eine Ermäßigung um rund 50 Prozent erzielen. Seit dem Start der Aktion 2016 wurde dieses Service 26.550 mal genutzt.

Zu den jedes Jahr am häufigsten angesteuerten Sehenswürdigkeiten in Niederösterreich zählen die Schneebergbahn, die Landes-Gartenschau „GartenTulln“, das Wiener Riesenrad, die Rax-Seilbahn, das Renaissanceschloss Schallaburg, die Kittenberger Erlebnisgärten in Schiltern, Schloss Hof, das Sole-Felsen-Bad Gmünd und der Schlosspark Laxenburg. „Rund 200.000 Nächtigungen in Niederösterreich werden durch die NÖ-CARD ausgelöst“, rechnet Christoph Madl, Geschäftsführer der NÖ Werbung, vor.

Die neue NÖ-CARD ist von 1. April 2019 bis 31. März 2020 gültig. Zum Normalpreis kostet die NÖ-CARD für Erwachsene 61 Euro. Jugendliche von 6 bis 16 Jahren zahlen nur 31 Euro, Kinder bis zum Alter von 6 Jahren überhaupt nichts. Wer eine alte Karte besitzt, kann sie um fünf Euro (Jugendliche um drei Euro) verbilligt verlängern lassen. Erhältlich ist die NÖ-CARD 2019/20 u.a. in Trafiken in Niederösterreich und Wien, OMV-Tankstellen, in Raiffeisen-Bankstellen, bei vielen teilnehmenden Ausflugszielen, über die CARD-Hotline 01/535 05 05 sowie über das Internet. (mm)

http://www.niederoesterreich-card.at



29.03.2019
Hainburg an der Donau macht die Blechlawine schwer zu schaffen

Rasche Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Stadt Hainburg an der Donau im Bezirk Bruck/Leitha fordert die VP-Gemeinderätin und Wirtschaftsbund-Obfrau Michaela Gansterer-Zaminer. Denn wie eine vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) an der Pressburger Bundesstraße B9 durchgeführte Frequenzmessung ergeben hat, passieren pro Tag mehr als 17.000 Kfz die westliche Stadteinfahrt, 11.300 Kfz die östliche. Durch das Zentrum der historischen Altstadt beim Wienertor rollen täglich 11.600 Autos.

„Hainburg braucht dringend die Umfahrung, die man schon vor 25 Jahren diskutiert hat“, erklärte Gansterer-Zaminer dem NÖ Wirtschaftspressedienst am Rande eines von der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV) veranstalteten Expertenforums in Wien. Das Problem: Ein ursprünglich geplantes Tunnelprojekt für die B9 wurde damals aus Kostengründen abgeblasen. Und die Eröffnung der Nordostautobahn A6 nach Bratislava 2007 habe Hainburg nicht die erhoffte Entlastung von der Blechlawine gebracht. „Viele Slowaken, die nach Wien wollen, fahren lieber die deutlich kürzere Strecke über die B9. Außerdem brauchen sie so keine Autobahnmaut in Österreich zu bezahlen“, stellt die Gemeinderätin fest. (mm)

http://www.hainburg.at



29.03.2019
Regen kostet die Schausteller die Hälfte ihres Umsatzes

Wenn die Sonne scheint, fahren sie aus, die Schausteller. Auch bei Regen würden sie dies tun, aber da kommt niemand. „Wir sind total wetterabhängig. Wenn andere Branchen darüber reden, dass sie wetterbedingt mit einem Minus von zehn Prozent rechnen, dann können wir dazu leider nur lächeln. Bei uns können das auch 50 Prozent sein“, so Michael Peter Wiesbauer, Branchensprecher der Schausteller in der NÖ Wirtschaftskammer.

Ursache dafür ist aber oft nicht das Wetter selbst, sondern die App am Smartphone. Wenn Regen angesagt wird, bleiben die Leute zu Hause und planen keinen Ausflug ein. Der Schausteller erinnert sich an ein Pfingstwochenende vor ein paar Jahren, als der Pfingstsonntag regnerisch angekündigt worden ist. Dieser war letztlich zwar trocken, doch kaum jemand war da, der Pfingstmontag hingegen wurde gestürmt. „Ein gesamter verlorener Tag ist aber nicht mehr aufzuholen“, erklärt der Branchensprecher dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Grundsätzlich sind Schausteller gefragt – insbesondere auf Volksfesten und auf traditionellen Veranstaltungen. Die meisten Schausteller haben ihre Routen, ihre bestimmten Plätze, ihre Veranstaltungen. „Egal, ob es sich um den seit Jahrhunderten bestehenden Jakobi-Kirtag in Böheimkirchen handelt oder um das heuer gerade einmal 52 Jahre bestehende Rot-Kreuz-Fest in Berndorf – bei solchen alt bekannten Veranstaltungen sind wir gefragt“, so Wiesbauer, der noch ein Detail hinzufügt: „Diese Veranstaltungen sind grundsätzlich kostenlos und daher sind die Leute bereit, den bei uns geforderten Eintritt zu bezahlen. Anders ist dies bei Messen, etwa in Wieselburg, wo für die Messe selbst bereits Eintritt bezahlt werden muss. Da fehlt den Besuchern oft das Verständnis nochmals extra für die Vergnügungsangebote zu bezahlen.“

Dennoch ist nicht alles eitel Wonne in diesem Geschäft. Wiesbauer ist der Ansicht, dass kaum eine andere Branche von dermaßen vielen Bestimmungen betroffen ist wie die der Schausteller. Es sei schon kompliziert genug, dass es in Österreich neun verschiedene Veranstaltungsbewilligungen gibt, obwohl man eigentlich mit einer Berechtigung EU-weit tätig sein dürfe. Dazu kommen aber noch scheinbar branchenfremde Bestimmungen. „Beispielsweise müssen laut den Bestimmungen der IG Luft Fahrzeuge, wie wir sie haben, alle fünf bis sechs Jahre getauscht werden“, sagt Wiesbauer. „Das ist finanziell nicht möglich: Unsere Fahrzeuge müssen 25 bis 30 Jahre halten. In Niederösterreich ist es uns über die Wirtschaftskammer gelungen, eine Ausnahmeregelung für die Schausteller zu erreichen. Dies gilt jedoch nicht für alle Bundesländer.“

Was dem Obmann auch Sorgen macht, sind die immer weniger werdenden Veranstaltungen gibt. „Immer öfter werden Feste abgesagt, weil die Freiwilligen fehlen, die diese Feste organisieren“, stellt er fest. „Das wird uns mittelfristig massiv treffen. Ebenso wie die Tatsache, dass Veranstaltungsplätze zunehmend umgewidmet werden – auch das ist eine Herausforderung für die Zukunft“, resümiert Wiesbauer, der allerdings hinzufügt, dass es der Branche insgesamt noch gut geht. „Vor allem, weil Schausteller zumeist als Familienbetrieb organisiert sind.“ (jm)

https://wko.at/noe/kino_kultur_vergnuegen



29.03.2019
NĂ– Landesausstellung soll Stadt und Region Wiener Neustadt Aufrieb geben

Einen kräftigen Impuls für den Tourismus und damit auch für die regionale Gastronomie erwartet die Wirtschaft im südlichen Niederösterreich von der NÖ Landesausstellung 2019 „Welt in Bewegung! – Stadt.Geschichte.Mobilität“, die vom 30. März bis 10. November in Wiener Neustadt stattfindet. Bei der Schau nämlich, die an den beiden Ausstellungsorten, der historischen Befestigungsanlage Kasematten und dem ehemaligen Kloster Museum St. Peter an der Sperr, zu einer Entdeckungsreise durch die Stadt, ihre Geschichte und das Thema Bewegung einlädt, rechnet man mit einem Besucheransturm. „Wir erwarten rund 300.000 Gäste“, sagt Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger.

33 Millionen Euro hat das Land Niederösterreich in die „Welt in Bewegung!“ investiert. Davon sind 25 Millionen Euro in die Revitalisierung und den Umbau der beiden Hauptausstellungsorte und ihre Umgebungsgestaltung geflossen, wie z.B. in Leitsysteme oder in die Fußgängerzone. Acht Millionen Euro entfielen auf regionale Projekte, wie u.a. die Ertüchtigung des Radwegs entlang des Wiener Neustädter Kanals sowie verschiedene Maßnahmen zur Attraktivierung von Museen und Ausstellungen im Umland.

Die heurige 40. NÖ Landesausstellung soll dazu beitragen, die Sehenswürdigkeiten der Stadt Wiener Neustadt und der Region südliches Niederösterreich einem breiten Publikum bekannt zu machen. Auch mehr touristische Nächtigungen und Wertschöpfung will man generieren. Während ein Tagesgast bei der Landesschau durchschnittlich 46 Euro ausgibt, sind es beim Übernachtungsgast 100 Euro. 2018 haben die Beherbergungsbetriebe in der Stadt Wiener Neustadt 137.800 Nächtigungen erzielt – ein Anstieg um 13,2 Prozent gegenüber 2017. (mm)

http://www.noe-landesausstellung.at

http://www.wiener-neustadt.at



29.03.2019
Korneuburger Havi Logistics eröffnet neuen Standort in Großebersdorf

Anfang April eröffnet die auf die Belieferung von Schnellrestaurantketten und Tankstellenshops spezialisierte Havi Logistics GmbH aus Korneuburg einen weiteren Standort in Niederösterreich. In Großebersdorf im Bezirk Mistelbach nimmt auf 5.400 Quadratmetern Hallenfläche ein modernes Lager den Betrieb auf, das auf die Verteilung von Frischeprodukten, Trockensortiment und Tiefkühlartikeln ausgelegt ist. „Hier profitieren wir sowohl von der Nähe zu unserem Firmensitz, als auch vom nahen Autobahnanschluss“, sagt Havi Logistics-Geschäftsführer Gerald Höller in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ).

Der Expansionsschritt ist erforderlich geworden, weil bei wachsendem Kundenstock die Kapazitäten an den zwei bestehenden Standorten Korneuburg, wo Havi Logistics 7.300 Quadratmeter Lager- und Umschlagfläche betreibt, und Vomp in Tirol mit 3.000 Quadratmetern restlos ausgeschöpft sind. Beliefert werden neben der Fast-Food-Kette McDonald´s, dem größten Kunden, u.a. die Firmen Backwerk, Vapiano und – mit Tiefkühlkost – Do&Co. „Darüber hinaus ist im Vorjahr das Gesamtsortiment für 33 Nordsee-Restaurants dazugekommen“, informiert Höller.

Nach eigenen Angaben hat sich die Havi Logistics GmbH, die in Korneuburg und Vomp rund 160 Mitarbeiter beschäftigt, zum führenden Logistikdienstleister für die Systemgastronomie in Österreich entwickelt. Pro Jahr bewegt das Unternehmen Waren mit einem Volumen von etwa 80.000 Tonnen. 2017 hat die Havi Logistics GmbH einen Umsatz von fast 173 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Standort Korneuburg von Havi Logistics ist ein Tochterunternehmen der deutschen Havi Logistics GmbH mit Sitz in Duisburg – ein in 37 europäischen Ländern tätiger Logistikdienstleister für die Lebensmittelindustrie. Bekannte internationale Kunden des Konzerns sind die Restaurantketten McDonald´s, Kentucky Fried Chicken (KFC), Pizza Hut und Subway sowie die Mineralölfirmen BP, OMV, Statoil und Shell. (mm)

http://www.havi.com/de-de



29.03.2019
Wirtschaftskammer lädt zu den „Gründertagen“

Anfang April finden in allen neun österreichischen Bundesländern von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) organisierte Veranstaltungen statt, die sich speziell an Unternehmensgründer wenden. In Niederösterreich hält das WKO-Gründerservice die „Gründertage 2019“ vom 2. bis 4. April in der Zentrale der NÖ Wirtschaftskammer in St. Pölten sowie in den drei Bezirksstellen Wiener Neustadt, Mödling und Hollabrunn ab.

Dort laufen Impulsvorträge zu den Spezialthemen „Gründung leicht gemacht“, „Unternehmensführung mit Zahlen“, „Businessplan Basics & Erfolgsrechnung“, „Die Gewerbelizenz“ sowie „Neue Kunden gewinnen mit wenig Budget“. Zur Teilnahme an den Veranstaltungen ist – unter Angabe des gewünschten Termins - eine Anmeldung erforderlich. E-mail: gruender@wknoe.at bzw. Tel.: 02742/851-17701 (mm)

http://www.gruenderservice.at/gruendertage



29.03.2019
Neulengbacher Unternehmen rĂĽckt RĂĽckenproblemen zu Leibe

Um der Volkskrankheit Rückenbeschwerden besser begegnen zu können, hat das Start-up-Unternehmen VivaBack GmbH in Neulengbach, Bezirk Sankt Pölten-Land, eine tragbare Sensortechnologie zur mobilen Überwachung von Rückenbewegungen auf den Markt gebracht. „So können Rückenbewegungen individuell über einen langen Zeitraum aufgezeichnet, ausgewertet und dann entsprechende Präventionsmaßnahmen gesetzt werden“, teilt der Geschäftsführer und Allgemeinmediziner Robert Pilacek dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Diese Entwicklung ist dem NÖ Innovationspreis eine Auszeichnung wert gewesen.

„Gerade bei Rückenbeschwerden ist Prävention besonders wichtig. Wenn man nämlich genaue Daten von den individuellen Bewegungen und Routinen hat, kann man gezielt eingreifen und individuell entsprechende Maßnahmen zur Entlastung setzen. Hier haben sich Bewegung und auch Psychologie sehr bewährt“, betont Pilacek. Das Gerät kann bis zu 24 Stunden über zwei bis drei Sensoren die Rückenbewegungen aufzeichnen, was darauf entsprechend ausgewertet wird. Am Morgen wird die jeweilige Person mit den Sensoren bestückt und diese ihr nach dem Arbeitstag wieder abgenommen.

Derzeit bietet VivaBack dieses mobile Rückenmonitoring als Dienstleistung für Firmen im Rahmen der Arbeitsgesundheit an. Mit dem Management werden Rückengesundheitsprogramme erstellt, die Mitarbeiter informiert und darauf mit der mobilen VivaBack Technologie die Rückenbewegungen während eines Arbeitstages gemessen. Aus der Datenauswertung können dann Rückschlüsse auf die Belastungen gezogen und entsprechende Maßnahmen, wie Bewegungsschulung, anderer Arbeitsplatz oder andere Arbeitsmittel gesetzt werden. Das Monitoring einer Person kommt je nach Umfang auf 55 bis 130 Euro. Kunden sind z.B. der Flughafen Wien, die SVA und das Mobilfunkunternehmen A1.

Ab 2020 will man das Angebot auf Gesundheitsberufe ausdehnen. Diese können dann auf die komplette Überwachungskapazität von 24 Stunden zurückgreifen und nach der Datenanalyse die jeweilige Therapie individuell anpassen. VivaBack hat derzeit fünf Mitarbeiter und expandiert weiter. (hm)

http://www.vivaback.com



29.03.2019
Blau-gelbe Kameratasche ist auch in Japan nachgefragt

Die neuartige Kameratasche „Herr Michl“ hat der Berufsfotograf und Einpersonenunternehmer Michael Bösendorfer in Kritzendorf, Bezirk Tulln, mit der Kooperation „Böse Fritz & Co“ auf den Markt gebracht. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont Bösendorfer, dass man mit dieser Kameratasche die Kamera sowohl sicher verwahrt, als auch schnell zum Fotografieren zur Hand hat. Sie wird sehr gut angenommen und ist schon weltweit nachgefragt.

„Da meine Frau und ich sehr gerne reisen und dort auch fotografieren wollen, hatten wir immer das Problem, dass wir entweder die Kamera sicher verpacken konnten, dann war sie aber nicht schnell zur Hand, oder wir hatten sie in der Hand, da war sie jedoch nicht geschützt. Somit haben wir nach einer Kameratasche gesucht, die beides verbindet: Schutz und schnell zur Hand“, erklärt Bösendorfer. Zusammen mit seiner Frau Marie, ebenfalls Berufsfotografin, sowie Iris Fritz, von der das Design stammt, und Bettina Chochola, die in ihrer „Lederei“ die Taschen fertigt, wurde aus diesen drei Einpersonenunternehmen die Kooperation „Böse Fritz & Co“ geschaffen. Zum Patent wurde auch der Mechanismus angemeldet, der den Umstieg zwischen Kameragurt und Taschengurt möglich macht. Mit dieser Lösung ist die Kamera sicher verstaut und schnell zur Hand.

„Herr Michl“ besteht aus recyceltem PET-Faschen, Filz und Leder. Diese Kameratasche ist in zwei Größen erhältlich: 25 Zentimeter im Quadrat und zehn Zentimeter dick für 169 Euro und 25 Zentimeter mal 35 Zentimeter und ebenfalls zehn Zentimeter dick für 199 Euro. Die Kick-Start-Serie von etwa 100 Stück ist bereits verkauft und ging mit einer Exportquote von rund 30 Prozent auch nach Deutschland, die USA, England, Italien und Frankreich. Derzeit ist die nächste Serie in Produktion.

Für diese Kameratasche sucht Bösendorfer noch weitere Vertriebspartner. Verhandlungen gibt es bereits mit einem Großhändler für Deutschland und Österreich sowie mit einem Händler in Japan. Weiterentwicklungen für Ferngläser sind bereits in Planung. (hm)

https://herrmichl.com

https://marieundmichael.com

http://www.dielederei.at



29.03.2019
Weinviertler Glasätzer kämpft um das Überleben seines Handwerks

„Immer mehr alte Ätz-Fenstergläser werden durch normale Glasscheiben ersetzt. Wenn das so weitergeht, gibt es bald keine Ätzkünstler mehr“, stellt Werner Goll, der in Österreich als noch einziger die Kunst des Glas- und Spiegelätzens beherrscht, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst bedauernd fest. Wie der Kunst-Handwerker aus Großnondorf betont, sei auch in traditionellen Häusern, wie Museen, kein Geld für die Erneuerung alter Ätz-Fenster oder Spiegel vorhanden.

Dessen ungeachtet kann sich Werner Goll süber zu wenig Arbeit nicht beklagen. Erst kürzlich erhielt er von einer italienischen Familie den Auftrag, die gesamte Glasgestaltung ihres Wiener Palais zu übernehmen. „Es handelt sich dabei um einen großen Auftrag über rund 20.000 Euro. Für mich gibt es immer wieder Arbeit. Aber leider gibt es keinen Nachwuchs, der diesen schwierigen Beruf erlernen will“, erklärt Ätzmeister Goll.

Dabei hat der Weinviertler Künstler seine Berufslaufbahn 1975 nicht als Ätzer-Lehrling sondern als Buchdrucker gestartet. Erst 1983 lernte erl bei einem Ätzmeister verschiedene Kunstarten, von Radierung, Öl- und Lackmalerei bis zur Skulptur- und Glaskunst. Seit 1991 ist Goll freischaffender Ätzmeister, der einfaches Glas in künstlerische Objekte verwandelt. Die Aufträge bekommt er vor allem über das Internet von Privatkunden, aber auch von Firmen, wie Glasereien, Tischlern und Architekten.

Derzeit arbeitet Werner Goll an Objekten für eine große Ausstellung im Herbst. Dabei will er seine Werke noch künstlerischer gestalten: „Ich werde das Glas nicht mehr in Rahmen präsentieren, sondern in Ketten, Eisenreifen oder alten Wagenrädern. Zudem wird das Glas in verschiedenen Ebenen geschmolzen und erst dann geätzt.“

Trotz aller Probleme sieht Ätzmeister Goll positiv in die Zukunft. Einer seiner drei Söhne interessiert sich nämlich für die Ätzkunst und hat, nach Aussage seines Vater, auch das Talent dazu. „Er könnte mein Nachfolger werden. Ich hoffe nur, dass er genügend Aufträge bekommt, um von seinem Beruf auch leben zu können“, wünscht sich Papa Goll. (km)

http://www.goll-glasdesign.at



29.03.2019
Innovatives Landwirte-Ehepaar aus Strengberg produziert biologischen Aroniasaft

Die Aroniabeere, die auch als Apfelbeere bekannt ist, ist zurzeit als Super Food in aller Munde. Das Landwirte-Ehepaar Wolfgang und Doris Dietl aus Strengberg hat die Trend-Beere für sich entdeckt und im Vorjahr die erste Ernte eingefahren. Im November 2016 hatten die beiden, die gemeinsam mit Wolfgangs Eltern einen Schweinemast- und Ackerbaubetrieb führen, mit Hilfe ihrer Familie eigenhändig auf 1,5 ihrer 90 Hektar großen Betriebsfläche 5.000 Aroniasträucher gesetzt. Ein Jahr später haben sie die Blüten abgezupft, so dass die gesamte Wuchskraft in die Wurzeln dringen konnte.

2018 gab es die erste Ernte, die bereits überdurchschnittlich gut ausgefallen ist. „Wir haben 3.200 Kilogramm Beeren geerntet, was eine Saftausbeute von 1.600 Liter 100-prozentigen Direktsaft ergab“, so die Dietls gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Normalerweise kann man mit einem Ertrag von 60 Prozent rechnen. Doch durch die große Trockenheit im Vorjahr ist die Ausbeute etwas geringer gewesen. Dafür war die Qualität sensationell gut, was uns wesentlich wichtiger ist als die Quantität.“

Die Aroniabeere ist eine Pflanzengattung in der Familie der Rosengewächse und wächst als Strauch mit ein bis zwei Metern Höhe. Die erbsengroßen, schwarzen, häufig wachsartig überzogenen Früchte, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können, schmecken süß-säuerlich-herb und ähneln der Heidelbeere. Die Beeren werden getrocknet wie Rosinen, können aber auch zu Marmelade verarbeitet werden.

Die Dietls haben sich auf die Produktion von Aroniasaft spezialisiert. „Aufgrund ihres hohen Gehalts an Flavonoid, Folsäure, Provitamin A, Vitamin B2 und Vitamin K zählt die Aronia in Polen und Russland zu den Heilpflanzen. In den letzten Jahren ist sie auch in unseren Breiten immer beliebter geworden. Wir empfehlen, täglich zwei bis drei Stamperl pur zu sich zu nehmen oder mit Wasser aufzuspritzen. Und dies am besten nach den Mahlzeiten“, erklären die Dietls. „Unsere Kunden schätzen den Saft als Erfrischungsgetränk, aber auch zur Gesundheitsprävention.“

Zurzeit erhält man den Saft bei den Dietls Ab-Hof in einer drei-Liter Bag in Box sowie in Halbliter-Gebinden. Neben dem puren Direktsaft stellen sie gemeinsam mit dem benachbarten Lehof auch einen bekömmlichen Apfel-Aronia-Saft im Ein-Litergebinde her. „Die Biobauern Martin Wagner und Maria Papst sind Freunde von uns. Die beiden haben die Bio-Äpfel und wir die biologischen Aroniabeeren. Um etwas Neues, Qualitätsvolles entstehen zu lassen, tut man sich halt gern zusammen“, berichtet Wolfang Dietl, dessen Aroniabeeren übrigens ab dem Jahr 2020 auch rein Bio sein werden.

Wer das sympathische Landwirte-Ehepaar kennt, weiß, dass es noch keine Grenze sieht, sondern erfolgsorientiert strebsam bleibt. „Ab Herbst bieten wir auch einen Aroniabeeren-Schnaps an. Der muss noch ein wenig reifen und kann erst in zwei bis drei Monaten abgefüllt werden. Außerdem wollen wir ab Oktober auch mit unserer Homepage online gehen“, berichten die beiden, deren Kunden aus allen Generationen und Gesellschaftsschichten kommen - von der Hausfrau bis zum Pädagogen, von der Jungfamilie bis zum rüstigen Senior. Sie alle schwören auf Dietls Direktsaft.

„Als Landwirt musst du heute innovativ sein und dir unbedingt ein zweites Standbein schaffen“, betont Wolfang Dietl, dem dies als Absolvent des Francisco Josephinums in Wieselburg offensichtlich bestens gelungen ist. (dsh)

Familie Dietl, Lampersberg 4, 3314 Strengberg; Tel.: 0664/ 46 14 645