NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1531 vom 5.04.2019

5.04.2019
Industrie ist Wachstums- und Beschäftigungsmotor in Niederösterreich

Ein vor kurzem von der Statistik Austria veröffentlichter Konjunkturbericht über die produzierende Wirtschaft Österreichs unterstreicht einmal mehr, wie wichtig die Rolle ist, die den niederösterreichischen Industrieunternehmen im Wirtschaftskreislauf zukommt. Demnach hat der Wert der 2018 in Niederösterreich abgesetzten Produktion aus dem produzierenden Sektor - der Sachgütererzeugung, Energie- und Wasserversorgung, Erdölförderung, Abfallentsorgung und dem Bauwesen - ein Volumen von fast 49 Milliarden Euro erreicht.

Die dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegende Studie enthält noch weitere beeindruckende Zahlen: Mit einem Anteil von 18,7 Prozent der Betriebe erwirtschaftet Niederösterreich 16,6 Prozent der gesamten in Österreich abgesetzten Produktion. Basis der Erhebungen waren rund 12.500 niederösterreichische Unternehmen, die knapp 159.000 Dienstnehmer beschäftigen. Diese haben im Vorjahr fast 256 Millionen Arbeitsstunden geleistet und eine Bruttoverdienstsumme von mehr als 6,7 Milliarden Euro erzielt.

Erkennbar wird der brummende Konjunkturmotor auch an den Zahlen der Bauwirtschaft, die in Niederösterreich weiter für deutliche Aufwärtssignale sorgt. Nach Berechnungen der Statistik Austria lagen die Auftragsbestände der niederösterreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen Ende Dezember 2018 bei knapp über 2,3 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg um 12,7 Prozent im Vergleich zum Jahr davor gewesen.

Positive Signale kommen in Niederösterreich auch vom Bauproduktionswert. Dieser hat laut Statistik Austria von Jänner bis Dezember 2018 eine Gesamtsumme von fast 7,8 Milliarden Euro erreicht. Damit ist der Wert der technischen Gesamtproduktion in Niederösterreich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 5,7 Prozent gestiegen. (mm)

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5.04.2019
NÖ Wintertourismus gewinnt in zwei Jahren 100.000 Ausländer-Nächtigungen dazu

Für Niederösterreichs Tourismuswirtschaft ist die bald zu Ende gehende Wintersaison 2018/2019 überaus zufriedenstellend verlaufen. Wie die Statistik Austria meldet, haben die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe von Anfang November 2018 bis Ende Februar 2019 ein Nächtigungsplus um 81.400 oder 4,6 Prozent auf rund 1,85 Millionen Übernachtungen erzielt. Diese Zahl ist ein neuer Rekordwert. Auch bei den Ankünften gab es einen Zuwachs um 50.200 oder 7,6 Prozent auf knapp 712.000.

Einen maßgeblichen Beitrag zu dem positiven Ergebnis der Tourismus-Wintersaison leisten die ausländischen Gäste, entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der Statistik über den bisherigen Verlauf der Wintersaison 2018/2019. Denn während die Übernachtungen von Inländern in Niederösterreich nur leicht um 26.100 oder 2,1 Prozent auf knapp über 1,27 Millionen gestiegen sind, gab es bei den Ausländer-Nächtigungen einen signifikanten Zuwachs um 55.300 oder 10,5 Prozent auf 581.000.

Beachtlich fällt der Vergleich mit Wintersaison 2016/17 aus, wo 481.000 Ausländer-Nächtigungen gezählt worden waren. Somit sind in nur zwei Jahren 100.000 Übernachtungen von Ausländern hinzugewonnen worden. (mm)

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5.04.2019
Agrana-Investitionen ufern von Niederösterreich bis nach China aus

Die Aufnahme des Vollbetriebs in der neuen Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf, die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von kristallinem Betain in Tulln sowie weiteres Marktwachstum mit asiatischen Produktionslinien im Segment Frucht sind die drei wichtigsten Vorhaben des Nahrungsmittelkonzerns Agrana für die kommenden beiden Jahre bis Anfang 2021. In einem Interview mit dem Fachmagazin „Chemiereport“ nimmt Vorstandsvorsitzender Johann Marihart zu den Projekten Stellung.

„Im Segment Stärke verdoppeln wir gerade um rund 100 Millionen Euro unsere Kapazitäten zur Erzeugung von Weizenstärke in unserem Werk in Pischelsdorf“, sagt der Agrana-Chef. Die Anlage werde gegen Ende des heurigen Jahres in Betrieb gehen und schon im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 einen positiven Beitrag zum Jahresergebnis liefern. Nachgefragt werde Weizenstärke hauptsächlich von der Papier- und Kartonindustrie. Diese benötige mehr Weizenstärke, weil der Verpackungsbedarf im Versandhandel zunimmt.

Im Rahmen eines Joint-Ventures mit dem US-amerikanischen Zuckerrübenveredler Amalgamated Sugar Company wird die Agrana in der Zuckerfabrik Tulln eine Anlage zur Produktion von kristallinem Betain errichten. „Wir investieren dort – jeweils zu gleichen Teilen – 40 Millionen Euro in das Projekt“, so Marihart. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden, „was kein Problem sein sollte“, wird der Bau noch im Frühjahr starten und rund ein Jahr dauern. Das aus Zuckerrübenmelasse gewonnene Betain ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in Futter- und Nahrungsergänzungsmitteln, in Sportgetränken und Kosmetikartikeln Verwendung eingesetzt wird.

Mit einem Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro hat die Agrana erst kürzlich eine zweite Fabrik für Fruchtzubereitungen in der chinesischen Stadt Changzhou, 150 Kilometer nordwestlich von Shanghai, in Betrieb genommen. „Unser Wachstum wird nämlich vor allem in Asien stattfinden“, erklärt Marihart. So sei China inzwischen der größte Joghurt-Markt der Welt geworden. Neben dem Joghurt gehe es dort aber auch um Spezialitäten, wie backfeste Füllungen, und um Food-Service-Unternehmen, die von der Agrana mit Fruchtzubereitungen beliefert werden. „Systemgastronomieketten, wie Starbucks und McDonald´s, stellen zum Frühstück auch Fruchtiges auf den Tisch“, berichtet Marihart. (mm)

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5.04.2019
In der heimischen Musikwirtschaft stĂĽrmt das Streaming an die Spitze

Musik-Streaming ist im letzten Jahr erstmals zum größten Umsatzsegment geworden, teilt Christian Wagner, Mitglied der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ), dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Mit einem neuerlichen kräftigen Umsatzplus von 58,3 Prozent auf 51,6 Millionen Euro ist Streaming zum größten Umsatzgeber am heimischen Musikmarkt aufgestiegen und sorgt nun schon für 46 Prozent des Gesamtumsatzes“, stellt er fest.

Für die heimischen Labels und Verlage sei das aus mehreren Gründen eine Herausforderung. Zum einen seien es völlig neue Marketing- und Vertriebswege erforderlich, um potentielle Konsumenten des eigenen Repertoires zu erreichen. Klassische Werbung und der Vertrieb im Plattengeschäft seien längst nicht mehr zeitgemäß. Und zum anderen habe insbesondere für kleine Labels die Abwicklung der Streamings mit den einzelnen Musikgruppen einen riesigen Aufwand zur Folge. Eine Monatsrechnung hat nun hundert- oder tausendmal mehr Zeilen als vorher. „Da kommen in kurzer Zeit Datenmengen zusammen, die bestehende Abrechnungssysteme in die Knie zwingen können“, betont Wagner. Das Workshop-Angebot der WKNÖ werde sich daher, meint Christian Wagner, künftig verstärkt dem Thema Streaming widmen.

Als nächste große Herausforderung der heimischen Musikwirtschaft nennt Christian Wagner die Durchsetzung des Europäischen Urheberrechts: „Durch Facebook, Instagram und Youtube wird die Gratiskultur nicht nur verstärkt, sondern es werden zunehmend Inhalte ohne Zustimmung der Urheber veröffentlicht, bearbeitet oder gar kommerziell genutzt. Das führt im Extremfall dazu, dass man Geld mit fremden Werken verdient, ohne dass die tatsächlichen Urheber davon Kenntnis haben und etwas dagegen unternehmen können.“ Jedenfalls würden die Zugriffe auf die entsprechende Plattform steigen. Die Copyright Directive soll hier Abhilfe schaffen und das Urheberrecht in Europa moderner und für die Onlinewelt fit machen sowie faire Entgelte für Kreative sicherstellen, wenn ihre Werke im Netz verfügbar gemacht und genutzt werden.

Zuletzt war eine massive Lobbying-Schlacht zu beobachten und speziell die Internetriesen Google/YouTube/Facebook & Co. fuhren eine beispiellose Kampagne, um diese für ihre satten Gewinne so gefährliche EU-Richtlinie zu verhindern. Diese Kampagnen haben leider gefruchtet. Viele Nutzer und Konsumenten der Sozialen Medien verstehen nicht, warum es demnächst einen Uploadfilter gibt oder man das private Video nicht mehr mit dem Lieblingssong untermalt hochladen darf. Es wird gar schon von Zensur und dem Ende der Meinungsfreiheit gesprochen. Es müsste daher rasch eine Gegenkampagne geben, die den Sinn und die Notwendigkeit eines starken Urheberrechts vermittelt.“

153,3 Millionen Euro sind am österreichischen Musikmarkt im Jahr 2018 erwirtschaftet worden. Das waren um 5,5 Prozent mehr als im Jahr 2017. Erstmals liegen in Österreich die Umsätze der Online-Musikangebote vor den physischen Tonträgern. Die Musikwirtschaft in Niederösterreich besteht zurzeit aus 207 Betrieben, wovon etwa 80 Prozent Ein-Personen-Unternehmen sind. (dsh)

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5.04.2019
Neues Militärgymnasium in Wiener Neustadt kostet 30 Millionen Euro

Die Errichtung der Infrastruktur für die „Berufsbildende Höhere Schule für Führung und Sicherheit“ in Wiener Neustadt – allgemein bekannt unter dem Namen „Militärgymnasium“ – wird rund 30 Millionen Euro kosten. Diese Investition finanziert das Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV). Darüber hinaus trägt es auch die Kosten des Schulbetriebs und diverser außerschulischer Aufwendungen, inklusive Schülerheim. Das teilt Verteidigungsminister Mario Kunasek in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des NÖ Nationalratsabgeordneten Rudolf Plessl von der SPÖ mit.

Im Zuge der Errichtung des Militärgymnasiums in Wiener Neustadt ist auch die Adaptierung der Daun-Kaserne im Akademiepark südlich der Burg vorgesehen. „Die Planung des Neubaus beginnt noch heuer, Baubeginn ist voraussichtlich 2020, und die Fertigstellung soll 2022 erfolgen“, gibt Kunasek bekannt. Die anfallenden Personalkosten für Lehre und Fortbildung übernimmt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF). (mm)

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5.04.2019
Niederösterreichs Fleischer kredenzen zum Osterfest allerlei Schinkenspezialitäten

Herr und Frau Niederösterreicher lieben es zu Ostern traditionell. „Vor allem Schinken in allen Variationen sind besonders gefragt, wenn es darum geht, was auf den Ostertisch kommt. Und da kommen die Leute gern zu uns und lassen sich beraten“, teilt der Bundes- und Landesinnungsmeister der Fleischer, Rudolf Menzl, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Die 276 Fleischer mit ihren 2.905 Mitarbeitern im Land – wovon 65 Lehrlinge sind – bieten ihren Kunden eine unglaublich umfangreiche Auswahl an Schinkenvariationen an. Fast jeder Betrieb produziert eigene Dekorschinken. Das Angebot reicht von Spargel-, Bärlauch- und Chili- über Kren- und Obers- bis zu Pfeffer- und Honig-Schinken. „Nach wie vor hoch im Kurs stehen aber auch Schinkenklassiker, wie Press-, Krusten-, Bein- und Puten-Schinken“, erklärt Rudolf Menzl. „Viele Kunden lassen sich auch Platten von uns zusammenstellen.“

Darüber hinaus finden sich auf den heimischen Osterfesttagstischen auch Geselchtes, Schweine- und Rinderbraten, aber auch Schinken im Brotteig, Faschierter Braten mit Ei, Rindsrouladen oder Kalbsrollbraten. „Heuer, wo Ostern relativ spät ist, wird das Grillen bereits eine Rolle spielen. Hier bietet sich traditionell vor allem Lamm- und Schweinefleisch an“, so Rudolf Menzl. „Doch wie immer man sich auch entscheiden mag, Vorbestellungen nehmen alle unsere Betriebe gern entgegen. Und den einen oder anderen Zubereitungstipp geben wir natürlich auch gern. Schließlich soll Ostern auch kulinarisch ein wahres Fest werden.“ (dsh)

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5.04.2019
Trotz Niederwasser boomt die Personenschifffahrt auf der Donau ungebremst

Während der 2018 lang anhaltende niedrige Wasserstand der Donau die Jahresbilanz der Frachtschifffahrt empfindlich eingetrübt hat, konnte sich die schon seit Jahren boomende Personenschifffahrt ungebremst weiter entwickeln. Ging im Güterverkehr die Zahl der an den neun österreichischen Donaukraftwerken geschleusten Frachtschiffe um 19,1 Prozent auf 61.770 deutlich zurück, so gab es beim Personenverkehr einen deutlichen Zuwachs. Im Vorjahr ist die Zahl der Schleusungen nationaler und internationaler Linien-, Charter- und Flusskreuzfahrtschiffe im Vergleich zu 2017 um 7,1 Prozent auf 47.141 gestiegen. (mm)

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5.04.2019
VAMED AG verzeichnet größtes Wachstum ihrer Unternehmensgeschichte

Der Gesundheitsdienstleister VAMED Vitality World, der in Niederösterreich die Therme Laa, das ihr angeschlossene Wellness-Resort „Silent Spa“ sowie das Wohlfühl- und Gesundheitszentrum „la pura“ für Frauen in Gars/Kamp betreibt, baut seine Marktposition weiter aus. Im Geschäftsjahr 2018 haben die Thermen- und Gesundheitsresorts des Unternehmens im In- und Ausland mehr als 3,2 Millionen Eintritte verzeichnet. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst erfahren hat, waren das um rund 100.000 Eintritte mehr als 2017.

Die VAMED Vitality World ist eine Tochter der international tätigen VAMED AG, die Gesundheitseinrichtungen in 88 Staaten der Welt entwickelt, plant, errichtet und betreibt. „2018 haben wir das größte Wachstum unserer Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler bei der Vorlage der Bilanzzahlen. Im Vorjahr hat der Umsatz der VAMED – auch durch Zukäufe – um 38 Prozent auf fast 1,7 Milliarden Euro zugenommen, das Betriebsergebnis EBIT um 45 Prozent auf 110 Millionen Euro und der Auftragsstand um 13 Prozent auf mehr als 2,4 Milliarden Euro.

Unter Einbeziehung sämtlicher Betriebe, für die die VAMED in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika die Gesamtverantwortung trägt, war sie im Jahr 2018 für mehr als 27.000 Mitarbeiter und 2,2 Milliarden Euro Geschäftsvolumen verantwortlich. In Summe hat das Unternehmen bisher mehr als 900 Projekte in den Geschäftsfeldern medizinische Versorgung und Gesundheitstourismus realisiert. Als technischer Dienstleister betreut die VAMED derzeit 840 Gesundheitseinrichtungen mit rund 193.000 Betten. (mm)

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5.04.2019
BrĂĽnner Sicherheitstechnik-Messe auch in Ă–sterreich zunehmend gefragt

Die Zunahme aussergewöhnlicher Naturereignisse, wie starke Stürme, Hochwasser oder durch Blitzschlag ausgelöste Brände, aber auch die vor kurzem von der Exekutive veröffentlichte Kriminalstatistik verdeutlichen, weshalb das Thema Sicherheit immer mehr Menschen bewegt. Deshalb lösen einschlägige Informationsveranstaltungen wachsendes Publikumsinteresse aus. Eine davon ist die internationale Abwehr- und Sicherheitstechnik-Messe IDET, die gemeinsam mit der Feuerwehrtechnik-Messe PYROS sowie der Polizei- und Kriminalwesen-Messe ISET schon zum 15. Mal vom 29. Mai bis 1. Juni 2019 in Brünn stattfinden wird.

An der letzten IDET-Auflage 2017 hatten 388 Unternehmen aus 30 Ländern teilgenommen. Fast 33.000 Fachbesucher kamen aus 48 Staaten, um sich über die vielfältigen Aspekte zum Thema Sicherheit informieren zu lassen. Sowohl die Zahl der Besucher, als auch die der Aussteller aus Österreich ist im Steigen. Für Betriebe aus Österreich, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren wollen, organisiert die Wirtschaftskammer Österreich einen Gruppenstand.

Als „Fenster zum Nachbarn“ wird die Brünner Messe immer wichtiger, zählt doch die nahe der Grenze zum Wein- und Waldviertel gelegene Stadt Brünn neben München und Wien zu den größten Messestandorten in Mitteleuropa. Jedes Jahr finden hier mehr als 50 Fach- und Publikumsmessen statt, die von bis zu 780.000 Personen aus Tschechien und aus dem Ausland besucht werden. Mit 45 Millionen Euro Einnahmen und einem Gewinn von 6,6 Millionen Euro vor Steuern hat die Messe Brünn AG 2018 ihr bestes Geschäftsjahr seit 2008 erwirtschaftet.

Eine besondere Bedeutung aus niederösterreichischer Sicht haben in Brünn die Internationale Tourismusmesse „GO/Regiontour“, wo sich die NÖ Landestourismusorganisation NÖ Werbung, die einzelnen Urlaubsdestinationen sowie die NÖ Landesausstellungen mit ihrem Angebot präsentieren sowie die Internationale Maschinenbaumesse MSV – mit 81.000 Besuchern aus 57 Staaten die größte und wichtigste in Mitteleuropa - und die alle zwei Jahre stattfindende Agrar-Fachmesse „Techagro“. (mm)

http://www.bvv.cz/de/idet

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5.04.2019
Neue Kindersicherung an Fenstern und TĂĽren mit werkzeugloser Montage

Seit seinem 20. Lebensjahr entwickelt der gelernte Betriebsschlosser Michael Veigl aus Strengberg im Bezirk Amstetten Produkte, die vielen Menschen den Alltag erleichtern sollen. Inzwischen hält er schon 15 Patente, ein weiteres ist angemeldet und eines noch in Prüfung. Seit dem Vorjahr ist die Kindersicherung von Fenstern ISI SAFE auf dem Markt und sowohl im Möbel- und Fachhandel sowie online über die Firmenhomepage des Daniel Düsentriebs aus dem Mostviertel erhältlich.

„Ich mag es nicht, wenn es für Alltagsprobleme keine Lösung gibt“, erklärt der zweifache Familienvater, der sich im Jahr 2010 mit der Firma Secvel Technologies GmbH selbständig gemacht hatte, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Deshalb löse ich mit Leidenschaft Probleme dadurch, dass ich Produkte erfinde, die das Leben einfacher und vor allem sicherer machen“, sagt der 46jährige Erfinder, dessen Portfolio laut eigenen Angaben mehr als 100 Ideen umfasst. „Meine Schublade ist also mit weiteren Plänen gefüllt, denn eine Erfindung kommt selten allein“.

Wie ist der neuesten Coup mit der speziellen Kindersicherung zustande gekommen? „Die Idee dazu kam mir aus der Sicht des Mangels an vernünftigen Fenster-, Balkon- und Terrassentürensicherungen auf dem Markt“, berichtet Michael Veigl „Meine Erfindung, die aus hochwertigem Polycarbonat hergestellt wird, unterscheidet sich von herkömmlichen Produkten dadurch, dass man sie mit Dreifach-Systemverriegelung einfach und ohne Werkzeug nur mittels Verklemmung am Fenster- oder Türflügel montieren kann und dass sie sowohl bei geschlossenem als auch bei gekipptem Fenster zu verwenden ist“. Das gelte natürlich auch für Balkon- und Terrassentüren.

„Herkömmliche Kindersicherungen funktionieren häufig nur im geschlossenen Zustand oder erfordern einen kostspieligen Umbau der Fenstergriffe, der aber dauerhafte Beschädigungen durch Bohren, Schrauben oder Kleben auslösen kann“, meint Michael Veigl. Die rasche Demontage mache es zudem möglich, ISI Safe auch in den Urlaub mitzunehmen. In den meisten Hotels seien nämlich noch immer weder Fenster noch Balkon- oder Terrassentüren gesichert. Die Kindersicherung aus dem Mostviertel gibt es zusätzlich zur weißen Ausführung auch in einer glasklaren, vollkommen transparenten Version, die sich an die verschiedenen Fensterfarben anpasst.

Von abschließbaren Fenstergriffen hält Michael Veigl übrigens nichts. „Denn immer dann, wenn man das Fenster öffnen oder kurz lüften möchte“, sagt er, „muss man bei abschließbaren Fenstergriffen zuerst auf Schlüsselsuche gehen. Oder was macht man, wenn es zu einer Notsituation kommt und der einzige Fluchtweg über das Fenster oder die Balkontüre versperrt ist ? Durch ISI SAFE erhalten Kinder und Kleinkinder ein Mehr an Sicherheit und Schutz im täglichen Leben. Und worauf wir sehr stolz sind: Wir konnten die Produktion in Österreich halten. ISI SAFE ist somit MADE in AUSTRIA!“ (dsh)

http://www.isi-safe.com



5.04.2019
Stockerauer Firma bietet Schulen Alternative zu WhatsApp und Co

Nachdem die auf die Entwicklung von Computerprogrammen spezialisierte Stockerauer Firma Untis GmbH schon ein EDV-Klassenbuch und eine Stundenplan-Software herausbracht hat, gibt es demnächst mit dem „WebUntis-Messenger“ ein neues Nchrichtenforum als Alternative zu WhatsApp und Co. „Der WebUntis-Messenger erlaubt bedenkenloses kommunizieren mit KollegInnen und SchülerInnen. Da unser neuer EDV-Nachrichtendienst komplett in WebUntis integriert ist, braucht man keine privaten Telefonnummern oder E-Mail-Adressen mehr“, erklärt Geschäftsführer Christian Gruber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Im neuen WebUntis-Messenger kann man, wie in anderen Apps, mittels Chat kommunizieren. „Es ist möglich, private Konversationen zu führen oder in Gruppen gemeinsam mit mehreren Personen der Schule zu chatten. Das Schulpersonal kann aber auch Ankündigungen an alle verschicken, ohne dass Schüler direkt darauf antworten können“, teilt Co-Firmenchef Thomas Kofler mit.

Im letzten Jahr erreichte das Stockerauer Unternehmen ein Umsatzplus von rund 20 Prozent. Dazu beigetragen hat ein Großauftrag von allen ca. 400 Schulen in der deutschen Großstadt Hamburg, die Untis-Produkte für die Erstellung von Stundenplänen, Vertretungen, Statistiken etc, verwenden. Neu ist derzeit ein ähnlicher Auftrag für die Schulen in Nürnberg. In Österreich sind bereits alle Bundesschulen Untis-Kunden. Als besonders gefragt nennt Thomas Kofler dabei das Klassenbuch. „Aber auch die Verwendung der Untis Apps boomt.“

Um den vielen Nachfragen gerecht zu werden, sucht Untis ständig neue Mitarbeiter. Zu den bisher 60 Beschäftigten kommen derzeit pro Jahr etwa zehn hochqualifizierte Personen hinzu, meist aus der Umgebung. Um das Wachstum zu bewältigen, hat die Stockerauer Firma im Vorjahr um fünf Millionen Euro ein neues Bürogebäude errichtet, das mit dem österreichischen Holzbaupreis ausgezeichnet worden ist.

Ziel des Spezialbetriebs ist es, immer mehr Funktionen für die Anwendung im Web verfügbar zu machen. Zuletzt soll man standortunabhängig, nicht nur vom PC, sondern auch von Tablets oder Smartphones darauf zugreifen können. (km)

http://www.untis.at



5.04.2019
Motorsägenhalterung aus dem Waldviertel sorgt auch in Neuseeland für Sicherheit

Voll der Arbeitssicherheit hat sich die Cepak GmbH in Weitra, Bezirk Gmünd, mit der Marke Toolprotect verschrieben. Mit einer flexiblen und unzerstörbaren Motorsägenhalterung sollen eine sichere Handhabe und ein sicherer Transport gewährleistet sein. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont Geschäftsführer Christoph Cepak, dass seine Produkte auch in Japan und Neuseeland sehr begehrt seien. Beim NÖ Innovationspreis 2018 ist diese Motorsägenhalterung mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden.

„Mit Motorsägen gibt es immer wieder Arbeitsunfälle, dem wollte ich mit einer sicheren Halterung für Arbeitspausen und den Transport begegnen. Da ich auch noch als Unternehmensberater in der Kunststofftechnik arbeite, habe ich diese Halterung aus dem Kunststoff PUR (Polyurethanresin) entwickelt“, erklärt Cepak. Inzwischen ist sie auch CE zertifiziert. Haupteinsatzgebiet sind die Forstwirtschaft, die Landwirtschaft und die Baumpflege.

Die Motorsägenhalterung, die ab 100 Euro erhältlich ist, kann in sieben Hauptfarben geordert werden. Zusätzliche Farben sind auf Kundenwunsch möglich. Produziert wird bei einem Partnerbetrieb, ebenfalls im Waldviertel. Im Angebot sind etwa 50 Artikel mit den verschiedenen Größen der Motorsägenhalterung und deren Farbvarianten sowie entsprechendes Zubehör. Die neueste Entwicklung ist ein Kanisterhalter, der der menschlichen Faust nachempfunden ist und Kanister unterschiedlicher Größe sicher beim Transport oder beim Arbeiten fixiert.

Die Exportquote beträgt 90 Prozent. Beliefert werden Zentraleuropa, Japan und Neuseeland. Mit zwei Mitarbeitern peilt das Start-up-Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 200.000 Euro an. (hm)

http://www.toolprotect.at



5.04.2019
Smart Home: Red Zac hat alles unter einem Dach

„In der digitalen Zukunft, die dann auch im Smart Home Einzug gehalten haben wird, wird es von unseren Mitgliedsbetrieben Planung, Projektierung und Installation geben“, erklärt Alexander Klaus, Geschäftsführer von Euronics Austria, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Euronics, bekannt unter dem Markennamen „Red Zac“ mit der Kooperationszentrale in Biedermannsdorf bei Mödling, hat demnach viel vor, wenn es darum geht, dass bekannte Themen, wie Ressourcenschonung und E-Mobilität in der breiten Öffentlichkeit ankommen. „Je smarter das Heim ist“, so Klaus, „desto komplexer sind auch die smarten Herausforderungen. In dieser Situation sind dann oft Berater erforderlich, die vor Ort sind und die nicht nur von den Produkten etwas verstehen, sondern auch firm in Sachen Installation sind.“

Konkret nennt Klaus das Beispiel von glatten Oberflächen in einem Haushalt. „Auf der internationalen Funkausstellung in Berlin wurde es schon gezeigt: Im Badezimmer beispielsweise sehe ich im Spiegel die aktuellen Wetterberichte oder am Backrohrfenster die Nachrichten des Tages. Der Kunde ist flexibel, möchte zu den von ihm bestimmten Zeiten bestimmte Informationen haben, und das kann nicht mehr alles nur durch eine simple App gesteuert werden“. Ein anderes Beispiel sind Elektro-Autos. Die Installateure der Mitgliedsbetriebe können Aufladestationen den persönlichen und regionalen Anforderungen gemäß errichten.

Diese Vielfalt der Tätigkeiten im digitalen Umfeld könne Red Zac als Arbeitgeber wieder attraktiver machen. „Momentan fehlt oft geeignetes Fachpersonal, also junge Menschen, die Freude am Beruf haben“, so Klaus. Neben den Zukunftschancen nennt der Geschäftsführer als Vorteil, dass es sich bei den Mitgliedsbetrieben um eigentümergeführte Unternehmen handelt, die sich engagieren, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt, was auch dem Weltbild so mancher junger Menschen entsprechen würde.

Insgesamt gibt es derzeit in Niederösterreich 50 Red Zac Unternehmen, 230 sind es in ganz Österreich. Es sind Fachbetriebe für Elektrohandel, wovon die meisten auch die Konzession zur Elektroinstallation haben. Diese Zahl hat sich über die letzten Jahre hinweg kaum verändert. Das gleiche gilt für den Umsatz, der aktuell österreichweit bei 700 Millionen Euro liegt. „Allerdings müssen die Unternehmen heute um 30 Prozent mehr Fernseher verkaufen, damit sie zum gleichen Umsatz kommen wie vor zehn Jahren. Das bedeutet einen enormen Preisdruck und einen dramatischen Preisverfall“, so Klaus.

In der Konsequenz werden kaum noch Fernseher verkauft, der Fokus liegt auf großer Weißware. „Fernseher sind heutzutage selbsterklärend und werden oft gleich mit nach Hause genommen. Zudem stellen sie insgesamt ein Auslaufmodell dar, während Streamingdienste boomen“, sagt Alexander Klaus. Dagegen seien der Transport und der Anschluss einer Waschmaschine noch immer eine Herausforderung. (jm)

http://www.redzac.at