NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1555 vom 20.09.2019

20.09.2019
In NĂ– wird schon jedes zweite neue Unternehmen von einer Frau gegrĂĽndet

Rund 400 Firmenchefinnen von Betrieben aus ganz Niederösterreich werden am 2. Oktober im Sparkassensaal Wiener Neustadt erwartet, wo das mittlerweile 42. „Unternehmerinnenforum“ über die Bühne geht. Veranstaltet wird es von der Arbeitsgemeinschaft „Frau in der Wirtschaft“ der NÖ Wirtschaftskammer. Das alljährlich stattfindende Unternehmerinnenforum, das heuer unter dem Motto „Wir starten durch!“ steht, bietet den Teilnehmerinnen ein bunt gemischtes informatives Programm mit Workshops, Info-Ständen, Kinderbetreuung und der Gelegenheit zum Netzwerken.

Nach der Eröffnung des Unternehmerinnenforums durch die neue Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ Vera Sares diskutieren in einer Interviewrunde über das Thema „Frauenpower“ die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl, NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Martha Schulz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und „Frau in der Wirtschaft“-Bundesvorsitzende. Geleitet wird die Diskussion von der bekannten Moderatorin Bettina Kerschbaumer-Schramek.

In Niederösterreich tragen mehr als 45.000 aktive Unternehmerinnen erheblich zur Wirtschaftsleistung des Landes bei. Mehr als 40 Prozent aller Kammermitglieder sind bereits weiblich. Jedes dritte Unternehmen in Niederösterreich wird von einer Frau geführt und jedes zweite Unternehmen im Land von einer Frau gegründet. 2018 haben 4.500 Frauen neue Betriebe in Niederösterreich geschaffen. Die höchsten Frauenanteile finden sich u. a. bei den Friseurinnen, den Fußpflegerinnen, Kosmetikerinnen und Masseurinnen sowie im Direktvertrieb, im Modehandel und im Kunsthandwerk. (mm)

http://wko.at/noe/fiw

http://www.unternehmerin.at



20.09.2019
NÖ-CARD bringt Bädern Zusatzbesucher in einer durchwachsenen Saison

Dass die Niederösterreich-CARD in der warmen Jahreszeit Menschen in die Freibäder lockt, teilweise sogar von weit her, ist zwar unbestritten, aber auch in einem Rekordsommer gibt es in den Regionen unterschiedlich viele Sommertage. Bei Badbetreibern in den einzelnen Landesvierteln hat sich der NÖ Wirtschaftspressedienst zu deren Sommerbilanz umgehört.

Heuer ist der Mai kalt gewesen. Dann gab es zwar im Juni einige heiße schöne Tage und vor allem in den Ferienmonaten auch Hitzetage, aber wie Karl Stradner vom Bad in Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf sagt, „was wir nicht bis zum Ferienbeginn eingenommen haben, ist über den Sommer nicht mehr aufzuholen. Denn dann fahren viele ans Meer, und nach ihrer Rückkehr gehen sie nicht mehr unbedingt ins Bad, vor allem nicht in jene Bäder, für die eine Anreise notwendig ist, was bei der NÖ-CARD in der Regel der Fall ist.“

Ähnlich vorsichtig ist die Leiterin des Thermalbades Bad Vöslau Carina Hochebner. Sie hat konkrete Zahlen. Von den 145.000 Besuchern des Jahres 2018 sind 2.047 mit der NÖ-CARD ins Bad gekommen. Heuer waren es bis zum 12. September 136.000 Besucher, davon 1.928 mit der NÖ-CARD. „Die Karte ist gut, sie wirkt. Viele nützen sie jedenfalls für einen Erstbesuch, und insgesamt bin ich mit der Saison sehr zufrieden“, so Hochebner.

Warum ihr Jubel gedämpft ausfällt, erklärt sie so: „Wetter-Apps sind unsere Gegner. Wenn dort Gewitter oder Schlechtwetter vorhergesagt wird, kommen die Menschen nicht ins Bad. Das gilt auch dann, wenn es letztlich doch ein sonnenreicher Tag wird. Während Juli und August überwiegend schönes Wetters hatten, waren gerade die Wochenenden oft nicht so einladend.“

Josef Wiesinger vom Erlebnisbad Gars am Kamp im Waldviertel ist grundsätzlich mit der heurigen Saison zufrieden gewesen. Es führt das auf eine gute Auslastung zurück und darauf, „dass Besucher aufgrund der NÖ-CARD auch von weither kommen. Aus unseren Nachfragen nach der Postleitzahl wissen wir, dass die Leute jedenfalls gern einen Gratis-Erstbesuch nutzen und dafür auch eine weite Anfahrt in Kauf nehmen, denn viele sind aus Wien.“

Uneingeschränkt zufrieden zeigt sich Sandra Roseneder, Seebad-Chefin in Lunz am See im Mostviertel. „Wir sind noch nicht so lange bei der NÖ-CARD dabei, aber ich schätze“, sagt sie, „dass heuer rund 20 bis 25 Prozent mehr Leute mit der Karte gekommen sind als letztes Jahr“. Als Grund nennt Roseneder die gute Entwicklung der gesamten Tourismusregion, wie etwa mit dem Ybbstal Radweg. „Am Ende des Tages kommen viele - und gerade solche mit der NÖ-CARD - zu uns ins Bad. Auch wenn wir nur vier Euro für den Eintritt verlangen, so ist der kostenlose Eintritt kurz vor Badeschluss sicher eine Motivation. Für uns jedenfalls hat sich die NÖ-CARD bezahlt gemacht.“ (jm)

http://www.niederoesterreich-card.at



20.09.2019
Klosterneuburger Essl Museum wird zum „Fort Knox“ für Albertina-Kunstschätze

Das ehemalige Essl Museum in Klosterneuburg, das im Juli 2016 den Ausstellungsbetrieb eingestellt hat und seitdem geschlossen ist, wird ein Hauptdepot für die Objekte aus dem Bestand des Wiener Kunstmuseums Albertina. Das bestätigt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf eine entsprechende Anfrage. „Zurzeit lagern im Essl Museum rund 7.000 Kunstgegenstände, die zum Großteil aus der Sammlung der Familie Essl stammen“, sagt Schröder. Damit sei das Gebäude zu etwa einem Drittel gefüllt. In der Folge soll es mit weiteren Werken aus der Albertina-Sammlung bestückt werden, kündigt Schröder an.

Seit Herbst 2018 ist die Haselsteiner-Familien-Privatstiftung vollständige Eigentümerin des Essl Museums. Fünf Millionen Euro hat die Gesellschaft des Industriellen und Ex-Politikers Hans Peter Haselsteiner in notwendige Umbauarbeiten an dem 20 Jahre alten Museumsbau im Klosterneuburger Stadtteil Weidling investiert. Die Albertina ist Mieter der Räumlichkeiten.

„Vor allem die Sicherheitstechnik am und im Gebäude mussten wir massiv aufrüsten. Denn es kommen dort immer mehr Objekte mit großem Wert hinzu“, erklärt Schröder. Zuvor konnte man das Essl Museum ohne genaue Personenkontrolle betreten.

Das Essl Museum war das größte Privatmuseum Österreichs und zählte als Museum für zeitgenössische Kunst zu den wichtigsten in Europa. Den zentralen Kern der Sammlung des Ehepaars Karlheinz und Agnes Essl bildet die österreichische Malerei ab 1945. Darüber hinaus gibt es zeitgenössische Exponate aus Europa, USA, Australien, Südamerika und Asien. (mm)

http://www.essl.museum

http://www.albertina.at



20.09.2019
Mostviertler ERTL Glas erzielt mit mehr Umsatz ein leichtes Gewinnplus

Die ERTL Glas AG mit Sitz in Amstetten hat 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 46,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Wachstum um rund 1,4 Millionen Euro oder 3,1 Prozent gegenüber der Vorperiode. Das in der Bilanz ausgewiesene Ergebnis vor Steuern ist leicht um einen Prozentpunkt auf knapp 3,6 Millionen Euro gestiegen. Diese Angaben entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz.

Das Mostviertler Industrieunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Verbundsicherheitsglas, Isolierglas, Schallschutzglas und emailliertem Glas. 30 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaftet die ERTL Glas AG im Ausland, mehrheitlich in Märkten der Europäischen Union. 2018 hat das Unternehmen im Jahresdurchschnitt 278 Personen beschäftigt, davon 219 Arbeiter und 59 Angestellte.

Neben ihrem Hauptwerk in Amstetten produziert die ERTL Glas AG in Österreich noch in Pischelsdorf in der Oststeiermark sowie im Ausland in Glasfabriken in Tschechien und Slowenien. Zur ERTL Glas-Gruppe gehört auch das Hotel Exel in Amstetten. Die lange Zeit gehaltene Beteiligung am Photovoltaik-Modulerzeuger ertex solartechnik wurde mit Wirkung vom 30. September 2018 verkauft. (mm)

http://www.ertl-glas.at



20.09.2019
NÖ Betriebe zeigen auf Europas größter Maschinenbau-Messe Flagge

Auch heuer werden wieder zahlreiche Betriebe aus Niederösterreich an der 61. Internationalen Maschinenbaumesse MSV in Brünn - der größten und wichtigsten ihrer Art in Mitteleuropa - teilnehmen. Verantwortlich dafür ist die wachsende wirtschaftliche Verflechtung beider Länder. Denn mit einem Volumen von rund 1,33 Milliarden Euro war Tschechien 2018 für Niederösterreichs Unternehmen das zweitgrößte Exportland – knapp vor dem drittplatzierten Ungarn. Rund 40 Prozent aller österreichischen Ausfuhren nach Tschechien entfallen auf den Sektor „Maschinen und Verkehrsmittel“.

Mehr als 1.600 Aussteller und rund 80.000 Besucher aus aller Welt werden zu dem Branchentreff vom 7. bis 11. Oktober auf dem Brünner Messegelände erwartet. Aus niederösterreichischer Sicht zeigen vor allem Betriebe aus dem Industrieviertel Präsenz. Auf der MSV 2019 mit dabei sind die Unternehmen HASCO Austria aus Guntramsdorf, Piovan Central Europe aus Brunn/Gebirge, E-M-M-A GmbH aus Wiener Neudorf, die Stanzbiegetechnik GmbH aus Wöllersdorf, die Wittenstein GmbH aus Leobersdorf sowie die Peter Ofner GmbH aus Weikersdorf am Steinfelde. Auch das Familienunternehmen Luger aus Purkersdorf und der Waldviertler Kunststoffhersteller asma aus Weitra werden sich in Brünn mit ihrem Leistungsangebot dem Fachpublikum vorstellen. (mm)

http://www.bvv.cz/de/msv



20.09.2019
Auf der Donau östlich von Wien schwimmen die größten Frachtmengen

So wie in den Jahren zuvor war auch 2018 der 46 Kilometer lange Donauabschnitt zwischen Wien und der Staatsgrenze mit der Slowakei bei Wolfsthal jener, auf dem Frachtschiffe die größten Mengen befördert haben. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst einer nach Stromabschnitten gegliederten Güterverkehrsstatistik der Wasserstraßengesellschaft viadonau entnimmt, sind im Vorjahr auf der Donau zwischen der österreichisch-slowakischen Grenze und Wien fast 5,7 Millionen Tonnen transportiert worden. Davon „schwammen“ 4,2 Millionen Tonnen stromauf und 1,5 Millionen Tonnen stromab.

Das Güterverkehrsaufkommen auf Österreichs größtem Fluss zeigt ein deutliches Ost-West-Gefälle. Denn auf den 63 Kilometern zwischen dem oberösterreichischen Aschach und Passau in Bayern haben die Frachtschiffe 2018 nur knapp 2,6 Millionen Tonnen befördert. Damit übertrifft die über die Donau-Grenze im Osten verschiffte Gütermenge jene im Westen um 120 Prozent.

Dichtbefahren – wenngleich mit erkennbarem Abstand zum Spitzenreiter – waren 2018 auch die Donauabschnitte zwischen Wien und Korneuburg mit fast 5,2 Millionen Tonnen, Korneuburg und Pischelsdorf (4,8 Millionen Tonnen) sowie Pischelsdorf und Krems (4,7 Millionen Tonnen). Wie die viadonau errechnet hat, sind im Vorjahr auf der österreichischen Donau jeden Tag durchschnittlich 19.347 Tonnen Güter transportiert worden. Das entspricht einer Ladung von 774 Lkw zu je 25 Nettotonnen oder 484 Eisenbahnwaggons zu je 40 Nettotonnen. (mm)

http://www.viadonau.org



20.09.2019
online-Rechnungsprogramm erleichtert Kleinunternehmern die Arbeit

Ein einfach online zu verwaltendes Rechnungsprogramm mit dem Namen AlphaBill hat die Einpersonenunternehmerin Veronika Nagy mit ihrer Firma AlphaBits e. U. in Mödling entwickelt. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärt, habe sie diese Software speziell für Mikrounternehmen geschaffen, um ihnen das Leben zu erleichtern.

„Entstanden ist AlphaBill aus meinem eigenen Bedarf heraus“, sagt Veronika Nagy. „Ich arbeite als Dolmetscherin für Englisch und Ungarisch und stand vor der Aufgabe, beim Kunden sofort die Rechnung ausstellen zu müssen. Da mein Mann Buchhalter und Programmierer ist, hat er mir so ein Programm zusammengestellt, für das sich auch meine Kollegen interessiert haben, und so war die Geschäftsidee geboren.“ Mit der Einführung der Registrierkassenpflicht sei das Rechnungsprogramm um diese Möglichkeit erweitert worden.

AlphaBill funktioniert über eine Cloud-Lösung. Man wählt sich über das Internet ein und kann überall seine Rechnungen, Kundenaufträge, Lieferscheine etc. schreiben sowie ausdrucken und versenden. Nach demselben Prinzip funktioniert auch die Registrierkassenlösung AlphaPay.

Für sehr wichtig erachtet Nagy, dass entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen alles angepasst und einfach zu bedienen ist. Einen großen Vorteil bringe die Mehrsprachigkeit. Neben Deutsch sind nämlich die Programme auch noch in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Ungarisch, Rumänisch und Slowakisch erhältlich. Schnittstellen für Shoplösungen sind ebenfalls vorhanden. Für die Nutzung von AlphaBill und AlphaPay fällt jeweils eine Jahresgebühr von 120 Euro an. Signaturzertifikate und mehrere Nutzer werden extra berechnet.

Derzeit gibt es zusammen mit der ungarischen Schwesterfirma über 1.600 Nutzer mit einem Schwerpunkt in Ungarn. Den Vorteil von AlphaBill und AlphaPay sieht Nagy in der Flexibilität für den Nutzer, die insbesondere kleinen Unternehmen Zeit und Kosten spart. (hm)

http://www.alphabill.at



20.09.2019
Schrattenthalerin fertigt umweltbewusst Taschen „auch aus alten Sachen“

„Aus alten Dingen lässt sich viel Neues machen, und man bekommt damit sogar noch eine individuelle Note!“ Unter diesem Motto hat Iris Pritz aus Schrattenthal im Bezirk Hollabrunn ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Da ich mir bereits seit ein paar Jahren meine Taschen selber nähe und immer wieder gefragt werde, ob man denn solche Taschen nicht auch kaufen könne, habe ich beschlossen, mich unter PIRIS-Taschen als Einfraubetrieb selbständig zu machen“, erklärte die 32-Jährige Mutter von drei Kindern dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Handarbeiten sei schon immer ein Faible gewesen, sagt die Absolventin der Hotelfachschule Retz. „Ich habe immer schon gerne genäht, gestrickt und mir sogar meine Möbel selbst gebaut“. Als Iris Pritz vor Jahren eine neue Nähmaschine bekam, war ihr erstes Werk eine Tasche. Dass es nicht bei einer bleiben werde, sei rasch klar gewesen. „Während der Karenz meines dritten Kindes vor fünf Jahren, schloss der Betrieb, in dem ich zuvor gearbeitet hatte. Mit drei Kindern war es nicht möglich, einfach eine neue Stelle zu finden“, sagt Pritz.

Mittlerweile hatte sie mit Unterstützung ihres Mannes in den eigenen vier Wänden eine kleine Schneiderei eingerichtet, wo sie ihre PIRIS-Unikattaschen herstellt. Darüber hinaus werden Kleidung, Bettzeug, aber auch Bügelbrettbezüge, gebundene Bücher und Plastikböden zu originellen Shoppern, Clutches, Rucksäcken und Beuteltaschen sowie Wickel- und Badetaschen verarbeitet.

Die Materialien dazu bezieht sie von regionalen Flohmärkten oder Internetportalen, wie willhaben.at, und auch per Mundpropaganda von Leuten, „die bereits wissen, was ich suche“. Im Schnitt benötigte sie für die Fertigung einer PIRIS je nach Größe und Aufwand eineinhalb bis vier Stunden. Erstehen kann man die Taschen direkt bei Iris Pritz oder im Rahmen von „Taschen-Partys“, die bei Kunden stattfinden. „Ansprechen möchte ich mit meinen PIRIS jeden, der nicht Ressourcen verschwenden will“, stellt Iris Pritz umweltbewusst fest. (dsh)

Informationen gibt es auf Facebook unter Piris Taschen oder iris.pritz@gmail.com



20.09.2019
Österreichs schärfstes Auge ins Weltall feiert seinen 50. Geburtstag

Vor genau 50 Jahren haben die Apollo-Raumfahrer Neil Armstrong und Edwin Aldrin als erste Menschen den Mond betreten, und auch aus niederösterreichischer Sicht gibt es heuer ein besonderes astronomisches Jubiläum zu feiern: Am 25. September 1969 nämlich war auf dem Mitterschöpfl an der Gemeindegrenze zwischen Altenmarkt an der Triesting und Klausen-Leopoldsdorf im Bezirk Baden das Leopold-Figl-Observatorium für Astrophysik eröffnet worden. Diese Sternwarte im Wienerwald - eine Außenstelle des Instituts für Astronomie der Universität Wien - beherbergt das leistungsstärkste Teleskop Österreichs mit einem Spiegeldurchmesser von 1,5 Metern.

Eine Jubiläumsfeier beim Observatorium aus Anlass des 50. Jahrestages der Eröffnung wird es allerdings nicht geben. Die Sternwarte, die der praktischen Ausbildung von Astronomiestudenten und wissenschaftlichen Langzeitprojekten dient, ist nur sehr selten öffentlich zugänglich. Das haben Regionalpolitiker, die im Leopold-Figl-Observatorium auch einen touristischen Anziehungspunkt im Wienerwald sehen, wiederholt kritisiert. Ein alljährlich stattfindender „Tag der offenen Tür“ wurde heuer bereits im April abgehalten. (mm)

http://www.univie.ac.at/foa