NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1556 vom 27.09.2019

27.09.2019
Niederösterreichs Tourismus peilt erneut einen Nächtigungsrekord an

Mit seinem Ziel, die erst 2018 aufgestellte Rekordmarke von rund 7,4 Millionen Nächtigungen heuer erneut zu übertreffen, liegt der NÖ Tourismus weiter gut auf Kurs. Zwischen Anfang Jänner und Ende August 2019 haben die Beherbergungsbetriebe zwischen Enns und Leitha knapp 5,3 Millionen Übernachtungen verbucht. Das sind um fast 197.000 oder 3,9 Prozent mehr als 2018.

Auch die bald zu Ende gehende Sommersaison 2019 läuft für Niederösterreichs Tourismuswirtschaft sehr zufriedenstellend. Wie die Statistik Austria meldet, haben die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe von Anfang Mai bis Ende August einen Nächtigungsanstieg um 148.000 oder 4,7 Prozent auf fast 3,3 Millionen Übernachtungen erzielt. Auch bei den Ankünften verbuchten die Unternehmen einen Zuwachs um 100.000 oder 7,6 Prozent auf rund 1,4 Millionen, entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der Statistik über den bisherigen Verlauf der Sommersaison 2019. (mm)

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27.09.2019
Niederösterreich baut Schulunterricht mit MINT-Schwerpunkten aus

Den 30 Neuen Mittelschulen (NMS) mit Sport-Schwerpunkt in Niederösterreich stehen derzeit sechs Schulen mit dem Schwerpunkt MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) gegenüber. Zu den fünf Standorten seit dem Vorjahr in Raabs/Thaya, Lassee, Ybbsitz und in den NMS Theodor-Körner 3 und 4 in St. Pölten ist heuer mit Wiener Neustadt der sechste MINT-Schul-Standort dazugekommen. „Weitere sechs sollen mit September 2020 an den Start gehen“, teilten Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Niederösterreichs Bildungsdirektor Johann Heuras mit.

Teschl-Hofmeister wertet die neue Schiene als „Beitrag, allen Talenten in allen Regionen des Landes passende Chancen zu bieten und mit der MINT-Themenvielfalt zwischen Umweltschutz und Robotik insbesondere auch Mädchen anzusprechen. Das sieht auch NÖ-Industriepräsident Thomas Salzer so, der – wie viele Betriebe im ganzen Land – damit die Hoffnung verknüpft, dass der Jugend in Niederösterreich ein guter Einblick in die interessante Welt der Naturwissenschaften und der Technik ermöglicht wird. „Mit diesem Projekt arbeiten wir intensiv mit den Schulen zusammen. Denn im MINT-Bereich werden die meisten künftigen Arbeitsplätze entstehen, die auch mit guten Aufstiegs- und Verdienstchancen verbunden sind“, so Salzer.

Für Heuras ist an diesem Projekt besonders wichtig, „die Berührungsängste mit den MINT-Fächern abzubauen, Neugierde zu wecken und die Experimentierfreude zu fördern.“ Das will man nicht nur mit fächerübergreifenden Projekten und Wettbewerben erreichen, sondern auch mit entsprechenden Ressourcen, „für die die gewerbliche Wirtschaft, die Industrie und das Land in enger Zusammenarbeit sorgen“. Hatte man im Vorjahr zum Start 201 Anmeldungen zum naturwissenschaftlichen Pilotprojekt, sind es heuer bereits 220 gewesen. „Die Rückmeldungen von Schülern und Eltern, aber auch der Lehrer waren sehr positiv“, so Heuras, „zumal die neue Schiene auch eine Aufwertung der Neuen Mittelschule bedeutet“, und Niederösterreich hier eine absolute Vorreiter-Rolle einnehme.

„Das ist nicht zuletzt engagierten Lehrern zu verdanken, die sich vor rund zehn Jahren zur ARGE Naturwissenschaften NÖ zusammengeschlossen haben“, betonte deren Leiterin Erika Frühwald. „Wir wollen die Motivation und die Neugierde für Naturwissenschaft stärken und sind daher insbesondere in der Fortbildung sehr aktiv“, sagt sie. Ein Schwerpunkt der Arbeit liege deshalb auch in der Kontaktpflege zu den Volksschulen. Schließlich sei die fehlende Durchgängigkeit in der Betreuung der MINT-Themen mit ein Grund, weshalb die Jugendlichen im NMS-Alter daran nur wenig interessiert seien. Zu diesem Thema habe ein Kollege sogar eine Studie verfasst und u.a. festgestellt, „andere Interessen“ würden in diesem Alter die Naturwissenschaften verblassen lassen. Andererseits die gute Nachricht: Der Umgang mit neuen Technologien sei durchaus geeignet, das Interesse am MINT-Bereich wieder zu verstärken. „Man muss die Kids da einfach machen lassen, sie etwas entdecken lassen“, so der Rat, den man nun auch verstärkt befolge. Das Geschlechter-Verhältnis zwischen Burschen und Mädchen im neuen NMS-Schultyp ist übrigens ausgeglichen.

Für Niederösterreichs Industriepräsident Salzer ist klar, „dass wir bei den nächsten sechs Schulprojekten ab dem kommenden Jahr ebenfalls wieder mithelfen werden, wenn es um die Ausstattung oder um Praktika geht.“ Mit dem Projekt „Kinderleicht“ bemühe sich die Industrie mittlerweile darum, schon in den Kindergärten das Interesse an den Naturwissenschaften zu wecken. Der spielerische Ansatz und die Neugierde der Jüngsten seien dafür ein fruchtbarer Nährboden. (rz)

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27.09.2019
Betriebe in Gewerbegebieten sollen kostenlose GleisanschlĂĽsse erhalten

Prognosen zufolge wird der Güterverkehr in Österreich bis zum Jahr 2025 um fast ein Drittel zunehmen. Um diese zu erwartenden Mengen möglichst umweltschonend zu transportieren, muss die Schieneninfrastruktur unbedingt weiter ausgebaut werden. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Anschlussbahnen in die Betriebsgebiete und zu den Unternehmen. Denn Anschlussgleise machen es möglich, Waggons direkt am Firmengelände zu beladen, was Lkw-Fahrten zum Schienenterminal und teures Umladen erspart.

„So wie die öffentliche Hand die erforderlichen Straßenanschlüsse den Gewerbegebieten selbstverständlich kostenlos bereitstellt, sollte das auch mit den Gleisanschlüssen möglich sein“, verlangt Markus Schinko, Präsident des Verbandes der Anschlussbahnen (VABU). Diese Gleise seien „das Rückgrat des österreichischen Schienengüterverkehrs.“

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem Jahresbericht 2018 der Regulierungsbehörde Schienen-Control entnimmt, sind im Vorjahr in Österreich auf 571 bedienten Anschlussbahnen fast 80 Millionen Tonnen befördert worden – zwei Drittel des gesamten Transportvolumens von 118 Millionen Tonnen. Der Anteil der Anschlussbahnen am gesamten Transportvolumen auf der Schiene ist von 61,5 auf 66 Prozent gestiegen.

Obwohl der offensichtliche Bedarf und auch ökologische Gründe massiv für den Ausbau der Anschlussbahnen sprechen, ist deren Zahl kontinuierlich rückläufig. 2010 hatte es noch 728 bediente Anschlussbahnen in Österreich gegeben – um rund 160 mehr als heute. 1.076 Anschlussbahnen sind zurzeit registriert, doch auf fast der Hälfte (47 Prozent) rollen keine Züge mehr. Auch in Niederösterreich ist das Potenzial für eine Anschlussbahn-Offensive groß, zumal hier 257 Anschlussbahnen an das Netz der ÖBB-Infrastruktur anknüpfen – so viele wie in keinem anderen Bundesland. (mm)

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27.09.2019
Traiskirchen ist der Wandel von der Industrie- zur Innovationsstadt gelungen

Drei Betriebsgebiete sind in der Stadtgemeinde Traiskirchen verteilt. Zwei betreibt die Gemeinde selbst und eines betreiben private Investoren auf dem ehemaligen Semperit-Gelände. Wie der Bürgermeister von Traiskirchen Andreas Babler gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst feststellte, habe man den Strukturwandel von einer überwiegenden Industriestadt zu einer innovativen Stadt mit Gewerbe, Dienstleistungen, Weinbau und Tourismus vollzogen und einen ausgewogenen Branchenmix mit sicheren Arbeitsplätzen in der Region geschaffen. Man forciere die Ansiedlung von grünen Betrieben und setze auf Fassaden- und Dachbegrünung sowie Solarenergie.

„Wir achten auch auf einen Schwerpunkt im Sektor der Klein- und Mittelbetriebe“, sagt Andreas Babler. „Die Schließung der Semperit hat zwar viele Arbeitskräfte auf einmal frei gesetzt, so dass viele Facharbeiter abwanderten. Mit der jetzigen Struktur der Betriebe aber ziehen wir wieder Fachkräfte und innovative Köpfe an“. Für Neuansiedlungen mache man zur Bedingung, pro 200 Quadratmeter Betriebsgebiet einen Mitarbeiter zu beschäftigen.

Stolz ist Babler auf die größte Dachphotovoltaik Österreichs auf dem ehemaligen Semperitgebäude. Auf diesem Gelände arbeitet die Stadtgemeinde eng mit den beiden privaten Betreibern zusammen, um dieses Gebiet zu einem neuen Stadtteil von Traiskirchen zu entwickeln. Schon jetzt sind hier rund 70 Betriebe mit rund 900 Mitarbeitern tätig, darunter innovative Firmen, wie Magna Powertrain, wo mehr als 100 Mitarbeiter an Hybridantrieben forschen. Das nächste Projekt ist ein Hotel.

Im 64 Hektar großen Betriebsgebiet Traiskirchen Süd/Oeynhausen sind etwa 100 Betriebe mit rund 2.500 Mitarbeitern angesiedelt, darunter auch größere Betriebe mit 80 bis 120 Beschäftigten. Der Wirtschaftspark Traiskirchen Nord besteht aus 27 Hektar. Alle gemeindeeigenen Flächen sind gut nachgefragt, und es gibt noch Reserven.

Der Obmann der Bezirksstelle Baden der NÖ Wirtschaftskammer Jarko Ribarski sieht die starke Nachfrage nicht zuletzt in der sehr guten Infrastruktur dieses Standortes mit der Wien-Nähe begründet, wo die ansässigen Firmen ein nahes hochrangiges Straßennetz nützen können. Er begrüßt das grüne Entwicklungskonzept, das er als nachahmenswert rühmt. Jedenfalls sei es in Traiskirchen mit einem guten Konzept gelungen, das Abwandern der alten Industrie als neue Chance zu erkennen und neue innovative Betriebe zu gewinnen. (hm)

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27.09.2019
Mostviertel Tourismus erzielte heuer bis Juli sechs Prozent mehr Nächtigungen

Von Jänner bis Juli 2019 konnte im Mostviertel bei den Nächtigungszahlen ein Zuwachs um 6,0 Prozent erzielt werden. Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, zeigt sich gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit dem Ergebnis zufrieden: „Die positive Entwicklung der Nächtigungsstatistik hat sich auch in den ersten Monaten des heurigen Jahres fortgesetzt und zeigt insbesondere aufgrund der turbulenten Wintersaison eine zufriedenstellende Bilanz.“

712.832 Nächtigungen bedeuten einen Zuwachs von 40.341 zum Vergleichszeitraum 2018 und von 64.626 gegenüber 2017. Ein besonders starker Anstieg war bei ausländischen Gästen zu verzeichnen (+12,9 Prozent). Die Nächtigungen von österreichischen Urlaubsgästen stiegen um 4,1 Prozent und die von deutschen um 2,4 Prozent.

Noch deutlicher fielen die Zugewinne bei den Ankünften aus. Mit 302.826 haben sie die 280.047 des Vorjahres um 8,1 Prozent übertroffen, bei Deutschen um 4,0 Prozent und bei den übrigen Gästen aus dem Ausland sogar um 16,4 Prozent. „Den schon seit einigen Jahren anhaltenden Trend zu kürzeren Aufenthaltsdauern - heuer mit einem Schnitt von 2,35 Tagen -haben wir auch diesmal mit zusätzlichen Ankünften aber mehr als ausgleichen können“, so Purt. Die meisten Ausländer kommen aus Deutschland, gefolgt von Ungarn, Tschechien, Niederlande, Slowakei und Polen.

Auch der Blick auf die sechs Tourismusverbände zeigt ein positives bis stabiles Bild. Während im Raum NÖ Zentral rund um St. Pölten mit 23.242 zusätzlichen Nächtigungen (+17,6 Prozent) ein sensationelles Ergebnis erzielt wurde, bilanziert man positiv auch an der Eisenstraße (6,2%), an der Moststraße (2,7%) und im Traisen-Gölsental (0,2%). Einen Rückgang melden das Pielachtal (-7,1 %) und das Melker Alpenvorland (-2,6%).

Der bisher stärkste Monat im heurigen Mostviertler Tourismusjahr 2019 ist der Juli mit 146.554 Nächtigungen (+9,1%) gewesen. Ihnen sind 57.767 Ankünfte (+9,0%) voraus gegangen. Im Vergleich zu 2018 waren das 12.210 mehr Nächtigungen und 4.760 mehr Ankünfte. Aber auch sonst noch liefert die Statistik interessante Erfolgswerte des Mostviertler Tourismus. Die Nächtigungen stiegen im Februar um 8,8 Prozent, im Juni um 6,5 Prozent und im Mai um 6,2 Prozent. Nächtigungsstärkste Gemeinden waren von Jänner bis Juli 2019 St. Pölten mit 105.244 Nächtigungen (+13,2%) gefolgt von Göstling an der Ybbs mit 82.573 (+2,2%), Gaming mit 62.051 (+7,9%), Annaberg mit 37.374 (+2,3%) und St. Valentin mit 24.614 (+9,9%).

Viele Gäste konnten heuer aus Tirol begrüßt werden (+11,0 %). Signifikante Einbußen gab es bei den Urlaubern aus Kärnten (-30,5%). Bei den anderen Bundesländern schwanken die Unterschiede im einstelligen Prozentbereich. Insgesamt stieg die Summe der Gäste aus Österreich um 4,1 Prozent.

Die Wilde Wunder Card, die Urlaubsgästen ab einer Übernachtung freien bzw. stark vergünstigen Eintritt zu über 50 Attraktionen in der Mostviertler Bergwelt und im Pielachtal bietet, setzt auch heuer ihren Höhenflug fort. Von 1. Mai bis 24. September sind 26.656 Karten ausgegeben worden, die 53.895 mal eingesetzt wurden. Das waren im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2018 6,2 Prozent mehr Kartenausgaben und 10,2 Prozent mehr Nutzungen.

Mit der allgemeinen Entwicklung der Ankünfte und Nächtigungen ist Andreas Purt zufrieden. „Vor allem in den heißen Sommer-Monaten ist die Nähe zu den Ballungsräumen spürbar“, sagt er. „Die Gäste daraus genießen dann gern ein Wochenende in der erfrischenden Mostviertler Bergwelt. Zudem gewinnt die Kulinarik in Verbindung mit Regionalität und Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Und auch hier kann die Region mit exzellenten Angeboten, wie etwa der neuen Veranstaltungsreihe Mostviertler Feldversuche, punkten.“ (dsh)

http://www.mostviertel.at



27.09.2019
Jungbunzlauer schrammt nur knapp am Rekordumsatz vorbei

Der weltgrößte Hersteller von Zitronensäure - die Jungbunzlauer Austria AG mit dem Produktionsstandort Pernhofen im nördlichen Weinviertel – hat 2018 abermals ein sehr gutes Geschäftsjahr verzeichnet. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz entnimmt, hat das Industrieunternehmen im Vorjahr einen Umsatz von 450,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist nur geringfügig weniger als im Rekordjahr 2017, in dem die Jungbunzlauer Austria AG Erlöse von 450,9 Millionen Euro erzielt hatte. Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 101,5 Millionen Euro ist der Gewinn 2018 erneut in dreistelliger Millionenhöhe ausgefallen.

Im Werk Pernhofen bei Laa/Thaya im Bezirk Mistelbach sowie an drei weiteren Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich und Kanada verarbeitet Jungbunzlauer pro Tag rund 4.000 Tonnen Körnermais zu Stärke und erzeugt daraus Zitronensäure. Diese findet in vielen Lebensmitteln und Getränken als Säuerungs- und Konservierungsmittel Verwendung. Als Natriumcitrat wird die Zitronensäure auch von Waschmittelherstellern sowie von der pharmazeutischen Industrie und in technischen Produkten eingesetzt.

Das bei der Säureherstellung als Nebenprodukt anfallende Xanthan kommt als Verdickungsmittel in Lebensmitteln und Körperpflegestoffen zum Einsatz. So sorgt Xanthan als Stabilisator u.a. für die richtige Konsistenz von Ketchup oder Zahnpasta. Jeden Tag nutzen Millionen von Menschen in aller Welt die von Jungbunzlauer erzeugten Produkte in Speisen, Getränken, Körperpflegeartikeln und Reinigungsmitteln.

Mit rund 450 Beschäftigten zählt die Jungbunzlauer Austria AG zu den größten Industriebetrieben und Arbeitgeber im Weinviertel. Das Biotechnologieunternehmen ist stets auf der Suche nach gut ausgebildeten Mitarbeitern. Derzeit sind Stellen für HTL-Absolventen als Labortechniker, Facharbeiter in der mechanischen Abteilung sowie Mitarbeiter in der Produktion ausgeschrieben.

Über ein weltweites Vertriebsnetz exportiert Jungbunzlauer seine Produkte in rund 130 Länder der Welt. Der Exportanteil liegt bei 95 Prozent. Der Industriebetrieb, der weltweit mehr als 1.150 Mitarbeiter beschäftigt, ist eine Tochtergesellschaft der vom Kahane-Konzern kontrollierten Jungbunzlauer Suisse AG mit Sitz in Basel in der Schweiz. (mm)

http://www.jungbunzlauer.com/de



27.09.2019
Radfahrer, die in Tschechien strampeln, müssen weiter „trocken“ bleiben

Wer in Tschechien mit dem Rad fährt, darf bei einer Kontrolle auch weiterhin keine Spuren von Alkohol in seinem Blut haben. Eine im Frühling vom Senat beantragte Gesetzesnovelle, wonach das Alkohollimit für Radfahrer auf „Straßen dritter Klasse“ gelockert und auf 0,5 Promille angehoben werden sollte, hat vor kurzem das Abgeordnetenhaus, die zweite Kammer des Parlaments in Prag, zurückgewiesen. Begründung: In Tschechien sei bei einem Drittel aller Unfälle, die Radfahrer verursachen, Alkohol im Spiel.

Die strenge Null-Promille-Bestimmung im Nachbarstaat müssen auch jene Radler beachten, die vom Wald- oder Weinviertel in das tschechische Radwegenetz gelangen. Das gilt z.B. für die sogenannte „Thayarunde“ - ein 2016 angelegter grenzüberschreitender Radweg zwischen dem nördlichen Waldviertel und der Region Vysočina. Auch wer auf dem „Iron Curtain Trail“ (Euro Velo 13) strampelt, muss „trocken“ bleiben. Dieser Radweg folgt dem Verlauf des einstigen Eisernen Vorhangs über 330 Kilometer von Gmünd im Waldviertel bis Hohenau/March im Weinviertel, wobei der „Iron Curtain Trail“ häufig die Staatsgrenze kreuzt.

Radfahrer, die bei einem Abstecher ins Nachbarland angetrunken ertappt werden, erwartet eine empfindliche GeldbuĂźe. Sie mĂĽssen mit Strafen zwischen 2.500 und 20.000 tschechischen Kronen rechnen. Das sind umgerechnet 95 bis 760 Euro. (mm)

http://public.psp.cz/en/sqw/hp.sqw



27.09.2019
Niederösterreich wirbt in München um Investoren

Weil erfolgreiches Standortmarketing im internationalen Konkurrenzumfeld immer wichtiger wird, verstärken viele niederösterreichische Unternehmen ihre diesbezüglichen Bemühungen im Ausland. Deshalb sind auf der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL, die vom 7. bis 9. Oktober in München stattfindet, auch heuer wieder namhafte Teilnehmer aus Niederösterreich vertreten. Die EXPO REAL zählt zu den größten Gewerbe-Immobilienmessen Europas. Dieser Veranstaltung wegen waren 2018 rund 45.000 Teilnehmer, darunter 22.000 Fachbesucher, aus 73 Ländern nach München gekommen. Auf der EXPO REAL 2019 erwartet das Publikum die Vorstellung eines umfangreichen Leistungsspektrums – von Projekten über Investitionen bis zu Finanzierungsstrategien.

In der bayerischen Metropole heuer mit dabei ist - so wie in den Vorjahren - die Stadt St. Pölten mit ihrem Wirtschaftsservice ecopoint. Weiters kommen Anfang Oktober auf das Münchner Messegelände die Flughafen Wien AG mit ihrer Airport-City aus Schwechat, die Schwesterunternehmen Walter Business Park GmbH und Walter Immobilien GmbH aus Wiener Neudorf sowie das Bau- und Immobilien-Consultingunternehmen one8one GmbH aus Baden. Aus dem Bankensektor ist Niederösterreich auf der EXPO REAL 2019 mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und der Hypo NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien vertreten. (mm)

http://www.exporeal.net



27.09.2019
Forschungsschiff „MS Wissenschaft“ kreuzt auf der Donau in Niederösterreich

Von Ende September bis Mitte Oktober finden heuer wieder die „Forschungswochen Niederösterreich“ statt. Mit dieser Veranstaltungsreihe will das Land den Menschen eine breite Palette an Themen aus Bildung, Forschung und Wissenschaft näher bringen. Ziel ist es, wissenschaftliche Sachverhalte besser zu kommunizieren, sie allgemein verständlich zu machen sowie Wissenschaft und Wirtschaft enger zu vernetzen. Das schafft auch neue Arbeitsplätze.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die Ankunft des Forschungsschiffs „MS Wissenschaft“. An Bord dieses ehemaligen Donau-Frachtkahns erwartet die Besucher eine attraktive Ausstellung zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Die wissenschaftlichen Inhalte sind unterhaltsam und spielerisch aufbereitet, so dass die Schau für Erwachsene und Kinder gleichermaßen interessant zu werden verspricht. Die „MS Wissenschaft“ liegt vom 14. bis 16. Oktober an der Donaulände in Tulln und vom 17. bis 19. Oktober in Krems vor Anker. (mm)

http://www.noe.gv.at/wissenschaft



27.09.2019
Nur wo Sturm draufsteht, darf auch Sturm drinnen sein

Heuer produzieren Österreichs Winzer rund 15 Millionen Liter gärenden Traubenmost – bekannt unter der Bezeichnung „Sturm“. Der fruchtig-frische Saft mit Kohlensäure und wenig Alkohol wird meist beim eigenen Heurigen, auf Bauernmärkten oder über nahe gelegene Gastronomiebetriebe verkauft. Weil das Geschäft mit der prickelnden, nur wenige Tage haltbaren Köstlichkeit durchaus lukrativ ist, kommen in Österreich jedoch auch immer wieder Getränke in den Vertrieb, die die Bezeichnung Sturm auf dem Gebinde tragen, jedoch aus dem Ausland stammen und nur mit Hilfe von Konservierungsmitteln frisch gehalten werden können.

Diesen Trittbrettfahrern schiebt das Weingesetz einen Riegel vor. „Die Etiketten dürfen nur dann mit dem Namen Sturm gekennzeichnet sein, wenn der vergorene Saft aus Trauben stammt, die in Österreich geerntet und verarbeitet worden sind“, erklärt Christina Spangl, Sprecherin der NÖ Landwirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Darauf sollten die Konsumenten beim Kauf unbedingt achten.

Der Sturm ist eine EU-weit geschützte Marke. Damit will man ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu der Importware setzen, die unter Phantasienamen, wie z.B. „Herbstwind“, in manchen Handelsregalen landet. Kellereiinspektoren überprüfen, ob der Sturm auch tatsächlich aus Saft von österreichischen Trauben besteht.

Aufgrund seiner rasch voranschreitenden Gärung ist der Genuss des prickelnden Traubenmosts ein kurzes Vergnügen. In der Regel gelangt Sturm ab einem Alkoholgehalt von vier Prozent in den Verkauf. Sobald sich die Gärung verzogen hat und der Saft noch trüb ist, nennt man ihn dann „Staubiger“. (mm)

http://www.noe.lko.at

http://www.oesterreichwein.at