NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1563 vom 15.11.2019

15.11.2019
SP-Wirtschaftsverband fordert Finanztransaktionssteuer wie in Deutschland

„Wir haben zwar derzeit nicht gerade Rückenwind, aber trotzdem wollen wir bei den Wirtschaftskammerwahlen Anfang März 2020 stärker werden und einen Zuwachs zu den elf Prozent der Stimmen vom letzten Mal erreichen“, erklärte Thomas Schaden, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) und Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer, in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem SP-Landesparteivorsitzenden LHStv. Franz Schnabl. In den Kreis der darin behandelten Forderungen ist aktuell auch die Finanztraktionssteuer geraten, die laut Beschluss der großen Koalition in Berlin nun auch in Deutschland eingeführt werden soll.

„Diese Steuer steht ja in Österreich schon lange zur Diskussion“, erklärte Franz Schnabl, „man wollte aber keinen Alleingang, sondern auf eine europäische Lösung warten. Wenn die Finanztransaktionssteuer jetzt in Deutschland kommt, dann wäre das eine gute Gelegenheit mitzuziehen. Ich glaube, so eine Steuer auf Finanztransaktionen wäre dringend notwendig. Hier sehen wir einen akuten Handlungsbedarf.“

Die mit Blick auf die Wirtschaftskammerwahlen präsentierten Forderungen des SWV haben vor allem das Ziel, bessere Bedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Ein-Personen-Unternehmen (EPU) zu schaffen. So steht etwa die Abschaffung des 20-prozentigen Selbstbehalts beim Arztbesuch für Unternehmer, „der auch noch bei den Pensionisten eingehoben wird“, ganz oben auf der Forderungsliste. „Das ist ungerecht, wir zahlen ja auch alle die gleichen Beiträge“, so Schaden.

Auch zwei weitere Forderungen sind im Gesundheits- bzw. Sozialbereich angesiedelt, etwa ein besserer Schutz beim Krankengeld: „Wir fordern eine sofortige Auszahlung des Krankengeldes ab dem 4. Tag (derzeit ab dem 43. Tag) und eine bessere Absicherung bei langer Krankheit. Derzeit gibt es nur 6 Wochen lang Krankengeld , für Arbeitnehmer besteht eine 52-wöchige Absicherung.“ Zudem sei der Zuschuss zur Entgeltfortzahlung für Arbeitnehmer noch immer nicht nachhaltig gesichert, eine Situation die existenzgefährdend werden könne. „Unternehmen brauchen Planungssicherheit, darum braucht es eine nachvollziehbare rechtliche Regelung“, fordert Schaden von der künftigen Regierung.

Vom künftigen Finanzminister werden außerdem faire Regeln bei der Besteuerung eingefordert, denn „wenn man heute als Besitzer eines Würstelstands mehr Steuern zahlt als ein amerikanischer Kaffee-Großkonzern mit über 200 Filialen in Österreich, dann ist das sicher der falsche Weg“, meint Schaden. „Von diesem Weg wollen wir weg.“

Zielsetzung ist auf der anderen Seite eine steuerliche Absetzbarkeit für Firmen-PKW. „Es macht doch keinen Sinn, wenn ich mir z.B. als EDV-Berater einen Klein-LKW oder einen Lieferwagen anschaffen muss, damit ich ihn steuerlich absetzen kann. Das ist auch ökologisch unsinnig“, unterstreicht Schaden. Er will auch wieder steuerliche Erleichterungen für Arbeitsplätze im Wohnungsverbund erreichen, „die anteilsmäßigen Kosten müssen berücksichtigt werden.“

Eine weitere Forderung zielt auf bessere Chancen für kleine Unternehmen bei öffentlichen Auftragsvergaben ab. „Die Losgrößen müssen heruntergesetzt werden“, so Schaden. Auch der weitere Ausbau des Bestbieterprinzips sei in diesem Zusammenhang wichtig, „nämlich wenn wir die Nahversorger-Struktur in unserem Land und nachhaltiges Wirtschaften fördern wollen.“ (rz)

http://www.wirtschaftsverband-niederoesterreich.at



15.11.2019
Niederösterreichs Wirtschaftsstrategie 2025 setzt auf Ressourcen-Schonung

„Qualität mit Zukunft.“ So lautet das Motto der neuen Wirtschaftsstrategie 2025 für das „Unternehmerland Niederösterreich“, die LH Johanna Mikl-Leitner und Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav präsentiert haben. „Wir wollen den Strukturwandel weiterentwickeln, den Niederösterreich bisher so erfolgreich bewerkstelligt hat, und dabei insbesondere die Qualität des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich deutlich in den Mittelpunkt stellen“, sagt Mikl-Leitner. Dabei setzt man insbesondere auf die Schwerpunkte Internationalisierung & Standort, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovation. Die Strategie sei als „living paper“ zu verstehen, betont Bohuslav, also „flexibel und anpassungsfähig – beispielsweise an jeweilige Konjunktur-Schwankungen.“

„Wir wollen hochwertige, international sichtbare Standorte und regionale Zentren schaffen“, so Mikl-Leitner. Demnach sollen bis 2025 noch einige neue Wirtschaftsparks mit entsprechender Verkehrs-Anbindung entstehen sowie zwei Hubs im Wald- und Weinviertel als regionale Drehscheiben, über die eine optimale Kooperation der Wirtschaft in der Region forciert werden kann. Als wesentlicher Faktor wird der Ausbau der Infrastruktur genannt, vom Verkehr bis zur Energie- und Breitband-Versorgung.

Strategie-Ziel ist es auch, Niederösterreichs Unternehmen darin zu unterstützen, auf Innovationen und intelligente Produkte bzw. auf neue Werkstoffe, Produktionsprozesse und Dienstleistungen zu setzen. „Wir wollen möglichst viele Betriebe, die international zu den Frontrunnern gehören“, heißt es im Strategie-Papier. Dazu will man innovative Start-ups noch besser unterstützen und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vorantreiben.

Was den akuten Fachkräftemangel betrifft, setzt die Strategie 2025 auf den Ausbau der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Land. Auch überbetriebliche Weiterbildungsinitiativen sowie regionale Initiativen werden unterstützt, „um den blau-gelben Unternehmen bei der Generierung von Fachkräften zu helfen.“ Mikl-Leitner berichtet von vier Handelsakademien und vier Leitbetrieben im Waldviertel, die ihre Schwerpunkte aufeinander abstimmen.

Einen zentralen Platz der blau-gelben Strategie räumt Mikl-Leitner dem Thema Nachhaltigkeit ein. „Der Umgang mit dem Klimaschutz ist eine große Chance für uns. Da wollen wir erfolgreiche Unternehmen zusammenbringen, das Wissen bündeln und die Stärken ausbauen.“

„Kreislaufwirtschaft, CO2- und Ressourcenersparnis sowie nachhaltige Energiesysteme gehören zu immer wichtigeren Innovationstreibern“, zitiert Bohuslav aus dem Strategiepapier: „Die Entwicklung solcher Lösungen soll von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion und Vermarktung unterstützt werden – speziell über einen Wissens- und Know-how-Aufbau in den Regionen des Landes.“ Bohuslavs Fazit: „Wir werden die Bio-Ökonomie vorantreiben und damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Niederösterreichs steigern und neue Arbeitsplätze schaffen.“ (rz)

http://www.noe.gv.at



15.11.2019
OMV-Raffinerien können Hochseeschiffe umweltfreundlicher machen

Große Erwartungen setzt der Öl- und Gaskonzern OMV in sein wachsendes Raffinerie-Geschäft, das im kommenden Jahr einen weiteren positiven Schub verspricht. Denn ab 1. Jänner 2020 müssen Hochseeschiffe, deren Motoren zurzeit von verschiedenen Arten Schweröl angetrieben werden, ihren Ausstoß an Schwefeloxiden um 85 Prozent reduzieren. Die von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) erlassene Verordnung sieht vor, dass Kreuzfahrt-, Fracht- und Containerschiffe sowie Öltanker zum Schutz der Umwelt künftig nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,5 Prozent verwenden dürfen.

„Weil die Schiffe ökologischer werden müssen, erwarten wir eine stärkere Nachfrage nach unseren Raffinerieprodukten“, sagte OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele im Klub der Wirtschaftspublizisten. Das Potenzial ist beachtlich, zumal die IMO schätzt, dass bis zu 70.000 Hochseeschiffe, die auf den Weltmeeren fahren, in Zukunft alternative Treibstoffe, wie Flüssiggas (LNG), Very Low Sulphur Fuel (VLSF) oder Marinedieselöl (MDO), einsetzen werden. Weil die Hafenbehörde des jeweiligen Staates die Einhaltung der neuen Vorschriften kontrolliert, überprüft sie die Logbücher und setzt technisches Spürgerät ein.

In ihrer Raffinerie Schwechat erzeugt die OMV schon seit 2004 ausschließlich schwefelfreie Treibstoffe. Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 9,6 Millionen Tonnen Rohöl und einer Kapazitätsauslastung von mehr als 90 Prozent zählt die Industrieanlage zu den effizientesten in Europa. Hier produziert die OMV mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht. Dazu kommen petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie der Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Die Raffinerie Schwechat deckt rund die Hälfte des Bedarfs an Mineralölprodukten in Österreich. (mm)

http://www.omv.com



15.11.2019
Fremdsprache Englisch: Niederösterreicher haben Nachhilfebedarf

Zwar beherrschen die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher die englische Sprache besser als die Bewohner anderer europäischer Staaten, wie z.B. Franzosen, Italiener, Spanier oder Schweizer. Im Vergleich mit Holländern und Skandinaviern sowie den Bewohnern der meisten anderen österreichischen Bundesländer gibt es jedoch gehörig „Luft nach oben“. Das geht aus einem vom Bildungsunternehmen EF (Education First) 2018 durchgeführten Online-Test hervor, der die Englisch-Kenntnisse von 2,3 Millionen Erwachsenen in 100 Staaten der Welt erhoben hat. Die Länder-Ergebnisse sind mit Hilfe eines Index vergleichbar gemacht und auch auf regionaler Ebene ausgewertet worden.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem EF-Ranking entnimmt, erreicht das Englisch-Sprachniveau der Niederösterreicher 61,96 Indexpunkte. Das ist knapp vor Vorarlberg (61,89 Punkte) das zweitschlechteste Bundesländer-Ergebnis und liegt klar unter dem Österreich-Durchschnitt von 64,11 Indexpunkten. Die besten Englisch-Kenntnisse in Österreich haben die Wiener, die auf 65,63 Punkte kommen.

Wie viele Niederösterreicher im Vorjahr den Online-Sprachtest von EF durchlaufen haben, will das privat geführte Sprachlerninstitut nicht veröffentlichen. „Aus dem Bundesland waren es aber auf jeden Fall mehr als 400 Teilnehmer“, gibt Cornelia Lindner, Country-Managerin für Österreich, Ungarn und die Slowakei bei EF, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage bekannt. Die Lernkurve zeigt nach unten: 2016 war das Englisch-Sprachniveau der Niederösterreicher noch bei 64,63 Indexpunkten gelegen, 2017 nur mehr bei 62,41.

Im internationalen Vergleich landet Österreich mit seinem Ergebnis auf dem guten achten Platz. Die drei Spitzenränge nehmen die Niederlande (70,27 Punkte), Schweden (68,74) und Norwegen (67,93) ein. Schlusslicht im EF-Ranking ist der nordafrikanische Staat Libyen mit nur 40,87 Indexpunkten.

Im Wirtschaftsleben gilt die Beherrschung der englischen Sprache als ein wesentlicher Faktor für höhere Wettbewerbsfähigkeit - sowohl auf individueller als auch auf nationaler Ebene. Bessere Englisch-Kenntnisse gehen einher mit höheren Einkommen, einer besseren Lebensqualität, dynamischeren Geschäftsumfeldern, größerer Konnektivität und mehr Innovation. (mm)

http://www.ef.at/epi



15.11.2019
Die Wirtschaft im Bezirk Melk entwickelt sich positiv

Mit 5.280 Betriebsstandorten, an denen derzeit 289 Unternehmen 17.040 Mitarbeiter beschäftigen und 932 Lehrlinge ausbilden, zeigt sich die Melker Wirtschaft durchaus zufrieden. „Von Jänner bis Ende Oktober haben 259 Neugründen stattgefunden, und zudem haben wir gegenüber 2018 um 945 Beschäftige und 15 Lehrlinge mehr“, berichtet Franz Eckl, Obmann der Wirtschaftskammer Melk, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Die Auftragslage im Bezirk ist sehr gut, und diese Entwicklung ist auch auf die positive Einstellung der Unternehmer zurückzuführen. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach auch 2020 fortsetzen“, sagt er.

Als zwei Wermutstropfen für die Melker Wirtschaftstreibenden nennt er den Facharbeitermangel und die überbordende Bürokratie. „Der Mangel an qualifizierten Facharbeitern resultiert aus fehlenden Strukturen der Vergangenheit“, betont Eckl. „Deshalb sind wir derzeit als Wirtschaftskammer Melk bemüht, an den Schulen und bei den Eltern Bewusstsein und Wertschätzung für den Lehrberuf und den Facharbeiter zu schaffen.“ Was die Bürokratie betrifft, fordert Franz Eckl, behördliche Genehmigungsverfahren zu vereinfachen sowie den Verwaltungsaufwand und damit verbundene Kosten zu senken. „Ich bin darüber hinaus für klare Regeln in der Gastronomie. Überhaupt wäre es wünschenswert, wenn die Politik in all diesen Belangen rasch und effizient handeln würde.“

Von den Medien wünscht sich der Melker WKO-Bezirksstellenobmann indes, „nicht nur Negativschlagzeilen über die heimische Wirtschaft zu bringen, sondern auch die Bedeutung des Unternehmertums – insbesondere der kleinen und mittleren Betriebe – in den Vordergrund zu stellen.“ Eckl dazu. „Unsere Unternehmen sichern Lebensqualität und Arbeitsplätze. Vor allem im ländlichen Raum ist dies die Grundlage für sozialen Frieden und Wohlstand.“ (dsh)

http://wko.at/noe/melk



15.11.2019
Neuer Ă–BB-Fahrplan macht Lust auf TagesausflĂĽge ins Wald- und Weinviertel

Der bevorstehende Fahrplanwechsel, den die ÖBB am 15. Dezember vornehmen, wird nicht nur den Bahnpendlern in Niederösterreich Vorteile bringen. Auch Touristen, die aus Wien und Umgebung Tagesausflüge in das nördliche Wald- und Weinviertel oder über die Grenze in das benachbarte Tschechien unternehmen, erhalten für ihre Züge günstigere Abfahrts- und Ankunftszeiten. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich Beispiele auf drei Strecken dazu angesehen.

Auf der Nordbahn fahren mit Inkrafttreten des Winterfahrplans alle Regionalzüge von Wien über Bernhardsthal – die letzte Station auf österreichischem Staatsgebiet – hinaus bis Breclav (Lundenburg). An diesem Bahnknotenpunkt gibt es nicht nur Anschlüsse im Fernverkehr zu den Städten Brünn, Prag und Ostrau, man kann mit Zügen der Nebenbahnlinie Breclav-Hrusovany auch bequem zu den Liechtenstein-Schlössern Lednice /Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) bzw. nach Mikulov (Nikolsburg) gelangen. An Samstagen und Sonntagen fährt der letzte Regionalzug Richtung Wien um 22:27 Uhr vom Bahnhof Breclav ab.

Auch auf der Nordwestbahn – das ist die Strecke von Wien über Stockerau, Hollabrunn und Retz bis Znaim – finden Ausflügler ab 15. Dezember ein attraktiveres Angebot vor. Denn an den Wochenenden fahren die Züge zwischen Wien und Retz künftig im Einstunden-, zwischen Retz und Znaim im Zweistundentakt. Wer abends die letztmögliche Gelegenheit zur Rückfahrt nach Wien nutzen will, muss in Znaim um 22:00 Uhr bzw. in Retz um 22:16 Uhr in den Zug einsteigen.

Ab 15. Dezember gibt es auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Wien und Sigmundsherberg jeden Tag eine neue Spätverbindung. Der Regional-Express verlässt die Hauptstadt um 22:28 Uhr und erreicht sein Ziel im Waldviertel um 23:41 Uhr. Darüber hinaus fahren an Samstagen und Sonntagen zwischen Gmünd und Wien unter dem Namen „WaldviertelSprinter“ schnelle Wochenendzüge, die die Strecke in exakt zwei Stunden Fahrzeit bewältigen. (mm)

http://www.oebb.at



15.11.2019
Wiener Neustädter Drohnen-Firma überwacht Veranstaltungen von oben

Um professionelle Flüge mit Drohnen für Luftaufnahmen anbieten zu können, haben sich Oliver Bändl, Bernhard Koderle, Markus Leitner und Markus Kremser zur Gecko4K OG in Wiener Neustadt zusammengeschlossen. Wie Kremser dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, sei der Betrieb auf die Übertragung von Live-Bildern bei Events spezialisiert. Hier arbeiten sie auch mit Sicherheitsfirmen und den Blaulichtorganisationen zusammen, um etwaige Risiken und Gefahren schneller erkennen zu können.

„Wir können auch eine Wärmebildkamera montieren und somit sehen, ob es in einer Menschenmenge plötzlich ungewöhnlich warm wird. Das kann darauf hindeuten, dass ein Feuerwerkskörper gezündet wurde oder ein Gegenstand Feuer gefangen hat. So kann dann der jeweilige Einsatz schneller und besser koordiniert erfolgen, was die Sicherheit bei Veranstaltungen um einiges erhöht“, erklärt Kremser und ist stolz, dass diese Technologie am Silvesterpfad 2018/19 in Wien Einsatz fand.

Wichtig ist es Gecko4K, die erforderlichen Genehmigungen und Prüfungen zum Drohnenflug sowohl für Tag als auch Nacht zu besitzen. Ein großes Thema ist die Flugsicherheit, worauf großen Wert gelegt wird, damit die Drohnen auch sicher wieder landen können. Weiters arbeitet man eng mit der Austro Control zusammen, von der man zertifiziert ist, um die jeweiligen Fluggenehmigungen zu erhalten. So ist die Firma eine der wenigen, denen Flüge über bebautem Gebiet und über Wien erlaubt werden.

Im Einsatz sind drei Drohnen, auf denen entweder eine Kamera mit Zoom oder eine Wärmebildkamera montiert werden. Bei längeren Veranstaltungen ist die jeweilige Drohne über ein Seil geführt, damit die entsprechende Einsatzzeit möglich ist und nicht der Akku getauscht werden muss, was eine Einsatzunterbrechung bedeuten würde. Neben den Bildern von Veranstaltungen können die Drohnen auch für alle anderen Luftaufnahmen eingesetzt werden, wie z.B. zur Überwachung schwer zugänglicher Stellen oder für Wärmebilder von Häusern in der Draufschau, zumal Dächer oft eine Kältebrücke sind, was man optimal erst von oben erkennen kann.

Ein Flugeinsatz ist ab 250 Euro zu haben. Auf Anfrage sind auch Indoorflüge möglich. Zu den Kunden von Gecko4K zählen z. B. die NÖ Landesregierung, das Donauinselfest und die Volleyball-Turnierserie Beach Majors. Für 2019 ist ein Umsatz von 100.000 Euro angepeilt. (hm)

http://www.gecko4k.com



15.11.2019
Vor der Adventzeit haben Niederösterreichs Floristen Hochsaison

Mit großen Schritten naht die Adventzeit und damit auch die Zeit, die eigenen vier Wände für das schönste Fest des Jahres auszustatten. Hilfe erhält man dabei von den heimischen Floristen. „Die Adventdeko des Fachhandels ist handwerklich gut gestaltet, individuell angefertigt sowie detailgenau und traditionell unterlegt,“, berichtet Thomas Kaltenböck, Innungsmeister der NÖ Gärtner und Floristen, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Wir setzen bei unseren Erzeugnissen, im Gegensatz zu den Angeboten von Diskontern und Baumärkten, auf eine feinere Auswahl der Materialien, dabei überwiegend aus der Region und verzichten bewusst auf oberflächlichen Schnickschnack. Schließlich wollen wir Altes bewahren, zugleich jedoch neu interpretieren.“

Derzeit läuft die Fertigung von Adventkränzen und Adventgestecken bei den 306 aktiven Floristen und ihren 1.662 Mitarbeitern auf Hochtouren. „Heuer dominieren die Farben Lindgrün, Forstgrau, Silber-Zink, klassisches Rot und Brombeere“, teilt der Innungsmeister mit. „Aber auch Beige, Braun, Cremeweiß, Kupfer und Gold sowie Eisblau und Apricot liegen im Trend“, so Kaltenböck. Die meisten Niederösterreicher seien puncto Adventkranz allerdings nicht sehr experimentierfreudig und legen Wert auf Klassik. Darüber hinaus zaubern auch Amaryllis, Weihnachtsstern, Illex mit Beeren und Weihnachtskaktus Adventstimmung.

„Immer mehr im Kommen sind nun auch vorweihnachtliche Raumdekorationen für Firmen“, erklärt Thomas Kaltenböck. Schließlich sei beim Betreten eines Unternehmens oder Geschäftes der Eingangsbereich der erste Eindruck, den man als Kunde gewinnt – „sozusagen eine Art Visitenkarte, die viel aussagt. Aber auch die Mitarbeiter möchte man am Arbeitsplatz auf das Fest der Feste einstimmen.“ (dsh)

http://wko.at/noe/gaertner-floristen



15.11.2019
Boomender Exportmarkt Rumänien eröffnet NÖ Firmen große Chancen

Mit einem Wachstum von 4,8 Prozent im ersten Halbjahr 2019 zählt Rumänien zu jenen Staaten, die zurzeit einen besonders dynamisch verlaufenden Wirtschaftsaufschwung nehmen. Damit von diesem Trend auch exportorientierte Betriebe aus Niederösterreich profitieren können, haben ecoplus International, die NÖ Wirtschaftskammer und die NÖ Industriellenvereinigung gemeinsam zum „Rumänien Businesstalk“ in das Palais Niederösterreich in Wien geladen. Ziel der Veranstaltung war es, die großen Chancen aufzuzeigen, die dieser fast 20-Millionen-Einwohner-Markt im Südosten Europas bietet.

Schon geraume Zeit erfolgreich in Rumänien geschäftlich tätig sind u.a. der Glücksspielkonzern Novomatic aus Gumpoldskirchen, der Wolkersdorfer Gewürzhersteller Kotányi oder der in St. Pölten ansässige kartographische Verlag Schubert & Franzke. Erst vor kurzem hat der Fahrzeugrückhaltesystemerzeuger DELTA BLOC International aus Sollenau einen 100-Millionen-Euro schweren Auftrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im gesamten Schnellstraßennetz an Land gezogen. Aber auch niederösterreichische KMU fänden auf dem boomenden Markt, z.B. als Nischenanbieter, durchaus lohnende Möglichkeiten vor, hieß es beim Businesstalk unisono.

Auch eigene Produktionsstätten haben einige bekannte NÖ Unternehmen in Rumänien schon errichtet. Das sind z.B. der Dachsteinerzeuger Bramac aus Pöchlarn mit einem Werk in Hermannstadt (Sibiu), der zur Wopfinger-Gruppe gehörende Dämmstoff-Hersteller Austrotherm, der in Horia in der Region Moldau Fabriken zur Produktion von Styropor betreibt, oder die auf Energie- und Wassertechnik spezialisierte Firma Biogest aus Klosterneuburg, die Biogasanlagen plant, baut und serviciert. 2018 sind Waren im Wert von 505 Millionen Euro von Niederösterreich nach Rumänien ausgeführt worden. Damit rangiert der südosteuropäische Staat auf Platz elf der größten Exportdestinationen Niederösterreichs (mm)

http://www.ecointernational.at

http://wko.at/noe

http://www.iv-niederoesterreich.at



15.11.2019
Sicherheitsetiketten aus MĂĽnchendorf sind weltweit begehrt

Bei einem Betriebsbesuch der „Securikett Ulrich und Horn GmbH“ in Münchendorf, Bezirk Mödling, die auf die Entwicklung und Erzeugung von Sicherheits-Etiketten für den internationalen Produkt- und Markenschutz spezialisiert ist, stellte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav fest, dass solche Unternehmen den guten Ruf Niederösterreichs auf den Weltmärkten schaffen und damit auch hochwertige Arbeitsplätze sichern.

„Wir forschen und entwickeln laufend in Sachen Produktsicherheit, damit wir Fälschern und Produktpiraten immer einen Schritt voraus sein können. Schließlich können gefälschte Produkte ein Risiko für Gesundheit und Sicherheit werden. Etwa fünf bis acht Prozent unseres Umsatzes fließen in die Forschung und Entwicklung, für die wir alle drei Jahre ein neues Forschungskonzept erstellen“, teilte Marietta Ulrich-Horn, Geschäftsführerin von Securikett und dort Leiterin von Forschung und Entwicklung (F&E), dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Neben den unterschiedlichen Sicherheitsetiketten mit Hologrammen, Nummerierung und anderen Sicherheitsmerkmalen bietet Securikett das Online-System Codikett zur Authentifizierung an. Hier wurde die Software selbst entwickelt. Der entsprechende Server fĂĽr die Cloud-Anwendung, wo man weltweit ein bestimmtes Etikett identifizieren kann, befindet sich an einem Ort, der besonders abgesichert ist.

Die wichtigste Kundengruppe sind internationale Pharmakonzerne, wie Bayer in Deutschland. Für diesen Sektor erzeugt das niederösterreichische Unternehmen jährlich zwei Milliarden Sicherheitsetiketten. Auch der Tiroler Kristallhersteller Swarovski sichert seine Produkte mit Spezialetiketten von Securikett. Ein weiterer Kunde ist der Tabakkonzern Philip Morris, der ein Drittel seiner Sicherheitsetiketten, die jetzt in der EU Vorschrift sind, in Münchendorf fertigen lässt.

Die Exportquote beträgt 80 Prozent. Exportiert wird in 35 Länder der Welt. Mit 78 Mitarbeitern peilt Securikett 2019 einen Umsatz von etwa 13 Millionen Euro an. Dank des guten Geschäftsganges soll der Personalstand in den nächsten Jahren jährlich um 15 bis 20 Prozent aufgestockt werden. (hm)

http://www.securikett.com



15.11.2019
Das Mostviertel verkĂĽrzt mit regionalem Adventflair das Warten aufs Christkind

An die 60 Adventmärkte werden heuer im Mostviertel für vorweihnachtlichen Zauber sorgen und auf das schönste Fest des Jahres einstimmen. Neben dem Adventmarkt in der Landeshauptstadt St. Pölten und dem Christkindlmarkt auf Schloss Schallaburg findet die Flammende Weihnacht bereits zum vierten Mal statt - in den Schlössern Neubruck und St. Peter in der Au, im Rotschildschloss in Waidhofen an der Ybbs, in der Kartause Gaming, im Meierhof des Stiftes Seitenstetten und am Markplatz in Ybbsitz.

„Ergänzend bereichern ab heuer kleine, aber feine Adventveranstaltungen das Angebot der Flammenden Weihnacht und laden zur Funkelnden Dorfweihnacht ein“, berichtet Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Diese finden im Amonhaus in Lunz am See, in der Festhalle Rosenau, der Basilika Sonntagberg, am Dorfplatz in Reinsberg sowie in Hollenstein im Alten Pfarrhof und mit Treffpunkt Kripperlparkplatz statt.

Insgesamt ist der Mostviertler Advent zu einem absoluten Fixpunkt im jährlichen Veranstaltungs- und Brauchtumskalender geworden. „Vor allem zu den Märkten der Flammenden Weihnacht kommen von Jahr zu Jahr immer mehr Besucher“, sagt Andreas Purt. Dort wird nämlich das regionale Handwerk besonders stark gesucht und auch gekauft – „natürlich in Kombination mit der regionaltypischen Kulinarik Glühmost und Bauernkrapfen.“

Die meisten Besucher der Mostviertler Adventmärkte kommen aus dem Großraum Wien, aus Stadt und Land St. Pölten, aus Linz, Steyr und Wels. „Der Trend zum Advent anno dazumal ist ungebrochen“, betont Purt. „Alte Traditionen und Brauchtümer rücken erfreulicherweise immer mehr in das Interesse und bieten auch uns die Möglichkeit zu zeigen, wie man damals Weihnachten im Mostviertel gefeiert hat.“ (dsh)

http://www.mostviertel.at/advent

http://www.flammende-weihnacht.at



15.11.2019
Die Schallaburg verwandelt sich in ein Spiele-Mekka

Am ersten Adventwochenende laden der Verein Interessengemeinschaft (IG) Spiele, zu dem sich Erfinder, Produzenten und Händler von Brett-, Karten- und Gesellschaftsspielen zusammengeschlossen haben, sowie die NÖ Familienland GmbH und die Schallaburg in die Räumlichkeiten des Renaissanceschlosses, wo bereits zum 16. Mal das Niederösterreichische Spielefest stattfindet. Ziel der Veranstaltung ist es, die Besucher an die für sie bestgeeigneten Spiele heranzuführen. So sind auf der Schallaburg bei Melk alle großen Spiele-Verlage, wie z.B. Ravensburger, Piatnik oder Schmidt-Spiele, mit ihrem aktuellen Sortiment vertreten.

Das NÖ Spielefest geht am 30. November und 1. Dezember, jeweils von 9 bis 18 Uhr, in Szene. Der Eintritt ist frei. Auch heuer wieder stehen rund 1.500 Spiele zum Ausprobieren bereit. Beim letzten NÖ Spielefest 2018 hatten rund 7.500 Besucher das breit gefächerte Angebot getestet. So wie im Vorjahr sponsert die Wirtschaftskammer Niederösterreich Gutscheine des NÖ Spielwarenhandels im Gesamtwert von 2.000 Euro und wird sie unter den anwesenden Familien verlosen. (mm)

http://www.schallaburg.at

http://www.spielefest.at

http://www.noe-familienland.at