NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1564 vom 22.11.2019

22.11.2019
Am Flughafen Wien-Schwechat arbeiten bald 25.000 Beschäftigte

In der Ostregion Österreichs laufen der Flughafen Wien-Schwechat und die ihm angeschlossene „Airport City“ als Job-Motor weiter ungebremst. „Im kommenden Jahr werden wir erstmals die Marke von 25.000 Arbeitsplätzen übertreffen“, kündigt Flughafen-Vorstand Günther Ofner an. Der in Bau befindliche Office Park 4 – ein High-Tech-Bürogebäude für Start-up-Firmen, das im Mai 2020 in Betrieb gehen wird – „ist bereits zu 40 Prozent vermietet.“ Sind alle Flächen im Office Park 4 vergeben, rechnet der Flughafen dort mit 1.500 bis 2.000 neuen Jobs.

In der „Airport City“ sind zurzeit 250 Unternehmen angesiedelt. Unter den Betrieben befinden sich Fluglinien, Einzelhandels- und Gastronomieunternehmen, Speditionen, Transport- und Mineralölfirmen, Autovermietungen, Dienstleistungsbetriebe und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. „Heuer sind 15 neue Firmen dazugekommen, darunter u.a. ein Trainingszentrum für Hubschrauber“, berichtet Ofner.

Zusätzliche Arbeitsplätze schafft auch die Flughafen Wien-Gruppe selber. Per 30. September 2019 waren bei ihr 5.610 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren um knapp 700 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. (mm)

http://www.viennaairport.com



22.11.2019
Niederösterreichs Skigebiete locken mit attraktiven Preisen

Niederösterreichs Skigebiete sind besonders preisgünstig. Das geht aus einer aktuellen Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervor. Die Konsumentenschützer haben die Angebote und Liftpreise von mehr als 100 Skigebieten in Österreich erhoben und miteinander verglichen.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der VKI-Studie entnimmt, können Skifahrer ihre Schwünge besonders günstig an den Königsberg-Liften bei Hollenstein/Ybbs im Mostviertel ziehen. Nur 27 Euro kostet in diesem niederösterreichischen Skigebiet eine Erwachsenen-Tageskarte. Dem Gast werden hier 14 Pistenkilometer, ein Funparkareal, Buckel- und Carvingpiste sowie abseits der Abfahrten eine Langlaufloipe und ein Eislaufplatz geboten. Zum Vergleich: In Kitzbühel, dem teuersten Skigebiet Österreichs, muss ein Erwachsener für die Tageskarte 58 Euro bezahlen.

Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm. Für das Tagesticket sind am Schneeberg 29 Euro, auf der Forsteralm 29,50 Euro zu bezahlen.

Mit Preisen zwischen 30 und 40 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte punkten unter den vom VKI getesteten Skigebieten in Niederösterreich weiters der Unterberg bei Pernitz (33 Euro) und der Zauberberg Semmering (36 Euro). In Annaberg und auf der Gemeindealpe Mitterbach bezahlen Gäste für einen Tages-Skiausflug jeweils 36,50 Euro, in Mönichkirchen-Mariensee 37,50 Euro sowie auf dem Hochkar und am Ötscher jeweils 39,50 Euro. (mm)

http://www.konsument.at/skigebiete2020

http://www.niederoesterreich.at



22.11.2019
NĂ– Papierindustrie blickt verhalten in die Zukunft

Deutliche Veränderungen auf dem Rohstoffmarkt meldet Thomas Salzer, Geschäftsführer der Firma Salzer Papier GmbH, Spartenobmann der Industrie und Fachvertretungsvorsitzender der Papierindustrie in der NÖ Wirtschaftskammer. „War im ersten Quartal Zellstoff noch auf einem sehr hohen Niveau, hat danach ein deutlicher Preisverfall eingesetzt. Auch der Preis für Altpapier ist im Jahresverlauf wegen der Abhängigkeit von den Qualitäten gesunken“, erklärt Salzer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Ursache seien aber nicht neu geschaffene Kapazitäten gewesen, sondern eine Abnahmeschwäche auf der Kundenseite als Folge eines teilweise sehr schwachen Geschäftsverlaufs. Die Auslastung der nächsten Wochen werde für das Jahresergebnis vieler Unternehmen entscheidend sein.

Die wesentlichsten Herausforderungen der heimischen Papierindustrie sind neben den marktüblichen Auslastungs- und Rohstoffschwankungen die hohen Arbeitskosten, verbunden mit der schwierigen Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, wovon nahezu alle produzierenden Unternehmen betroffen sind, sowie die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten. 2018 haben die acht niederösterreichischen Papierindustriebetriebe, die 1.410 Mitarbeiter beschäftigen und 80 Lehrlinge ausbilden, 970.000 Tonnen Papier hergestellt.

„Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit müssten die Lohnnebenkosten zumindest auf deutsches Niveau gesenkt werden“, sagt Thomas Salzer. Um die Investitionsfähigkeit zu verstärkten, fordert er von der Politik planbare Rahmenbedingungen, wozu er auch eine Senkung der Körperschaftssteuer zählt.

Eine Prognose für 2020 ist laut Salzer kaum möglich, da zu erwarten sei, dass die Preise für Rohstoffe aufgrund der globalen Nachfrage - vor allem aus China - wieder steigen werden „Die schwächelnde Konjunktur wird die Nachfrage nach grafischen Papieren weiter senken. Bereits im ersten Halbjahr 2019 ist die Papierproduktion in Niederösterreich um sechs Prozent zurückgegangen“, so Thomas Salzer.

Er räumt aber den aktuellen Umweltdiskussionen durchaus ein, dass sie den Verpackungspapieren und-kartons neue Chancen schaffen könnten. Allerdings könnten durch die allgemeine Einsparung von Verpackung auch wieder Mengen verloren gehen. „Die Aussichten sind also derzeit sehr vage und unsicher, auch wenn die Bio-Ökonomie aus nachwachsenden Rohstoffen mittelfristig neue Chancen eröffnet.“ (dsh)

http://www.austropapier.at

http://www.salzer.at



22.11.2019
NEOS fordern den Ausbau der Kontrollbefugnisse des NĂ– Landesrechnungshofes

Einen Ausbau der Kontrollbefugnisse des NÖ Landesrechnungshofes und seiner Direktorin Edith Goldeband fordert die NÖ Landtagsabgeordnete und NEOS-Landesprecherin Indra Collini. Der Rechnungshof leiste zwar eine herausragende Arbeit, könne aber häufig auf Grund fehlender Befugnisse nicht tätig werden, obwohl das eigentlich notwendig wäre. Weil der Rechnungshof nur Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern prüfen dürfe, habe das zur Folge, „dass er im Bundesland mit dem größten Schuldenstand aller Bundesländer nur 26 seiner 573 Gemeinden prüfen darf“.

Wie Collini dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärte, gehe sie davon aus, dass es oft auch in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern zu Fehlentwicklungen komme, deren kontrollierende Aufarbeitung durch den Landesrechnungshof im öffentlichen Interesse und insbesondere im persönlichen Interesse der Steuerzahler läge.

In diesem Zusammenhang spricht sich die NEOS-Abgeordnete auch für eine Erweiterung des Aktionsradius des Landesrechnungshofes aus. Der Rechnungshof soll ihrer Meinung nach sowohl mit dem Einschaurecht in gemeinnützige Gesellschaften ausgestattet werden, in die große Summen öffentlicher Steuergelder fließen, als auch mit dem Einschaurecht in Unternehmen mit einer Landesbeteiligung ab 25 Prozent. (mü)

http://niederoesterreich.neos.eu



22.11.2019
Niederösterreichs erfolgreichste Betriebe wieder vor den Vorhang geholt

Bereits zum 21. Mal sind die blau-gelben ALC –Austrias Leading Companies – Kategoriesieger im Casino Baden ausgezeichnet worden. Für Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav Gelegenheit, auf die starke Wirtschaftskraft in Niederösterreich hinzuweisen, denn bei ALC sprechen nur die reinen Zahlen und Fakten, betonte sie. Durchgeführt wird ALC in allen Bundesländern von einer Kooperation, die aus der Tageszeitung Die Presse, dem Kreditschutzverband 1870 (KSV) und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC besteht.

Wichtig war es Bohuslav festzustellen, dass das Land Niederösterreich mit entsprechenden Wirtschaftsstrategien auf die Bedürfnisse der Unternehmen zu reagieren versuche und immer danach trachte, den Wirtschaftsstandort Niederösterreich noch attraktiver zu machen. Zusammen mit Wien sei man zu einer Drehscheibe im Ost-Europa-Markt geworden, dies gelte es, weiter zu stärken und auszubauen.

In der Kategorie „National mit Umsatz bis zehn Millionen Euro“, setzte sich heuer die Ing. Erhard Fischer GmbH aus der Hinterbrühl durch. Sie ist auf Industrie-Stromversorgungen, Heizfolien und Messtechnik spezialisiert. In der Kategorie „National mit Umsatz über zehn Millionen Euro“ ging der Preis an die INKU Jordan GmbH & Co KG in Wiener Neudorf. INKU ist als Inneneinrichtungsspezialist mit Parkett, Design- und Teppichböden, Tapeten, Wohntextilien und Sonnenschutz bekannt. Die dritte Kategorie - „International“ konnte die W. Hamburger GmbH aus Pitten für sich entscheiden. Dieses Unternehmen erzeugt Papier auf Basis von Altpapier.

Den Sonderpreis zum Thema Barrierefreiheit ging 2019 an die Gugler GmbH in Melk. Dieses Unternehmen ist die größte Kommunikationsagentur dieser Stadt und beschäftigt 120 Mitarbeiter, fünf davon mit Beeinträchtigungen. Der dienstälteste ist sogar schon 25 Jahre im Betrieb. Einen Schwerpunkt sieht das Unternehmen in der Barrierefreiheit im Web, um in der Gesellschaft keine digitale Kluft entstehen zu lassen. (hm)

http://diepresse.com/unternehmen/alc



22.11.2019
Neue AMS-MaĂźnahme soll Frauen mit mehr als 55 Jahren wieder in Arbeit bringen

Obwohl derzeit die Arbeitslosenzahlen noch rückläufig sind, möchte das AMS Niederösterreich in Kooperation mit der NÖ Landesregierung rechtzeitig Maßnahmen setzen, die Arbeitslosen helfen, die es bei der Vermittlung nicht leicht haben. Sei es wegen eines höheren Alters oder körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen. Mit der neuesten Maßnahme „Frauenpower 55+“ soll es Gemeinden, Organisationen und Betrieben leichter gemacht werden, solche Frauen, die über viel Lebens- und Berufserfahrung verfügen, zu beschäftigen.

„Mit Frauenpower 55+ wollen wir eine Sofortmaßname setzen, zumal in dieser Gruppe die Arbeitslosigkeit heuer wieder um 6,3 Prozent gestiegen ist“, erklärte der zuständige Landesrat Martin Eichtinger bei der Präsentation dieses Projekts. Nur wenn man rechtzeitig entgegenarbeite, könne man diesen Personenkreis wieder nachhaltig in Arbeit bringen.

Auch AMS-NĂ– Chef Sven Hergovich betont die Wichtigkeit solcher SofortmaĂźnahmen, merkt aber zugleich an, dass der Personenkreis im Alter von 55+ schon allein durch den demographischen Wandel allgemein zunimmt und damit auch die Zahl der Arbeitslosen, obwohl deren Prozentsatz in etwa gleich bleibe.

Mit „Frauenpower 55+ können derzeit 20 arbeitslose Frauen im Alter über 55 gefördert werden. Das Förderbudget beträgt 300.000 Euro. Derzeit ist diese Aktion auf die Bezirke Baden, Mödling, St. Pölten, Tulln und Gänserndorf beschränkt. Sie kann aber bei entsprechender Resonanz und Bedarf auf ganz Niederösterreich ausgedehnt werden. Auch Betriebe können sich um solche geförderte Personen bewerben.

Die Frauen, die bei dieser Aktion mitmachen, sind wieder beim Verein „Jugend & Arbeit“ angestellt. Sie werden für maximal sechs Monate überlassen, wobei angestrebt wird, dass diese Frauen in ein reguläres Dienstverhältnis übernommen werden. Die beteiligten Gemeinden, Organisationen und Betriebe leisten einen Pauschalkostenersatz von 350 Euro pro Monat. (hm)

http://www.ams.at/noe



22.11.2019
Nordautobahn verleiht den Wirtschaftsparks im Weinviertel FlĂĽgel

107 Unternehmen mit mehr als 2.200 Beschäftigten sind zurzeit im Wirtschaftspark Wolkersdorf, der von der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus betrieben wird, angesiedelt. Geht es nach NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ist damit das Ende der Fahnenstange bei weitem noch nicht erreicht. Denn seit der Verlängerung der Nordautoban über Schrick hinaus nach Poysdorf „liegen die Wirtschaftsparks Wolkersdorf, Mistelbach/Wilfersdorf und Poysdorf entlang einer attraktiven Verkehrsachse. Wir stellen fest, dass hier immer mehr Betriebe ihre Aktivitäten verstärken“, so Bohuslav.

Das mache insbesondere der boomende Wirtschaftspark Wolkersdorf erkennbar. Auf dem 91 Hektar großen Gelände befinden sich sowohl bekannte Markenartikelproduzenten, wie Manner oder Kotányi, als auch Leitbetriebe der Industrie, wie z.B. SPL Tele, Wittmann Battenfeld und Velux Österreich, aber auch immer mehr Kleinbetriebe. In diesem Zusammenhang hat das sogenannte „ecocenter Wolkersdorf“ eine besondere Bedeutung erlangt. Es ist nämlich ein Mehrmieterobjekt mit Büros und einer Lagerhalle, wo vor allem Start-up-Firmen ihren Standort haben.

Im Frühjahr 2015 hat im ecocenter Wolkersdorf die sogenannte „StartRampe“ ihren Betrieb aufgenommen – ein von der Erste Bank initiiertes Projekt, das die Ansiedlung von Start-up-Firmen fördert. „Seit der Eröffnung der StartRampe haben 20 Jungunternehmer dieses Programm in Anspruch genommen“, berichtet ecoplus-Aufsichtsrat, Landtagsabgeordneter Kurt Hackl. Das Interesse daran sei nach wie vor sehr groß.

Dem trägt die ecoplus Rechnung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro hat die Wirtschaftsagentur das ecocenter Wolkersdorf um eine neue Halle mit 1.400 Quadratmetern Fläche erweitert. Das ist schon die vierte Ausbaustufe gewesen. „Zwei Drittel der Hallenfläche sind bereits vermietet“, teilen die ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki und Jochen Danninger mit. (mm)

http://www.ecoplus.at



22.11.2019
NĂ– Holzbaubetriebe melden Wachstum und steigende Lehrlingszahlen

Wolfgang Huber, Landesinnungsmeister der Innung Holzbau in der NÖ Wirtschaftskammer, darf sich freuen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet seine Branche eine zehnprozentige Steigerung im Aktivenstand der Lehrlinge. „Zurzeit bilden wir 262 Lehrlinge in Zimmerei und 45 in Zimmereitechnik, zusammen 307 aus“, berichtet Huber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Im Vorjahr sind es 278 Lehrlinge gewesen“.

Zudem gibt es auch einen leichten Anstieg bei den Betrieben. 2018 gab es 390 aktive Zimmerei- und Holzbaubetriebe in Niederösterreich, heuer sind es 394. Sie beschäftigen zusammen 2.182 Mitarbeiter. „Auch unser Wachstum in der Holzbaubranche ist positiv“, so Wolfgang Huber. „Es herrscht allgemein eine gute Stimmung und eine zufriedenstellende Auftragslage.“

Dennoch spitzt sich der Fachkräftemangel auch bei den Holzbaubetrieben zu. „Manche Betriebe können nicht mehr alle Aufträge übernehmen, weil ihnen die Mitarbeiter für die Ausführung fehlen“, so der Innungsmeister. „Auch wenn die Lehrlingszahl gestiegen ist, benötigen wir mehr Nachwuchs für unsere Betriebe. Eine Lehrlingszahl von 400 aufwärts wäre wünschenswert.“

Ein weiteres Problem ist das Herüberarbeiten von Firmen aus dem Ausland, die ihre Mitarbeiter nicht den österreichischen Kollektivverträgen entsprechend entlohnen und gesetzliche Bestimmungen nicht einhalten. „Hier werden einerseits keine Abgaben entrichtet, was den Wettbewerb unfair macht, anderseits fehlt oft auch die fachliche Kompetenz. Die Ausführungen entsprechen meist nicht unseren hohen Qualitätsstandards, die wir heimischen Holzbaumeister unseren Kunden bieten.“

Deshalb sei es dringend nötig, weiter am Ball zu bleiben, wie Wolfgang Huber betont, sowohl in der Ausbildung, die ständig den neuesten Entwicklungen im Holzbau angepasst werden müsse, als auch in der Öffentlichkeitsarbeit. „Weiterhin die Werbetrommel für unseren Beruf rühren“ will er mit Schauzimmern auf Berufsinformationsmessen, mit Plakaten und mit Holzbaupreisverleihungen. „Denn Holzbaukunst muss gelebt und nach außen sichtbar gemacht werden“, sagt Huber, der auf Seminare zur Weiterbildung von Fachkräften setzt.

Auch in Zukunft erwartet sich Wolfgang Huber von den politisch Verantwortlichen Unterstützung. „Der klimaneutrale Baustoff Holz muss weiterhin forciert werden“, sagt er, „da er ein wichtiger Beitrag für die Zukunft von uns allen ist. Was die OIB-Richtlinien betrifft, ist in vielen Normen und Gesetzen die Baustoffneutralität statuiert worden, die einen vielseitigeren Einsatz des Baustoffes Holz ermöglicht. Damit Holz noch sichtbarer eingesetzt werden kann, bedarf es aber noch weiterer Änderungen. Die Baustoffindustrie will Verkleidungen mit Brandschutzplatten. Wir meinen aber, dass der Holzbau mit einer sichtbaren Holzoberfläche mehr punktet als versteckt unter Baustoffplatten.“

Für das kommende Jahr wünscht sich Wolfgang Huber viele interessante Holzbauten, zufriedene Holzbaukunden sowie Holzbaubetriebe und: „außerdem eine weiterhin gute Wirtschaftslage, motivierte Planer, Statiker und Zimmerer, die mit allen anderen Gewerken gemeinsam bauen. Holzbau ist im Trend.“ (dsh)

http://wko.at/noe/zimmermeister

http://www.oib.or.at



22.11.2019
Niederösterreich Bahnen: „Alles auf Schiene mit neuen Rekordzahlen“

Die Niederösterreich Bahnen der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) werden 2019 als das bisher beste Jahr in ihrer Geschichte verbuchen können. „Bis Jahresende rechnen wir mit 1,187 Millionen Fahrgästen. Das sind mit rund 60.000 um fünf Prozent mehr als vorher“, stellt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko fest.

Es sei „alles auf Schiene“, bestätigt auch Geschäftsführerin Barbara Komarek, die seit Oktober 2018 die Niederösterreich Bahnen steuert. Auch sie hat sich für 2020 die Latte hoch gelegt. Mit ihren 300 Mitarbeitern, darunter drei Lehrlingen, will sie wieder eine Zunahme der Fahrgäste um fünf Prozent erreichen. Dazu soll auch die Verlängerung der Sommer-Saison beitragen. „Wir fangen etwas früher an und werden den Sommer-Betrieb bis zum Ende der Herbstferien - also bis 1. November 2020 - aufrecht erhalten“, sagt Komarek.

Um das Angebot attraktiver und sicherer zu machen, sind seit 2010 rund 204 Millionen Euro in die sechs Bahnen und zwei Bergbahnen sowie in das Drumherum investiert worden. Für 2020 sind Investitionen in der Höhe von rund zwölf Millionen Euro veranschlagt - einerseits für die Attraktivierung des Bergareals auf dem Hochschneeberg, vor allem aber wieder in Gleisanlagen, Technik und Sicherheit der Bahnstrecken.

Mit der Zunahme der Fahrgäste um 7,2 Prozent auf knapp 580.000 hat die Mariazellerbahn - abgesehen vom Jahr der Landesausstellung 2015 - das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. „Sie ist das Rückgrat der Mobilität im Pielachtal“, so Komarek. Das soll am 13./14. Juni 2020 mit einem Schmalspurfestival und am 18. Juli mit dem ersten Bahnhofsclubbing im Betriebszentrum Laubenbachmühle gefeiert werden. Dort werden „The Ridin Dudes“ aufspielen.

Den größten Zuwachs erzielte heuer die Wachaubahn: 38.000 Fahrgäste bedeuten ein Plus von 24,6 Prozent. Erzielt wurde es mit einer Ausweitung des Angebots - „wir haben erstmals vier Zugpaare pro Tag geführt“, so Komarek. Dadurch konnten 7.500 neue Fahrgäste angesprochen werden. 2020 wird diese Bahn auch eine tragende Rolle beim 20-Jahr-Jubiläum des „Weltkulturerbes Wachau“ übernehmen. Neu wird das Angebot „Lesen im Zug“ sein, eine Kooperation mit Bibliotheken der Region. „Wir haben uns stark vernetzt und sind zahlreiche Partnerschaften quer durch alle Themen eingegangen“, erklärt Komarek mit dem Zusatz, dass das eines der Erfolgsgeheimnisse der Niederösterreich Bahnen sei.

202.000 Fahrgäste wird auch die Citybahn Waidhofen/Ybbs heuer erreichen, eine Zunahme um ein Prozent. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 verkehrt die Bahn im Halbstundentakt zwischen Waidhofen/Hauptbahnhof und Vogelsang, was nach den Erfahrungswerten „Angebot schafft Nachfrage“ Chancen auf ein noch deutlicheres Wachstum ergibt.

Von der Waldviertelbahn wird heuer inklusive Adventfahrten eine Zunahme um 3,4 Prozent auf 30.000 Fahrgäste erwartet. 2020 wird u.a. in mehr Familienfreundlichkeit investiert. So wird es einen Spielewaggon geben, der jeweils am Mittwoch mit der Diesel-Nostalgiegarnitur geführt wird. Ein besonderes Glanzlicht verspricht auch das Bahnhofsfest in Litschau am 23. Mai 2020 aus Anlass des 120-Jahr-Jubiläums der Strecke Gmünd-Litschau zu werden.

Der Reblaus-Express hat heuer 24.000 Fahrgäste angelockt, was ein Zugewinn von zwei Prozent war. In diesem Erlebniszug wird im kommenden Jahr das Format „Krimi, Kabarett und Wein“ eingeführt - mit Buchpräsentationen, Kabarett und Weinverkostungen.

Auch die Schneebergbahn legte 2019 wieder zu: um 3,5 Prozent auf 178.000 Fahrgäste. Im Jahr 2020 von Mai bis August wird das Bergareal Hochschneeberg mit einem neuen Spielplatz und einer neuen Wegeführung naturnah gestaltet.

Die Gemeindealpe Mitterbach verzeichnete mit einem Zuwachs um 8,3 Prozent auf 58.500 Besucher ebenfalls ihre bisher beste Sommersaison. Bei geeigneter Schneelage wird die Wintersaison am 7. Dezember 2019 starten – mit einer neuen Wellenbahn auf der Fun-Slope. „Speziell dort bieten wir natürlich ein attraktives Kombi-Angebot mit der Mariazellerbahn an“, so Komarek. (rz)

http://www.noevog.at



22.11.2019
Digitale Plattform aus dem Mostviertel organisiert die Pflege daheim

Dem Trend zur Pflege im eigenen Heim trägt die Firma Life Systems GmbH in Hofamt Priel, Bezirk Melk, mit der digitalen Plattform Lissi care Rechnung. Mit dieser Plattform können alle Personen, die an einer Pflege und Betreuung beteiligt sind, rasch und übersichtlich via App eingebunden werden. „Ihr Austausch ermöglicht eine optimale Versorgung. Lissi care ist dem NÖ Innovationspreis 2019 eine Anerkennung wert gewesen“, teilte der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Schnabler dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

„Eigentlich müsste das Produkt ‚Lissi care mit Konzept Hösl’ heißen, da Gabriela Hösl maßgeblich daran mitgewirkt und den pflegerischen Input geliefert hat. Wir haben dazu die entsprechende Plattform unter Zuhilfenahme eines Vorprodukts entwickelt“, sagt Schnabler zur Entstehungsgeschichte von Lissi care.

Die Plattform kann den gesamten Pflege- und Betreuungsprozess abbilden. Alle relevanten Informationen für eine Vernetzung stellt sie zur Verfügung. Unterschiedliche persönliche Zugriffsrechte ermöglichen eine Auswahl der Informationen nach den jeweils beteiligten Personen, von den Angehörigen bis zu den Ärzten und dem Pflege- und Betreuungspersonal. Aber auch Einkaufslisten z.B. für Lebensmittel können hier verwaltet werden. Als Endgerät hat Lissi care ein Smartphone mit einer entsprechenden App, aber auch per Tablet und Computer ist der Zugriff möglich.

Der Schwerpunkt der Anwendung liegt auf der 24-Stunden-Betreuung. Aber auch temporäre Pflege und Hilfe können mit dieser Plattform sehr gut organisiert werden. „Oft braucht man nach einem Unfall nur eine Zeitlang Hilfe und kann sie mit unserem Angebot zum Teil auch selber steuern. Die Bandbreite des Einsatzes ist hier sehr groß“, so Schnabler. Die Nutzung von Lissi care ist ab zwei Euro täglich möglich, abgerechnet wird monatsweise.

Zur Anwendung kommt diese Plattform sowohl bei Privatpersonen, als auch bei Anbietern von Pflegediensten sowie in einer Krankenanstalt zur digitalen Dokumentation von Hygiene und Reinigungsprozessen. Life Systems ist eine Tochterfirma von Mechatron - Schnabler GmbH & Co KG. Mit drei Mitarbeitern peilt man heuer einen Umsatz von 100.000 Euro an. (hm)

http://lifesystems.at/home

http://www.mechatron.at



22.11.2019
Korneuburger Firma setzt auf Nanopartikel

Auf die Produktion von Nanopartikel, die in Forschung und Industrie Anwendung finden, ist das Start-up-Unternehmen „Phornano Holding GmbH“ mit zwei Mitarbeitern in Korneuburg spezialisiert. Die neueste Nanopartikel-Entwicklung „HighQuant“ kommt in der Untersuchung von Proben unter dem Mikroskop zum Einsatz und macht es möglich, dass diese noch genauer durch Fluoreszent- und Akustikeffekte beobachtet werden können. Diese Entwicklung ist dem NÖ Innovationspreis 2019 eine Anerkennung wert gewesen.

„In der Mikroskopie gab es zwar die Möglichkeit schon, mit Licht und Ultraschall eine Probe zu untersuchen. Aber in Kombination in einem Gerät gab es das in dieser Form noch nicht. Mittels Laser kann man nicht nur Fluoreszenzlicht erzeugen, sondern auch Ultraschall. Das ermöglicht eine noch genauere Untersuchung der jeweiligen Probe und auch die Beobachtung lebender Zellen“, teilt Geschäftsführer Andreas Stingl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Diese Innovation ist in Zusammenarbeit mit der RECENDT GmbH in Linz entwickelt worden und hat bereits das Interesse am Einsatz in Forschungsstellen ausgelöst.

Phornano bietet ein Grundsortiment Nanopartikel an, entwickelt jedoch auch solche auf Kundenwunsch. Es gibt z.B. Zinkoxyd-Nanopartikel, die im Sonnenschutz zum Einsatz kommen. Schwerpunkt im Marketing sind fĂĽr Stingl wissenschaftliche Publikationen, da ein guter Teil der Kunden aus der Wissenschaft kommt und so weitere Wissenschafter und Forschungsgruppen der Industrie auf seine Nanopartikel aufmerksam gemacht werden. (hm)

http://www.phornano.com



22.11.2019
Waldviertler Koch-Kerzen Manufaktur lockt mit GroĂźangebot

Wer besondere Kerzen für Advent oder Weihnachten sucht, ist bei der Firma Koch-Kerzen in Gföhl im Bezirk Krems-Land an der richtigen Adresse. Das Angebot reicht von getunkten, durchgefärbten Spitzkerzen, handgegossenen Ein- und Mehrdochtkerzen und Fackellichtern bis zu extra gefertigten Wunschkerzen für verschiedene Anlässe.

„Bei uns gibt es Kerzen in dreißig verschiedenen Formen, 35 Farben und verschiedenen Düften. Besonders beliebt sind die farbig getunkten Spitzkerzen in Größen von acht bis zu 90 Zentimetern“, teilt Firmenchef Nathan Streibl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Als spezielles Angebot für Esoteriker nennt der Unternehmer seine „Chakra-Kerzen“ mit sieben eingearbeiteten Chakra-Farben.

Je nach Saison und Bedarf arbeiten im Waldviertler Geschäft zwei bis vier Mitarbeiter. Pro Jahr werden rund 60.000 Kerzen hergestellt. Mehr als die Hälfte sind getunkte, gezogene und durchgefärbte Spitzkerzen. „Wir verkaufen unsere Kerzen in ganz Österreich. Exporte haben wir keine mehr“, sagt Geschäftsführer Streibl. Neben den privaten Kunden zählen Gastronomiebetriebe, Pfarren, Drogerien, Floristen und Kerzenfachgeschäfte zu den Großkäufern der Kerzen-Manufaktur.

Gegründet worden ist das Koch-Kerzen-Geschäft 1972 von Peter Koch. Nach dessen Tod hat es Franz Streibl übernommen und 2015 seinem Sohn Nathan Streibl übergeben. Für diesen ist Kerzengießen ein weites Feld, weil es neben Kerzen auch die verschiedensten Sonderanfertigungen gibt. „Je nach Saison gehören auch aus Wachs gefertigte Bäume, Hasen, Weinflaschen etc. und Kerzen mit eingegossenen Holzstücken dazu. Trotz oft ausgefallener Kundenwünsche versuchen wir, immer eine gute Lösung zu finden“, sagt der Firmenchef.

Die Firma Koch-Kerzen präsentiert sich an drei Advent-Wochenenden mit einem Kerzenstand im Schloss Rosenburg. (km)

http://www.koch-kerzen.at