NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1565 vom 29.11.2019

29.11.2019
Mitgliederzahl der Wirtschaftskammer Niederösterreich auf neuer Rekordhöhe

Wie die Abteilung Statistik der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) auf ihrer Webseite bekannt gibt, hat die Zahl der Kammermitglieder im dritten Quartal des heurigen Jahres mit 135.762 eine neue Rekordhöhe erreicht. Sie sind zugleich als 162.962 Spartenmitglieder und 181.503 Fachgruppenmitglieder registriert. Von den 135.762 Mitgliedschaften sind 106.559 (78 %) aktiv und 29.203 (22 %) ruhend gemeldet.

Im Jahr 2016 ist die WKNÖ mit einem Verhältnis von 53.820 : 52.346 weiblich geworden. Inzwischen haben die Frauen im dritten Quartal ihren Vorsprung auf ihre Kollegen noch auf mehr als 4.000 (57.786 : 53.752) ausgebaut. 24.224 Kammermitglieder (17,8 %) sind juristische Personen.

Aus den jüngsten Zahlen geht auch die Struktur der Beschäftigung der angestellten 469.971 Mitarbeiter hervor. 72 Prozent davon entfallen auf die drei Sparten Gewerbe und Handwerk (152.8419, Handel (107.474) und Industrie (77.974). (mü)

http://wko.at/noe



29.11.2019
BOKU-Verkehrsforscher regen „Grüne Spur“ für Fahrgemeinschaften an

Rund 192.000 Personen pendeln jeden Werktag mit dem eigenen Auto aus dem Süden Niederösterreichs zur Arbeit nach Wien und wieder zurück. Aus dem Wald- und Weinviertel sind es 119.000 sowie aus der Region östlich der Bundeshauptstadt knapp 90.000 Personen. Dabei transportieren die Lenker am Steuer auf dem Beifahrersitz und den Rücksitzen zumeist „heiße Luft.“ „In Österreich fahren nämlich im Pendlerverkehr in zehn Pkw durchschnittlich nur elf Insassen“, rechnet Prof. Michael Meschik, stellvertretender Leiter des Instituts für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur (BOKU), dem NÖ Wirtschaftspressedienst vor. Gelänge es, den extrem niedrigen Besetzungsgrad in den Autos zu erhöhen, könnte man Zeit, Kosten und CO2-Emissionen sparen und die Umwelt spürbar entlasten.

Dabei kommt eine Verkehrsregelung ins Spiel, die sich rund um viele Großstädte in den USA und Kanada schon seit Jahren sehr bewährt: Fahrgemeinschaftsspuren – „High occupancy vehicle lanes“ (HOV-Lanes). Auf solchen Fahrstreifen dürfen zu Spitzenzeiten, an Werktagen morgens und am späten Nachmittag, nur Fahrzeuge mit mindestens zwei Insassen, manchmal auch mindestens drei Personen, verkehren. In Nordamerika, wo die meisten Berufstätigen mit dem eigenen Auto zur Arbeit pendeln, wird die Bildung von Fahrgemeinschaften erfolgreich von HOV-Lanes gefördert.

Derartige „Sonderfahrstreifen für mehrfach besetzte Kfz“ (mbK) kann sich Meschik auch auf ausgewählten Streckenabschnitten im hochrangigen Straßennetz um Wien, wie z.B. auf der vierstreifigen Südautobahn A2 oder der dreistreifigen Donauufer-Autobahn A22, vorstellen. „Bei hoher Verkehrsdichte kommt ein mbK-Fahrstreifen nicht nur Pendler-Fahrgemeinschaften zugute. Davon profitieren auch Buspassagiere, Handwerker-Teams im Firmenwagen oder Familien auf der Rückfahrt vom sonntäglichen Ausflug. Sie alle kommen schneller voran“, so der Mobilitätsexperte.

Das würden auch die BOKU-Beobachtungsergebnisse aus Puchenau bei Linz zeigen, wo es auf einem drei Kilometer langen Abschnitt der Rohrbacher Straße schon seit 1998 Österreichs einzigen mbK-Fahrstreifen gibt. Dort dürfen Pkw mit mindestens drei Insassen die Busspur nutzen, wenn sie stadteinwärts fahren. „Im Pendlerverkehr ist die Fahrzeit um rund 20 Minuten kürzer“, berichtet Meschik. (mm)

http://boku.ac.at/rali/verkehr



29.11.2019
Ăśberalterung wird zur Herausforderung fĂĽr den NĂ– Arbeitsmarkt

In den kommenden Jahren wird sich die Altersstruktur der niederösterreichischen Bevölkerung dramatisch verändern. Die Anteile der unter 20jährigen Kinder und Jugendlichen sowie jene der 20- bis 65jährigen Erwachsenen – auch Erwerbspotenzial genannt – sinken. Hingegen nimmt die Menge der Menschen im Pensionsalter von über 65 Jahren zahlen- und anteilsmäßig stark zu. Das geht aus der jüngsten Bevölkerungsprognose der Statistik Austria hervor. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat dieser Studie einige interessante Details entnommen.

Für den Arbeitsmarkt von großer Bedeutung ist vor allem die Entwicklung bei den 20- bis 65-Jährigen. In diesem erwerbsfähigen Alter sind 2018 in Niederösterreich rund eine Million Personen gestanden. Laut Prognose der Statistik Austria wird diese Bevölkerungsgruppe bis zum Jahr 2040 auf 961.000 schrumpfen. Es wechseln nämlich Jahr für Jahr mehr Personen ins Pensionsalter, als Menschen im erwerbsfähigen Alter durch Übertritte aus dem Schulalter bzw. durch Zuwanderung hinzustoßen. Der Anteil der 20- bis 65-Jährigen an der Bevölkerung Niederösterreichs geht langfristig von 60,4 Prozent (2018) auf 52,9 Prozent (2040) bzw. 49,8 Prozent (2080) zurück.

Kräftige Zuwächse sind in Niederösterreich ab sofort bei der über 65jährigen Bevölkerung zu erwarten, wobei der Alterungsprozess durch den Anstieg der Lebenserwartung noch beschleunigt wird. Haben sich 2018 in Niederösterreich rund 335.000 Personen im Rentenalter über 65 Jahren befunden, werden es im Jahr 2040 schon 514.000 sein, im Jahr 2080 sogar 622.000. Der Anteil der über 65jährigen Bevölkerung steigt in Niederösterreich von 20 Prozent (2018) auf 28,3 Prozent (2040) bzw. 31,6 Prozent (2080). (mm)

http://www.statistik.at



29.11.2019
IV-NÖ-Präsident Salzer: „Wir müssen das Klima-Problem lösen“

„Greta, nur konkreter“. Unter diesem Motto diskutierten Manager aus der Industrie im Rahmen des „Industrie Forums NÖ“ der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) den Umgang mit dem Klimawandel. Zündstoff für die Debatten lieferten die Impulsvorträge von drei Experten, die das Thema Klima-Strategien jeweils aus der Sicht der Industrie, aus der Sicht der Forschung sowie aus der Sicht der Politik beleuchteten.

Für Niederösterreichs Industrie-Präsident Thomas Salzer steht fest: „Wir müssen das Problem lösen, in einer Balance zwischen den notwendigen Veränderungen und der Gefährdung des Wohlstands.“ Gleichzeitig müsse man sehen, dass die Europäische Union nur für knapp zehn Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Es stellt sich daher die Frage: Was nützt es, wenn Europa 2050 die Klimaziele erreicht hat? Ist dann die Klimakatastrophe abwendbar?

Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Energieagentur, versuchte eine positive Antwort: „Wenn wir in Europa zeigen, dass es funktioniert, ist das auch exportierbar, dann werden auch in anderen Teilen der Welt entsprechende Investitionen stattfinden.“ Lechner ist sich sicher, dass die Veränderungen, mit denen wir es zu tun haben, „sehr massiv“ sein werden - „und es gibt auch noch die Digitalisierung“, die zu bewältigen sei. Von der Politik fordert er daher weltweit „Change Management und Visionen, wo wir hinwollen und wie die Welt in 30 Jahren aussehen soll.“

Diesen Visionen steht gegenüber, dass vieles davon schon vor 30 Jahren als politische Agenda notiert gewesen war, wie die Attraktivierung des Bahnverkehrs, Förderung des E-Autos und sogar eine CO2-Abgabe. Bis jetzt sei es in Österreich nicht einmal gelungen, in rechtlichen Energie-Fragen eine entsprechende Harmonisierung zwischen dem Bund und den Ländern herbeizuführen.

Einen vorbildlichen politischen Weg zeigt etwa Dänemark auf. Dort gibt es eine All-Parteien-Einigung auf eine Klima-Strategie, die auch mit entsprechenden Budget-Zahlen untermauert ist. Schließlich ist allen Experten und Wirtschaftstreibenden klar: Die Abwendung der Klima-Katastrophe wird teuer.

Dass die EU insgesamt auf einem guten Weg sei, strich Dieter Drexel hervor, der in der Industriellenvereinigung für Ressourcen & Energie sowie Umwelt zuständig ist. Österreich habe noch Aufholbedarf, meinte er mit Blick auf die künftige Regierung. Wenn nämlich Innovationen und Technologie als Treiber für die Energie-Wende gedacht werden, seien die 140 Millionen Euro, mit denen der Bund die Energieforschung auch noch in Richtung Wasserstoff fördert, viel zu wenig. Die IV fordert eine Dotierung mit rund 400 Millionen Euro. „Wir müssen auch groß-skalige Innovationen möglich machen“, so Drexel.

In dieselbe Marschrichtung geht auch Bernhard Gahleitner vom Austrian Institute of Technology (AIT). Dieses Institut ist Dreh- und Angelpunkt eines Forschungsprojekts zur Abkehr von fossilen Energieträgern durch „Technologie made in Austria.“ An diesem Projekt sind rund 100 Partner beteiligt, und es habe sich jetzt schon gezeigt: „Technik allein hilft nicht. Es braucht auch entsprechende Infrastruktur und neue Geschäftsmodelle.“

Gahleitner verweist insbesondere auf zwei Projekte aus Niederösterreich: Bei einem geht es um die Nutzung der Abwärme aus der NÖM zur Energieversorgung der benachbarten Martinek-Kaserne in Baden. In einem zweiten Projekt wird an Hochtemperatur-Wärmepumpen gearbeitet sowie eine entsprechende Speichertechnik entwickelt, weil Energie-Angebot und Energie-Bedarf oft auseinanderklaffen und klimaschonend überbrückt werden sollen. (rz)

http://www.iv-niederoesterreich.at



29.11.2019
In NÖ liegt das Ferienprogramm „Urlaub am Bauernhof“ voll im Trend

1990 haben die Tourismusverantwortlichen in Niederösterreich den Grundstein für das Programm „Urlaub am Bauernhof“ gelegt. In den bald 30 Jahren seit seinem Start hat sich dieses Ferienangebot, das vor allem Familien mit Kindern anzieht, zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Hatte „Urlaub am Bauernhof“ im Jahr 2000 rund 556.000 Nächtigungen in Niederösterreich verzeichnet, sind es 2018 schon 718.000 gewesen. Das ist ein Anstieg um fast 30 Prozent.

Auch im Vorjahr hat „Urlaub am Bauernhof“ in Niederösterreich gegenüber 2017 weiter zugelegt. „Bei den Privatzimmern hat es einen Anstieg um 3,2 Prozent auf 467.000 Übernachtungen gegeben, auf den Bauernhöfen sogar ein Wachstum um 5,7 Prozent auf 251.000 Übernachtungen“, teilt Doris Fertl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Auch heuer visiert man nach den bisher vorliegenden Zahlen ein Plus an. „Von Jänner bis August liegen wir um 3,9 Prozent über dem Nächtigungsergebnis von 2018“, gibt Fertl bekannt.

Auch aus Sicht der teilnehmenden Betriebe läuft „Urlaub am Bauernhof“ sehr zufriedenstellend. Hatten sich zu Beginn der Aktion vor fast 30 Jahren erst 140 Höfe und Privatzimmervermieter beteiligt, so ist die Zahl mittlerweile auf 614 geklettert. Davon bieten 349 Betriebe „Urlaub am Bauernhof“ an, 265 sind Privatzimmervermieter.

Der „Urlaub am Bauernhof“ folgt verschiedenen Spezialisierungen, so z.B. in Richtung Bio, Gesundheit, Radfahren oder Wein. Die Angebote werden in Katalogen präsentiert, die man im Internet downloaden und durchblättern oder per Post bestellen kann. Darunter finden sich z.B. „Baby- und Kinderbauernhöfe“, „Reiterbauernhöfe“ und „barrierefreier Bauernhof“. Das Besondere in Niederösterreich ist die Vielfalt. Die Auswahl reicht vom Mostviertler Vierkanter bis zum Haus im Weinviertler Straßendorf oder in der Kellergasse. (mm)

http://www.landurlaub.at



29.11.2019
Mode und Bekleidungstechnik will den Nachwuchs forcieren

Auch im internationalen Vergleich können Niederösterreichs Modemacher sehr gut mithalten. Beim diesjährigen Weltkongress der Master Tailor in Verona ist Österreich auch mit Modellen aus Niederösterreich vertreten gewesen, teilte Andreas Anibas, Landesinnungsmeister für Mode und Bekleidungstechnik in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Derzeit haben wir 1.199 aktive Mode- und Bekleidungstechnikbetriebe. 153 davon beschäftigen 1.460 Mitarbeiter. Leider werden zurzeit nur sechs Lehrlinge im Bereich Bekleidungsgestaltung ausgebildet – das sind um fünf weniger als noch im Vorjahr.“

Heuer haben zwei Lehrlinge am Bundeslehrlingswettbewerb teilgenommen. „Ihre Leistungen und ihr Engagement waren grandios“, berichtet Anibas. „Überhaupt beobachte ich immer mehr, dass es sehr viele begabte und kreative junge Leute gibt. Meine Aufgabe wird es sein, junge Kollegen in die Wirtschaft einzubinden und zu unterstützen. Mit Wettbewerben und Modeschauen möchte ich jungen Kollegen eine Plattform bieten, sich zu präsentieren.“

Besonders gut vertreten war Niederösterreich wieder beim Haute Couture Austria Award, der am 21. November im Wiener Odeon Theater über die Bühne gegangen ist. Heuer traten elf Teilnehmer aus Niederösterreich an, wovon das Atelier Schönbauer-Manak aus Strasshof den 3. Platz belegt hat.

Besonders erfreut zeigt sich Innungsmeister Andreas Anibas darüber, dass man die Zahl der Meisterprüfungen halten konnte. „2019 durften wir 13 Jungmeister zur Meisterprüfung gratulieren. Die Meisterprüfung ist wichtig für das Handwerk. Nur mit entsprechenden Befähigungsnachweisen kann unser Handwerk den Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht werden. Mein Ziel ist es, das Wissen unserer erfahrenen Kollegen an den Nachwuchs weiterzugeben. Schon in diesem Jahr sahen wir Kollegen im Einsatz, die Seminare für Schnittgestaltung, Abänderungslehre, Trachtenfertigung und Verarbeitungstechniken angeboten haben.“ Diese Seminarreihe soll auch im nächsten Jahr weitergehen und ausgebaut werden. Es sei nämlich wichtig, traditionelle Techniken, Tricks und Tipps weiterzugeben. (dsh)

http://wko.at/noe/bekleidung



29.11.2019
Agrana investiert in Pischelsdorf weitere 100 Millionen und schafft 45 neue Jobs

Vor kurzem hat der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana in Pischelsdorf/Donau im Bezirk Tulln eine zweite Weizenstärkeanlage in Betrieb genommen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bio-Ethanol-Werk und zur Weizenstärkeanlage I ist um 100 Millionen Euro eine weitere Produktionsstätte entstanden, die die Kapazität zur Weizenstärkeherstellung verdoppeln wird. Das Projekt schafft auch 45 neue Arbeitsplätze.

„Mit der Erhöhung der Gesamtverarbeitungskapazität von derzeit rund 800.000 Tonnen auf 1,2 Millionen Tonnen Getreide rückt Pischelsdorf in das Spitzenfeld der großen europäischen Stärkeproduktionsstandorte auf“, erklärte Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart bei der Eröffnung der Anlage. Jedes Jahr werden in der erweiterten Weizenstärkefabrik aus rund 650.000 Tonnen Weizen 260.000 Tonnen Weizenstärke, 50.000 Tonnen Weizengluten, 100.000 Tonnen Weizenkleberfutter sowie 35.000 Tonnen Weizenkleie gewonnen. Mit der Werkserweiterung trage man vor allem dem steigenden Bedarf der Papierindustrie an Rohstoff zur Erzeugung von Verpackungsmaterial für den boomenden Online-Versandhandel Rechnung, so Marihart.

Die von Agrana in Pischelsdorf getätigten Investitionen bewegen sich in jeweils dreistelliger Millionenhöhe. In den Bau des Bio-Ethanol-Werks und der ersten Weizenstärkeanlage sind 200 Millionen Euro geflossen, weitere 100 Millionen nun in das Werk II. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen am Standort 250 Mitarbeiter. (mm)

http://www.agrana.com



29.11.2019
Lebzelter Schmid verbindet in Maissau Lebkuchen mit Kunst

Von der Lebzelterei Schmid in Maissau werden die traditionellen Lebkuchen in besonderen Blechdosen angeboten. „Die Deckel unserer Lebkuchen-Dosen werden mit Winterbildern des bekannten Waldviertler Künstlers Karl Korab gestaltet. Außerdem haben wir für einige Lebkuchenverpackungen auch Puzzle von zwei Korab-Bildern. Bei uns gibt es Genuss mit Kunst“, stellt Konditormeister Martin Schmid gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest.

Etwa 3.200 Bilderdosen werden jedes Jahr mit Lebkuchen gefüllt und verkauft. „Am besten gehen gefüllter Lebkuchen mit Himbeergelee und Ribisel-Marmelade. Aber auch Lebkuchen mit Marzipan oder Krokant sind sehr beliebt“, erklärt Konditormeister Schmid. Insgesamt werden in der Lebzelterei pro Jahr zwischen 14.000 und 18.000 Kilogramm Lebzelten produziert.

Im umfang- und variationsreichen Sortiment befinden sich außer Weihnachts-, Neujahrs-, Oster-Lebkuchen auch Muttertagsherzen und Lebkuchen in Dirndl-, Lederhosen- oder Bierkrügel-Form. Alle Produkte werden von Hand ausgestochen, gefüllt und verziert. Auf Wunsch gibt es sogar personalisierte Lebkuchen, wie zum Beispiel Pinguine, Hunde, Katzen oder Traktoren für Kinder-Feste. „Nicht vergessen darf man auf unsere Weinbeißer, die nach wie vor das ganze Jahr über gerne gekauft werden“, sagt Lebzelter Schmid.

Mit zwölf Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen gleich bleibende Umsätze, ausgenommen heuer, wo die Lebkuchen-Nachfrage für eine leichte Steigerung sorgte. Als Exportland nennt der Firmenchef Deutschland. „Vor allem sind es Firmen, die unsere Lebkuchen als Weihnachtsgeschenke kaufen. Außerdem beliefern wir etliche Wiederverkaufsstellen und viele private Kunden in ganz Österreich“, so Martin Schmid.

Seit 1913 gibt es die Lebzelter-Konditorei in Maissau. Josef Schmid, der Großvater, hat die Tradition der Lebzelter und Wachszieher in Maissau fortgesetzt, Vater Alfons hat das Geschäft ausgebaut und Martin Schmid führt den Betrieb seit fast vier Jahrzehnten. Er will auch künftig allen Leuten vermitteln, „dass handwerkliche Qualitätsprodukte immer Zukunft haben.“ (km)

http://www.lebkuchenschmid.at



29.11.2019
Der „riz up GENIUS“-Preis würdigt wieder die genialsten Ideen

Ab sofort und bis 3. März 2020 können Personen, die innovative Problemlösungen entwickeln, ihre Vorschläge zu Papier bringen und beim „riz up GENIUS ideen- und gründerpreis“ einreichen. Diese Auszeichnung der besten Geistesblitze findet heuer bereits zum 19. Mal im Rahmen der Gründerinitiative des Landes Niederösterreich statt. Ohne jede Themenbeschränkung sind dazu Ideen aus sämtlichen Wissenschaftszweigen erwünscht, egal ob Einzelprojekte oder Teamarbeiten.

Der „riz up GENIUS ideen- und gründerpreis“ würdigt herausragende Leistungen in den vier Kategorien „Geniale Forschung und Entwicklung“, „Geniale Start-Ups“, „Geniale UnternehmerInnen“ sowie „Genial digital“. Die besten Ideen werden in einer großen Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2020 vorgestellt und prämiert. Die Sieger erhalten Geldpreise in der Höhe von jeweils 6.000 Euro.

Organisiert wird der „riz up GENIUS ideen- und gründerpreis“ vom riz up - der Gründer-Agentur des Landes Niederösterreich - mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Niederösterreich, des Landes Niederösterreich, der Industriellenvereinigung Niederösterreich, der Raiffeisen Bankengruppe NÖ-Wien, der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus, der Flughafen Wien AG, der Wiener Städtischen Versicherung, der EVN, Novomatic sowie des RIZ-Fördervereins NÖ-Süd. Projektpartner ist das accent Gründerservice. (mm)

http://www.riz-up.at/genius



29.11.2019
Niederösterreichs Winzer räumen Falstaff-Rotweinpreise ab

Dass Niederösterreichs Weißweine zu den weltbesten zählen, beweisen die Ergebnisse internationaler Vergleichsverkostungen immer wieder aufs neue. Aber auch mit ihren Rotweinen haben die niederösterreichischen Winzer in den letzten Jahren einen beachtlichen Qualitätssprung gemacht. Bei der renommierten Rotweinprämierung des Fachmagazins „Falstaff“, die heuer bereits zum 40. Mal durchgeführt wurde, hat Niederösterreich den Gesamtsieger gestellt. Darüber hinaus haben Niederösterreichs Rotweine fünf der insgesamt acht Sortenwertungen gewonnen – mehr als die erfolgsverwöhnten Burgenländer.

„Falstaff“-Rotwein-Sieger wurde das Weingut Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn. Der Winzer aus dem Weinbaugebiet Carnuntum holte sich den ersten Platz mit seiner Cuvée „Ried Rosenberg 1 ÖTW“, Jahrgang 2017. Ebenfalls aus Niederösterreich kommt der Gewinner des dritten Platzes, das Weingut Johanneshof Reinisch aus Tattendorf in der Thermenregion. Es hat mit dem Pinot Noir „Ried Holzspur 2017“ den Sprung auf das Podest geschafft.

Unter den mehr als 1.400 von den „Falstaff“-Juroren verkosteten und bewerteten Rotweinproben haben heuer insbesondere die Weinbaugebiete Carnuntum und Thermenregion die Trophäen abgeräumt. So wurde das Weingut Philipp Grassl aus Göttlesbrunn Sortensieger beim Zweigelt. Beim Shiraz - einer Rotweintraube, die erst in jüngster Zeit in Österreich en vogue geworden ist - gewann das Weingut Artner aus Höflein. Die St. Laurent- sowie die Pinot Noir-Wertung holte sich das Weingut Johanneshof Reinisch aus Tattendorf. Und die Cuvée-Konkurrenz entschied schließlich der „Falstaff“-Sieger Gerhard Markowitsch für sich.

In das Weinbaugebiet Kamptal ist der Hauptpreis in der „Reserve-Trophy“-Wertung gegangen. Das ist eine Spezialkategorie der „Falstaff“-Rotweinprämierung, zu der nur Weine zugelassen sind, die frühestens drei Jahre nach dem Erntezeitpunkt auf den Markt kommen. Hier gewann das Weingut Kurt Angerer aus Lengenfeld mit dem Shiraz „RedGranite limited edition 2015“ den ersten Platz. (mm)

http://www.falstaff.at



29.11.2019
MOLL-MOTOR aus Stockerau bereitet Afrika als Hoffnungsmarkt auf

Die Mechatronische Antriebstechnik GmbH MOLL-MOTOR in Stockerau ist derzeit im Begriff, ihre ersten Schritte in Afrika auszubauen. Wie Geschäftsführer Gerulf Moll dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, war die Lieferung von 15 Stück leistungsstarken Stromaggregaten nach Ägypten der Anfang. Jetzt steht ein Folgeauftrag für weitere 42 Stück vor dem Abschluss.

Die MOLL-Dieselstromerzeuger werden für Bewässerungsanlagen eingesetzt, die mitten in der Wüste liegende Erdnuss- und Orangenplantagen mit Wasser versorgen. Aus rund 300 Meter tiefen fossilen Grundwasservorkommen wird das Wasser hochgepumpt und mit Beregnungsanlagen über die Felder verteilt. Die dazu erforderlichen Pumpen- und Beregnungsantriebsmotoren werden mit Strom aus den Aggregaten versorgt.

„Da afrikanische Länder hohe Wirtschaftszuwachsraten haben, gibt es jetzt auch erste Vertragsverhandlungen für eine MOLL-MOTOR-Vertretung für ganz Afrika. Durch diesen Partner sollen Land für Land bearbeitet und erste Aufträge über Ägypten abgewickelt werden“, erklärt Gerulf Moll.

Schwerpunkt des Stockerauer Unternehmens mit seinen 80 Mitarbeitern ist der Vertrieb von Elektromotoren, Getrieben und Kupplungen etc. Die Angebote reichen von der Projektplanung und Umsetzung bis zur Inbetriebnahme von ganzen mechatronischen Antriebssträngen. Etwa 40 Prozent der Produkte gehen in den Export. Hauptsächlich in den EU-Raum, aber auch in exotische Länder wie Tibet oder die Mongolei.

Als erfreuliche Neuheit nennt Gerulf Moll die vor zwei Jahren erfolgte Übernahme der Vertretung von Flender-Kupplungen: „Uns bringt die Übernahme weltweit bekannter Marken-Produkte nicht nur eine Umsatzsteigerung, sondern vor allem auch eine Abrundung unseres eigenen Lieferprogramms.“ Nach jährlichen Umsatzsteigerungen, auch im laufenden Geschäftsjahr, errichtete die Geschäftsleitung vor kurzem einen großen Zubau für die Lagerhaltung von rund 60.000 Artikeln und für neue Büroräumlichkeiten am Standort Stockerau. (km)

http://www.mollmotor.at