NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1570 vom 10.01.2020

10.01.2020
Neujahrsempfang im Zeichen der Problemlösungskompetenz der Wirtschaft

Den traditionellen Neujahrsempfang der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) nahm Präsidentin Sonja Zwazl zum Anlass, die Entwicklung der letzten 20 Jahre in Niederösterreich anhand statistischer Vergleichszahlen Revue passieren zu lassen. So seien in dieser Zeitspanne die Arbeitsplätze in der gewerblichen Wirtschaft von 380.000 auf 450.000 geklettert und die Exporte von 13 auf 24 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der WKNÖ-Mitglieder habe sich von rund 51.000 auf 107.000 mehr als verdoppelt.

Lobend hob sie hervor, „unsere Technologien und das Knowhow unserer Betriebe sorgen für umweltfreundliche neue Möglichkeiten und für Energieeffizienz“. Als Problemlöser sei die Wirtschaft kein Verursacher, sondern der Ermöglicher neuer und fortschrittlicher Entwicklungen. „Unser Ruf nach Deregulierung, Steuersenkungen, fairen Regeln im internationalen Wettbewerb ist im Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung angekommen“, stellte Zwazl fest. (mü)

http://wko.at/noe



10.01.2020
AMS sperrt Arbeitslosengeld in Niederösterreich 11.500 Mal

Rund 5.700 in Niederösterreich beschäftigungslosen Frauen und Männern hat das Arbeitsmarktservice (AMS) im ersten Halbjahr 2019 den Bezug des Arbeitslosengeldes mit der Begründung gesperrt, dass sie eine zumutbare Stelle nicht angenommen, an keinen Schulungsmaßnahmen teilgenommen oder nachweislich keine Eigeninitiative bei der Jobsuche gezeigt haben. Das entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem „AMS-Data Warehouse“, der Arbeitsmarktdatenbank des AMS. Veröffentlicht wurde die Zahl im Zuge einer an das Sozialministerium gerichteten parlamentarischen Anfrage, die von Nationalratsabgeordneten der FPÖ eingebracht worden ist.

In weiteren rund 3.300 Fällen ist das Arbeitslosengeld gestrichen worden, weil der Arbeitsuchende die vorgeschriebenen Kontrollmeldungen verweigert hat. In knapp 2.500 Fällen waren unbegründete Selbstkündigung oder fristlose Entlassung die Sperrursache. Im ersten Halbjahr 2019 sind in Niederösterreich 11.500 Job-Verweigerern – 7.400 Männern und 4.100 Frauen – vom AMS der Bezug des Arbeitslosengeldes gesperrt worden. (mm)

http://www.ams.at/noe



10.01.2020
Kremser Donauhafen verspĂĽrt wieder Oberwasser

Für den Donauhafen Krems ist 2019 ein sehr gutes Geschäftsjahr gewesen. Insgesamt sind an Niederösterreichs größtem Umschlagplatz an der Wasserstraße im Vorjahr 1,35 Millionen Tonnen Güter be- und entladen worden. Das waren um sechs Prozent mehr als 2018. Diese Zahlen teilt die Betreibergesellschaft Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Nach Verkehrsträgern aufgeschlüsselt, verbuchte der Kremser Hafen den größten Anstieg beim Bahnumschlag, der um 13 Prozent auf 413.000 Tonnen zulegen konnte. Der Schiffsumschlag ist 2019 um sechs Prozent auf 368.000 Tonnen gewachsen und der Lkw-Umschlag um zwei Prozent auf 568.000 Tonnen. Die Zahl der im Vorjahr im Kremser Hafen be- und entladenen Container stieg um zwölf Prozent auf 956.

„Nach dem Niederwasserjahr 2018 waren die Donaupegel im Vorjahr relativ stabil, so dass wieder größere Mengen Agrarprodukte, Dünger und Stahlschrott mit dem Schiff transportiert werden konnten“, berichtet Rhenus Donauhafen Krems-Geschäftsführer Gerhard Gussmagg. Er hofft auch heuer auf stabile Fahrwasserverhältnisse. Dann sei ein weiterer Anstieg des wasserseitigen Umschlags realistisch.

Unter Verweis auf die öffentliche Klimadiskussion streicht Gussmagg die ökologischen Vorteile der Wasserstraße hervor: „Die Donauschifffahrt ist nicht nur kostengünstig, sondern auch sehr umweltfreundlich. Als trimodaler Standort können wir sie mit Bahn und Straße ideal verknüpfen.“

Apropos umweltfreundlich: Auch vom erneuerbaren Energieträger Windkraft profitiert der Kremser Hafen beim Transport der groß dimensionierten Bauteile. „Da sollte heuer einiges möglich sein. Mit unserer guten Erreichbarkeit und Autobahnanbindung sind unsere Hallenlagerflächen sehr gut ausgelastet, weshalb wir eine Kapazitätserweiterung planen“, kündigt der Geschäftsführer an.

Die Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG, deren 50 Mitarbeiter für Hafenlogistik und Umschlag verantwortlich sind, ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Logistik-Konzerns Rhenus. Die Firmengruppe ist in Krems mit knapp 80 Beschäftigten auch in den Geschäftsfeldern Speditionsdienste (Rhenus Logistics Austria) sowie Binnenschifffahrt und Befrachtung (Rhenus Danube Shipping) tätig. (mm)

http://www.rhenus-hafenkrems.com



10.01.2020
Das Rote Kreuz braucht heuer 10.000 Erstblutspender

Die Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland des Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) will heuer verstärkt Erstspender ansprechen. Mit neuen Ideen sollen junge Leute dazu bewogen werden, regelmäßig Blut zu spenden. „Um den natürlichen Abgang decken zu können, benötigen wir jährlich 10.000 Erstspender“, teilt Markus Mottl, Leiter der Aktionsplanung in der Blutspendezentrale, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Dem gegenüber stehen kontinuierlich sinkende Zahlen bei Erstspendern. Von 2017 auf 2018 haben sie von 12.494 um 4,8 Prozent auf 11.889 abgenommen und von 2018 auf 2019 von 11.889 um 4,0 Prozent auf 11.410. Mit den bewährten Strukturen, wie z.B. den Blutspendeaktionen in ganz Niederösterreich, ist es nur bedingt möglich, Erstspender zu erreichen.

„Wir müssen verstärkt dort aktiv werden, wo sich das Leben junger Leute in ihrer Freizeit abspielt“, verrät Mottl. An oberster Stelle stehen für ihn dabei Einkaufs- und Fachmarktzentren. „Unser erklärtes Ziel ist es, das Blutspenden in diesem Umfeld so zu positionieren, dass es im wahrsten Sinn des Wortes nebenbei erledigt werden kann.“

Ein erster erfolgreicher Schritt in diese Richtung war die Kampagne http://www.gibdeinbestes.at. Punktgenau auf junge Leute zugeschnitten, genügt die eigene E-Mail-Adresse oder ein eigener Facebook-Account, um individuelle Informationen zum Thema Blutspenden zu erhalten. „Der Spagat zwischen groß angelegten Spendenaktionen im Speckgürtel rund um Wien und bewährten Abläufen, wie bei Terminen im nördlichen Waldviertel, wird für eine sichere Versorgung der Spitäler mit Blutkonserven zunehmend wichtiger“, hebt Markus Mottl hervor. In Österreich wird alle 90 Sekunden eine Blutkonserve benötigt. Die von der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland belieferten 60 Spitäler haben einen konstanten Bedarf von 2.700 Blutkonserven pro Woche.

In Niederösterreich gehen 2,7 Prozent der Bevölkerung Blutspenden. Das ist knapp über dem österreichweiten Durchschnitt mit 2,51 Prozent und genau zwischen dem Burgenland (3,32 Prozent) und Wien (1,13 Prozent). (haw)

http://www.roteskreuz.at/blutspende



10.01.2020
Niederösterreichs Windkraft will heuer kräftig auffrischen

Auch 2020 wird der Ausbau der Windkraft als umweltfreundliche Quelle der Stromproduktion in Niederösterreich weiter vorankommen. Wie die Interessengemeinschaft IG-Windkraft dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekanntgibt, ist heuer die Errichtung von 15 neuen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 52 Megawatt geplant. Zum Vergleich: 2019 sind es 21 Anlagen mit 62 Megawatt Leistung gewesen.

Zentren der Windkraftproduktion in Niederösterreich sind heuer das östliche Weinviertel und das südöstliche Wiener Becken. Erfolgt der Ausbau wie geplant, werden im Bezirk Mistelbach heuer acht neue Windkraftanlagen errichtet, im Bezirk Gänserndorf fünf sowie im Bezirk Bruck/Leitha zwei. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf knapp über 70 Millionen Euro. Die neuen Windkraftwerke liefern Elektrizität für mehr als 34.000 Haushalte und sparen den Ausstoß von 65.000 Tonnen CO2 ein.

Ende 2019 haben in Niederösterreich 744 Windkraftanlagen 1.718 Megawatt Öko-Strom erzeugt. Für die Energieproduktion aus Windkraft bieten der Osten Niederösterreichs und das angrenzende Nordburgenland ideale Voraussetzungen. Hier bläst der Wind mit durchschnittlich 6 bis 7 Metern pro Sekunde. Einige Standorte zählen zu den besten in ganz Europa. (mm)

http://www.igwindkraft.at



10.01.2020
Tulln rĂĽstet als High-Tech-Forschungsstandort weiter auf

Mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro baut das Land Niederösterreich mit seiner Wirtschaftsagentur ecoplus das Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Tulln weiter aus. Zu den bereits bestehenden drei Gebäuden, wo auf 5.000 Quadratmetern 18 Unternehmen mit 180 Beschäftigten angesiedelt sind, kommt eine weitere Spezialimmobilie für anspruchsvolle technologische Projekte hinzu. Dieses 3.000 Quadratmeter große High-Tech-Gebäude soll noch heuer fertiggestellt werden.

„Als wir vor 20 Jahren mit dem Technopol-Programm begonnen haben, hat niemand mit einem derart durchschlagenden Erfolg gerechnet“, sagte ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger beim Spatenstich zur Errichtung der vierten Ausbaustufe in Tulln. Seit dem Start der Initiative seien in die sechs TFZ-Standorte in Niederösterreich mehr als 130 Millionen Euro geflossen. Heute sind bei den dort angesiedelten Firmen auf 38.000 Quadratmetern Betriebsfläche mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

„Niederösterreich ist es gelungen, sich als High-Tech-Standort in Europa zu etablieren“, stellte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fest. Der Aufbau eines starken Netzwerkes zwischen der Wissenschaft und engagierten Unternehmen soll Niederösterreich als Wirtschaftsstandort noch attraktiver machen und die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen stärken. In diesem Zusammenhang hob Mikl-Leitner auch die Bedeutung der Digitalisierung hervor, die in den nächsten Jahren viele Betriebsabläufe und Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft und auch in der Verwaltung grundlegend verändern werde. Bis 2022 wird in Tulln ein „Haus der Digitalisierung“ entstehen, kündigte die Landeshauptfrau an.

Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk würdigte das neue Projekt als weiteren Meilenstein in der Stadtentwicklung. Mit dem Setzen auf hochtechnologische Schwerpunkte wolle man langfristig die wirtschaftliche Basis für die Zukunft schaffen, damit sich in der Donaustadt weitere innovative Betriebe niederlassen. „Das bringt neue, hochqualitative Arbeitsplätze und stärkt langfristig die regionale Wertschöpfung“, so Eisenschenk. (mm)

http://www.technopark-tulln.at

http://www.ecoplus.at



10.01.2020
Großhändler Kastner und Kiennast prägen 50 Jahre MARKANT

MARKANT Österreich - eine 1970 unter dem Namen Zentrale Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft ZEV MARKANT gegründete Vereinigung von Großhandelsunternehmen - feiert im Mai ihren 50-jährigen Bestand. Ihre Gesellschafter kommen aus mehreren Bundesländern und arbeiten erfolgreich zusammen. Die Partner erwirtschaften im Food- und Non-food-Bereich mit 22.200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Mit der Ausschöpfung weitreichender Synergien - vom Einkauf über Werbeeinsätze bis zu zentralen Verrechnungsformen - stellen die unter dem Dach von MARKANT Österreich kooperierenden Firmen unter Beweis, dass sich auch mittelständische Familienbetriebe im Wettbewerb mit großen Handelsketten erfolgreich behaupten können. Die Unternehmen betreiben in Österreich rund 1.250 Geschäfte. Davon werden 810 von selbständigen Kaufleuten geführt, 390 sind Filialen, weitere 50 Cash&Carry-Märkte.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg des MARKANT-Verbunds haben auch zwei Unternehmen aus dem Waldviertel, nämlich die auf den Lebensmittelhandel und den Gastrodienst spezialisierte Firmengruppe Kastner aus Zwettl und das Großhandelshaus Kiennast aus Gars/Kamp. Gemeinsam mit den Großhandelshäusern Pfeiffer (Traun) und Wedl (Mils bei Innsbruck) setzen sie das „Nah&Frisch“-Konzept um. Dieses garantiert das Funktionieren der Nahversorgung durch selbständige Einzelhändler. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Zwettler Firmengruppe Kastner an ihren Abholmarkt- und Großhandelsstandorten 225 Millionen Euro erwirtschaftet, das Garser Großhandelshaus Kiennast mit der Belieferung von Lebensmittelläden, Gastronomiebetrieben und Tankstellen-Shops knapp 92 Millionen Euro. (mm)

http://www.markant.co.at

http://www.kastner.at

http://www.kiennast.at



10.01.2020
Wirtschaftraum Neunkirchen prosperiert weiter

Mit 5.046 aktiven Unternehmen zeigt der Bezirk Neunkirchen weiterhin an, dass die regionale Wirtschaft erfolgreich prosperiert. Beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer des Bezirkes nannte die Bezirksstellenobfrau Waltraud Rigler insbesondere die steigende Lehrlingszahl und die um 17 Prozent zurückgegangene Jungendarbeitslosigkeit 2019 ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort, wo mehr als 270 Lehrbetriebe rund 800 Lehrlinge ausbilden. „So können die benötigten Facharbeiter direkt in den Betrieben und in der Region herangezogen werden“ sagte sie.

Wie Josef Breiter, Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) und vormaliger Bezirksstellenobmann, dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärte, könnte sich hier endlich etwas bewegen, um heimischen Investoren zu motivieren, die unbewirtschafteten Hotels am Semmering wieder beleben. Auch hier könnte man das benötigte Personal gleich aus den Tourismusschulen Semmering beziehen und so bestes Fachpersonal gewinnen.

Als sehr positiv für die Schiregion Semmering wertet Breiter das Einschieben von Zügen der ÖBB und das Angebot der Gemeinde Semmering, Gratis-Shuttlebusse in die Schigebiete, wie Hirschenkogel, Stuhleck und Mönchkirchen, zu ermöglichen. Derzeit herrscht dort eine sehr gute Schneelage mit guter Auslastung. (hm)

http://wko.at/noe/neunkirchen

http://www.lehrhotel-semmering.at

http://www.hltsemmering.ac.at



10.01.2020
Für Niederösterreichs Cluster war 2019 wieder ein Erfolgsjahr

Erfolgreiche Zahlen über die von ihr betriebenen Clusterinitiativen meldet Niederösterreichs Wirtschaftsagentur ecoplus. Demnach haben die ecoplus-Cluster im Vorjahr 76 neue Projekte gestartet, darunter 60 Kooperationsprojekte mit 343 Projektpartnern. Seit Gründung der ersten Clusterinitiative im Jahr 2001 hat die Wirtschaftsagentur bereits mehr als 1.400 Projekte ins Leben gerufen, davon mehr als 800 Kooperationsprojekte mit rund 1.500 Projektpartnern.

In Niederösterreich gibt es vier Cluster – Bau.Energie.Umwelt, Lebensmittel, Kunststoff, Mechatronik –, in denen 567 Partner aus Wirtschaft und Forschung mit 84.300 Beschäftigten auf Basis arbeitsteiliger Kooperationen zusammenarbeiten. Zusammen erwirtschaften diese Firmen als regional klein vernetzte Wertschöpfungsketten einen Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro. Cluster machen es möglich, dass auch kleine Betriebe bei großen Aufträgen im Wege einer koordinierten Aufgabenteilung mit viel größeren Unternehmen mithalten können. Außerdem eröffnen sie ein Feld von Kosteneinsparungen.

In der von ihr forcierten Clusterbildung, die von der EU gefördert wird, sieht ecoplus ein Stärkemittel zur Festigung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich. „Die heimischen Clusterinitiativen können nicht nur gemeinsam mit ihren Partnerbetrieben auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, sondern präsentieren sich zum Beginn der 2020er Jahre hochmodern und zeitgemäß“, stellen NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav sowie die beiden ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki und Jochen Danninger fest. Schon seit vielen Jahren bereite man Themen, wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ökologie, in der Wirtschaft für die niederösterreichischen Betriebe auf. „In Kombination mit den branchenspezifischen Entwicklungen der Digitalisierung werden entscheidende Impulse gesetzt und die Unternehmen fit für die Zukunft gemacht“, so Bohuslav. (mm)

http://www.ecoplus.at/de/ecoplus/cluster-niederoesterreich



10.01.2020
Stockerau angelt Verpackungsspezialist Pacovis und 45 Beschäftigte

In ihrem Bemühen, neue Unternehmen auf den Gewerbearealen anzusiedeln, hat die Stadt Stockerau einen „dicken Fisch“ an Land gezogen. Mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro errichtet Pacovis Österreich – Vertreiber von flexiblen Verpackungen, Hygieneartikeln und Waschraumprodukten – im Betriebsgebiet Nord eine neue Firmenzentrale mit angeschlossenem Logistikzentrum. Nach einer Bauzeit von 13 Monaten wird Pacovis Ende 2020 vom derzeitigen Standort in Wien-Strebersdorf mit 45 Mitarbeitern nach Stockerau übersiedeln.

In Wien ist das expansive Unternehmen, das in Österreich 3.500 Abnehmer beliefert, platztechnisch an seine Grenzen gestoßen. „In Stockerau bauen wir ein neues Gebäude mit 1.200 Quadratmetern Bürofläche sowie ein Vertriebslager mit 11.000 Palettenstellplätzen und elf Lkw-Andockstationen“, gibt Pacovis Österreich-Geschäftsführer Albin Lintner in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ) bekannt. Das in der Peripherie der Lenaustadt zur Verfügung stehende Grundstück ist 36.000 Quadratmeter groß.

In einer zweiten Bauphase soll die Kapazität mit einem Hochregallager verdoppelt werden. Diese Etappe will man in drei Jahren in Angriff nehmen. „Spätestens dann können wir von Stockerau aus auch die Märkte in Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen bedienen“, entwirft Lintner ein mögliches Zukunftsbild.

Bei der Standortsuche einer neuen Firmenzentrale ist für die Pacovis-Geschäftsführung nur eine Gewerbefläche nördlich von Wien in Betracht gekommen. Albin Lintner: „85 Prozent unserer Beschäftigten wohnen im Bezirk Korneuburg. Da wäre eine Betriebsansiedlung im Süden, Osten oder Westen der Bundeshauptstadt vom Blickwinkel der Wegstrecken zum Arbeitsplatz und der Nachhaltigkeit aus nicht zielführend gewesen. In Stockerau wurden und werden wir sehr gut betreut.“

Pacovis Österreich versorgt Geschäftspartner aus den Branchen Catering, Gastronomie, Hotellerie und Retail mit dem nötigen Nachschub. Kunden der Firma sind C&C-Märkte, Zustell-Großhändler, Tankstellen, Marktstände, Gasthäuser, Restaurant- und Beherbergungsbetriebe sowie Bäckereien und Fleischereien. Diese können aus einem großen Sortiment wählen, wie Müllsäcke, Tragetaschen, Papierrollen und Folien, Pappteller, Becher, Salat- und Menüschalen sowie Strohhalme und Pizzakartons.

Pacovis Österreich ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer Pacovis AG, die auf die Produktion von Gewürzmischungen und auf den Großhandel mit flexiblen Verpackungen aus Papier, Kunsststoff und nachwachsenden Rohstoffen spezialisiert ist. Zur Firmengruppe mit rund 500 Mitarbeitenden und mehr als 450 Millionen Euro Jahresumsatz gehören eigene Niederlassungen in Österreich, Deutschland, Rumänien, Türkei und Russland. Dazu gibt es noch Vertriebspartner in zahlreichen weiteren europäischen Ländern. In Österreich hat Pacovis 2019 einen Umsatz von knapp 15 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

http://www.pacovis.at



10.01.2020
25 Prozent mehr Fahrgäste beim „Wackelstein-Express“

Mit einem Fahrgastzuwachs um fast 25 Prozent hat der „Wackelstein-Express“ die Saison 2019 beendet. Nach 5.580 Passagieren im Jahr 2018 sind im abgelaufenen Kalenderjahr exakt 6.970 Fahrgäste in der zwischen Heidenreichstein und Alt Nagelberg im Bezirk Gmünd verkehrenden Tourismusbahn unterwegs gewesen. Das ist ein Plus um 24,9 Prozent gewesen. „Verantwortlich für diese Steigerung ist das rege Interesse an unseren Charterzügen“, erklärt Manfred Schwingenschlögl, Obmann des Waldviertler Schmalspurbahnvereins und Betreiber des Wackelstein-Express, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Mit 38 zusätzlichen Sonderzügen, die sowohl von Firmen wie auch von Privatpersonen gebucht wurden, konnten die Mitglieder des WSV 2019 fast viermal so viele Charterfahrten auf der 13 Kilometer langen Schmalspurbahn durchführen wie noch 2018. „Wir bieten immer ein Rahmenprogramm an, das aus Zugfahrt sowie kulinarischen und kulturellen Programmpunkten besteht und bei unseren Fahrgästen sehr gut ankommt“, sagt der Vereinsobmann. Der Trend zu Charterzügen wird sich auch heuer fortsetzen. Schon Anfang Jänner sind zehn Sonderzüge für das neue Jahr gebucht gewesen.

Die Saison des Wackelstein-Express beginnt jedes Jahr Mitte Juli und endet Anfang September. Während dieser sechs Wochen sind die historischen Züge mittwochs, samstags, sonntags und feiertags dreimal zwischen Heidenreichstein und Alt Nagelberg unterwegs. In Alt Nagelberg gibt es Anschlüsse zu den Zügen der Waldviertelbahn der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG).

Um einen touristischen Zugverkehr auf der ehemaligen ÖBB-Schmalspurbahn realisieren zu können, investieren die Mitglieder des WSV Jahr für Jahr hunderte Stunden ihrer Freizeit. 400 Stunden sind 2019 allein in die Schieneninfrastruktur geflossen. Das größte Projekt war eine komplette Gleisneulage auf 500 Meter Länge.

Die Fahrzeuge des WSV stammen größtenteils noch aus der Ära der ÖBB. „Unsere Stammgarnitur war auch zu Zeiten des planmäßigen Personenverkehrs, der 1986 geendet hat, zwischen Heidenreichstein und Alt Nagelberg unterwegs“, teilt Manfred Schwingenschlögl mit. (haw)

http://www.wsv.or.at