NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1585 vom 24.04.2020

24.04.2020
Niederösterreichs Industrie ist auf neuen Durchstart eingestellt

Laut einer Umfrage der NÖ Industriellenvereinigung werden in den nächsten vier Wochen 40 Prozent der Industriebetriebe in Niederösterreich ihre Produktion im Ausmaß von 75 bis 100 Prozent weiterlaufen lassen, und 40 Prozent rechnen mit 50 bis 75 Prozent Produktionsauslastung.

Das größte Hemmnis für die rasche Wiederherstellung ihres vollen Produktionspotenzials sehen Niederösterreichs Industriebetriebe außerhalb ihres eigenen Wirkungsbereiches. Als Grund nennen 44 Prozent die Abhängigkeit von Zulieferungen aus dem Ausland, 19 Prozent die Verfügbarkeit inländischer Vorleistungen, und in Folge daraus führen 25 Prozent kritische Lagerbestände an. „Die größten Hindernisse liegen also im Bereich der Lieferketten, was in erster Linie auf die Schließungen mit Wartezeiten an der Grenze sowie auf die zu geringe Verfügbarkeit von Frächtern zurückzuführen ist“, stellte der Präsiden der NÖ Industriellenvereinigung Thomas Salzer bei der Präsentation des Umfrageergebnisses fest.

Den engen Austausch der Industrie mit der NÖ Landespolitik hob Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hervor. „Wir müssen das Leben unserer Mitmenschen und gleichzeitig die wirtschaftliche Existenz der Betriebe und ihrer Beschäftigten bestmöglich schützen“, sagt sie. Sie dankte allen, „die das möglich machen und unsere Versorgung im Land absichern.“

„Für die Widerstands- und Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes ist eine starke Industrie entscheidend“, sagte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. Knapp die Hälfte der Betriebe - 48 Prozent - gehen davon aus, in den nächsten neun Monaten eine Produktionsauslastung von 75 bis 100 Prozent zu erreichen.

Wie die Umfrage weiter ergab, setzen 75 Prozent der Unternehmen auf die neue Corona-Kurzarbeit, um Produktions- und Auftragsausfälle zu kompensieren. „Allerdings wollen die Unternehmen mehr Flexibilität mit längeren Durchrechnungszeiträumen als den derzeit eingeräumten drei Monaten“, so Salzer.

Mit guten Berufschancen in der Industrie spricht der Industrie-Präsident die Schuljugend an. Die Krise habe gezeigt, „dass wir noch stärker auf einen gut abgesicherten Wirtschaftskreislauf im eigenen Land setzen müssen. Dazu brauchen wir nicht nur unbürokratische Unterstützung aus der Politik, sondern auch ausreichend Arbeitskräfte. Jugendliche, die heuer eine Lehrausbildung in der Industrie beginnen wollen, haben nach wie vor sehr gute Chancen. 60 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, im Herbst gleich viele Lehrlinge einzustellen wie ursprünglich geplant. (mü)

http://niederoesterreich.iv.at

http://www.wko.at/branchen/industrie/start.html



24.04.2020
Corona-Kosten: Finanzreferenten der Länder sehen Haftung beim Bund

Unter dem Eindruck einer vor kurzem veröffentlichten Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes WIFO, die vor einer drohenden Belastung der öffentlichen Haushalte warnt, ist die erste Videokonferenz der Finanzreferenten der Bundesländer gestanden, an der für Niederösterreich Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko teilgenommen hat. In der Frage der Kostenübernahme für die anfallenden Ausgaben in Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise vertreten die Länder die Ansicht, dass diese Kosten nach den Bestimmungen des Epidemiegesetzes jedenfalls vom Bund zu tragen sind. Dabei geht es insbesondere um die Aufwendungen für Covid-Testungen, Schutzausrüstung, die Hotline 1450 sowie um die Zusatzkosten für erweiterte Bettenkapazitäten.

Als weiterer Tagesordnungspunkt wurden auch die weiteren Planungen hinsichtlich des Finanzausgleichs besprochen. In ihrer gemeinsam verabschiedeten Erklärung fordern die Länder eine Verlängerung des für die Jahre 2017 bis 2021 vereinbarten Finanzausgleichs um weitere zwei Jahre. Angesichts der großen Herausforderungen wurde der Vorschlag von den Bundesländern einstimmig befürwortet, den Finanzausgleich bis einschließlich 31.12.2023 zu verlängern.

Zudem haben die Finanzreferenten der Bundesländer vereinbart, das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO mit der Ausarbeitung einer Studie zu beauftragen. Darin soll der Wirtschaftsstandort Österreich auf seine Unabhängigkeit bei kritischen Produktgruppen untersucht werden. Im Fokus steht dabei u.a. die medizinische Grundversorgung. (mm)

http://www.noe.gv.at



24.04.2020
Auch Niederösterreichs Sportartikelhandel ist virusgeschädigt

„Wirklich optimistisch bin ich nicht, denn mancher Sportartikelhändler wird diese Krise nicht überstehen“, erklärt Michael Nendwich, Obmann des niederösterreichischen Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Dennoch“, sagt er, „gibt es ein paar Kollegen, die auch jetzt so viel zu tun haben, dass sie sogar zusätzliche Mitarbeiter suchen. Das sind jene, die aufs Fahrrad gesetzt haben und im urbanen Umfeld ihr Geschäft betreiben.“ Diese zählen zu den rund 50 Prozent der Sportartikelhändler in Niederösterreich mit weniger Verkaufsfläche als 400 Quadratmetern, die seit dem 14. April wieder geöffnet haben.

Nendwich schätzt, dass für rund ein Viertel der NÖ Sportartikelhändler das Fahrrad das Hauptgeschäft ist. Der Run aufs Fahrrad erfolgt jedes Jahr rund um Ostern. „Zu Ostern werden in der Regel 80 Prozent der Kinderfahrräder pro Jahr verkauft und auch der Großteil der Fahrräder für Erwachsene. Das werden wir trotz des Ansturms auf einige wenige Geschäfte im Rest des Jahres nicht mehr aufholen können“, meint der Obmann. Denn wichtig sei beim Fahrradkauf die persönliche Beratung und der Kauf vor Ort, was beim online-Einkauf nicht möglich sei. Das gelte vor allem, wenn es darum geht, ein teures E-Bike anzuschaffen oder ein Kinderfahrrad zu testen. Nur wenige niederösterreichische Sportartikelhändler setzen auf Fahrradreparatur. Dieser Umsatz liegt in der Regel deutlich unter fünf Prozent.

„Abgesehen vom Fahrrad fällt der Blick in die Zukunft eher düster aus. „Viele Bereiche in der Branche sind stark rückläufig, insbesondere gilt dies für Mannschaftssportarten, wie etwa den Fußball“, sagt Michael Nendwich. Vorsichtig optimistisch ist er beim Laufsport: „Da hoffen wir, dass sich mit der Öffnung der größeren Filialen ab 1. Mai noch die Chance eines Aufholprozesses ergibt.“ Wenig Chancen hingegen räumt er dem sportlichen Modegeschäft ein. „Wer kauft sich schon neue Sneakers, wenn er den ganzen Tag nur zu Hause ist? Da wird viel Ware übrig bleiben.“ (jm)

http://wko.at/noe/mode-freizeit



24.04.2020
„Eiserner Vorhang neu“: 33 Grenzübergänge nach Tschechien gesperrt

Mit seinen Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie ist Tschechien auf einem ähnlich erfolgreichen Weg wie Österreich. Deshalb mehren sich im Nachbarland jene Stimmen, die auf eine rasche Öffnung der noch geschlossenen Grenzübergänge drängen. Zurzeit sind 33 zumeist kleine Grenzübertrittstellen, die aus dem Wald- und Weinviertel nach Südböhmen und Südmähren führen, für den „Verkehr zu Lande“ geschlossen. Darunter gibt es bekannte, wie z.B. die Thayabrücke in Hardegg, aber auch viele ohne klingenden Namen, die nichtsdestotrotz für den kleinen Grenzverkehr und den regionalen Tourismus von Bedeutung sind.

Besonders betroffen vom momentanen Shutdown ist der Waldviertler Bezirk Gmünd. Hier sind derzeit 15 Grenzübergänge nach Tschechien geschlossen, allein vier zwischen der Stadt Gmünd und dem benachbarten České Velenice. Auf der roten Liste stehen zudem u.a. die Übertrittstellen von Harbach nach Šejby, von Joachimsthal nach Stříbrné Hutě sowie Rottalbach, der nördlichste Grenzübergang Österreichs.

Im Weinviertel sind die meisten heruntergezogenen Schlagbäume im Bezirk Hollabrunn. Kein Weiterkommen gibt es zurzeit an der Staatsgrenze zwischen Retz und Satov, Felling und Podmyče sowie Seefeld/Kadolz und Jaroslavice. Auch vom bekannten Kult- und Wallfahrtsort „Heiliger Stein“ in Mitterretzbach kann man jetzt nicht in die nur wenige Hundert Meter entfernte Nachbargemeinde Hnanice wandern oder radeln. (mm)

http://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Grenzübergänge_in_die_Nachbarstaaten

http://www.mvcr.cz/mvcren



24.04.2020
Logistikbranche findet kaum mehr Lkw-Fahrer fĂĽr Italien-Transporte

Österreichs Transportunternehmer haben derzeit alle Hände voll zu tun, um Fahrer für Einsätze nach und von Italien zu finden. „Trotz der zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen haben viele Fahrer Angst vor einer möglichen Corona-Infektion bzw. vor einer 14-tägigen Quarantäne“, stellt Fritz Müller, Geschäftsführer der Müller Transporte GmbH aus Wiener Neudorf, fest. Seine Firma ist auf Frischelogistik spezialisiert und zählt in diesem Marktsegment zu den führenden Anbietern.

Aber noch aus einem anderen Grund ist das Italien-Geschäft für Müller-Transporte zum Sorgenkind geworden. Das Nachbarland hat eine erfolgreiche Obst-, Gemüse- und Konservenindustrie mit engen Lieferbeziehungen zu Kunden in Deutschland und Zentraleuropa. „Hier gibt es viel Ware abzuholen, noch dazu, wo auch auf den Nord-Süd-Verbindungen regelmäßig Molkereiprodukte befördert werden“, sagt Müller. Während in normalen Zeiten gut ausgelastete und wirtschaftliche Rundläufe die Regel sind, müssen derzeit viele Lkw-Züge auf manchen Teilstrecken teure Leerfahrten absolvieren.

Auch an den Grenzen sei die momentane Situation für die internationalen Transporteure sehr schwierig. Denn jeder Staat mache, was er wolle. „Das ist für uns eine neue Krise“, klagt Müller. Ganz schlimm sei die Lage zuletzt bei Fahrten von, nach oder durch Ungarn gewesen.

Mit einer aus mehr als 300 ziehenden Einheiten bestehenden Fahrzeugflotte befördert die Müller Transporte GmbH Lebensmittel, Pharmaprodukte und andere sensible Güter im nationalen und internationalen Verkehr. Neben dem Fuhrpark betreibt das Unternehmen auch Kühl- und Lagerhallen in Biedermannsdorf und in der Slowakei. Mit fast 700 Beschäftigten an Standorten in Österreich und in der Slowakei erwirtschaftet Müller Transporte einen Jahresumsatz von rund 85 Millionen Euro. (mm)

http://www.muellertransporte.at



24.04.2020
Niederösterreichs Reisebüros steht das Wasser bis zum Hals

In Niederösterreich arbeiten 252 Reisebüros mit rund 1.000 Beschäftigten. Dieser Branche setzt die Coronavirus-Epidemie wirtschaftlich zu wie kaum einer anderen. „Seit Februar haben die Reisebüros keine Einnahmen mehr, da die Unternehmen von den Provisionen der tatsächlich angetretenen Reisen leben“, erklärt Sabine Riedl, Fachgruppenobfrau der Reisebüros in der NÖ Wirtschaftskammer. Ausgelöst durch die Corona-Krise sei den Betrieben „das gesamte Geschäftsmodell von heute auf morgen weggebrochen“.

Weil die Grenzen geschlossen sind und der Flugverkehr stark eingeschränkt ist, können die Reisebüros ihren Kunden zurzeit nur Urlaub innerhalb Österreichs anbieten. „In einem normalen Jahr macht das aber lediglich einen minimalen Prozentsatz unseres Umsatzes aus“, rechnet Sabine Riedl vor. Natürlich werde man für die heurige Saison spezielle Österreich-Packages auf den Markt bringen, um die heimischen Tourismusbetriebe zu unterstützen. Das werde aber der Branche nicht reichen, um überleben zu können.

Von der Bundesregierung fordert die Fachgruppenobfrau daher spezielle Hilfsprogramme, wie z.B. eine nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung. Reisen, die aufgrund der Coronavirus-Epidemie abgesagt werden mussten, sollten im Rahmen des Fixkostenersatzes analog zum Wertverlust bei verderblichen Waren behandelt werden. Denn: „Wie beim Einkauf von plötzlich wertlos gewordener Ware haben Reiseveranstalter und Reisebüros zwar Leistungen erbracht, aber ohne dass sie daraus einen Gewinn erzielen hätten können“, betont Sabine Riedl. (mm)

http://wko.at/noe/reisebueros



24.04.2020
Traubenkernöl aus Retz ist in ganz Europa gefragt

Auf die Verwertung von Traubenkernen hat sich die Firma Altmann Spezialöle GmbH in Retz spezialisiert. Wie Geschäftsführerin Gerda Altmann dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, sei aus Traubenkernen gepresstes Öl als feinstes Speiseöl sehr gefragt und werde im ganzen europäischen Raum vermarktet. Neben dem Traubenkernöl bietet sie auch noch Mehl, Granulate und Traubenkernkissen an.

„Vor mehr als zehn Jahren sind wir über einen neuen Nachbarn, der mit Weintrauben handelt, auf die Idee gekommen, den Trester, der eigentlich ein Abfallprodukt ist, zu verwerten und etwas Wertvolles daraus zu machen“, so Altmann. Allerdings musste man die Spezialmaschinen zur Verarbeitung des Tresters und der Traubenkerne erst entwickeln, da nichts Passendes auf dem Markt war. Inzwischen sei man mit dieser Technologie führend in Österreich.

Pro Jahr verarbeitet die Firma 120 Tonnen Traubenkerne. Das Öl findet als Speiseöl Verwendung. Weil Mehl und das Granulat Antioxidantien enthalten, werden sie in der bewussten Ernährung sehr gerne eingesetzt, dienen aber auch als Nahrungsergänzung für Hunde und Pferde. Der Trester bzw. die Traubenkerne stammen durchwegs von Weinbauern aus der Umgebung von Retz. Altmann ist es wichtig, einen lokalen Schulterschluss einzugehen statt langen Lieferwegen für ihren Rohstoff zur Weiterverarbeitung. Erhältlich sind die Produkte über den eigenen Webshop sowie in 50 Bauernläden in ganz Österreich und auch noch in einigen Geschäften in Retz.

Gerda Altmann betreibt die Firma als Familienbetrieb mit ihrem Mann Reinhard. Jährlich setzen sie etwa 220.000 Euro um. Die Exportquote beträgt 80 Prozent mit dem Schwerpunkt Deutschland, gefolgt von Frankreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. (hm)

http://traubenkerne.at



24.04.2020
Zahl der Tankstellen in Niederösterreich ist wieder gestiegen

600 öffentlich zugängliche Tankstellen - um 13 mehr als zum Vergleichszeitpunkt 2018 - hat es Ende des Jahres 2019 in Niederösterreich gegeben. Das ist mehr als ein Fünftel des gesamten österreichischen Tankstellennetzes, das aus 2.733 Abgabestellen besteht und wo Niederösterreich im Bundesländervergleich die Spitze hält. Das zweitplatzierte Oberösterreich kommt auf 532 Tankstellen, gefolgt von der Steiermark mit 452. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Statistik des Fachverbandes der Tankstellenbetreiber der Wirtschaftskammer Österreich.

Der Tankstellenmarkt in Niederösterreich zerfällt in zwei ähnlich große Hälften: 285 Tankstellen im Bundesland gehören den sogenannten „Majors“: avanti, BP, ENI, Jet, OMV und Shell. Die anderen 315 sind „freie Tankstellen“, wie die Marken Avia, Genol, IQ, Turmöl oder die DISKONT-Tankstellen auf den Hofer-Parkplätzen. In Niederösterreich gibt es auch die meisten Dieselabgabestellen für die Landwirtschaft. 135 von insgesamt 286 in Österreich befinden sich im Raum zwischen Enns und Leitha. (mm)

http://www.oil-gas.at



24.04.2020
Klosterneuburgerin erfreut Menschen mit Tascherln fĂĽr Kleinigkeiten

Das Hobby zum Gewerbe hat die Einpersonenunternehmerin Monika Böhm in Klosterneuburg gemacht. Mit „MonisPocket“ näht sie Täschchen für Kleinigkeiten, die etwa als Jausentascherl oder als Transportmittel von Taschentüchern zum Einsatz kommen. „Das Interesse ist rege und die Nachfrage gut, weil diese kleinen Taschen äußerst praktisch sind“, erklärte sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Genäht habe ich Tascherln eigentlich immer schon und damit Freunde und Familie beschenkt. Diese haben mich darin bestärkt, daraus ein Gewerbe zu machen“, schildert Böhm den Beginn ihrer Geschäftsidee. Genäht werden alle Tascherln von ihr selbst aus verschiedenen Materialen, wobei Baumwollstoffe und Wachstücher sowie abwischbare Stoffe im Vordergrund stehen. Die Stoffe bezieht die Unternehmerin aus mehreren Quellen.

Im Programm hat sie neben kleinen Geldbörsen und Taschentuchtascherln auch Lunchbags. Diese sind aus Wachstuch und dafür gedacht, Jausen oder nasse Badesachen zu transportieren. Eine starke Nachfrage gibt es für Jausenpockets, in die man Brote einwickeln und die Pockets gleich als Essunterlage verwenden kann. Darüber hinaus bietet Monika Böhm auch noch Bienenwachstücher an, aus denen Brotsäcke entstehen. Weiters gibt es krisenanlassbezogen noch Mund-Nasen-Bedeckungen für Kinder und Erwachsene in mehreren Größen.

Taschentuchtascherln sind um sechs Euro erhältlich und Bienenwachstücher ab neun Euro. Sonderanfertigungen nach Form, Größe und Stoff sind möglich. Neben dem Online-Shop sind die Tascherln auch in Geschäften in Wien, Klosterneuburg, St. Andrä-Wördern und auf diversen Märkten erhältlich. (hm)

http://www.monispocket.at



24.04.2020
Langenzersdorfer Landschaftsgärtner erleichtert Senioren die Gartenarbeit

Mit der originellen Internetadresse http://www.vielarbeitimgartenmussnichtsein.at weist der Gärtner Andreas Zinner aus Langenzersdorf gleich zu Beginn seiner Vorstellung auf das Ziel seiner Arbeit hin. „Meine Arbeit ist primär auf Menschen ausgerichtet, die ihre Gärten lieben, sie aber nicht mehr selber allein betreuen können. Dazu gehören auch jene Gartenfreunde, die eine Erneuerung und innovative Ideen für die Gestaltung ihres Gartens suchen“, erklärt Andreas Zinner dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Das Angebot des Einzelunternehmers reicht von der Gartengestaltung und Entwicklung eines individuellen Pflegekonzepts bis zu Pflegearbeiten einschließlich Abtransport des Schnittguts und der Gartenabfälle. „Mein Schwerpunkt ist jedoch die Spezialisierung auf Beratung, Pflanzenbeschaffung und die Betreuung von Gärten älterer Menschen“, stellt „der Gärtner mit dem sozialem Daumen“, wie er sich selbst nennt, fest.

Bei etwa der Hälfte der von ihm betreuten Gärten handelt es sich um Kleingärten zwischen 30 und 100 Quadratmetern. Der Rest sind Hausgärten bis zu 1.000 Quadratmetern und einige größere Parkanlagen. Die meisten Aufträge bekommt Andreas Zinner aus dem Weinviertel und aus Wien.

Mit bis zu 50 Stammkunden und wachsender Nachfrage erwirtschaftet der Langenzersdorfer Unternehmer jährlich steigende Umsatzzahlen. Das ist auch ein triftiger Grund, weshalb er zwei qualifizierte Mitarbeiterinnen sucht. „Frauen deshalb“, sagt er, „weil es in unserer Branche zu viele Männer gibt und der soziale Kontakt in meinem Firmenkonzept Vorrang hat. Außerdem sollten es nur Landschaftsgärtnerinnen mit der zusätzlicher Qualifikation in kundenorientierter Auftragsabwicklung sein.“ (km)

http://www.vielarbeitimgartenmussnichtsein.at