NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1589 vom 22.05.2020

22.05.2020
Neuer Gewerbe-Obmann: „Wir dürfen die Lehrlingsausbildung nicht vergessen!“

„Trotz der derzeit extrem angespannten Wirtschaftslage darf die Ausbildung von Lehrlingen keineswegs zu kurz kommen oder gar aufgegeben werden.“ Diesen dramatischen Appel richtet der mit 18. Mai neu gewählte Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der NÖ Wirtschaftskammer, Jochen Flicker, an die rund 52.000 Mitgliedsbetriebe seiner Sparte mit mehr als 130.000 Beschäftigten. „Ich weiß, dass die niederösterreichischen Wirtschaftstreibenden momentan genug ernste Probleme haben, die gelöst werden müssen. Gerade deshalb aber dürfen wir nicht auf die Ausbildung der Lehrlinge vergessen“, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Ausbildungsaktivitäten, die man zurückschraubt, machen sich spätestens in zwei bis drei Jahren bemerkbar. Mit weitreichenden Folgen“, wie Jochen Flicker zu bedenken gibt. „Gut ausgebildete Facharbeiter gehören genauso zum Grundstock jedes erfolgreichen Unternehmens wie eine entsprechende Liquidität oder ein durchdachter Business-Plan. Junge Leute, die einen Beruf erlernen wollen, brauchen attraktive Anreize, die ihnen helfen, ihren Wunschberuf zu finden und letztlich auch zu erlernen.“

Dem dualen Lehrlings-Ausbildungssystem stellt der neue Spartenobmann ein sehr gutes Zeugnis aus. Insbesondere würdigt er Aufgaben, die weit über den normalen Arbeitsalltag hinaus gehen. „Wir sind regelmäßig bei Lehrlings-Europa- und -Weltmeisterschaften vertreten und können dort mit Stolz zahlreiche Erfolge vorweisen.“ Dabei sei es für junge Leute gar nicht so einfach, vor einer Jury und vor Publikum in aller Ruhe unter Beweis zu stellen, was sie erlernt haben.

Als besonders wichtig für eine praxisorientierte Ausbildung erachtet Jochen Flicker den bunten Mix an Firmengrößen, der das Gewerbe und Handwerk prägt. Vom Familienunternehmen, wo der Chef selber mitarbeitet, bis zu Großbetrieben mit einer vierstelligen Mitarbeiterzahl sei in dieser Sparte der NÖ Wirtschaftskammer alles vertreten.

Auf jeden Fall beibehalten und weiter pflegen will Jochen Flicker den guten Kontakt zur Arbeiterkammer. „Sozialpartnerschaft wird in Niederösterreich definitiv gelebt“, sagt er. „Das wird uns auch in Zeiten wie diesen helfen, die blau-gelbe Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.“ (haw)

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22.05.2020
„Sommerfrische in Niederösterreich“ macht Lust auf Ferien auf dem Land

Raus aus den Wohnungen und Häusern in den überhitzten Städten – hinein in den Urlaubssommer in Niederösterreichs Regionen! Mit einer Neuauflage der guten alten Sommerfrische wollen die Tourismusbetriebe heuer wieder viele Gäste aus dem In- und Ausland anlocken. Dass Niederösterreich in der warmen Jahreszeit als Ferienziel immer beliebter wird, machen die von der Statistik Austria erhobenen und vom NÖ Wirtschaftspressedienst ausgewerteten Zahlen deutlich. Demnach ist den letzten drei Jahren von 2017 bis 2019 die Zahl der Nächtigungen in den Beherbergungsbetrieben zwischen Anfang Mai und Ende September von knapp 3,8 Millionen um fast 390.000 auf mehr als vier Millionen Übernachtungen nach oben geklettert.

„Sommerfrische in Niederösterreich“ lautet der Name der neuen Tourismuskampagne, die Lust auf Urlaub im Land machen soll. „Niederösterreich ist so vielfältig wie kaum ein anderes Bundesland – von der Kulinarik über Kunst und Kultur bis zu unseren mehr als 1.000 Ausflugszielen“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Erstpräsentation der Kampagne. Die Palette der Angebote sei sehr breit, von Tagesausflügen bis zum Familienurlaub habe Niederösterreich viel zu bieten.

Aufgrund der Corona-Krise dürfe man nicht erwarten, die Zahlen des Sommers 2019 zu erreichen, hob Tourismuslandesrat Jochen Danninger in seinem Statement hervor. Vor allem das Bemühen um den inländischen Besucher stehe nun einmal an erster Stelle. „Wir setzten vor allem auf jenen Gast, dem Qualität ein Anliegen ist“, sagte er. Um den Sommerurlaub in Niederösterreich erfolgreich zu bewerben, starte man einen großangelegte Marketingoffensive und habe dafür ein Sonderbudget reserviert.

Mit der neuen Werbelinie wolle man jene ansprechen, „die Niederösterreich bisher noch nicht als coole Destination entdeckt haben“, führte Danninger aus. Das seien oft Personen aus dem urbanen Raum, die Kulturveranstaltungen und Festivals besuchen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen und einen nachhaltigen Lebensstil pflegen. Aber auch die Familien stehen weiter im Fokus. Hier hält das Bundesland mit der Niederösterreich-CARD, die freien Eintritt zu mehr als 300 Ausflugszielen ermöglicht, einen Trumpf in der Hand. „Bei jedem Familienurlaub ab fünf Nächtigungen gibt es heuer für mitreisende Kinder bis 16 Jahren eine NÖ-CARD gratis“, kündigte der Tourismuslandesrat an.

„Es gibt bei uns in Niederösterreich viel Neues zu entdecken“, unterstrich Michael Duscher, Geschäftsführer der NÖ Werbung. Das werde sich auch in der neuen Werbelinie widerspiegeln. Niederösterreich sei die perfekte Mischung aus den drei Anziehungspunkten Natur mit viel Bewegungs- und Freiraum, Kunst und Kultur sowie Kulinarik und Wein. „Unser Anspruch ist es, die gewohnte traditionelle Sommerfrische in einer frischen, modernen, kunst – und kulturaffinen Version zu interpretieren“, erklärte Duscher. Dieses Lebensgefühl könne man auch in touristischen Angeboten genießen, die über die Website der NÖ Werbung gebucht werden können. (mm)

http://www.niederoesterreich.at



22.05.2020
NÖ Industriebetriebe fordern deutliche Verlängerung der Kurzarbeit

In einer aktuellen Umfrage, die die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) unter 68 teilnehmenden Mitgliedsbetrieben durchgeführt hat, spricht sich mehr als die Hälfte (51%) für eine Verlängerung der Kurzarbeit bis zumindest Ende des heurigen Jahres aus. „Das jetzige Modell auszudehnen, das drei plus drei weitere Monate vorsieht, wird nicht ausreichen“, warnt IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Die Industrieunternehmen bräuchten eine Verlängerung über das Jahr 2020 hinaus.

Auch der bürokratische Aufwand für die Abwicklung der Kurzarbeit müsse minimiert werden, fordert Salzer. Derzeit setzen 71 Prozent der Industriebetriebe auf Kurzarbeit, um die aktuellen Produktions- und Auftragsausfälle zu kompensieren und Arbeitsplätze abzusichern. Viele Branchen, allen voran die Bauindustrie, rechnen damit, dass sie die schlimmsten Folgen der Krise erst zeitverzögert zu spüren bekommen werden.

Besonders alarmierend ist laut Umfrage, dass 79 Prozent der Unternehmen ihren Investitionsplan aufgrund der Coronakrise ändern müssen. Als häufigste Gründe nannten sie die massiven Nachfrageeinbrüche, die Verfügbarkeit von Eigenkapital oder Baustopps. „Das Ausbleiben der Investitionen hat jedoch schwere Langzeitfolgen, denn es braucht ein investitionsgetriebenes Wirtschaftswachstum, um diese Krise möglichst gut und nachhaltig zu überstehen“, erklärt Salzer. (mm)

http://www.niederoesterreich.iv.at



22.05.2020
NÖ Trafikanten sind derzeit den Wellen von Zuwächsen und Verlusten ausgesetzt

Die NÖ Trafikanten haben in den letzten Wochen spürbar mehr Tabakprodukte verkaufen können. „Das Plus liegt deutlich im einstelligen Bereich - mehr darf ich dazu nicht sagen“, erklärt Peter Schweinschwaller, Obmann des Landesgremiums der Tabaktrafikanten in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst unter Verweis auf die Monopolverwaltung. Er betreibt eine Trafik in Stadt Haag im Mostviertel.

„Mehrverkäufe gibt es schließlich nicht überall“, betont er. „Teilweise tolle Zuwächse nämlich können Trafiken im Waldviertel und im Weinviertel verzeichnen, während Frequenzstandorte, wie etwa an Verkehrsknoten, teilweise dramatische Einbrüche hinnehmen müssen.“

Frequenzstandorte sind beispielsweise Einkaufszentren oder Bahnhöfe oder der Flughafen Wien. Einige davon waren gesperrt oder ziemlich heruntergefahren. „Gerade an solchen Standorten sind unsere Trafiken oft sehr groß, mit viel Personal und entsprechend hohen Mieten“, so der Branchensprecher.

Viele kleinere Trafiken im Landesinneren oder in kleinen Ortschaften zogen eine gemischte Bilanz. Denn plötzlich sind Trafikanten beispielsweise für Schulartikel zuständig geworden, weil trotz geschlossener Schulen ein Bedarf an Schulheften entstand ist. „Tendenziell ging es uns in Österreich besser als Trafiken in anderen Teilen Europas, die teilweise geschlossen hatten“, so Schweinschwaller. Er ist auch Präsident der europäischen Interessenvertretung der Tabaktrafikanten Conféderation Européene des détaillants en tabac (CEDT).

„Da wir offen halten durften, hatten wir Kundenkontakt mit dem Verkauf von Zeitungen und Tabakprodukten“, stellt er fest. „Und auch unsere digitalen Dienstleistungen sind sehr gefragt gewesen, wie etwa der Verkauf von Telefonwertkarten. Da hat uns sicher auch unsere im letzten Jahr in ganz Niederösterreich laufende Kampagne lokal.digital.ideal geholfen“, sagt Schweinschwaller. „Nahezu komplett weggebrochen hingegen sind das Lotterien- und Ticketgeschäft. Beispielsweise verkaufe ich in meiner Trafik in der Regel rund 20 Tickets in der Woche, aktuell gar keines.“ (jm)

http://wko.at/noe/trafikanten

http://www.lokaldigital.at

http://www.cedt.eu



22.05.2020
Rettet Donauwasser aus Hainburg den dĂĽrstenden Neusiedler See?

Im Burgenland läuten bei Umwelt-, Agrar- und Tourismusexperten die Alarmglocken, denn der Neusiedler See wird immer seichter. Zur Zeit liegt der Wasserstand des fast 300 Quadratkilometer großen Steppensees um 30 Zentimeter unter dem Normalwert. Im Monat Mai hatte der Neusiedler See überhaupt noch nie so wenig Wasser wie heuer seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1965.

Damit bringen Fachleute einen alten, nie ganz ad acta gelegten Plan wieder auf das Tapet. Um die möglicherweise drohende Austrocknung des Neusiedler Sees zu verhindern, hat das Land Burgenland schon vor 15 Jahren ein Projekt ausgearbeitet, bei dessen Verwirklichung auch Niederösterreich maßgeblichen Anteil hätte. Nach dieser Idee will man jährlich rund 32 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Donau über einen Kanal in den Steppensee leiten. Entnommen werden soll das Wasser aus dem Fluss im Raum östlich von Hainburg im Bezirk Bruck/Leitha.

Nach Berechnungen von Experten ließe sich der Pegelstand des Neusiedler Sees damit um zehn Zentimeter erhöhen. Aufgrund der großen Wassermengen, die die Donau führt, wäre die Ableitung kaum merkbar. Auch transportiert die Donau im Gegensatz zu anderen Flüssen relativ wenig Nähr- und Schadstoffe. Auf Preisbasis 2005 hätte das gesamte Kanal-Projekt an die 50 Millionen Euro gekostet, nach heutiger Kalkulation wohl deutlich mehr. (mm)

http://www.neusiedlerseewiki.at/Donau



22.05.2020
WIFI-Kursbuch 2020/21 zeigt jetzt noch mehr Gewicht auf Fachkräfte-Ausbildung

Noch deutlicher als bisher orientiert sich das Kursangebot des WIFI-Niederösterreich der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) am Bedarf der heimischen Wirtschaft. „Die Entwicklung von Fachkräften ist einer unserer Haupt-Schwerpunkte“, erklärte der neue WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker bei der Präsentation des WIFI-Katalogs 2020/21. Er hebt hervor, dass mehr als ein Viertel der angebotenen Kurse in enger Zusammenarbeit mit den Fachorganisationen der Wirtschaftskammer entwickelt worden sind.

„Unsere Branchenvertretungen haben das Ohr bei den Mitgliedern und kennen den Bedarf in den einzelnen Branchen. Die WIFI-Bildungsprofis übersetzen das in die passenden Bildungsangebote“, so Ecker. Diesmal seien das insgesamt rund 4.000 Kurse, darunter 400 neue Bildungsangebote. Mit 426 Seiten sei das Kursbuch 2020/21 daher im wahrsten Sinn des Wortes vielseitig und entspreche damit genau dem WIFI-Slogan: „Lern, wie vielseitig du sein kannst.“

Zu dieser Vielseitigkeit gehört auch, dass sich das WIFI für seine akademischen Weiterbildungsprogramme zahlreiche Unis und Fachhochschulen im In- und Ausland als Kooperationspartner gesichert hat. „Uns ist aber wichtig, dass hinter allen Angeboten das WIFI-Konzept steht, nämlich die Verbindung von Theorie und Praxis“, sagt WIFI-Kurator Gottfried Wieland unter Verweis auf die Werkmeisterschulen, Fachakademien und Berufsreifeprüfungen. Als neu in der akademischen Ausbildung nannte er die Programme MSc Controlling sowie MSc Marketing- und Verkaufsmanagement. Beide werden in Kooperation mit der FH Wien der Wirtschaftskammer angeboten.

Auf unmittelbare Nachfrage von Kammermitgliedern reagierte das WIFI mit Lehrgängen in der Fahrradtechnik, Software-Entwicklung oder mit dem Diplomlehrgang Social Media Management. Außerdem ist das Programm für die Regionen erweitert worden. So wird der Lehrgang „Operative Unternehmensführung für EPU und KMU“ im Waldviertel angeboten, was dort dem Bedarf der regionalen Wirtschaft an gut ausgebildeten Partnern in Familienbetrieben Rechnung trägt.

Eine traditionelle Erfahrung ist es, dass technische und gesellschaftliche Entwicklungen die Innovationen bei den WIFI-Kursen befeuern. Im Bereich Gesundheit und Wellness ist das der neue Lehrgang „Wald und Gesundheit“ und zum Thema Umwelttechnik die Ausbildung zum Energieberater sowie das Seminar „Green Deal und die Auswirkungen für Unternehmen“.

Im Rahmen der Maßnahmen zur Fachkräfteentwicklung ist eine breite Kurspalette zum Nachholen von Lehrabschlüssen ins Angebot aufgenommen worden. Kurator Wieland: „Erste Angebote in diese Richtung haben uns mit Anfragen geradezu überhäuft! Hier unterstützen wir nicht nur die Mitarbeiter in den Betrieben, sondern liefern den Unternehmen auch Fachkräfte.“

Rund 10.000 jedes Jahr abgenommene Prüfungen weisen das WIFI als Lernkraftwerk für Niederösterreichs Wirtschaft aus. „Wir gestalten dabei den Lernprozess so, dass die Lernziele erreicht und rasch in die berufliche Praxis umgesetzt werden können“, erklärt WIFI-Institutsleiter Andreas Hartl. Er spielt damit auf das mentale Prüfungscoaching an, das neu angeboten wird und Kursteilnehmern an Lehrgängen den Prüfungsantritt erleichtern soll.

Als zusätzliches Service bietet das WIFI kostenlose Weiterbildungsberatung und damit professionelle Entscheidungshilfe an, wenn es um eine berufliche Neuorientierung geht. Personen, die sich in einer solchen Orientierungsphase befinden, kommen so schnell zum passenden Ausbildungsplan.

Laut Hartl setzt das WIFI schon seit Jahren auf Methoden nachhaltigen Lernens sowie auf Selbstlernkompetenz und auf innovative Unterrichtsmethoden. „Die jahrelangen Erfahrungen im eLearning haben uns auch gut durch die Corona-Krise der letzten Wochen kommen lassen. Wir haben unsere Kurse in kürzester Zeit auf Distance Learning umgestellt“, so Hartl.

Seit 4. Mai herrscht im WIFI eingeschränkter Kursbetrieb, der Fokus liegt derzeit auf der Abwicklung ordentlicher Kursabschlüsse. „Wir freuen uns schon, wenn wir die WIFI-Werkstätten, Labors und Studios wieder für alle öffnen können“, erklärt Hartl. Bis dahin könne das Angebot zum Distance Learning ohne Einschränkungen genutzt werden.

Sämtliche Kurse sind online auf http://www.noe.wifi.at verfüg- und buchbar. In gedruckter Form kann das WIFI-Kursbuch kostenlos bestellt werden, entweder online über http://www.noe.wifi.at , oder über das WIFI-Kundenservice-Telefon 02742 890-2000. (rz)

http://www.noe.wifi.at



22.05.2020
Der „Hoffinder“ führt die Konsumenten zum nächsten Erdbeerfeld

Wo findet man das nächstgelegene Erdbeerfeld? Diese Frage stellen sich zur Erntezeit viele Konsumenten, die das beliebte Obst selber pflücken oder frisch Ab-Hof erwerben möchten. Der NÖ Bauernbund hat deshalb schon vor einigen Jahren auf seiner Website einen „Hoffinder“-Link eingerichtet, der dem Käufer den Weg zu den süßen Früchten weist.

Dieses Service hat sich sehr bewährt. Heuer sind in Niederösterreich wieder rund 50 Erdbeerfelder auf dem „Hoffinder“ gelistet. Darüber hinaus enthält dieses Internet-Portal die besten Rezeptideen, wie man die „Königin der Beeren“ am besten mit Milch und Milchprodukten kombinieren sowie auf Torten, in Strudeln oder zu Marmelade weiterverarbeiten kann.

Bei den Konsumenten ist die Erdbeere besonders beliebt, weil sie das erste saisonale und regionale Freilandobst ist. Mit dem „Hoffinder“ gelangen alle umweltbewussten Kunden, die die roten Köstlichkeiten ohne lange Transportwege schätzen, leicht und unkompliziert zum nächsten Direktvermarkter. Außerdem bleibt die Wertschöpfung in der Region, denn es ist nicht egal, woher die Erdbeeren kommen, die in den Einkaufskörben landen.

Mit einer Anbaufläche von fast 500 Hektar ist Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer das führende „Erdbeerland Nummer 1“, gefolgt von Oberösterreich mit mehr als 300 Hektar und der Steiermark mit knapp 200 Hektar. 2019 sind in den Hauptanbaugebieten Marchfeld, Tullner Becken und rund um die Landeshauptstadt St. Pölten mehr als 6.100 Tonnen dieser Obstsorte geerntet worden. Pro Kopf und Jahr verzehrt man in Österreich im Durchschnitt drei Kilogramm Erdbeeren. (mm)

http://www.niederoesterreichs-bauern.at/hoffinder



22.05.2020
Herrenausstatter Dressmann ist mit drei Filialen in Niederösterreich pleite

Die Österreich-Tochterfirma der international tätigen Herrenbekleidungskette Dressmann, die Dressmann GmbH, ist millionenschwer insolvent. Darüber informiert der Gläubigerschutzverband Creditreform. Das Unternehmen hat einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt.

Die Dressmann GmbH betreibt in Österreich 31 Filialen, drei davon in Niederösterreich. Bekleidungsgeschäfte gibt es im Bühl Center Krems, im Fischapark Wiener Neustadt sowie in der SCS in Vösendorf. Laut Creditreform würden die Insolvenzursachen neben den Umsatzeinbußen aufgrund des „Covid-19-Shutdown“ auch in den darauffolgenden massiven Preisschlachten liegen, an welchen sich die Schuldnerin nicht erfolgreich beteiligen könne.

Von der Dressmann-Insolvenz sind 50 Gläubiger und 165 Mitarbeiter in Österreich betroffen. Die Aktiva betragen rund 5,5 Millionen Euro (freies Vermögen 770.000 Euro) und dem stehen Passiva von 14,3 Millionen Euro gegenüber. Das Unternehmen wird nicht fortgeführt.

Dressmann wurde 1967 in Oslo von Frank Varner, dem Vater der heutigen Eigentümer der Varner-Gruppe, gegründet und ist eine internationale und inhabergeführte Bekleidungskette für Männer. Der Hauptsitz befindet sich in Oslo in Norwegen. Insgesamt gibt es über mehr als 400 Filialstandorte in Europa. (gübi/mm)

http://dressmann.com/de



22.05.2020
Genussladen in der Ă–tscherregion lockt mit StrauĂźeneiern und beliebten Fischen

Vor zwei Jahren gründeten Angela Czihak in Gaming den „Angie Regional- und Genussladen“ mit dem Ziel einer regionalen Grundversorgung der Bevölkerung. „Dazu gehört alles, vom gesunden Frühstück über Schul- und Bürobedarf bis zu Geschenk-Ideen. Jetzt wollen wir unser Produktangebot erweitern und bieten neben beliebten Fischen, Süßigkeiten und seltenen Gewürzen sogar Straußeneier aus der Region an“, erklärt Geschäftsinhaberin Angela Czihak, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Lieferanten des Genussladens sind rund 50 regionale Händler, Betriebe und Kleinbauern, der Großteil von ihnen aus der Umgebung. Ein wichtiger Lieferant ist zum Beispiel die Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen. Sie liefert dem Angie-Laden Fleisch und Wurstspezialitäten aus artgerechter Tierhaltung der Umgebung. Jetzt, zur Grillzeit, sind Grillfleisch, Berner Würstel und Käsekrainer besonders gefragt.

„Die erste Zeit ging das Geschäft sehr schleppend, und ohne die Hilfe meines Mannes - er ist Bäcker und Konditor - war es kaum zu schaffen. Jetzt geht es schon sehr gut, und wir haben trotz Corona-Krise viele Stammkunden“, berichtet Angela Czihak. Besonders beliebt sind offen angebotenes Bio-Obst und Bio-Gemüse, das auch einzeln gekauft werden kann. Neben dem Verkauf von vorwiegend regionalen Produkten befindet sich im Genussladen auch ein kleines Café mit acht Sitzplätzen. Hier bietet die Unternehmerin mit ihren zwei Mitarbeiterinnen Bio-Tee, Kaffee, Säfte, Snacks und kleine Imbisse an.

In Zukunft erhofft sich die Unternehmerin weiter steigende Umsätze und noch mehr Erfahrung, um möglichst viele Kundenwünsche erfüllen zu können. Als mögliche Investition für heiße Sommertage ist die Anschaffung einer Klimaanlage geplant. (km)

http://www.genussladenangie.at



22.05.2020
Waldviertelbahn inspiriert Jungunternehmer zum Modelleisenbahnbau

Einen Waggon der Waldviertelbahn hat sich ein Jungunternehmer aus dem Bezirk Gmünd als Vorbild für sein Gesellenstück genommen. Als Hersteller von Modellbahn-Kleinserien möchte Alexander Nedwed aus Karlstift Interessenten im In- und Ausland mit Lokomotiven und Waggons im Maßstab 1:87 beliefern. „Das erste Modell, das ich in einer Kleinstserie mit vorerst einmal zehn Stück realisiert habe, ist der neue Kinderspielwaggon der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG“, berichtet er dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Neben der Adaptierung von bereits am Markt befindlichen Großserienmodellen will Alexander Nedwed auch auf vollkommene Eigenentwicklungen setzen. Den Fokus legt er dabei auf Vorbilder, die auf Schmalspurbahnen in Österreich und im benachbarten Ausland unterwegs sind. „Auch wenn Schmalspurbahnen viel von ihrer einstigen Bedeutung eingebüßt haben, haben sie unter Modelleisenbahnern eine stetig wachsende Fangemeinde“, erzählt der Jungunternehmer.

In seiner Werkstatt in Karlstift erledigt der selbst begeisterte Modelleisenbahner alle handwerklichen Tätigkeiten, die beim Bau von Eisenbahnmodellen anfallen. Von der Blechbearbeitung bis zu Lötarbeiten. Andere Arbeiten, wie das Erstellen von Lok- und Waggonbeschriftungen oder das Bedrucken fertiger Gehäuse, hat er an Partner ausgelagert. „Da ich von dieser Arbeit natürlich auch leben möchte, war es mir von Anfang an wichtig, mich auf die Tätigkeiten zu konzentrieren, die ich in professioneller Art und Weise im eigenen Haus umsetzen kann.“

An Projekten und Vorbildern, die darauf warten, als Kleinserie auf den Markt gebracht zu werden, mangelt es dem gelernten Krankenpfleger nicht. Aktuell gibt es z. B. zwei Lokomotiv-Baureihen, für die Alexander Nedwed erste Vorarbeiten bereits geleistet hat. „Wenn alles planmäßig läuft, werden die ersten Exemplare der ehemaligen ÖBB-Baureihe 2092 und der tschechischen Diesellok TU47 nach dem Sommer fertig sein“, kündigt er an.

Mit der Herstellung von Eisenbahnmodellen im Maßstab 1:87 hat er sich auch einen Kindheitstraum erfüllt. „Das Thema Eisenbahn hat mich schon immer interessiert und fasziniert. Dementsprechend freue ich mich sehr, dass es mir gelungen ist, mein Hobby zum Beruf zu machen.“ (haw)

http://www.alex-modell.at



22.05.2020
Naturfuttermanufaktur garantiert artgerechte Ernährung von Haustieren

Auf die Herstellung von Naturfutter für Haustiere hat sich die Hagenthaler Naturfuttermanufaktur in St. Andrä-Wördern, Bezirk Tulln, spezialisiert. Wie Betriebsleiterin Claudia Zimmermann dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, legen viele Tierhalter immer mehr Wert darauf, dass die Nahrung für ihre Lieblinge artgerecht und naturbelassen ist. So sind bei ihr Futtermischungen für Kaninchen und Nager sowie für Hunde, Katzen, Pferde und Reptilien erhältlich.

„Begonnen haben wir mit Kräuter- und Gemüsemischungen für Kaninchen und Nager. Da dies erfolgreich war und auch Anfragen für andere Tiere eingegangen sind, haben wir Hunde, Katzen und Pferde dazu genommen“, erklärt Zimmermann. Wert legt sie darauf, dass alle Futtermischungen selbst rezeptiert und erzeugt werden. Auf Anfrage können auch Spezialmischungen hergestellt werden. Die Rohstoffe, wie z. B. getrocknetes Gemüse und Kräuter, bezieht man aus dem Großhandel und aus dem Apothekenbedarf. Das BARF-Fleisch für Hunde stammt aus Niederösterreich und Wien.

Neben den eigenen Futtermischungen sind auch Nassfutter, Heu, Stroh und Tierbedarf im Angebot. Die Produkte sind sowohl im Ladengeschäft als auch über den Online-Shop erhältlich. Auf Wunsch bietet die Naturfuttermanufaktur auch ein Lieferservice an. Die Kunden kommen aus ganz Österreich mit dem Schwerpunkt Wien. Etwa zehn Prozent der Produktion werden nach Deutschland exportiert. Zusätzlich hat die Firma noch eine Pension für Kaninchen im Programm.

Die Hagenthaler Naturfuttermanufaktur ist Teil der Zimmermann GmbH, die auch Brennstoffe liefert und Gartengestaltung anbietet. (hm)

http://www.hagenthalhase.at