NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1602 vom 28.08.2020

28.08.2020
Niederösterreichs Wirte wehren sich, „Daten-Sheriff“ spielen zu müssen

Entschieden gegen die aus Anlass der Corona-Pandemie vorgebrachte Forderung, in Gastronomiebetrieben Listen mit den Daten der Gäste führen zu müssen, spricht sich Mario Pulker, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer, aus. „Unsere Wirte sind nicht die Polizei und wollen nicht als Daten-Sheriff auftreten“, stellt er klar. Eine drohende „Zettelwirtschaft“, die den Unternehmern enormen bürokratischen Aufwand bescheren würde, lehne man dezidiert ab.

Weil die geplante Verordnung zwar eine Verpflichtung der Wirte zur Datenerhebung vorsieht, der Gast jedoch bei seinen Angaben keinen Nachweis seines richtigen Namens und seiner Adresse erbringen müsse, seien Konflikte vorprogrammiert und der Aufwand umsonst. „Es ist vollkommen undenkbar, von jedem Gast einen Ausweis zu verlangen“, unterstreicht Pulker. Vorstellen kann sich der Wirte-Sprecher allenfalls eine vom Gesundheitsministerium zertifizierte Handy-App, die alle Personen registriert, wenn sie das Lokal betreten.

Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer umfasst alle Unternehmen aus Gastronomie und Hotellerie sowie weitere Tourismusbetriebe, wie u.a. Reisebüros, Bäder und Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus sind dabei auch Kinos, Tanzschulen und Eventtechniker. Insgesamt beschäftigen die rund 15.000 Unternehmen der Branche in Niederösterreich mehr als 48.000 Personen. (mm)

http://www.gastwirtnoe.at



28.08.2020
Riegl-Laserscanner besteht Praxistest zum Einsatz auf dem Roten Planeten

Bis Astronauten auf dem Mars landen, wird es noch einige Jahre dauern. Auf der Erde aber laufen schon seit einiger Zeit Versuchsprogramme, mit denen erprobt wird, wie Menschen das Leben und Arbeiten auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten bewältigen können. Bei einem Feldtest, der in der mars-ähnlichen Landschaft auf dem Vulkan Grimsvötn am Vatnajokull-Gletscher in Island stattgefunden hat, war auch der Horner Vermessungsgeräte-Hersteller Riegl mit dabei. Deren terrestrischer Laserscanner Riegl VZ-6000 war das Versuchsobjekt, mit dem die Isländische Raumfahrtbehörde ISA herausfinden wollte, ob eine voll-adjustierte Person im klobigen Mars-Raumfahreranzug ein derart empfindliches High-Tech-Gerät aufstellen, einrichten und bedienen kann.

Der Riegl-Laserscanner ruht auf einem schwergewichtigen Stativ, das verstellbar ist, verschiedenen Geländeformen angepasst werden kann und auch starken Winden widersteht. Das Gerät, das etwa 15 Kilogramm wiegt, kann Messdaten aus mehr als 6.000 Metern Entfernung bei Außentemperaturen zwischen minus 20 Grad und plus 40 Grad sammeln und speichern. „Für ISA-Projektleiter Daniel Leeb war der Feldtest auf dem Vulkangletscher mit Mars-Raumfahreranzug und Scanner ein großer Erfolg“, teilt Riegl-Marketingmanagerin Silvia Zeiser dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Der robuste Laserscanner habe seine Tauglichkeit unter extremen Umweltbedingungen beweisen können. Er soll deshalb in Zukunft im Rahmen weiterer Projekte für Raumfahrtprogramme oder wissenschaftliche Tests zum Einsatz kommen.

Die 1978 in Trabenreith gegründete und 1987 nach Horn übersiedelte Firma Riegl ist auf die Entwicklung und Fertigung von Laser-Entfernungsmessern, Distanzmessgeräten und Laserscannern spezialisiert. Das Waldviertler High-Tech-Unternehmen betreibt Büros in Wien, Salzburg und in der Steiermark sowie Niederlassungen im Ausland in den USA, Kanada, China, Japan und Australien. Riegl beschäftigt weltweit 215 Mitarbeiter, davon ca. 200 in der Zentrale in Horn. Bei einem Exportanteil von 98 Prozent erwirtschaftet der Betrieb einen Jahresumsatz von rund 80 Millionen Euro. (mm)

http://www.riegl.com

http://www.icelandspaceagency.is



28.08.2020
Niederösterreichs Papierfachhändler sehen den Schulstart optimistisch

Der Schulstart eines neuen Schuljahres ist in der Regel für den Papierfachhandel der Verkaufshöhepunkt im Geschäftsjahr. 870 Millionen Euro sind 2019 in Österreich mit Papier-, Büro- und Schreibwaren umgesetzt worden, 310 Millionen im Großhandel und 560 Millionen im Papierhandel. „Davon entfällt etwa die Hälfte auf das Geschäft mit Schulartikeln“, teilt Andreas Auer, Obmann des Papierfachhandels in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

„In Niederösterreich sprechen wir von einer Größenordnung von rund 50 Millionen Euro, die die rund 100 Fachgeschäfte und 150 Filialisten erwirtschaften. Um durchschnittlich 200 Euro werden Hefte, Stifte, Schultaschen, aber auch Süßigkeiten gekauft“, sagt Auer. „Tendenziell nimmt in Niederösterreich der Anteil der Käufer zu, da es hier mehr Schüler gibt, während sie in Wien weniger werden.“

Schulsachen werden auch im Corona-Jahr 2020 gekauft, davon ist Auer überzeugt. Das gilt selbst dann, wenn Home-Schooling wieder ein Thema werden sollte. „Vom Home-Office wissen wir nämlich“, so Auer, „dass auch für zu Hause Mappen und Papier gekauft werden, und das tendenziell sogar in höherer Qualität. Außerdem ist das papierlose Büro noch immer nicht Realität geworden, was in absehbarer Zeit auch im Schulwesen nicht der Fall sein wird. Daher bin ich für die Branche aktuell durchaus optimistisch.“

Als wichtige Voraussetzung nennt der Branchensprecher allerdings, dass ein wesentlicher Trend der letzten Jahre fortgesetzt wird, nämlich das Umweltbewusstsein beim Einkauf von Papierwaren. Mit der Aktion „Clever einkaufen für die Schule“ unterstütze der Papierfachhandel den Wunsch der Konsumenten nach umweltfreundlichen, nachhaltigen und wiederbefüllbaren Produkten. Und noch ein Motiv, das für den Gang zum Fachhändler spricht, führt Gremialobmann Andreas Auer an: „Eltern geben ihre Schuleinkaufsliste im Fachgeschäft ihres Vertrauens ab. Dort wird alles zusammengestellt, ohne dass man sich an Wühltischen drängen oder eine Maske aufsetzen muss.“ (jm)

http://wko.at/noe/papierhandel



28.08.2020
Wiener Neustädter Vario-Bau meldet höheren Umsatz und Personalstand

Der Wiener Neustädter Fertighaushersteller Vario-Bau ist im letzten Geschäftsjahr wieder gewachsen. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der vorliegenden Firmenbilanz entnimmt, sind die Erlöse der Vario-Bau Fertighaus GmbH 2019 um 3,7 Prozent auf 25 Millionen Euro gestiegen. Auch der Personalstand des Unternehmens ist im Vorjahr um knapp acht Prozent von 93 auf 100 geklettert.

Unter der ersten Marke Vario-Haus produziert und vertreibt die Vario-Bau Fertighaus GmbH Einfamilienhäuser in Niedrigenergie- sowie Passivhäuser in Holzrahmenbauweise. Unter der zweiten Marke Vario-Bau entwickelt und fertigt der Industriebetrieb Reihenhausanlagen, Bürogebäude, Kindergärten, Objekte anderer Bauträger sowie kommunale Gebäude. Der Fertighaushersteller unterhält Tochterunternehmen in Italien und in der Schweiz. Darüber hinaus gibt es Vertriebspartner in Deutschland, Tschechien und Ungarn. (mm)

http://www.variobau.at



28.08.2020
Bäckerei Geier befördert Pflichtpraktikanten zu Kaffeehaus-Managern

Die Corona-Krise hat heuer im Frühjahr viele Unternehmen gezwungen, Schülerinnen und Schülern von Höheren Lehranstalten für Tourismus und von wirtschaftlichen Berufen, die im Sommer Pflichtpraktika in den Betrieben absolvieren wollten, eine Absage zu erteilen. In der Not eingesprungen ist die Weinviertler Bäckerei Geier aus Strasshof im Bezirk Gänserndorf, die in Wien und Umgebung 30 Betriebsstandorte als Bäckerei-Konditorei-Kaffeehaus betreibt. 19 jungen Menschen hat die Firma im Juli und August mit Praktikumsplätzen eine Stelle verschafft. Vier Praktikanten stellten sich sogar der Herausforderung, die Geier-Kaffeehaus-Filiale in Wolkersdorf drei Tage lang eigenverantwortlich zu führen.

„Mit diesem neuen Lernprojekt erhalten die Jugendlichen auch Führungsaufgaben, die sie zu bewältigen haben“, erklärt der Initiator der Idee, Firmenchef Gerald Geier. Auf der Agenda stünden u.a. Arbeits- und Dienstplanung, Bestellwesen sowie die Rolle als kundenorientierter Gastgeber. Da sich das Konzept bewährt hat, will die Bäckerei Geier dieses besondere Modell der Pflichtpraktika im nächsten Jahr auf eine Woche ausdehnen. „Dafür kommen auch einige unserer Standorte in Wien in Frage“, sagt Gerald Geier. Ab November könne man sich unter jobs@geier.at um die Stellen bewerben.

Die Bäckerei Geier ist ein seit 1902 bestehendes Familienunternehmen, das heute in vierter Generation von Gerald Geier und seiner Frau Erika Geier-Tschernig geführt wird. Der Betrieb backt ausschließlich nach eigenen Rezepten und bezieht seine Rohstoffe zu 80 Prozent aus einem Umkreis von maximal 50 Kilometern. Zu den Partnern der Bäckerei zählen neben zahlreichen Getreidebauern u.a. die Fini´s Feinstes Mühle in Schwechat, die Agrarhandelsfirma Hasitschka aus Deutsch-Wagram, der Zucker- und Stärkekonzern Agrana, die Stadlauer Malzfabrik, der Honigerzeuger Tobias Legerer aus Gänserndorf, der Spargel- und Erdbeerenproduzent Iser aus Aderklaa sowie die Bio-Brauerei Marchfelder Storchenbräu aus Untersiebenbrunn. Zurzeit beschäftigt die Bäckerei Geier 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (mm)

http://www.geier.at



28.08.2020
Recycling-Spezialist Eisen NeumĂĽller baut im Ennshafen ein drittes Gleis

Der von den Bundesländern Ober- und Niederösterreich an der Donau gemeinsam betriebene Ennshafen erhält auf seinem Industrie- und Gewerbeareal schon bald einen zusätzlichen Wachstumsschub. Das im ecoplus Wirtschaftsparks Ennsdorf angesiedelte Stahl- und Schrotthandelsunternehmen Johann Neumüller GmbH – in der Branche bekannt unter dem Namen „Eisen Neumüller“ – baut seine Transportkapazitäten auf der Schiene weiter aus. Da der auf Recycling spezialisierte Betrieb immer mehr Lieferungen per Bahn abwickelt, „werden wir demnächst einen dritten Gleiskörper errichten“, kündigt Eisen Neumüller-Logistikmanager Thomas Prameshuber in einem Interview mit der Fachzeitschrift „LogEASTics“ an. Derzeit betreibt das Mostviertler Familienunternehmen auf seinem 80.000 Quadratmeter großen Firmenareal zwei Gleise mit einer Gesamtlänge von 1.000 Metern.

Jedes Jahr empfängt Eisen Neumüller 500.000 Tonnen Güter, in erster Linie Stahlprodukte, die im Ennshafen sortiert, aufbereitet, zwischengelagert und von dort wieder versendet werden. Die Mengen kommen u.a. von den Badischen Stahlwerken in Kehl am Rhein. Dort werden sie aufs Binnenschiff verladen und über den Rhein-Main-Donau-Kanal nach Ennsdorf geliefert. In der Gegenrichtung schwimmt der aufbereitete Stahlschrott wieder stromaufwärts. Seit 2005 betreibt Eisen Neumüller im Ennshafen eine eigene Schiffsanlegestelle mit einer 300 Meter langen Kaimauer.

„Für eine umweltfreundliche Transportlogistik gibt es nur die Binnenschifffahrt sowie den Verkehrsträger Schiene“, stellt Prameshuber fest. Um die wachsenden Recycling-Mengen bewältigen zu können, unterhält das Handelsunternehmen auf seinem Gelände auch einen Fuhrpark von 24 Lkw und besitzt acht eigene Umschlagbagger. 2019 hat Eisen Neumüller mit 125 Beschäftigten einen Umsatz von 189 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

http://www.eisen-neumueller.at

http://www.ennshafen.at



28.08.2020
Paintball-Zubehör wird von Trautmannsdorf nach ganz Europa geliefert

Auf Zubehör zur Sportart Paintball hat sich Stefan Sieder mit zwei Mitarbeitern in Trautmannsdorf an der Leitha, Bezirk Bruck an der Leitha, mit seiner Firma „10Seconds Paintball Shop“ spezialisiert. Paintball ist ein taktischer Mannschaftssport, bei dem sich Spieler mit Farbkugeln aus dem Markierer - einer Druckluftwaffe - markieren und der markierte - von der Farbkugel getroffene Spieler - das Spielfeld in der Regel verlassen muss.

Obwohl es sich um einen Nischensport handelt, gibt es bereits eine Österreichische Paintball National Liga, die die Österreichische Paintball-Staatsmeisterschaft durchführt, woraus das Österreichische Nationalteam mit der Verantwortung hervorgeht, sich für die Teilnahme an der Paintball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Das ist tatsächlich schon der Fall gewesen, nachdem 2015 Österreich in dieser Disziplin sogar Vize-Europameister geworden war.

Wie Stefan Sieder dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärte, beträgt die Exportquote seiner Firma mit Lieferungen in den gesamten europäischen Raum 50 Prozent. Von ihm bekommt man alles, was man braucht, um Paintball auszuüben. Angefangen von Paintballmarkierern, mit denen man die Farbkugeln abschießt, den Farbkugeln selbst und passender Kleidung. Die Farbkugeln beinhalten Lebensmittelfarben, die zu 99,9 Prozent organisch sind und gut ausgewaschen werden können. Der Verkauf erfolgt per Onlineshop sowie Selbstabholung vom Firmenstandort. Angeschlossen ist auch ein Paintballplatz.

„Paintball wird eher von Männern ausgeübt, hier stehen Adrenalin, Team und Sport im Vordergrund. Bei Turnier und Sport sind es 95 Prozent Männer. Im Funbereich spielen aber auch 30 Prozent Frauen mit“, erklärt Sieder, der selbst Paintball spielt. Er merkt an, dass Paintball laut Unfallstatistik eine der sichersten Sportarten sei. Wichtig und zwingend seien das Tragen eines Gesichtsschutzes und lange Ärmel sowie lange Hosenbeine, und auch eine Haube sei sehr von Vorteil. (hm)

http://www.10seconds.at



28.08.2020
Lebkuchen aus Maria Enzersdorf auch in Japan gefragt

Das ganze Jahr über haben Lebkuchen von Anni Klima und ihrem Familienbetrieb „LebkuchenART“ in Maria Enzersdorf, Bezirk Mödling, Saison. Fünf Prozent ihrer handgefertigten Lebkuchen werden nach Deutschland, Frankreich und Japan exportiert. „Ich habe auch Kunden, die Lebkuchen als Geschenk in die ganze Welt senden“, teilt sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

„Ich fertige alle Lebkuchen mit Liebe und Leidenschaft nach einem sehr alten und erprobten Rezept selber an. Das merken meine Kunden auch, weil meine Lebkuchen nur natürliche Zutaten enthalten“, erklärt Klima. Jährlich produziert sie rund 400 Kilogramm Lebkuchen, die alle verziert werden. Die Preisklasse der Lebkuchen, die von 15 bis 500 Gramm schwer sind, beginnt mit 2,5 Euro.

Neben dem Privatkundengeschäft gehen bei LebkuchenART auch Bestellungen von Firmen und Institutionen für besondere Anlässe ein. Als Beispiele nennt Anni Klima die NÖ Landesregierung, die Umweltagentur, den Flughafen Wien, Novomatic und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). In diesen Fällen kann sie sehr flexibel auf die Kundenwünsche eingehen, was die Form und das Motiv betrifft: „Ich habe mehr als 1.000 Ausstechformen auf Lager, und sollte das Wunschmotiv nicht dabei sein, kann man es auch extra anfertigen lassen. Im Bedarfsfall kann ich auch zu Feiern kommen und dort die Lebkuchen personalisieren.“

Die Lebkuchen sind per Onlineshop und auf Märkten erhältlich. Klima betont, dass sie alle Lebkuchen, die bestellt werden, frisch bäckt. Mit einer Lieferzeit von einer Woche ist jedoch zu rechnen. Neben den klassischen Weihnachtsmotiven und Glücksbringern zu Silvester sind auch Lebkuchen zu Hochzeiten, Taufen, Firmungen und Geburtstagen sowie zum Oktoberfest sehr gefragt. (hm)

http://www.anni-k.at



28.08.2020
Einbürgerungen in Niederösterreich gehen stark zurück

In Niederösterreich sind in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres 610 Personen eingebürgert worden, um 14,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Der Rückgang entspricht dem Bundestrend, denn österreichweit ist die Zahl der Einbürgerungen im ersten Halbjahr 2020 sogar um 20,5 Prozent auf 4.254 gesunken. Diese Daten hat die Statistik Austria erhoben. (mm)

http://www.statistik.at



28.08.2020
Für den „G´spritzen“ wünschen sich viele den Grünen Veltliner im Glas

Welche Rebsorte ist die beliebteste, wenn der Weißwein mit beigemischtem Soda- oder Mineralwasser zum „G´spritzen“ werden soll? Dieser Frage ist eine von der Österreich Wein Marketing GmbH auf Facebook durchgeführte Umfrage nachgegangen. Sie hat ein eindeutiges Ergebnis gebracht: Drei von vier Geniessern – 75 Prozent – bevorzugen als Ausgangsbasis für ihren G´spritzen den in Niederösterreich weit verbreiteten Grünen Veltliner. Der Welschriesling kommt nur auf 25 Prozent.

Zwar ist er in Österreich das ganze Jahr über beliebt, doch insbesondere während der Sommermonate erweist sich der G´Spritzte als sehr begehrter Durstlöscher. Das Mischgetränk, das nach dem Gesetz aus mindestens 50 Prozent Wein und maximal 50 Prozent Soda- oder Mineralwasser bestehen muss, hat wegen seiner hohen Absatzmengen auch große Bedeutung für die heimische Weinwirtschaft und die Gastronomie. Allerdings gibt es keine Statistiken, wie viele Hektoliter G´Spritzte pro Jahr getrunken werden.

Eines aber gilt jedenfalls: Nur ein guter Wein ergibt auch einen guten G´Spritzten. Denn gerade in diesem Mischgetränk sind fehlerhafte Weine besonders leicht erkennbar. Die aufbrausende Kohlensäure trägt nämlich zur Freisetzung der Aromen bei und verstärkt so den Geschmackseindruck. (mm)

http://www.facebook.com/gspritzter.oesterreichwein