NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1618 vom 18.12.2020

18.12.2020
Einkommen in Niederösterreich: Amstetten top, Krems-Land flop

Wieviel ein Arbeitnehmer in Niederösterreich verdient, hängt sehr stark davon ab, wo er seinen Arbeitsplatz hat. Denn die Höhe von Löhnen und Gehältern klafft in den NÖ Bezirken weit auseinander. Das geht aus der neuesten Einkommensanalyse der NÖ Arbeiterkammer (AKNÖ) hervor, die das mittlere monatliche Brutto-Einkommen – das sogenannte „Medianeinkommen“ – als Messzahl heranzieht. Der umfangreichen Studie hat der NÖ Wirtschaftspressedienst interessante Details entnommen.

Am besten verdient man demnach im westlichsten Bezirk des Landes. 2019 betrug das mittlere Brutto-Monatseinkommen in Amstetten 2.518 Euro. Das sind um 283 Euro oder 12,7 Prozent mehr als der Durchschnittsverdienst in Niederösterreich. Gegenüber dem einkommensschwächsten NÖ Bezirk Krems-Land, wo das Medianeinkommen nur 1.736 Euro ausmacht, erhalten die Amstettner Arbeitnehmer sogar um 782 Euro mehr.

Löhne und Gehälter über dem NÖ Durchschnittseinkommen von 2.235 Euro wurden 2019 nur in zehn Bezirken gezahlt, nämlich in Amstetten, Scheibbs, Gmünd, Wiener Neustadt-Land, Neunkirchen, Lilienfeld, Bruck/Leitha und Mödling sowie in den beiden Statutarstädten Sankt Pölten und Waidhofen/Ybbs. In allen anderen NÖ Bezirken hingegen lag das mittlere Brutto-Monatseinkommen entweder knapp oder deutlich darunter.

Im Bundesländer-Ranking erreicht Niederösterreich knapp vor Tirol lediglich den siebenten Platz. Am meisten verdienen Arbeitnehmer in Vorarlberg mit einem Medianeinkommen von 2.470 Euro, am wenigsten im Burgenland mit 1.984 Euro. Auf Basis der vorliegenden Zahlen fordert AKNÖ-Präsident Markus Wieser „deutliche und starke Reallohnsteigerungen. Wenn man das Geld den Arbeitnehmern gibt, liegt es in der richtigen Hand. Denn die Arbeitnehmer pumpen es wieder in den Konsum, wovon der ganze Wirtschaftskreislauf profitiert.“

Teilweise höchst bemerkenswerte Resultate liefert die AKNÖ-Studie, betrachtet man die Entwicklung der Einkommen in den einzelnen NÖ Regionen. Demnach weist das Mostviertel das höchste Einkommensniveau auf. Wirtschaftliches Zugpferd dort ist eindeutig der Bezirk Amstetten. Hier lag das Medianeinkommen 2019 um 429 Euro über jenem von Melk. Wermutstropfen: In Amstetten sind die Einkommensunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern besonders groß. In diesem Bezirk verdienen Frauen - auch weil sie kaum in beruflichen Top-Positionen anzutreffen sind - um fast 43 Prozent weniger als Männer.

Zwar hat das Industrieviertel seine einstige Spitzenposition bei den Einkommen von Arbeitern und Angestellten schon lange verloren, aber im NÖ Regionen-Ranking reicht es immerhin noch zu Platz zwei. Das durch die Beschäftigtenzahl gewichtete Durchschnitts-Medianeinkommen der Bezirke Baden, Bruck/Leitha, Mödling, Neunkirchen, Wiener Neustadt-Stadt und Wiener Neustadt-Land lag 2019 in Summe um 0,4 Prozent unter dem NÖ Landesniveau. Bemerkenswert ist, dass trotz der Größe des Industrieviertels die Bezirksergebnisse verhältnismäßig nahe beieinander liegen.

Die Region mit dem dritthöchsten Einkommensniveau in Niederösterreich ist der Zentralraum mit den Bezirken St. Pölten-Land, Krems-Land, Lilienfeld und Tulln sowie den Statutarstädten St. Pölten und Krems. Bei Betrachtung der Detailergebnisse fällt hier insbesondere der große Einkommensunterschied zwischen dem einkommenstärksten Bezirk St. Pölten-Stadt und dem einkommenschwächsten Krems-Land auf: Die Differenz macht beachtliche 632 Euro aus.

Zwar konnte das traditionell einkommensschwache Waldviertel in den letzten Jahren einigen Boden zum Landesmedian gutmachen, die Einkommen in den Bezirken Horn, Gmünd, Zwettl und Waidhofen/Thaya liegen aber noch immer um 2,1 Prozent unter dem NÖ Durchschnitt. Erfreulich: Allein betrachtet nimmt Gmünd mit einem Medianeinkommen von 2.350 Euro und einem um 5,2 Prozent höheren Einkommensniveau als dem landesweiten den guten fünften Platz im NÖ Bezirks-Ranking ein.

Am schlechtesten verdient man in Niederösterreich im Weinviertel. Um 11 Prozent lagen die Einkommen 2019 in den Bezirken Hollabrunn, Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf unter dem Landesmedian. Große Unterschiede in der Höhe von Löhnen und Gehältern gibt es in diesem NÖ Landesviertel nicht nur zwischen Spitzen- und Wenigverdienern, sondern auch unter den einzelnen Bezirken: Die Einkommensdifferenz zwischen Korneuburg und Hollabrunn beträgt 317 Euro. (mm)

http://noe.arbeiterkammer.at/einkommensanalyse



18.12.2020
Unter dem Weihnachtsbaum liegen heuer viele BĂĽcher

„Das Weihnachtsgeschäft ist gut angelaufen. Vor allem deswegen, weil die heimischen Buchhändler von den Kunden für ihre Einkäufe bevorzugt werden“, meldet die Branchensprecherin Buchhandel in der NÖ Wirtschaftskammer Irene Alexowksy dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Der Lockdown mit dem Verbot der Abholung der Bücher hingegen sei schwierig gewesen. „Aber seitdem es wieder möglich ist, in die Geschäfte zu gehen, hat sich eine schöne Dynamik entwickelt“, sagt Alexowsky. Der Buchhandel lebt auch viel davon, „dass die Menschen im Geschäft einen weiteren Titel finden und Interessantes entdecken. Das bringt Zusatzumsätze, die online vielfach gefehlt haben.“

Besonders greifen die Kunden aktuell zu Büchern heimischer Kabarettisten. „Die Leute lieben diese Bücher“, betont die Buchhändlerin, „aber ich weiß auch, dass viele die Künstler einfach nur unterstützen wollen. Dazu kommt: Die Verlage sind aufgrund der gesamten wirtschaftlichen Lage oft nur mit kleinen Auflagen gestartet, so dass sich manches Buch schon in der zweiten oder dritten Auflage befindet.“

Als ein solches Erfolgsbeispiel nennt sie die „Uhudlerverschwörung“ von Thomas Stipsitsch. Michael Niavarani hat sein Werk „Niavarani liest Nestroy“ erst vor wenigen Tagen auf dem Markt gebracht, aber auch da gibt es nur mehr wenig Exemplare, so dass eine Neuauflage schon in Planung ist. Niederösterreicher greifen vielfach sogar bewusst zu ihren regionalen Autoren, wie etwa Alfred Komarek oder Eva Rossmann, die beide im Weinviertel leben. „Im Gegensatz zu früher werden vom Autor, der quasi im Nachbardorf wohnt, auch ältere Titel gekauft, nicht nur Neuerscheinungen“, sagt die Buchhändlerin aus Groß-Enzersdorf.

Es wird also wieder mehr gelesen, Krimis genauso wie Lustiges. Dazu kommen auch die Klassiker der österreichischen Literatur, wie etwa Bücher von Daniel Glattauer. Auch Historisches liegt im Trend. Da wären Georg Markus und dessen Werke zu erwähnen. Ganz auf internationale Autoren wird nicht verzichtet, wobei hier sich aktuell vor allem die Fachliteratur hervorhebt.

Sowohl das Buch von Barack Obama („Ein verheißenes Land“) als auch jenes von Michelle Obama („Becoming“) werden unter dem einen oder anderen Christbaum liegen. So mancher wird sich über Sachbücher zu Corona oder zu Ernährung freuen. Kinderbücher dürfen auch nicht fehlen. Buben erhalten Sachbücher zu Technik, Tieren und Umwelt, Mädchen solche mit Einhörnern und Elfen, und manchmal wird es bei den Jugendlichen „Erebos“ sein, ein Klassiker der Jugendliteratur von Ursula Podznanski, die übrigens auch in Niederösterreich lebt.

Eines sei laut Alexowsky aber klar: „Gerade in einer Zeit der zunehmenden Digitalisierung, des steigenden Home-Office ist der Wunsch nach Büchern aus Papier groß. E-Books werden kaum verkauft. Unseren Kunden müssen wir Qualität bieten – analog und digital. Eine Mini-Homepage funktioniert nicht mehr. Kolleginnen und Kollegen, die skeptisch gegenüber der digitalen Entwicklung waren, haben jetzt erkannt, wie wichtig ein guter Online-Auftritt ist. Gleichzeitig muss aber gerade auf dem Land die Beziehung zum Kunden, das persönliche Gespräch und die Beratung im Vordergrund stehen.“ (jm)

http://wko.at/noe/buch-medien



18.12.2020
Landesenergieversorger EVN investiert in Niederösterreich 300 Millionen

Niederösterreichs Landesenergieversorger EVN bleibt mit seinem Investitionsprogramm erfolgreich auf Schiene. Es sieht jährliche Ausgaben in Höhe von 450 Millionen Euro in die Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energieträgern, in die Netzsicherheit sowie in die Trinkwasserversorgung vor. Dazu kommen internationale Projektgeschäfte zur Abwasseraufbereitung und Klärschlammverwertung. Zwei Drittel des Investitionsvolumens – rund 300 Millionen Euro – verbleiben in Niederösterreich.

In der Ökostromproduktion treibt die EVN den Ausbau von Windenergie und Biomasse voran. Noch heuer gehen zwei neue Windkraftanlagen in Kettlasbrunn bei Mistelbach mit einer Leistung von rund acht Megawatt ans Netz. Mittlerweile betreibt die EVN Windparks mit einer installierten Kapazität von 367 Megawatt. Rund 500 Megawatt sind das nächste Ziel bis Ende 2023.

Nach der Stilllegung des Steinkohlekraftwerkes Dürnrohr im Sommer 2019 richtet der Energieversorger den Produktionsstandort im Tullner Feld neu aus. 20 Millionen Euro fließen dort in die Stromerzeugung aus Müllverbrennung sowie in die Errichtung von zwei thermischen Anlagen zur Verwertung von industriellem und kommunalem Klärschlamm. In Planung ist in Dürnrohr zurzeit auch der Bau einer großflächigen Photovoltaikanlage.

Bis 2030 wird das EVN-Tochterunternehmen EVN Wasser 165 Millionen Euro in den Ausbau der überregionalen Trinkwasser-Versorgungsnetze im Land investieren. Diese Mittel sind u.a. für die Errichtung einer 60 Kilometer langen neuen Versorgungsleitung von Krems nach Zwettl sowie für den Bau einer Naturfilteranlage zur Wasserhärtereduktion in Petronell-Carnuntum bestimmt. Dieser „Weichmacher“ soll im Frühjahr 2022 seinen Betrieb aufnehmen. (mm)

http://www.evn.at



18.12.2020
In Wiener Neustadt leben die meisten Migranten, im Waldviertel nur wenige

Exakt 23,7 Prozent der Bewohner der Stadt Wiener Neustadt sind ausländischer Herkunft. Das sind Personen, die entweder ausländische Staatsangehörige sind oder im Ausland geboren wurden. Damit weist die Stadt Wiener Neustadt den höchsten Anteil an Migranten in Niederösterreich auf. Diese Zahl entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem jüngsten Bericht des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zum Thema „Migration und Integration 2020“.

Hohe Ausländer-Anteile in Niederösterreich haben nach der ÖIF-Erhebung auch die Landeshauptstadt St. Pölten mit 21,1 Prozent sowie der Grenzbezirk Bruck/Leitha. Hier kommen nämlich die Gemeinden Wolfsthal mit 44,2 Prozent, Berg mit 38,2 Prozent und Hainburg an der Donau mit 37,4 Prozent auf die höchsten Anteile der Bevölkerung mit Geburtsort im Ausland, nachdem hier viele Zuzügler aus Bratislava und Umgebung sesshaft geworden sind. Die drei Gemeinden mit den geringsten Anteilen von Migranten liegen alle im Waldviertel: Waidhofen/Thaya-Land mit 0,2 Prozent sowie Altmelon und Bad Traunstein mit jeweils 0,6 Prozent.

Am Stichtag 1.1.2020 lebten in Niederösterreich 256.800 Personen ausländischer Herkunft. Das sind 15,5 Prozent der Gesamtbevölkerung von 1,68 Millionen. Zum Vergleich: In Wien hat bereits fast die Hälfte der Einwohner (45,9 Prozent) Migrationshintergrund. (mm)

http://www.integrationsfonds.at



18.12.2020
Speditionsriese cargo-partner schraubt Umsatz auf ĂĽber eine Milliarde

Der internationale Speditionskonzern cargo-partner, der seine Geschäfte von der Zentrale in Fischamend im Bezirk Bruck/Leitha aus steuert, wird heuer einen Rekorderlös erwirtschaften. Erstmals in der Firmengeschichte hat das Transport- und Logistikunternehmen bereits Ende Oktober die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro erreicht. 2019 hatte cargo-partner einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 821 Millionen Euro erzielt.

cargo-partner ist ein Transport- und Logistikunternehmen, das in Europa, Nordost- und Südostasien, auf dem indischen Subkontinent, in Australien sowie in Nordamerika tätig ist. 2019 hat die Gruppe fast 1,13 Millionen Tonnen Lkw-Fracht, 172.000 Tonnen Luftfracht sowie 314.000 Containereinheiten (TEU) Seefracht transportiert. Im Vorjahr hat cargo-partner fast 1,1 Millionen Sendungen abgewickelt – um 34.000 Einheiten mehr als 2018. Der Konzern beschäftigt an mehr als 130 Standorten in 40 Länderniederlassungen 3.150 Mitarbeiter. (mm)

http://www.cargo-partner.com/de



18.12.2020
Juwelen statt Urlaub: Schmuckhändler verzeichnen gute Geschäfte

„Da die Menschen nicht auf Urlaub fahren können, wird das Geld anders investiert. Unsere Branche profitiert zum Teil davon. Hochwertiger Schmuck ist gefragt, und das Geschäft läuft gut“, erklärt Johann Figl, Obmann des Landesgremiums des Juwelen-, Uhren-, Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Die Menschen gönnen sich also etwas - für sich selber oder als Weihnachtsgeschenk. In erster Linie handelt es sich dabei um Brillantschmuck, um etwas, das individuell vom einem Goldschmied erzeugt wird. „Immer on top ist der Solitär Ring in der Krappenfassung“, berichtet Figl. „Händlern mit hochwertigem Schmuck kommt zugute, dass ein Konzern wie Tiffany für solche Schmuckstücke weltweit Werbung macht.“

Preislich ist die Branche breit aufgestellt. Manche kaufen Silberschmuck, der ab 200 Euro zu haben ist. Andere leisten sich Goldschmuck, wo es schon eher um 2.000 Euro oder noch mehr geht. Der Lockdown sowohl im FrĂĽhjahr als auch im Herbst sind der Branche hinderlich gewesen.

„Schmuck ist etwas, das Begehrlichkeiten weckt. Oft kommen Paare ins Geschäft, die mehr Geld ausgeben, als sie ursprünglich geplant hatten. Der größere Stein gefällt beispielsweise besser“, meint Figl. Gefragt wie eh und je sind Eheringe. Da Hochzeitsfeiern und der Aufwand dafür reduziert waren, wird sich so mancher auch ein etwas kostspieligeres Exemplar ausgesucht haben. „Gut haben sich vielfach Memoire-Ringe verkauft. Wie Eheringe kommen sie vor allem aus österreichischer Produktion, was uns sehr wichtig ist“, so der Berufsvertreter der Juweliere.

Das heurige Jahr habe gezeigt: Trendschmuck ist in Krisenzeiten nicht gefragt. Die entsprechenden Schmuckgeschäfte sind in Einkaufszentren angesiedelt, wo überwiegend Verluste zu verzeichnen waren. Auch in touristischen Zentren ist es weniger gut gelaufen. „Dies betrifft jedoch kaum die niederösterreichischen Juweliere“, so Johannes Figl. „Vor allem dann, wenn sie auch Reparatur und Beratung anbieten. Da sind die Menschen auch heuer wieder gern zu uns gekommen, haben etwas gekauft und werden uns voraussichtlich auch weiterhin die Treue halten.“ (jm)

http://wko.at/noe/juwelen-uhren-kunst

http://www.juweliere-austria.org



18.12.2020
OMV-Raffinerie Schwechat wird um 200 Millionen zur Biodiesel-Tankstelle

Die OMV AG erwartet, dass sich ihr Bedarf an hydrierten Biokraftstoffen bis zum Jahr 2030 verzehnfachen wird. Aus diesem Grund investiert der Energiekonzern bis 2023 fast 200 Millionen Euro in seine Raffinerie Schwechat und rĂĽstet den Produktionsstandort auf die Verarbeitung umweltfreundlicher Rohstoffe um. Jedes Jahr sollen in Schwechat bis zu 160.000 Tonnen flĂĽssige Biomasse in Ă–ko-Kraftstoff umgewandelt werden.

Gewinnen will die OMV die Biokraftstoffe aus Pflanzenölen und flüssigen Abfällen, wie z.B. Altspeiseöl. Der Bio-Sprit könne ohne Probleme in allen Fahrzeugmotoren zum Einsatz gebracht werden, versichert das Unternehmen. Mit der Produktion von Bio-Kraftstoffen will die OMV einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten, die Erreichung der Klimaziele forcieren und wirtschaftliche Impulse setzen. Im gesamten Produktportfolio sind bis 2025 ein Anteil von jeweils mindestens 60 Prozent Erdgas und CO2-freier Erzeugnisse vorgesehen.

Schon seit 2004 erzeugt die OMV in ihrer Raffinerie Schwechat ausschließlich schwefelfreie Treibstoffe. Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 9,6 Millionen Tonnen Rohöl und einer Kapazitätsauslastung von mehr als 90 Prozent zählt die Industrieanlage zu den effizientesten in Europa. Hier produziert die OMV mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht. Dazu kommen petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie der Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Die Raffinerie Schwechat deckt rund die Hälfte des Bedarfs an Mineralölprodukten in Österreich. (mm)

http://www.omv.com



18.12.2020
St. Pöltner Software-Schmiede nuIT auch unter neuer Flagge erfolgreich

Zu Beginn des heurigen Jahres haben sich das junge Softwareentwicklungs-Unternehmen nuIT GmbH aus St. Pölten-Unterradlberg und die Forstner Maschinenbau GmbH aus Feldkirch in Vorarlberg zur „CIDAN Machinery Austria GmbH“ verschmolzen. Das neue Unternehmen – Tocher der schwedischen CIDAN Machinery Group – ist auf die Entwicklung und Herstellung sogenannter Abcoil-Anlagen spezialisiert. Diese Maschinen dienen zur Bearbeitung von auf Coils (Spulen) aufgerolltem Blech. In weiterer Folge richten die Geräte das Blech gerade und schneiden es in der Länge zu. Zum Einsatz kommen Abcoil-Anlagen in Spenglerbetrieben sowie in großen Industrieunternehmen. Mit der Programmierung der erforderlichen Software ist die nuIT GmbH befasst, die als Marke in der CIDAN Machinery Group bestehen bleibt.

Fast ein Jahr nach dem Start der neuen Firma zieht CIDAN Machinery Austria-Geschäftsführer Gerhard Zech eine erfreuliche erste Zwischenbilanz. Nach seinen Angaben hat das Unternehmen im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 12,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sei ein Plus von etwa 25 Prozent, wobei rund fünf Prozent dieses Zuwachses auf die Verschmelzung von Forstner mit nuIT zurückzuführen seien. „Mehr als 20 Prozent jedoch entfallen auf organisches Wachstum“, rechnet Zech vor. Mit der Ertragssituation zeigt er sich zufrieden, ohne allerdings Detailzahlen zu nennen.

Bis auf wenige Wochen Stagnation im Frühjahr 2020 sei die CIDAN Machinery Austria GmbH mit ihren 72 Beschäftigten von der Corona-Krise kaum betroffen gewesen. Das Unternehmen habe von einem sehr hohen Auftragsbestand profitiert, weshalb es heuer keine Kurzarbeit anmelden musste. Aktuell befinde man sich in etwa auf dem Auftragsniveau vom Dezember 2019.

„Es gibt eigentlich keinen Rückgang. Wir werden den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr möglicherweise sogar erneut leicht steigern können, wenn auch nicht in der Dimension des Vorjahres“, schätzt Zech. Der Exportanteil beläuft sich auf über 95 Prozent. Die Investitionsgüter werden insbesondere an Kunden in Europa und in den USA verkauft. (gübi/mm)

http://www.nu-it.at

http://www.forstnercoil.at

http://www.cidanmachinery.de



18.12.2020
Korneuburger HIFI-Studio Wasami schenkt bald Hochprozentiges aus

„Künftig, etwa ab dem zweiten Quartal 2021, werden wir als `Whisky & Rum Explorer Partner` an unserem Hauptstandort in Korneuburg den Kunden neben den neuesten HIFI-Geräten auch ausgesuchte Whisky-, Rum- und Gin-Spezialitäten anbieten“, berichtet Michael Wagner, Chef der HIFI-Studio-Firma Wasami, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Davon erhofft er sich mehr neugierige Besucher, die bei Getränkeverkostungen länger im Geschäft bleiben und seine Geräte testen. Das sind Videoautomaten, Jukeboxen, Flipper, Schallplatten etc. Unterstützt wird Wagner dabei nicht nur von seinen drei Mitarbeitern, sondern bei Bedarf auch von einem Profi der Partnerfirma.

Die 1976 gegründete „Teleshop Nachrichtentechnische Produkte GmbH“ ist 2007 von Michael Wagner übernommen worden. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen von Telekommunikations-Endkundenprodukten, wie Schnurlostelefonen, Anrufbeantwortern, kleinen Telefonanlagen etc., immer mehr auf die industrielle Telekommunikation spezialisiert. Als erstes wurden 2008 die neue HIFI-Produktlinie aufgebaut und erschwingliche Röhrenverstärker in Top-Qualität angeboten.

Im Jahr 2016 begann die Firmenleitung mit dem Import von klassisch gebauten Musikboxen des Herstellers „Sound Leisure“ aus Großbritannien. Zwei Jahre später runden Vergnügungsautomaten, wie ARCADE-Videoautomaten, Greifer, Kiddy Rides, etc., das Angebot der Wasami GmbH ab. „Aktuell verkaufen sich am besten unsere Video-Spielautomaten sowie die klassischen in Handarbeit neu gefertigten Musikboxen“, teilt Wagner mit. Von den derzeit Corona-gebremst bis zu 20 Prozent steigenden Umsätzen entfallen rund 35 Prozent auf den Unterhaltungssektor und 65 Prozent auf die Industrie-Elektronik. (km)

http://www.wasami.at

http://www.whisky-rum-explorer.at



18.12.2020
Firma aus Schwechat will die Zollabwicklung digital rascher machen

Die Zollabwicklung revolutionieren will das Start-up-Unternehmen Digicust GmbH in Schwechat, Bezirk Bruck an der Leitha. Mit einem virtuellen Zollroboter und der damit verbundenen Automatisierung soll die Zollabwicklung nicht nur schneller und leichter erfolgen, es sind auch Kontrollen zur Qualitätssicherung eingebaut worden. Wie Geschäftsführer Borisav Parmakovic dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, sei daran schon großes Interesse erkennbar. Etliche Firmen testen das Produkt bereits, und bei einem sei sogar schon mit der Implementation begonnen worden. Beim riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis 2020 hat diese Idee in der Kategorie Genial digital den ersten Platz erzielt.

„Der Vorteil unserer Automatisierung liegt darin, dass sie die Arbeit der Zollorgane, Spediteure und Firmen, die selbst verzollen, um einiges leichter, flotter und auch besser strukturierbar macht“, betont Parmakovic. Das System melde sich, wenn etwas fehlen sollte, und leiste damit auch einen Beitrag zur Qualitätskontrolle. In die ständige Weiterentwicklung werden auch die Kunden einbezogen.

Das System besteht aus mehreren Produkten, die auch unabhängig von einander verwendet werden können. Bereits auf dem Markt ist die Datenkonvertierung „Dexter“. Diese Anwendung kann nicht nur zur Zollabwicklung dienen, sondern auch in der Buchhaltung eingesetzt werden. Schon ab Mitte Jänner 2021 ist der „HS-Classifier“ für Zollklassifizierungen auf dem Markt, dem ab März der virtuelle Zollroboter „Broker“ folgen wird. Mit elf Mitarbeitern peilt Digicust für 2021 einen Umsatz von 200.000 Euro an. 80 Prozent der Produktion werden nach Deutschland exportiert. (hm)

http://www.digicust.com



18.12.2020
Originelles Last-Minute-Geschenk: Urlaub im GenieĂźerzimmer

Sehr erfolgreich entwickelt sich in Niederösterreich eine qualitätsorientierte touristische Angebotsschiene, die von der Landestourismusorganisation NÖ Werbung mit der NÖ Wirtschaftskammer ins Leben gerufen worden ist - die sogenannten „Genießerzimmer Niederösterreich“. Dabei handelt es sich um großzügig ausgestattete Wohnräume, Hotelzimmer, Suiten, Ferienwohnungen und Appartements in gewerblichen Beherbergungsbetrieben.

Aus einem Ende 2003 in Hobersdorf im Weinviertel gestarteten kleinen Pilotprojekt ist inzwischen eine touristische Qualitätsvereinigung mit mehr als 100 gastgebenden Unternehmen entstanden, die in Niederösterreich rund 400 zertifizierte Genießerzimmer anbieten. Sie sollen dazu beitragen, die Zahl der Übernachtungen und auch die Aufenthaltsdauer in den Ausflugsregionen des Landes zu erhöhen. Die besonders hohen Qualitätskriterien werden regelmäßig überprüft. Der Kreis der Mitgliedsbetriebe reicht von kleinen Weingütern über gutbürgerliche Gasthäuser bis zu einigen der besten Hotels des Landes.

Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist, dem macht die NÖ Werbung ein spezielles Last-Minute-Angebot: Für die Genießerzimmer gibt es sogenannte Print@Home-Urlaubsgutscheine. Diese kann man bis unmittelbar vor der Bescherung am Heiligen Abend online kaufen und sofort selber ausdrucken. Der Betrag ist ab 10,- Euro frei wählbar, eine Versandgebühr gibt es nicht. (mm)

http://www.niederoesterreich.at/geniesserzimmer