NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1620 vom 8.01.2021

8.01.2021
25 Jahre Nationalpark Donau-Auen sind eine Erfolgsgeschichte

Der 1996 vom Bund sowie den Ländern Niederösterreich und Wien gegründete Nationalpark Donau-Auen ist nicht nur ein einzigartiges Schutzgebiet für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. In den 25 Jahren seines Bestehens hat er sich auch zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, das Tausende Besucher anzieht und damit der Region einen beachtlichen Wertschöpfungszuwachs beschert. Sein heuriges Jubiläumsjahr begeht der Nationalpark mit einer Reihe von Festveranstaltungen.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem aktuellen Managementplan 2019-2028 der Nationalpark Donau-Auen GmbH entnimmt, betreten jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Personen die 38 Kilometer lange und bis zu vier Kilometer breite Aulandschaft östlich von Wien. Diese Zahl beruht auf Schätzungen, genauere hingegen gibt es zu den Eintritten in die Nationalpark-Stützpunkte. Demnach hat das „schlossORTH Nationalpark-Zentrum“ seit seiner Eröffnung 2005 bis Ende des Vorjahres fast 530.000 Besucher verzeichnet, das „nationalparkhaus wien-lobAU“ zwischen 2007 und 2020 rund 315.000 Besucher sowie die ohne Zählung frei zugängige „Nationalpark-Infostelle Schloss Eckartsau“ – sie ist die älteste im Naturschutzgebiet und besteht seit 1998 – bis Ende vergangenen Jahres geschätzte 220.000 bis 240.000 Besucher.

Der Nationalpark-Gesellschaft ist es ein besonderes Anliegen, Jugendliche mit den Lebensräumen sowie deren Tier- und Pflanzenwelt in diesem Gebiet vertraut zu machen. Deshalb halten die zertifizierten Nationalpark-Ranger geführte Touren, Projekttage und Projektwochen für Schulen ab. Dazu gehört auch das „Junior Ranger Programm“, das junge Menschen als Fürsprecher und Beschützer des Nationalparks gewinnen will.

Der Nationalpark Donau-Auen erstreckt sich über mehr als 9.600 Hektar zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Was vor fast 40 Jahren noch wegen des geplanten Wasserkraftwerkes Hainburg ein ideologisch heiß umkämpftes Gebiet war, ist heute eine einzigartig wildromantische geschützte Flussauen-Landschaft – die letzte Mitteleuropas. Über 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetierarten, darunter Wildschweine und Rotwild, 100 Brutvogelarten, wie Schwarzstörche, Eisvögel und die besonders scheuen Seeadler, sowie 60 verschiedene Fischarten sind im Nationalpark Donau-Auen heimisch. (mm)

http://www.donauauen.at



8.01.2021
Die gute Auftragslage in Niederösterreichs Bauwirtschaft hält an

Als erfreulich krisenfest gegen die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie erweist sich in Niederösterreich die Bauwirtschaft. Nach Berechnungen der Statistik Austria lagen die Auftragsbestände der niederösterreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen Ende September 2020 bei mehr als 2,63 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Österreichweit hingegen ist der Auftragspolster der Bauwirtschaft im Durchschnitt nur um 0,9 Prozent gewachsen.

Weniger positive Signale freilich kommen in Niederösterreich vom Bauproduktionswert. Er erreichte laut Statistik Austria von Jänner bis September 2020 eine Gesamtsumme von knapp über 5,8 Milliarden Euro. Damit ist der Wert der technischen Gesamtproduktion in Niederösterreich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um 2,2 Prozent gesunken. Bundesweit gab es einen Rückgang um 3,7 Prozent. (mm)

http://www.statistik.at



8.01.2021
Kremser Hafen bilanziert erfolgreich und baut die Lagerflächen weiter aus

Aufgrund seiner diversifizierten Kunden- und Güterstruktur hat der Donauhafen Krems das von der Corona-Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2020 gut gemeistert. Im Vorjahr sind an Niederösterreichs größtem Umschlagplatz an der Wasserstraße Waren mit einem Volumen von rund 1,35 Millionen Tonnen be- und entladen worden. „Das ist in etwa die gleich hohe Gesamtumschlagsmenge wie 2019 gewesen“, teilt Gerhard Gussmagg, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Maßgeblich getragen wurde das Ergebnis vom Schiffsumschlag. Dieser ist signifikant um 90.000 Tonnen oder ein Viertel auf 458.000 Tonnen gestiegen. „In der Menge enthalten sind rund 200. 000 Tonnen Schotter, die wir im Hafen zwischenlagern“, informiert Gussmagg.

Bei den beiden anderen Verkehrsträgern waren die Zahlen rückläufig. Der Lkw-Umschlag ist um fünf Prozent auf 540.000 Tonnen gesunken, der Bahnumschlag um zwölf Prozent auf 353.000 Tonnen. Das Minus auf der Schiene ist u.a. darauf zurückzuführen, dass der Kremser Donauhafen im Vorjahr weniger Container und Stahl verladen hat.

Auf einem neuen Rekordniveau liegt hingegen die Lagerauslastung. „Wir haben 30.000 Quadratmeter eigene Hallenflächen sowie rund 8.000 Quadratmeter extern bewirtschaftet“, sagt Gussmagg. Deswegen werde man heuer im Frühjahr die Hallenlagerflächen auf dem Hafengelände um 4.150 Quadratmeter vergrößern.

Auch Dienstleistungen um das sogenannte „Rebulking“ – Schüttgüter, die in Bigbags (Großgebinde) gelagert und in Silo-Lkw umgefüllt werden – seien sehr gefragt und würden fortentwickelt. Darüber hinaus will der Donauhafen Krems heuer vom erneuerbaren Energieträger Windkraft profitieren, „denn wir können hier bei uns die bis zu 100 Tonnen schweren Bauteile bewegen“, betont der Geschäftsführer.

Die Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG, deren 50 Mitarbeiter für Hafenlogistik und Umschlag verantwortlich sind, ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Logistik-Konzerns Rhenus. Die Firmengruppe ist in Krems mit 70 Beschäftigten auch in den Geschäftsfeldern Speditionsdienste (Rhenus Logistics Austria) sowie Binnenschifffahrt (Rhenus Partnership Austria) tätig. (mm)

http://www.rhenus-hafenkrems.com



8.01.2021
Lotto-Fee hat 10 Millionen-Gewinne über Niederösterreich ausgeschüttet

Aus niederösterreichischer Sicht ist das vergangene Glücksspieljahr 2020 wieder sehr erfolgreich verlaufen. Denn im Vorjahr kamen bei den Spielen der Österreichischen Lotterien die meisten Millionäre (10) aus dem Raum zwischen Enns und Leitha. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich die Glücksspielbilanz aus blau-gelber Perspektive näher angesehen.

Beim beliebten Lotto „6 aus 45“ wurden 2020 drei der siebenstelligen Top-5-Gewinne in Niederösterreich erzielt. Nach einem Sechsfach-Jackpot erhielt ein Mostviertler im April 7,75 Millionen Euro. Kräftig Kasse machten auch ein Waldviertler nach einem Fünffach-Jackpot mit einem 6,7 Millionen Euro schweren Solo-Sechser, sowie ein Weinviertler, der sich für seine „sechs Richtigen“ nach einem Vierfach-Jackpot über knapp mehr als fünf Millionen Euro freuen durfte.

2020 gab es in Niederösterreich 15 Lotto-Gewinne von mehr als 100.000 Euro. Dabei wurden elf mit Sechsern sowie vier mit Fünfern mit Zusatzzahl getippt. Beim Zusatzspiel „LottoPlus“ sind fünf weiteren Niederösterreichern Gewinne in sechsstelliger Höhe geglückt.

Bei den „EuroMillionen“ schafften im abgelaufenen Glücksspieljahr 34 Niederösterreicher einen Treffer von 100.000 Euro oder darüber. Einen Millionengewinn gab es diesmal nicht. Der Höchstbetrag, der 2020 in Niederösterreich bei dem europäischen Super-Lotto ausbezahlt wurde, lag bei knapp 190.000 Euro.

19 Niederösterreicher hatten im abgelaufenen Jahr beim „Joker“ die richtige Zahlenkombination auf ihrer Quittung und verbuchten damit einen Euro-Gewinn in sechsstelliger Höhe. Der höchste Treffer aus Niederösterreich war gleichzeitig der österreichweit dritthöchste: Er war fast 430.000 Euro „schwer”.

Die Jahresbilanz der übrigen Lotterien-Glücksspiele aus blau-gelber Sicht: 2020 kamen acht Klassenlotterie-, zwei Toto- sowie je ein Bingo-, Brieflos- und Rubbellos-Spielteilnehmer aus dem Land unter der Enns zu Gewinnen von mindestens 100.000 Euro. Im abgelaufenen Glücksspieljahr durften sich 86 Personen aus Niederösterreich über Gewinne in sechs- oder siebenstelliger Höhe freuen. (mm)

http://www.win2day.at



8.01.2021
Im Homeoffice laufen die Kaffeemaschinen auf Hochtouren

Weil wegen der Corona-Pandemie viele Berufstätige im Homeoffice arbeiten, sind auch die Kaffeepausen vom gemeinsamen Büro in die eigenen vier Wände übersiedelt. „Die Menschen leisten sich jetzt mehr denn je bessere Kaffeemaschinen“, berichtet die Rösterin und Kaffee-Expertin Johanna Wechselberger aus Stockerau dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Immer mehr Genießer würden bei dem beliebten Heißgetränk auf Sorten, Mischungen und Zubereitungsarten sowie auf die Wahl der bestgeeigneten Maschine achten.

Davon profitiert auch die zur „Master Barista“ ausgebildete Spezialistin. Ein- bis zweimal in der Woche produziert Wechselberger auf dem Gelände der alten Heid-Maschinenfabrik mit einem 15-Kilo-Röster ihren Kaffee aus Qualitätsbohnen, die sie selbst bei der Farmerin Maria Botto im Hochland von El Salvador nach Geschmack und Verarbeitungsart ausgesucht hat und von dort ohne Zwischenhandel importiert. Seit neun Jahren bezieht die Unternehmerin den Großteil ihres Jahresbedarfs an Kaffeebohnen – zwischen 4,5 und 5 Tonnen – aus dem mittelamerikanischen Staat. „Qualität von der Pflanze bis in die Tasse“, lautet ihr Credo.

Vertrieben werden die muntermachenden Genussmittel über den eigenen Online-Shop, Abholbox, Maria´s Laden in Stockerau, die MoSo-Nahversorgerläden und das regionale Lieferservice Ögreissler. „Dank meiner vielen treuen Privatkunden läuft das Geschäft. Aber natürlich hat es wegen der geschlossenen Gastronomie und abgesagter Veranstaltungen auch Umsatzausfälle gegeben“, bedauert Wechselberger.

Die 53jährige ist gelernte Textil- und Werbegrafikerin und schon seit 24 Jahren in der Kaffeebranche mit dem Ziel tätig, die Kaffeequalität zu verbessern. Sie hat zuerst für den Eigenbedarf alte Kaffeemaschinen repariert, einen eigenen Speciality Coffee Shop gegründet und führt seit 2010 die von ihr gegründete „Vienna School of Coffee“ in Wien-Floridsdorf. Ist der Lockdown beendet, bietet sie dort Ausbildungskurse zum Barista und Kaffee-Experten an. Dazu kommen Beratungen für Kaffeemaschinen-Hersteller und Consulting für Jungunternehmer zum Start eines Coffeeshops. (mm)

http://www.dieroesterin.at

http://www.viennaschoolofcoffee.at

http://www.womenincoffee.org



8.01.2021
Baugrund und Einfamilienhaus stehen auf dem Wunschzettel ganz oben

In Niederösterreich werden die Immobilienpreise heuer um durchschnittlich 1,8 Prozent steigen. Diese Zahl prognostiziert die Amstettner Immobilienmakler-Firma RE/MAX Austria auf Basis einer Befragung unter rund 560 Branchenexperten. Im Vorjahr war im Ausblick auf 2020 noch ein Wachstum um 3,1 Prozent erwartet worden.

Im Hinblick auf den gesamten Immobilienmarkt 2021 in Niederösterreich geht RE/MAX von einer um 4,0 Prozent höheren Nachfrage, jedoch nur von einem um 1,1 Prozent höheren Angebot aus. Während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern um 5,0 Prozent stark zunimmt, sollen die Preise für diese beliebte Wohnform um 3,4 Prozent steigen. Höhere Immobilienpreise erwartet RE/MAX auch bei Baugrundstücken um 6,0 Prozent und Eigentumswohnungen in zentralen Lagen um 1,8 Prozent.

Mit Einfamilienhäusern und angeschlossenen Grundstücken ließen sich zurzeit lukrative Renditen erzielen. „Wer ein Haus mit Garten besitzt und es verkaufen möchte, weil z.B. die Kinder bereits ausgezogen sind oder Pflege und Instandhaltung zu beschwerlich werden, hat jetzt sehr gute Chancen“, sagt RE/MAX Austria Managing Director Anton Nenning. Die Nachfrage sei gut, die Finanzierbarkeit ebenso und die Konkurrenz auf dem Markt überschaubar. (mm)

http://www.remax.at



8.01.2021
Spezialfirma aus Rappottenstein sorgt in jedem Raum fĂĽr den guten Ton

Mitten im Waldviertel, in Rappottenstein, ist der Unternehmenssitz von Trikustik, einem auf Raumakustik spezialisierten Unternehmen, das inzwischen europäische Bedeutung erlangt hat. „Wir sind sowohl im privaten Einfamilienhaus, in der Wiener Stadthalle, im Festspielhaus Bregenz, aber auch im europäischen Parlament präsent“, erklärt Vertriebsleiter Wolfgang Pfiel dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Unser Einsatz ist überall dort gefragt, wo es darum geht, dass der Schall gut verteilt ist, Reden und vor allem auch Musik gut verständlich sind.“ Trikustik ist das einzige Unternehmen dieser Art in Niederösterreich, aber auch europaweit gibt es nur wenige Spezialisten für Raumakustik.

Kunden sind vor allem öffentliche Auftraggeber, insbesondere Schulen und Kindergärten, aber eben auch Betreiber großer Veranstaltungsgebäude. Daneben sind es vor allem private Interessenten, die immer mehr werden, und Gastronomiebetriebe. „Allgemein gilt“ so Pfiel, „wenn die richtige Akustik bereits in der Planung berücksichtigt wird, fallen kaum Zusatzkosten an, denn eine Decke ist ohnedies notwendig. Hingegen kann eine neue Akustik im Zuge einer Renovierung durchaus hohe Kosten verursachen.“

Rappottenstein und das Waldviertel sind das ideale Umfeld für ein Unternehmen, das hauptsächlich mit Holz zu tun hat, denn hier wird mit Holz entwickelt und produziert. „Häufig bekommen wir zwar das Grundprodukt von unseren Kunden, das können auch Platten sein, aber einen Teil machen wir komplett selber. Da fokussieren wir uns auf Massivholz, auf Fichte und Lärche“ sagt Pfiel. Aus Gründen der Haltbarkeit und der Gesundheit beispielsweise sei es bei einem Kindergarten natürlich sinnvoller, unbehandeltes Holz mit Schafwolle einzusetzen als eine Gipsdecke.

Als das Spezialgebiet von Trikustik nennt der Vertriebsleiter das CNC - Computerized Numerical Control (CNC-Maschinen sind Werkzeugmaschinen mit einer speziellen Steuerungstechnik). „Dazu gibt es im Unternehmen das entsprechende Wissen, dafür reisen Kunden zu uns ins Waldviertel“, erklärt er. „Es ist ein Trend da, sich um das Wohlfühlen zu bemühen, auch wenn die Akustik nicht sichtbar ist und bei einigen doch nicht in die ursprüngliche Planung fällt.“

Dementsprechend sei auch das Jahr 2020 für das Unternehmen im Grunde genommen geschäftlich gut gelaufen. Priel spricht zwar davon, dass sich bei den Objekten Verzögerungen ergeben haben und dass die Projektdynamik reduziert worden sei, aber: „Wir hatten ganzjährig eine gute Auftragslage, und mussten beispielsweise nicht in die Kurzarbeit.“ (jm)

http://www.trikustik.at



8.01.2021
Ledererzeuger in Ybbsitz verzeichnet starke Nachfrage nach Naturgerbung

Auf das maschinelle Lohngerben mit naturnahen Methoden hat sich die Holubovsky Gerberei und Handel GmbH in Ybbsitz, Bezirk Amstetten, spezialisiert. Wie Geschäftsführer Thomas Holubovsky, der den Familienbetrieb in dritter Generation mit fünf Mitarbeitern führt, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, sei die Nachfrage nach Naturgerbung so stark angestiegen, dass man weiter mit natürlichen Gerbstoffen experimentiere. Stolz ist er darauf, dass man alle Felle gerben könne, die es gibt, darunter auch Exoten wie Zebras und Gnus.

„Spezialisiert haben wir uns auf Felle von Schafen. An unserem Standort ist bereits seit 100 Jahren eine Gerberei in Betrieb“, erzählt Holubovsky. Diese habe aus den Rindshäuten von Tieren aus der Umgebung festes Rindsleder in Lohgerbung erzeugt. Daraus entstanden Riemen, Taschen und noch weitere Artikel zur Verwendung in der Landwirtschaft und im Gewerbe.

Interessiert an Gerbungen sind zum einen Jäger, die Rohfelle von Hirschen, Wildschweinen, Mardern, Füchsen, Hasen und auch Exoten einbringen, zum anderen Landwirte und Züchter von Rindern, Schafen und Kaninchen. Den Schwerpunkt bilden die Schaffelle, die entweder auf Alaun, medizinal oder Pflanzen gegerbt werden. Vorteil der Medizinalgerbung ist die Waschbarkeit. Bei der Pflanzengerbung laufen derzeit Versuche mit der Rinde der Rosskastanie in der Absicht, auch diesen heimischen Rohstoff verwerten zu können.

Jährlich werden hier etwa 10.000 unterschiedliche Felle gegerbt, die entweder eingesalzen, getrocknet, gefroren oder roh eingeliefert und entsprechend gekennzeichnet werden, damit es zu keiner Verwechslung kommt. Bis man sein fertiges Fell in Händen hält, können drei Monate vergehen, da die unterschiedlichen Tierarten immer in einer eigenen Gruppe zur Gerbung zusammengefasst werden. Die Gerbung eines Hasen- oder Kaninchenfells kostet 24 Euro, eines Rehfells ab 40 Euro, sonst wird nach Quadratmetern abgerechnet.

Die Kunden kommen aus ganz Österreich. Etwa zehn Prozent der Produktion werden nach Deutschland exportiert. Weil es Holubovsky wichtig ist, das Geschäft im direkten Kundenkontakt abzuwickeln, bietet er seine Dienstleistung ohne Zwischenhandel an. (hm)

http://felle.at



8.01.2021
Niederösterreich ist ein guter Boden für Betriebsansiedlungen

Auf Initiative von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, haben sich im Jahr 2020 in Niederösterreich 92 Unternehmen neu angesiedelt oder ihren bestehenden Betriebsstandort ausgebaut. Dadurch sind 654 Arbeitsplätze neu im Land geschaffen worden. „Zurzeit bearbeitet ecoplus rund 410 Projekte“, stellt NÖ Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger vorausblickend auf die kommenden Monate fest. „Wenn die Firmen davon nur einen Bruchteil umsetzen, entstehen mit Hilfe unserer Wirtschaftsagentur heuer Hunderte neue Arbeitsplätze.“

Von den im Rahmen der ecoplus-Geschäftsfelder Investorenservice und Wirtschaftsparks im Jahr 2020 betreuten Projekten entfallen mit fast 100 neuen Jobs auf drei Betriebe. Das sind der Bau einer neuen Unternehmenszentrale mit angeschlossener Fertigung der Karner Düngerproduktion GmbH in Neulengbach im Wienerwald und Betriebserweiterungen des Waldviertler Elektro-Großhändlers RS Components in Gmünd sowie der Mess-, Steuer- und Regeltechnikfirma Burkert Austria in Mödling. (mm)

http://www.ecoplus.at



8.01.2021
Findiger Unternehmer entwickelt ArbeitsbĂĽhne als Leistungsschau

Mit einer tragbaren Hubarbeitsbühne hat der Einpersonenunternehmer Martin Höbarth in Oberlainsitz, Bezirk Gmünd, beim riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis 2020 in der Kategorie Geniale UnternehmerInnen den ersten Preis errungen. Seine Firma MH-Tec e.U. entwickelt mechatronische Systeme, wie Werkzeuge, Anlagen, darunter auch Schaumrollenmaschinen, sowie Fahrzeuge.

„Mit der tragbaren Hubarbeitsbühne möchte ich das Arbeiten einfacher, sicherer und auch flexibler machen. Stehleitern sind oft unflexibel und auch gefährlich,“ erklärte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Hubarbeitsbühne ist 100 Kilo schwer und kann in vier Teile zu je 25 Kilo zerlegt werden. Sie ist für eine Person mit Arbeitsgerät und Material dimensioniert, die Arbeitshöhe beträgt 3,5 Meter.

Höbarth hat diese Bühne bis zum Prototyp selbst entwickelt und gebaut. Jetzt ist er auf der Suche nach Partnern für die Serienproduktion und den Vertrieb. Auf den Markt soll sie zu einem Preis von etwa 5.000 Euro kommen, eine Leihversion wird erwogen. „Das Interesse daran ist schon sehr groß“, sagt er.

Wichtig ist ihm, dass seine Mechatronik-Entwicklungen mit einem CE-Prüfzeichen ausgestattet sind. Alle Entwicklungen entstehen stufenweise in Absprache mit den jeweiligen Kunden. Die Produktion wird von Partnerfirmen übernommen. Zusätzlich bietet Höbarth die Konfiguration von Akkus und Batteriesystemen an. Kunden hat er in ganz Österreich. 25 Prozent des Geschäfts entfallen auf Skandinavien mit dem Schwerpunkt Finnland. (hm)

http://www.mh-tec.at



8.01.2021
Kartoffelernte 2020 bereitet Fans von Knödeln und Pommes frites viel Freude

In Niederösterreich hat die Erdäpfelernte 2020 den bäuerlichen Direktvermarktern sowie den Abnehmern aus Industrie, Handel und Gewerbe einen großen Rohstoffvorrat zur Weiterverarbeitung der Feldfrüchte beschert, wie etwa zu Bratkartoffeln, Kartoffelpüree, Knödeln, Puffern, Kroketten, Pommes frites oder Chips. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst einer von der Agrarmarkt Austria (AMA) durchgeführten Ertragserhebung entnimmt, sind im Vorjahr in Niederösterreich 722.700 Tonnen Erdäpfel geerntet worden. Aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen waren das um 112.200 Tonnen oder 18,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019.

Besonders hoch ist der Produktionsanstieg bei den Früh- und Speisekartoffeln ausgefallen. Diese Erdäpfelsorten verbuchten 2020 in Niederösterreich einen Erntezuwachs um 75.800 Tonnen oder 29,2 Prozent auf 334.800 Tonnen. Bei den Stärke- und Speiseindustriekartoffeln stieg die Produktionsmenge im Vorjahr um 36.500 Tonnen oder 10,4 Prozent auf 387.900 Tonnen. (mm)

http://www.ama.at

http://www.erdaepfelbau.at