NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1640 vom 28.05.2021

28.05.2021
Die meisten Binnenwanderer zieht es nach Niederösterreich

Wie schon in den Jahren vorher war Niederösterreich auch 2020 wieder das beliebteste Bundesland für Zuzügler aus anderen Regionen Österreichs. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der aktuellen Binnenwanderungsbilanz der Statistik Austria entnimmt, haben im Vorjahr 32.136 Personen aus den acht anderen Bundesländern ihren Hauptwohnsitz nach Niederösterreich verlegt, während von hier nur 26.741 in ein anderes Bundesland weggezogen sind. Das ergibt einen Gewinn von 5.395 Hauptwohnsitzen.

Zum Vergleich: Das zweitplatzierte Burgenland erreicht mit 7.209 Zuzügen, jedoch auch 5.077 Wegzügen einen Binnenwanderungsgewinn von lediglich 2.132. Andere Bundesländer bilanzieren überhaupt deutlich negativ, wie Wien (-3.431), Salzburg (-2.418) oder Tirol (-1.630).

In Niederösterreich hat der Bezirk Gänserndorf mit einem Plus von 1.127 Personen die stärkste Zunahme aus der Binnenwanderung erzielt, knapp gefolgt von Tulln (1.123), Wiener Neustadt-Land (725) und Hollabrunn (538). In der Negativbilanz führt die Stadt Krems (-159) vor den Bezirken Baden (-128), Lilienfeld (-113) und Amstetten (-107). (mm)

http://www.statistik.at



28.05.2021
Niederösterreichs Berggipfel locken im Sommer mit besonderen Attraktionen

220.000 Personen haben Niederösterreichs Bergbahnen im Sommer 2020 auf die höchsten Gipfel des Landes befördert, was trotz Corona-Beschränkungen eine neue Rekordmarke bedeutet. Diesen Schwung will die Landestourismusorganisation NÖ Werbung auch heuer nutzen und viele in- und ausländische Besucher motivieren, schöne Sommertage in Niederösterreichs Bergwelt zu erleben. Eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe dabei ist der „Bergsommer Niederösterreich“, der heuer bereits zum zehnten Mal stattfindet.

Mit dieser Kampagne möchte die NÖ Werbung den Bergtourismus in den beiden alpinen Regionen des Landes – Mostviertel und Wiener Alpen in Niederösterreich – stärken. Auswählen kann der Gast aus einem breit gefächerten Angebot, wobei dem Wandern ein spezieller Schwerpunkt gewidmet ist. So gibt es u.a. Beschreibungen und Tipps zu zehn besonderen Wanderwegen, die prächtige Ausblicke auf die Gipfel-Skyline oder in das weite Land eröffnen. Von überschaubaren Etappen für Familien bis zu ausgedehnten anspruchsvollen Touren für sportliche Profis: In Niederösterreich findet jeder Wanderer den für ihn „richtigen“ Berg.

Das Programm bietet auch heuer wieder ein breites Bündel an Bergsommer-Veranstaltungen. Das sind besondere Angebote mit speziellen Themenschwerpunkten, die extra gebucht werden müssen. Mit dabei sind u.a. „Wandern, Spielen, Entdecken – für Familien mit Kindern am Leckermoor“ in Göstling/Ybbs, „Gipfelklaenge“ an zwei Tagen in Mitterbach am Erlaufsee und im Naturpark Ötscher-Tormäuer sowie der beliebte Schneeberglauf „Mensch gegen Maschine“, der in Puchberg/Schneeberg startet. (mm)

http://www.bergsommer.at



28.05.2021
EVN investiert in den Ă–kostrom-Ausbau rund 100 Millionen Euro

Niederösterreichs Landesenergieversorger EVN baut seine Strom- und Wärmeproduktion aus den erneuerbaren Energieträgern Wasser- und Windkraft, Photovoltaik und Biomasse weiter erfolgreich aus. Bei der Windkraft hat der Konzern bis Ende März eine Leistung von 376 Megawatt (MW) installiert. Damit ist man dem Ziel, bis Ende 2023 rund 500 MW zu erreichen, wieder ein Stück näher gekommen. Diese Zahlen gibt die EVN AG mit der Vorlage der Halbjahresbilanz über den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2020/21 (1. Oktober 2020 bis 31. März 2021) bekannt.

Auch aus der Energie der Sonne will die EVN in Zukunft noch mehr Ökostrom gewinnen. „In den nächsten Jahren wollen wir auf 100 MW kommen“, kündigt Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz an. Die dazu notwendigen Photovoltaik-Anlagen sollen zu einem Großteil an bereits bestehenden eigenen Kraftwerksstandorten errichtet werden.

Im rund 100 Millionen Euro schweren Ökostrom-Ausbaupaket spielt die Biomasse eine tragende Rolle. In der Stadt Krems entsteht zurzeit um rund 40 Millionen Euro eine moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Sie wird Wärme für bis zu 30.000 Haushalte und Elektrizität für 15.000 Haushalte liefern.

Das Ende März abgelaufene Geschäftshalbjahr 2020/21 hat die EVN AG mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um 7,6 % auf 1,285 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Konzernergebnis ist um 15,3 % auf 176 Millionen Euro gestiegen. Auch das Operative Ergebnis (EBIT) hat um 10,3 % auf 254,5 Millionen Euro zugelegt. (mm)

http://www.evn.at



28.05.2021
Gewerbe und Industrie in Niederösterreich forcieren Digitalisierungs-Projekte

Corona hat für zusätzlichen Schub gesorgt. Mehr als 60 Prozent der niederösterreichischen Gewerbe- und Industriebetriebe haben die Krisen-Monate der Jahre 2020/21 genutzt, um Pilotprojekte der Digitalisierung anzugehen. „Spätestens jetzt sollte klar sein“, sagt Thomas Salzer, Präsident der NÖ Industrie und Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer, „wer nicht digitalisiert, verliert.“ Die Krise habe gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für die Wirtschaft ist. „Ohne die Digitalisierung hätten wie keine Lockdowns erlebt, sondern ein `Game Over´.“

Zur wachsende Bedeutung der Digitalisierung für Niederösterreichs Wirtschaft sind im Auftrag des Landes Niederösterreich, der NÖ Wirtschaftskammer und der NÖ Industriellenvereinigung 135 heimische Unternehmen aus Gewerbe und Industrie mit jeweils mehr als 30 Mitarbeitern befragt worden. Daraus ging als eines der zentralen Ergebnisse hervor, dass die Bedeutung der Digitalisierung während der Krisenzeit deutlich gewachsen ist – am klarsten sichtbar an der Nutzung von Online-Konferenzen. Deren Anteil ist um 30 Prozent auf 93 Prozent gewachsen. Gleichzeitig ist den Unternehmen auch bewusst geworden, dass Weiterbildung der zentrale Ansatzpunkt für weitere Entwicklungen in ihrem Geschäftsbereich ist. 95 Prozent der Betriebe sehen das so.

„Wir werden durch die Digitalisierung zwar nicht mehr Arbeitslose haben als früher, aber andere Anforderungen an die Arbeitsplätze“, betonte WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker. Mit Stolz verweist er darauf, dass das WIFI bereits rund 1.000 Kurse zur Digitalisierung anbiete. Dazu kommt ab Herbst die berufsbegleitend 4-semestrige WIFI-Fachakademie „Digitalisierte Produktion“. Am 28. Juni findet dazu ein kostenloses Webinar statt.

„Wir wollen die Digitalisierung als Turbo nutzen“, stellt Wirtschafts-Landesrat Jochen Danninger mit Verweis auf die zahlreichen Initiativen und Förderungen des Landes Niederösterreich fest. So sollen beispielsweise mit 20 Förder-Millionen über die Aktion digi4KMU in rund 130 Betrieben Digitalisierungs-Investitionen im Ausmaß von 56 Millionen Euro ausgelöst werden. Zudem wurden mit den Technologie- und Innovationspartnern des Landes und der WKNÖ im Vorjahr rund 500 Betriebe bei ihren Digitalisierungsprojekten begleitet“, erklärt Danninger. Auch die im Haus der Digitalisierung eingerichtete Bildungsdrehscheibe werde sehr gut angenommen.

Laut Industrie-Präsident Salzer hat Österreich im Digitalisierungs-Sektor noch einen erheblichen Nachholbedarf. „In der EU belegen wir derzeit nur Rang 13“, sagt er. Spitzenreiter sei – und das sogar auch weltweit – Finnland. „Es fehlen vor allem Fachkräfte“, betont Salzer, „wobei 86 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass es künftig noch schwieriger werden wird, die entsprechenden Digitalisierungs-Spezialisten zu finden.“

In der Industrie spielt die Digitalisierung nicht nur im Vertrieb eine große Rolle, sondern vor allem in der Produktion, ebenso wie im Supply-Chain-Management sowie in der Forschung und Entwicklung. Bemerkenswert ist auch, dass 82 Prozent der befragten Industrie-Unternehmen im Zuge der Digitalisierung verstärkt mit ihren Zulieferern, Vertriebspartnern und Logistik-Betrieben zusammenarbeiten möchten. Daher sei der Breitband-Ausbau in Niederösterreich ein wichtiges Anliegen, das auch für jedes Home-Office eine entscheidende Rolle spiele. Salzer und die heimische Industrie wünschen sich insbesondere noch mehr spezialisierte Dienstleister in den Bereichen Sensorik, Robotik und 3-D-Druck sowie mehr „digital government“. (rz)

http://www.iv-niederoesterreich.at

http://wko.at/noe

http://www.noe.gv.at



28.05.2021
Niederösterreichs Freibäder garantieren sicheres Schwimmen und Tauchen

„Grundsätzlich halte ich jede Möglichkeit einer angenehmen Freizeitgestaltung für positiv und freue mich darüber, dass die Freibäder mit 19. Mai wieder aufsperren durften“, erklärt Kurt Staska, Bädersprecher der NÖ Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Dass Baden nicht nur ein Vergnügen sondern auch sicher ist, begründet er mit der Zutrittskontrolle und mit der Abstandsregelung mit zwei Metern. Als wichtig hebt er hervor, „dass im Schwimmbad die 20-Quadratmeter-Regel gefallen ist, wir sprechen jetzt von sechs Quadratmetern. Damit benötigt eine Familie mit zwei Kindern nicht mehr 80 Quadratmeter Wasserfläche.“

Die neue Regelung kommt auch kleineren Bädern zugute. Denn jedes Bad könne innerhalb der gesetzlichen Vorgaben die konkreten Eintrittskriterien so regeln, dass es wirtschaftlich erfolgreich ist. „Wir hier in Baden, aber auch in Bad Vöslau setzen auf Saisongäste und Saisonkarten. Das funktioniert hervorragend“, sagt Staska mit Verweis auf die bereits jetzt schon mehr als 3.000 verkauften Saisonkarten. Im Jahr 2020 ist mit 5.000 Saisonkarten ein absoluter Rekord erzielt worden. „Wer eine Saisonkarte besitzt, hat in solchen Bädern einen Vorteil. Er kann immer ins Bad, während Tagesgäste auf freie Kontingente warten müssen“, betont der niederösterreichische Bädersprecher.

Ihm ist auch das Wiener Konzept vertraut, das wie schon im Vorjahr auf günstige Eintrittskarten setzt – und für Staska der Beweis, dass die konkrete Umsetzung sehr vielgestaltig sei. „Das Um und Auf sind die Sicherheitskonzepte“, betont er. In künstlichen Freibädern würde die Chlorierung in den Becken dafür sorgen, dass Viren und Bakterien keine Chance hätten.

Im Übrigen setzt der ehemalige Bürgermeister von Baden auf die Eigenverantwortung und auch auf die positiven Erfahrungen des Vorjahres. Deshalb rechnet er für seinen Aufgabenbereich mit baldigen weiteren Lockerungen: „Im Freibad werden wir hoffentlich die FFP2-Maske demnächst nicht mehr brauchen, der Abstand könnte auf einen Meter reduziert werden, und möglicherweise wird auch die Testpflicht für die Freibäder mit 1. Juli fallen. Unter diesen Voraussetzungen, und wenn das Wetter hoffentlich mitspielt, erwarte ich eine erfolgreiche Badesaison 2021 mit vielen Gästen.“ (jm)

http://wko.at/noe/gesundheitsbetriebe



28.05.2021
Bohrtürme in Niederösterreich holten weniger Öl und Gas aus dem Boden

Im Marchfeld sowie im angrenzenden Weinviertel und im Wiener Becken südlich der Donau haben die Erdölquellen im Vorjahr weniger ergiebig gesprudelt als 2019. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst den aktuellen Daten einer Erhebung der Geologischen Bundesanstalt entnimmt, ist 2020 in Österreich die Gesamtfördermenge an Erdöl und Natural Gas Liquids (NLG) – das sind Kondensat und die flüssigen Anteile aus der Erdgasproduktion – um 5,2 % auf 609.000 Tonnen gesunken. Davon haben die OMV 88,4 %, die RAG Austria AG – ein Tochterunternehmen des NÖ Landesenergieversorgers EVN – 9,4 % sowie ADX Energy 2,2 % aus dem Boden geholt. ADX Energy ist ein australischer Energiekonzern, der 2019 mit dem Kauf der Ölfelder Zistersdorf und Gaiselberg im Bezirk Gänserndorf neu in den österreichischen Markt eingetreten ist.

Stark zurückgegangen ist im Vorjahr auch die Erdgasförderung. Wie die Geologische Bundesanstalt in ihrem Bericht feststellt, ist die Naturgasförderung inklusive Erdölgasproduktion im Inland gegenüber 2019 um 16,6 % auf nur noch 743 Millionen Kubikmeter gesunken. Von dieser Fördermenge entfielen 89,9 % auf die OMV, 9,8 % auf die RAG und 0,3 % auf ADX Energy. (mm)

http://www.geologie.ac.at

http://www.omv.com

http://www.rag-austria.at

http://adx-energy.com



28.05.2021
Waldviertler Spedition Schnabl ist zum Logistikleitbetrieb empor gewachsen

Besonders in geographischen Randlagen abseits der Ballungszentren erfüllen Transport- und Logistikdienstleister eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Denn sie übernehmen die Beförderung von Waren aus der regionalen Nahrungsmittel-, Kunststoff- oder Elektronikindustrie, wofür deren Produzenten kein eigenes Geschäftsfeld mit Fuhrpark und Lager aufbauen wollen. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist die Waldviertler Schnabl Helmut Transport GmbH aus Gmünd, die in den letzten Jahren auf steilem Wachstumskurs gefahren ist.

„Wir haben ein sehr treues und zuverlässiges Team. Das ist unser wichtiges Potenzial“, hebt Geschäftsführerin Hannelore Schnabl-Wabra im Gespräch mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ) hervor. Im Laufe der Jahre ist so aus einem kleinen Transportunternehmen ein moderner Logistikdienstleister geworden, der für seine Kunden auch die Lagerbewirtschaftung, Kommissionierung und Containerstauung abwickelt.

Diese Serviceleistungen würden teilweise schon von den Lkw-Transporten mitgetragen, berichtet die Firmenchefin. Positiv stimmt sie, dass „einige unserer Kunden laufend in die Erweiterung ihrer Standorte investieren.“ Damit sollten auch die Bedarfsmengen transportlogistischer Funktionen sowohl in der Beschaffung als auch bei der Entsorgung weiter steigen. Von diesem Trend will Schnabl profitieren.

Die Spedition Schnabl ist im Jahr 1938 in Großreichenbach bei Schweiggers als Pferdefuhrwerk für Milchtransporte gegründet worden und hat 1949 den Einstieg in den Fernverkehr vollzogen. Seither ist das Ende der 1980er-Jahre nach Gmünd übersiedelte Transportunternehmen in kleinen Schritten auf derzeit 120 Beschäftigte mit 60 ziehenden Einheiten (Planen-, Silo- und Großraumkipper) sowie mit 45.000 Quadratmetern gedeckter Lagerfläche gewachsen. 2020 hat die Schnabl Helmut Transport GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 14,2 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

http://www.schnabl-spedition.at



28.05.2021
Variotherm Heizsysteme erobern den Exportmarkt Neuseeland

Energie muss gespart und CO2 reduziert werden. Angesichts des Klimawandels ist das ein Gebot der Stunde. Diese Entwicklung kommt der auf energieeffiziente Flächenheiz-und Kühlsysteme spezialisierten Firma Variotherm mit Sitz in Leobersdorf zugute. „Ob an der Wand, an der Decke oder am Fußboden montiert, damit sind wir seit 42 Jahren ein fester Bestandteil dieses Marktes. „Aktuell erzeugen wir pro Jahr am Standort rund 220.000 Quadratmeter Platten“, teilt Geschäftsführer Alexander Watzek dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Im Jahr 2020 hat Variotherm mit 40 Mitarbeitern den Jahresumsatz um 13 Prozent auf 12,4 Millionen Euro erhöht. Neben den seit Jahren erzielten Umsatzsteigerungen nimmt auch der Exportanteil kontinuierlich zu. „Mittlerweile liegen wir bei 60 Prozent Export. In über 30 Ländern weltweit finden sich unsere Produkte“, so Watzek. „Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2019 auch in Neuseeland vertreten sind. Viele Kiwi-Homes werden bereits mit Variotherm-Produkten geheizt und gekühlt.“

Den weltweiten Geschäftserfolg erklärt der Unternehmer unter anderem damit, dass die Firma ein stabiler Lieferant sei. „Auch in diesen herausfordernden Zeiten waren und sind wir immer lieferfähig – es hat keine Lieferengpässe gegeben. Außerdem waren und sind wir immer erreichbar“, sagt Watzek.

Dazu kommt: Corona hat die Baubranche überhaupt zum Boomen gebracht. „Konkret hatten wir zu keiner Zeit Kurzarbeit, sondern sogar einen zusätzlichen Schichtbetrieb eingeführt, um die notwendigen Mengen liefern zu können“, so der Geschäftsführer. „Wir stellen eine Tendenz zu eher kleineren, überschaubaren Lieferanten fest. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Renovierungsrate steigt. Für Renovierungen sind unsere Produkte entwickelt worden und daher optimal dafür geeignet.“

Die ständig steigende Nachfrage macht auch Investitionen am Standort Leobersdorf notwendig. Beispielsweise ging erst kürzlich eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb, die rund 45 Prozent des benötigten Stroms selbst erzeugen soll. Der Fuhrpark wird zunehmend auf Elektrofahrzeuge umgerüstet.

„Außerdem entsteht derzeit eine neue Produktionsanlage, die anfangs 2022 in Betrieb gehen soll. Wieder einmal wird der Platz viel zu eng und wir schaffen uns auch zusätzliche Miet-Lagerflächen an. Letztlich werden wir eine weitere Lagerhalle bauen, die Pläne dafür sind schon fast fertig“, so Alexander Watzek, der überzeugt ist, dass sich diese Investitionen lohnen werden: „Unsere konsequente Ausrichtung in Nachhaltigkeit, Fairness und Ehrlichkeit wird immer mehr wahrgenommen und auch honoriert.“ (jm)

http://www.variotherm.com



28.05.2021
Jungunternehmer bannt mit dem Strahlwerk Fotos auf Steine

Das fotorealistische Standstrahlen auf Naturstein hat der Start-up- und Einpersonenunternehmer Peter Schindler mit seinem „Strahlwerk“ in Zissersdorf, Bezirk Korneuburg, zum Unternehmensgegenstand gemacht. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, zähle er mit seinem Verfahren zu den wenigen in Österreich, denen es möglich ist, so extrem punktgenau zu arbeiten. Diese Geschäftsidee ist dem riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Business eine Nominierung wert gewesen.

„Ich komme aus einer Steinmetzfamilie und habe daher eine Affinität zu Steinen. So lag es nahe, dass ich mich mit dem fotorealistischen Sandstrahlen selbständig gemacht habe. Das große Interesse an meiner Arbeit gibt mir da recht“, erklärt Schindler, der alle Aufträge auf Kundenwunsch individuell gestaltet. Als weiteren Vorteil seiner Produkte nennt er ihre Witterungsbeständigkeit und ihr edles Aussehen.

Gestrahlt können Natursteine und Glas werden. Mit einer Feinheit von 0,25 Millimetern ist es möglich, eine fotorealistische Darstellung zu erzielen. Schindler arbeitet mit Fotos und Grafiken als Vorlage. Auf Wunsch kann er nach dem Sandstrahlen auch noch Farbe auftragen.

Im Programm, das laufend erweitert wird, hat Peter Schindler derzeit Türschilder, Weinkühler, Begrüßungssteine, Geburtssteine, Wanduhren und Wappen. Dazu kommen noch Urnen und Gedenksteine sowohl für Menschen, als auch für Tiere. Der Kauf eines Hausnummernschilds ist ab 180 Euro möglich, einer Gedenktafel ab 150 Euro. (hm)

http://www.strahlwerk.at



28.05.2021
Sportpsychologin sorgt fĂĽr stressfreien Umgang mit Pferden

Pferdesport ist ein Schwerpunkt der Sportpsychologin und Einpersonenunternehmerin Christina Lechner in Schrattenbach, Bezirk Neunkirchen. Zusammen mit ihrer Kollegin Viktoria Weber hat sie die interaktive online Vortragsreihe „FOKUS Pferdesport“ ins Leben gerufen. Wie Lechner dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, richte sich diese Reihe an alle Personen, die am Pferdesport interessiert sind. Diese Idee ist dem riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Business eine Nominierung wert gewesen.

„Wir haben gesehen, dass bei der Ausbildung zum Pferdesporttrainer Fragen aufgeworfen und Anliegen vertreten wurden, die auch für Sportler, Betreuer oder Eltern, kurz für alle am Pferdesport Interessierten, von Belang sind. Daraus haben wir eine eigene Reihe entwickelt“, erklärt Lechner, „die zur besseren Erreichbarkeit der Interessenten online mit beschränkter Teilnehmerzahl angeboten wird.“ Ein interaktiver Vortrag dauert zwei Stunden und kostet 25 Euro je Einheit. Unter Pferdesport wird nicht nur Reiten, sondern auch Fahren und Voltegieren verstanden.

Besonders der Umgang mit Pferden bedarf einer inneren Stärke und Ruhe, da Pferde als Fluchttiere die Befindlichkeiten der Personen spiegeln, die mit ihnen umgehen. Damit können sich Unsicherheiten und Ängste auf beiden Seiten potenzieren, was die Freude am Pferdesport dämmt und letztlich auch Gefahrensituationen auslösen kann.

Ein Anliegen ist es Lechner, egal bei welcher Sportart, Sportpsychologen schon am Anfang des Trainings bzw. der sportlichen Karriere einzubeziehen, da mentale Stärke überall wichtig ist. Oft aber wird erst dann mit einem Sportpsychologen gearbeitet, wenn man sich selber nicht mehr zu helfen weiß. Dass bereits in den meisten Sporttrainerausbildungen die Sportpsychologie eingebaut ist, begrüßt Lechner sehr.

Neben Sportlern betreut Lechner zunehmend Berufsmusiker. Weiters ist die Militärakademie in Wiener Neustadt Kunde. Eine Stunde kostet 78 Euro. Damit der Humor nicht zu kurz kommt, hat Lechner ein eigenes Kabarett mit Elementen der Sportpsychologie verfasst. Davon sind in nächster Zeit Auftritte in Graz geplant. (hm)

http://christinalechner.at