NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1644 vom 25.06.2021

25.06.2021
Raus aus der Großstadt: Corona befeuert das „Wohnen im Grünen“

Befeuert durch die Corona-Pandemie sind die Preise für Baugrundstücke in Niederösterreich auch 2020 wieder gestiegen. Wie aus dem jüngsten Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Österreich hervorgeht, gab es im Vorjahr einen Zuwachs um 8,3 Prozent auf durchschnittlich 138,7 Euro je Quadratmeter. Im Durchschnitt aller Bundesländer haben die Grundstückspreise nur um 7,5 Prozent zugelegt.

Auf Bezirksebene hat in Niederösterreich die Stadt Wiener Neustadt mit einem Anstieg um 14,1 Prozent auf durchschnittlich 165,7 Euro den stärksten Preisanstieg bei Baugrundstücken für freistehende Einfamilienhäuser verbucht. Dahinter folgen die Bezirke Baden mit einer Zunahme um 14 Prozent auf 305,5 Euro sowie Mistelbach um 12,2 Prozent auf 115,3 Euro. Auch der Bezirk Gänserndorf hat einen beachtlichen Preissprung um 11,1 Prozent auf 148,5 Euro gemacht.

„COVID-19 hat eine enorme Nachfrage aus Wien nach Baugrundstücken außerhalb der Stadtgrenze ausgelöst“, erklärt Johannes Wild, Fachverbands-Obmann der Immobilientreuhänder in der NÖ Wirtschaftskammer. Dabei lasse sich am Preisspiegel erkennen, dass die Menschen ihr Wunschgrundstück auch weiter entfernt von der Großstadt suchen würden. Home-Office biete vielen Berufstätigen die Möglichkeit, „dass sie nicht jeden Tag zu ihrem Arbeitsplatz pendeln müssen. Dafür werden die Anfahrtswege länger“, stellt Wild fest.

Wie aus dem Immobilienpreisspiegel hervorgeht, ist der Bezirk Mödling das teuerste Pflaster in Niederösterreich. In den Gemeinden südlich von Wien muss man für einen Quadratmeter Baugrund durchschnittlich 443,9 Euro bezahlen. Vergleichsweise billig kommen Grundstückkäufer hingegen im Waldviertel davon. Laut Immobilienpreisspiegel kostet der Quadratmeter in Gmünd nur 37,6 Euro, in Waidhofen/Thaya 42,8 Euro sowie in Horn 49,4 Euro. (mm)

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25.06.2021
Auch der Sportartikelhandel braucht offene Grenzen fĂĽr den Tourismus

„Sport und Bewegung gehören für viele Menschen zum Leben dazu. Vor allem Produkte zum Bereich Outdoor und Wandern sind im Sportartikelhandel nahezu ausverkauft. So sind derzeit auch Fahrräder Mangelware“, teilt Michael Nendwich, Obmann des niederösterreichischen Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Für die Zukunft äußert er sich grundsätzlich optimistisch. Den viel zitierten Fahrradboom läßt er nur mit Einschränkungen gelten: „Die Fahrräder wurden bereits im Februar oder März gekauft. Insgesamt werden wir auch 2021 nicht ein massives Mehr an Fahrradverkäufen im Vergleich zu anderen Jahren haben - sie wurden nur früher gekauft.“

Wie viele Sportartikelhändler zum Jahresende tatsächlich jubeln werden, hänge besonders vom Standort ab. Grundsätzlich gehe es jenen in der Stadt besser als am Land. Als besonders benachteilig nennt Nendwich die Sportartikelhändler in Wintertourismusregionen: „Ungefähr 25 Prozent unseres Umsatzes nimmt das Fahrrad ein, weitere 25 Prozent der Wintersport mit Schi, Tourenschi und Schneeschuhen. Dieser wesentliche Umsatzsektor war im Winter 2020/21 ein absolutes Minusgeschäft“.

Das Wintergeschäft ist zu 90 Prozent von Gästen aus dem Ausland abhängig. „Da es kaum Reisemöglichkeiten gab, ist hier viel eingebrochen“, stellt der Obmann fest. „Während Ware, die nicht verkauft wird unter Berücksichtigung von Zusatzkosten gelagert werden kann mit der Hoffnung, sie zukünftig zu verkaufen, ist das Geschäft des Schiverleihs einfach weggebrochen“, so Nendwich. Deshalb appelliert er an die europäische Politik, für den kommenden Winter einheitliche Regeln zu beschließen, die eine Grenzöffnung für den Tourismus erlauben.

Anders stellt sich die Situation für die bereits begonnenen Sommermonate und den Sommertourismus dar. „Hier reden wir von einer hohen Inlandsnachfrage, die wesentlich vom Wetter getrieben wird. In den letzten Tagen beispielsweise gab es einen Ansturm auf alles, was zum Baden und zum Schwimmen dazugehört“, so Nendwich.

Eine geringe Rolle hat hingegen die Fußball-EM gespielt. Es wurden zwar Fanartikel verkauft, aber die machen keinen großen Anteil aus. „Viel wichtiger war für uns die Öffnung der Hobbyfußballvereine. Da haben wir auch in unseren Geschäften eine Euphorie bemerkt“, sagt der Obmann des Sportartikelhandels.

Letztlich würdigt Michael Nendwich die finanzielle Hilfe des Bundes, die für viele Händler unterstützend war und manchmal auch dazu beigetragen hat, dass es das Geschäft noch weiter gibt: „Auch die tüchtigen Händler sowie deren engagierte Mitarbeiter und die guten Produkte haben die Kunden überzeugt. Daher ist die Zahl der Mitgliedsbetriebe, die aktuell bei 709 liegt, nahezu gleich geblieben. Schließlich lebt der Sportartikelhandel vom stationären Geschäft, auch wenn online als weiterer Vertriebskanal sehr wichtig ist.“ (jm)

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25.06.2021
„Plattform erneuerbare Kraftstoffe“ fordert mehr Biosprit in den Autotanks

Unter dem Dach einer neu gegründeten Interessenvertretung mit dem Namen „Plattform Erneuerbare Kraftstoffe“ (PEK) sprechen sich die Landwirtschaft, Erzeuger von Biodiesel und der Autofahrerklub ÖAMTC dafür aus, als Antriebsquelle von Motoren verstärkt erneuerbare Kraftstoffe zum Einsatz zu bringen. Im Fokus steht dabei insbesondere die höhere Beimischung von Bioethanol in Benzin (E10). „Die österreichweite Einführung von E10 würde hierzulande jedes Jahr 200.000 t CO2 einsparen“, rechnet Johannes Schmuckenschlager, Präsident der NÖ Landwirtschaftskammer vor. Dabei könnten die Rohstoffe für die Herstellung von E10 zur Gänze aus heimischer Agrarproduktion gedeckt werden.

Mitglieder der PEK sind neben Schmuckenschlager die Landwirtschaftskammer Österreich, der Agrana-Konzern, die Münzer Bioindustrie und der Autofahrerklub ÖAMTC. Auch dessen Sprecher Bernhard Wiesinger will mehr Biosprit in den Kfz-Tanks sehen. „Für biogene nachhaltige Kraftstoffe und E-Mobilität gibt es kein Entweder-oder“, unterstreicht er. Alle Prognosen gingen davon aus, dass im Jahr 2030 von fünf Millionen in Österreich zugelassenen Pkw noch immer mehr als vier Millionen einen Benzin- oder Dieselantrieb haben. Daher sei es unumgänglich, auch in der Bestandsflotte signifikant CO2 einzusparen. „Und das funktioniert nur mit erneuerbaren Kraftstoffen“, betont Wiesinger. (mm)

http://pek.energy



25.06.2021
Finanzmarktaufsicht FMA warnt vor einer neuen Betrugsmasche

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) warnt vor Betrügern, die sich fälschlicherweise als Mitarbeiter der Behörde ausgeben. Die vermeintlichen FMA-Mitarbeiter treten via E-Mail oder Telefon an eine Person heran und behaupten, Informationen über ein gescheitertes Investment der kontaktierten Person mit einem nicht lizensierten Unternehmen zu haben, und sollen das veruntreute Geld rückerstatten.

In der Folge fordert der falsche FMA-Mitarbeiter dazu auf, die Kopie eines Ausweises/Reisepasses postalisch oder elektronisch zu übermitteln, um das Investment zurückholen zu können. Es werden die Kontodaten des Opfers herausgelockt und die Überweisung eines Geldbetrages als Bearbeitungsgebühr, Spesenersatz oder Bankgebühr auf ein angegebenes Konto verlangt – in der Regel bei einer ausländischen Bank.

In den meisten Fällen gibt sich der Betrüger als angeblicher FMA-Mitarbeiter mit dem Namen „Denis Miller“ aus und verwendet folgende Kontaktdaten: denismiller.fma.austria@gmail.at sowie die Telefonnummern +49 6991150111 oder +46 152 50 14 06. Die Betrüger haben sich aber auch schon als vermeintliche Mitarbeiter der britischen Aufsichtsbehörde FCA ausgegeben und folgende Kontaktdaten verwendet: jnsmabel@gmail.com und die Telefonnummer +43 1 5555797.

Die FMA hat bereits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Alle Personen, die mit derartigen Kontaktaufnahmen konfrontiert sind, werden ersucht, umgehend die FMA zu informieren. Auf keinen Fall sollen irgendwelche Zahlungen geleistet und keinesfalls Informationen wie Kontodaten bekanntgegeben oder Ausweiskopien ĂĽbermittelt werden. (gĂĽbi/mm)

http://www.fma.gv.at



25.06.2021
Mikrohäuser aus der Region Carnuntum sind wahre Raumwunder

Auf die Errichtung von Kleinsthäusern haben sich Corinna Hirschl und Jürgen Pulec mit ihrer TINYHOMES OG in Göttlesbrunn-Arbesthal im Bezirk Bruck an der Leitha spezialisiert. Wie Hirschl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, lägen solche Mikrohäuser derzeit im Trend und lösen ein sehr großes Interesse aus. Diese Geschäftsidee ist dem riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Business eine Nominierung wert gewesen.

„In Europa ist der Trend zu Kleinsthäusern bereits angekommen und lässt auch in Österreich steigendes Interesse an dieser Art des Wohnens und Arbeitens erkennen. Sie bietet jedenfalls den Vorteil der Mobilität, denn jedes unserer Häuser kann auch als ganzes woanders hin gebracht und dann weiter genutzt werden“, erklärt Hirschl und merkt an, dass jedes Haus ein perfekt auf die Benutzer abgestimmtes Unikat sei. Ein Minihaus mit 22 Quadratmetern ist ab 49.000 Euro möglich.

Produziert werden die Mikrohäuser in Bruck an der Leitha zusammen mit regionalen Partnerbetrieben. In Bruck steht ein Musterhaus, das man besichtigen kann. Die Minihäuser werden aus Holz gefertigt, großteils auch aus heimischen Hölzern. Komplett geliefert werden die Häuser mit funktionaler Inneneinrichtung. Benötigt wird dann nur noch ein Grundstück mit entsprechenden Anschlüssen.

Um mit der Planung beginnen zu können, setzt Hirschl eine bedarfsgerechte Evaluierung voraus. „Unsere Häuser sind wahre Raumwunder“, sagt sie. „Man glaubt gar nicht, wie man mit intelligenten Lösungen auch auf wenigen Quadratmetern komfortabel leben kann.“

Die Mikrohäuser finden nicht nur als Wohnhäuser Einsatz, sondern auch als Büro oder Apartment zur Vermietung. Die Kunden kommen derzeit aus ganz Österreich. Der Export ist in Vorbereitung. (hm)

http://mytinyhomes.at



25.06.2021
Winzer Krems starten ihre Weinerlebnis-FĂĽhrungen mit neuem Highlight

Die Winzer Krems haben ihre als Rundgang angelegte Wein-Erlebniswelt „SANDGRUBE 13 wein.sinn“ um eine weitere Attraktion bereichert. „Wein.Kosmos“ nennt sich der neu gestaltete Themenraum, der in verblüffenden 3D-Hologrammen die kulinarische Vielfalt von Grünem Veltliner & Co. präsentiert. Auf einer skyline-ähnlichen Videowand zeigt das Unternehmen die weltweite Präsenz seiner Weine und lädt die Besucher zu einer Reise um den Erdball ein.

„Die Zeit des Lockdowns haben wir genutzt, um eine der acht Stationen des Rundgangs komplett zu erneuern“, teilt Winzer Krems-Geschäftsführer Ludwig Holzer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Dabei habe man darauf geachtet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Das filmische Konzept für „Wein.Kosmos“ stammt von der Moviementum Filmproduktion KG aus Grafenwörth. Technisch umgesetzt hat das Projekt die 7reasons Medien GmbH aus Absdorf.

Der Name „SANDGRUBE 13 wein.sinn“ steht für einen 70-minütigen geführten Rundgang, mit dem die Teilnehmer acht verschiedene Stationen um das Thema Wein passieren. Gezeigt werden den Gästen u.a. ein Schauweingarten mit 18 unterschiedlichen Rebsorten, ein begehbares Luftbild der Weinbauregion Krems, ein 150 Jahre alter Gewölbekeller mit Ton- und Lichtshow, der Barriquekeller für Rotweine, ein 4D-Spezialfilm mit Duftstoffen über das Jahr des Winzers im Weingarten, ein Degustationsraum und schließlich ein Shop, in dem neben Winzer Krems-Weinen auch Sekt, Traubensaft und Marillenspezialitäten angeboten werden. Im Tour-Eintrittspreis von 11,80 Euro sind auch drei Weinproben inkludiert.

Die Winzer Krems, die 90 Mitarbeiter beschäftigen, stehen im Eigentum von rund 900 Weinbauern aus den Weinbaugebieten Wachau und Kremstal. Zusammen bewirtschaften sie eine Rebfläche von 1.200 Hektar. Zum Sortenspektrum zählen u.a. Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller und Blauer Zweigelt. Der Exportanteil liegt bei 60 Prozent. Wichtigste Ausfuhrmärkte sind Deutschland, Niederlande, USA und Japan. (mm)

http://www.winzerkrems.at



25.06.2021
Korneuburger Marinomed will in Multimilliarden-Markt eintauchen

Während sich bei der Corona-Krise in manchen Ländern noch die sogenannte Delta-Variante stark ausbreitet, tauchen am Horizont mit „Kappa“ und „Theta“ bereits die nächsten gefährlichen Mutationen des Virus auf. „Falls in der Pandemie etwas Neues auftritt, braucht es Produkte wie unsere, um in der direkten Bekämpfung schnell handeln zu können“, betonte Andreas Grossauer, Gründer und Vorstand der Marinomed Biotech AG aus Korneuburg, vor Aktionären bei der ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens, die die Finanz-Zeitung „Börsen-Kurier“ mitverfolgt hat.

Große Hoffnungen setzt der biopharmazeutische High-Tech-Betrieb dabei vor allem auf den von ihm entwickelten Virenblocker-Wirkstoff Carragelose. Ursprünglich als Nasen- oder Rachenspray bzw. in Lutschpastillen gegen Husten, Erkältungen und Allergien auf den Markt gebracht, besitzt Carragelose auch die Eigenschaft, die Corona-Pandemie einzubremsen. Diesen Vorzug bewirbt Marinomed jedoch nicht aktiv, „weil wir vorsichtig mit Versprechen sein müssen“, erklärte Finanzvorstand Pascal Schmidt. Nichtsdestotrotz sei er davon überzeugt, „dass wir bald im Multimilliarden-Markt erfolgreich sein werden.“

Mit 47 Beschäftigten entwickelt und vertreibt Marinomed mit Partnern aus der Pharmaindustrie und über Lizenzen innovative Produkte zur Bekämpfung von Atemwegs- und Augenerkrankungen. Vertrieben werden die Erzeugnisse in mittlerweile mehr als 40 Ländern. An seinem Standort in Korneuburg kann Marinomed auf bis zu 75 Mitarbeiter wachsen.

Seit Februar 2019 notiert die Marinomed Biotech AG an der Wiener Börse. Im Vorjahr hat sie ihre Umsatzerlöse um knapp ein Drittel – 32 % – auf 8,12 Millionen Euro gesteigert. Die Forschungsausgaben sind um fast ein Viertel auf 5,94 Millionen Euro geklettert. Im Jahr 2019 sind es 4,78 Millionen Euro gewesen. (mm)

http://www.marinomed.com



25.06.2021
Korbflechterin aus Lilienfeld liefert ihre Spezialware bis in die USA

Das Flechten von Körben hat die Einpersonenunternehmerin Kim Bons in der Stadt Lilienfeld, Zögersbachtal, zum Unternehmensgegenstand ihrer Korb-Manufaktur gemacht. Es sei ihr ein großes Anliegen, dieses uralte Handwerk am Leben zu halten und auch neu zu interpretieren, erklärt sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Beim riz up Creative Business Award 2021 wurde diese Geschäftsidee in der Kategorie Creative Business mit einer Nominierung bedacht.

„Weidenkörbe sind vielfältig, und können auch farblich interessant gestaltet werden. Mit diesem Naturmaterial hat man langlebige Gebinde, die man sehr vielfältig einsetzen kann“, erklärt Bons. Sie hat sich aus ihrem Hobby der Korbflechterei heraus selbständig gemacht. Neben bereits fertigen Körben und Buckelkraxen fertigt sie solche auch auf Wunsch und nach Maß an. Hier gibt es eine sehr große Bandbreite. Die Weidenruten, die sie verarbeitet, bezieht sie aus Belgien, da sie in Österreich kein geeignetes Material bekommen kann.

Kleine Körbe kosten ab 16 Euro, eine Buckelkraxe etwa 295 Euro. Der Verkauf erfolgt wird nicht nur in der eigenen Werkstatt, sondern auch über die Internet-Plattform etsy. Die Exportquote beträgt etwa 20 Prozent, ihre Körbe gehen u. a. auch in die USA.

Wichtig ist Bons auch der Reparaturservice, der sehr gut angenommen wird. „So kann man alte Körbe, die einmal mit viel Liebe und Mühe geflochten wurden, erhalten“, sagt sie. Stolz ist die Unternehmerin auf ihre aus Holz selber gebaute Werkstatt, in der man sie nach Voranmeldung auch besuchen kann.

Um das alte Handwerk der Korbflechterei weiter zu geben und auch um die Liebe zur Natur zu fördern, hat Kim Bons den Verein „Wege der Natur“ gegründet. (hm)

http://www.korbflechten.at



25.06.2021
Eis auch während der Pandemie gefragt – zumindest im Gassenverkauf

„Der Eisverkauf als Essen zum Mitnehmen (Take-away) ist in unserer Branche ein von den Kunden gewohntes Prinzip. Da wir in der Gastronomie zu den ersten gehört haben, die offen haben durften, hat sich der Gassenverkauf bisher bei den meisten Eissalons in Österreich sogar besser entwickelt als in den Jahren davor“, teilt Andrew Nussbaumer, Branchensprecher der handwerklichen Eiserzeuger im Fachverband Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Freilich anders sehe dies beim Eiskonsum im Geschäft aus. „Kaum jemand tut sich das an, dass er wegen eines schnellen Eiscoups oder Espressos einen Corona-Test macht“, sagt er. Gerade Nussbaumer, der seine Betriebe in Vorarlberg hat, wo bereits seit Mitte März der gesamte Gastronomiebereich öffnen durfte, hat diese Entwicklung lange persönlich beobachten können. Er sei davon überzeugt, „dass sich dies mit Fortschritt der Impfungen ändern wird und die Leute sich wieder spontan ins Eisgeschäft setzen werden für den Genuss zwischendurch.“

Von den Einschränkungen ist allerdings Westösterreich mehr betroffen als der Osten. Weder in Deutschland noch in der Schweiz gilt die „3G-Regel“. Das mache für Vorarlberger Unternehmen einen großen Umsatzanteil aus, für den Osten seien es die Touristen, die wegfallen, die es sich nicht antun, nach Österreich zu kommen, wie Nussbaumer meint. „Bei 200 Neuinfizierten pro Tag in Österreich frage ich mich, ob die Registrierungspflicht überhaupt sinnvoll ist.“

Warum trotzdem österreichweit die Bilanz der Eissalons gut sei, hänge damit zusammen, dass von den 330 in der Wirtschaftskammer Österreich genannten Eisdielen 150 in Wien sind. „Einige sind auch in Niederösterreich. Grundsätzlich gilt es aber zu beachten, dass Konditoren oder Bäcker, die Eis anbieten, nicht zu uns gezählt werden und ich daher darüber keine Aussagen treffen kann“, betont der Branchensprecher.

Einen weiteren Grund für die durchaus positive Entwicklung sieht Nussbaumer darin, dass es kaum Änderungen gegenüber dem Vorjahr gegeben hat. „Preiserhöhungen oder sonstige Änderungen im Angebot hat es kaum gegeben. Gleichzeitig haben viele Kollegen mit dem Fokus auf veganes Eis einen schon bestehenden Trend weiter ausgebaut“, so Andrew Nussbaumer.

Grundsätzlich sei er mit dem Verlauf der Saison zufrieden und durchaus optimistisch für die Gesamtsaison, sofern das Wetter passt: „Viele bleiben in den Ferien zu Hause und wollen dennoch etwas erleben. Ein Besuch im Eisgeschäft kann durchaus ein solches Erlebnis sein.“ (jm)

http://www.eissalons.org



25.06.2021
Wie eine Unternehmensberaterin in Firmen schlummerndes Kreativpotenzial hebt

Menschen dazu Mut machen, dass sie im Berufsleben mehr Kreativität entwickeln und auch ausleben sowie Potenziale für neue Wege entfalten. Das bietet die Unternehmensberaterin, Coach und Filmemacherin Johanna Franziska Kriks aus Klein-Pöchlarn, Bezirk Melk, mit ihrer Firma „Johanna Franziska“ an. Dazu setzt sie zusammen mit dem Cinematographen Gregor Grkinic auch die kleine Kurzfilmreihe „INSPIRE ME“ ein. Mit diesen Filmen wollen sie die Möglichkeiten aufzeigen, mit denen man sich auch persönlich Wachstum erschließen kann. Diese Idee ist dem riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Business eine Nominierung wert gewesen.

„Gerade in der Corona Krise hatten viele Menschen Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was sie wirklich wollen, privat und beruflich. Hier wollen wir mit unseren Porträts Mut machen, neue Wege zu gehen und die Gedankenmuster neu zu ordnen“, erklärt Kriks dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Zur Weiterentwicklung bietet sie unterschiedliche Coachings an. Eines davon ist das Kreativcoaching, in dem es darum geht, dass der Unternehmer als auftraggebender Kunde im Prozess der Ideenfindung voll eingebunden ist.

„Wichtig ist hier auch die Beantwortung der Frage, wo man her kommt, wo man hin will und was Freude macht. In diesem Coaching werden schlummernde Potenziale gehoben“, sagt Franziska Kriks. Mit dem Videocoaching macht sie als Filmemacherin insbesondere KMU fit. Sogar kleine Imagevideos mit einem Smartphone gestaltet, reichen oft aus, sich in den verschiedenen Plattformen ins rechte Licht zu rücken bzw. besser darzustellen.

Das Schreibcoaching rundet die Coaching Serie ab. Hier geht es nicht nur darum, in Texten gute Geschichten für die Außenwelt zu erzählen, sondern auch um die betriebsinterne Kommunikation, die Wertschätzung gegenüber allen Mitarbeitern pflegt und ein angenehmes Betriebsklima schafft. „Warum soll in einer Firma nicht auch Freude am Tun und Kommunizieren herrschen? So sind die Menschen viel kreativer und auch produktiver“, betont Kriks. Die Coachings sind ab einem Stundensatz von 120 Euro zu buchen, maßgeschneiderte Pakete gibt es auf Anfrage.

Die Kunden melden sich aus ganz Österreich und können auch per Videoschaltung gecoacht werden. Alle Angebote gelten damit für den gesamten deutschsprachigen Raum. Auf Wunsch kann die Unterrichtssprache auch Englisch sein. Als nächstes Projekt kündigt Kriks einen Dokumentarfilm an, der zeigen soll, wie Menschen im Einklang mit sich selbst und der Natur leben können und welche Potenzialentfaltung damit ausgelöst wird. (hm)

http://johannafranziska.com



25.06.2021
Litschau und sein Herrensee werden im Sommer zur Musik- und TheaterbĂĽhne

Mehr als 28.000 Nächtigungen hat die Stadtgemeinde Litschau im Bezirk Gmünd vor der Corona-Krise im Jahr 2019 verzeichnet. Ein nicht zu unterschätzender Anteil an dieser Gästezahl entfällt auf die zahlreichen Kulturveranstaltungen, die vor allem im Sommer immer mehr Besucher in Österreichs nördlichste Stadt locken. So hat sich das von Insidern mit dem treffenden Spitznamen „Woodstock des Wienerliedes“ bedachte und erstmals 2007 abgehaltene „Schrammel.Klang.Festival“ beim musikinteressierten Publikum einen sehr guten Namen erarbeitet. Heuer findet es bereits zum 15. Mal an den beiden Wochenenden vom 9. bis 11. und vom 16. bis 18. Juli rund um den Herrensee statt.

Beim diesjährigen „Schrammel.Klang.Festival“ treten auf den Naturbühnen in Litschau zahlreiche Künstlerinnen und Künstler auf, die sich in ihrem Werk dem Genre Wienerlied in all seinen Facetten widmen. Unter den Interpreten findet man bekannte Namen, wie Agnes Palmisano, Tini Kainrath, Wolfgang „Fifi“ Pissecker, das Blasmusik-Ensemble Federspiel, das Trio Lepschi sowie das Orchester Velvet Elevator & Die Strottern. Aufgrund der Covid-19-Bestimmungen werden heuer an jedem Veranstaltungstag nur 1.000 Karten aufgelegt, weshalb es sich empfiehlt, die Tickets schon im Vorverkauf zu erwerben.

Neben dem „Schrammel.Klang.Festival“ bietet Litschau heuer im August zum vierten Mal einen weiteren kulturellen Leckerbissen: das Theaterfestival „HIN & WEG“, das heuer unter dem Motto „Mut und Vergänglichkeit“ steht. Im Rahmen dieser Veranstaltung finden zwischen 13. und 22. August an zwei Wochenenden über 100 Events an mehr als 30 Spielorten statt - im Herrenseetheater, im BRAUHAUSstadl in Hörmanns sowie an Schauplätzen, wo man zeitgenössische Theaterunterhaltung im allgemeinen nicht erwarten würde, wie z.B. im Gütermagazin am Bahnhof, in einer alten Bäckerei, in einem ehemaligen Supermarkt oder in einer leer stehenden Industriehalle. (mm)

http://www.schrammelklang.at

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