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19.03.2021 - Ausgabe Nr. 1630

Flugpionier aus Mödling bereitet autonomes Fliegen mit Elektroflugzeug vor



„Mein Ziel ist es, das Fliegen in den Alltag zu integrieren und zwar dort, wo es um den individuellen Regionalverkehr im ländlichen Raum geht, in Gegenden ohne gute Infrastruktur“, sagt Andreas Fürlinger, Gründer und Geschäftsführer von Volare, jenes Unternehmens aus Mödling, das mit dem Apeleon-Elektroflugzeug die Mobilität vorantreiben möchte. Fürlinger betont, dass es ihm nicht darum geht, heutige Verkehrsmittel zu ersetzen. Es sei auch nicht möglich, beispielsweise auf bestimmten Strecken der Bahn Konkurrenz zu machen. Vielmehr soll dort ein Angebot geschaffen werden, wo andere Alternativen unrentabel oder zu kostenintensiv wären.

Spontan nennt der Unternehmer als Beispiel die Strecke Wien bis Mariazell. Für sie braucht ein Auto mindestens zwei Stunden. Eine Verkürzung ist aufgrund der notwendigen Tunnels und Brücken nicht möglich. Auf internationaler Ebene, wo das autonome Fliegen jedenfalls ein Thema ist, geht es häufig darum, Hindernisse wie etwa einen See zu überwinden.

Fürlinger geht im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst nochmals ins Detail des Zwecks seines Luftfahrzeuges Apeleon: „Wir wollen in Regionen ohne ausreichende Verkehrsanbindung neue Möglichkeiten der Mobilität schaffen, ohne dass eine aufwendige Infrastruktur zusätzlich gebaut werden muss und ohne kreuz und quer in der Luft herumzufliegen.“ Der Umweltschutz stehe für ihn dabei stets klar im Fokus. „Unser Luftfahrzeug wird elektrisch betrieben, und wir achten darauf, dass der Reiseflug effizient ist“, sagt er. Das Credo des Unternehmers lautet daher: „Das richtige Verkehrsmittel für die gewünschte Wegstrecke.“

Apeleon ist zwar noch in der Projektphase, aber schon jetzt stehe fest, dass dieses Luftfahrzeug sämtliche Kriterien der sicheren Luftfahrt erfüllen wird. „Wir gestalten ein möglichst einfaches System, das sowohl die Anschaffungskosten als auch die Wartungskosten reduziert“, so Fürlinger.

Bis das alles in der Praxis funktioniert und tatsächlich für jedermann auch leistbar ist, wird es noch eine Zeitlang dauern. „Aktuell geht es uns darum, einen Prototypen zu entwickeln. Dafür suchen wir noch Investoren“, so Andreas Fürlinger, der bisher auf Fördergelder und auf Geld aus der Familie zurückgegriffen hat. (jm)

http://www.apeleon.com

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