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19.03.2021 - Ausgabe Nr. 1630

Umweltbundesamt: Klosterneuburg hängt weiter in der Warteschleife



Bis Ende 2020 hätte die Entscheidung fallen sollen, ob und wann das Umweltbundesamt mit seinen rund 500 Beschäftigten aus Wien nach Klosterneuburg übersiedelt. Dies ist weiter in Schwebe, zumal „noch zahlreiche rechtliche und finanzielle Detailfragen zu klären sind“, wie Umweltministerin Leonore Gewessler in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von Nationalratsabgeordneten der SPÖ mitteilt. Zurzeit ist das Umweltbundesamt in zwei Wiener Gemeindebezirken an vier verschiedenen Standorten mit veralteter unsanierter Büroinfrastruktur untergebracht.

Für die Standortsuche in Klosterneuburg habe man eine mit dem Betriebsrat, dem Aufsichtsrat und der Finanzprokuratur abgestimmte Bewertungsmatrix erstellt, in die auch Umwelt- und Klimakriterien, wie u.a. der Umgebungslärmpegel, die Lage zu hochrangigen Verkehrsmitteln, zu Nahversorgern, zu Radwegen, zu Grün- und Freiflächen, sowie eventuell vorhandene Synergien mit anderen Institutionen einfließen. „Die Lage und Bauweise des Objektes muss jedenfalls so gewählt werden, dass eine Zertifizierung im klima.aktiv-Standard Gold erreicht werden kann“, unterstreicht Gewessler.

Von zwei Grundstücken, die die Babenbergerstadt dem Ministerium als Standort für das Umweltbundesamt angeboten hat, musste man eines aufgrund seiner Größe ausscheiden. Bei der zweiten Liegenschaft handelt es sich um ein Grundstück mit Bestandsobjekten im Eigentum der Stadtgemeinde Klosterneuburg. „Im wirtschaftlichen Interesse der Betroffenen (potenzielle wirtschaftliche Nachteile, Preisabsprachen, etc.) und damit im Interesse der Vorbereitung einer Entscheidung kann eine detailliertere Auskunft zu dieser Liegenschaft nicht erteilt werden“, gibt sich die Umweltministerin kryptisch. (mm)

http://www.bmk.gv.at

http://www.umweltbundesamt.at

http://www.klosterneuburg.at

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