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19.03.2021 - Ausgabe Nr. 1630

Mit der Rakete von Elon Musk fliegen SBO-Spezialteile in den Weltraum



Schon bald werden Spezialprodukte eines niederösterreichischen High-Tech-Unternehmens ins Weltall starten. Für das Raketen- und Satellitenprogramm des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens Space X von Tesla-Gründer Elon Musk liefert der Ternitzer Ölfeld-Ausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) widerstandsfähige Komponenten aus hochlegiertem Metall. Diese Teile werden in Houston im Bundesstaat Texas im 3-Druck-Verfahren durch direktes Laserschmelzen erzeugt.

„Wir haben uns angesehen, wo man das, was wir gut können, auch noch in anderen Industrien außerhalb von Öl und Gas erfolgs- und gewinnbringend einsetzen kann“, erklärt SBO-Vorstandvorsitzender Gerhard Grohmann. Denn langfristig würden die fossilen Energieträger an Bedeutung verlieren. Für diesen Verschiebungsprozess wolle man nicht nur gerüstet sein, „den wollen wir auch aktiv begleiten“, unterstreicht Grohmann.

Das Corona-Jahr 2020 findet in der Bilanz des Industrieunternehmens seinen Niederschlag. Gegenüber 2019 ist der Konzernumsatz um 35 Prozent auf 291 Millionen Euro zurückgegangen. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat von 60,2 Millionen Euro auf minus 28 Millionen Euro in die roten Zahlen gedreht.

SBO ist Weltmarktführer in der Produktion von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie und erzeugt neben Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie auch Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge. Hauptkunden des Ternitzer High-Tech-Unternehmens sind große Öl-Servicegesellschaften, wie z.B. Schlumberger, Halliburton oder Baker Hughes. Weltweit beschäftigt SBO mehr als 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 350 in der Zentrale in Ternitz. (mm)

http://www.sbo.at

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